MBA an der IUBH (2015-2017)

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Leistungsfähikeit - Wie schafft man es, die Augen aufzuhalten...

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StefanMA

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Viellleicht ein bisschen Off-Topic, aber vielleicht auch nicht...:blushing:

Jeder Student kennt es. Es ist noch viel zu tun, aber man ist einfach müde, die Konzentration fehlt. Die Augen fallen einfach zu. Lernen unmöglich.

In den meisten Fällen einfach nur ärgerlich und ein Produkt zu vieler Parties, zu viel anderer Arbeit oder familiärer Verpflichtungen.

Aber was ist, wenn das nicht der Grund ist? Was ist, wenn hinter diesem Loch in der Leistungsfähigkeit, ernsthafte medizinische Gründe stehen?

Tja, ich habs rausgefunden. :001_unsure:

Aufgrund von starker Tagesmüdigkeit, Sekundenschlaf und Kopfschmerzen habe ich mich in ärztliche Behandlung gegeben. Nach erstem Verdacht ging es zum HNO und der hat diesen Verdacht bestätigt:

Die Polygraphie zeigte ein ausgeprägtes Schlafapnoesyndrom. Kurz gesagt, man bekommt (unbewußt) während des Schlafes teilweise sehr lange andauernde Atemstillstände. Dieser Stresszustand führt dazu, dass der Körper konstant in Alarmzustand ist und keine wirkliche Erholung stattfindet. Langfristig verringert diese Erkrankung die Lebenserwartung und die Lebensqualität deutlich.

Starkes Schnarchen und Übergewicht sind Faktoren, die damit stark korrellieren aber es gibt auch junge, schlanke, nicht-schnarchende Menschen (sogar Kinder!), die darunter leiden - meist ohne es zu merken.

Und hier ist das Problem (und mein Aufruf an euch): Man schätzt, dass ca. 8% der Deutschen ein mehr oder weniger starkes OSAS haben aber nur wenige davon wirklich diagnostiziert sind. Wer also die folgenden Probleme erlebt, der sollte das unbedingt mal schlafmedizinisch abklären:

Apnoe von mindestens 10-Sekunden- bis Minutendauer *

Durchschlafstörungen

Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung am Tag

Kopfschmerzen beim Erwachen („wie gerädert“)

Schwindel, vor allem nach dem Aufstehen

Mundtrockenheit beim Erwachen

nächtliches Schwitzen

Nykturie (vermehrter Harndrang während des Schlafs / nächtliches Wasserlassen)

Sekundenschlafattacken / imperativer Schlafdrang, teils ohne Warnsignale

Konzentrationsstörungen bis hin zu Gedächtnisstörungen

depressive Verstimmung

Impotenz, erektile Dysfunktion

unruhiger Schlaf

* wird ggfs. vom Partner entdeckt, weil der Betroffene sowas gar nicht merkt.:ohmy:

Die Abklärung kann man (ggfs. über den Hausarzt) beim HNO, Lungenfacharzt oder vielleicht direkt bei einer Fachklinik durchführen lassen. Schlimmstenfalls muss man zwei bis drei Nächte in einem Schlaflabor verbringen.

Ich will jetzt nicht auf die Details der Behandlung eingehen, aber man kann klar sagen: Das ganze IST gut behandelbar, sofern es entdeckt wird. Ich habe jetzt ein kleines Gerät neben meinem Bett stehen, dass mir mittels einer Maske einen konstanten Luftdruck in den Atemwegen ermöglicht. (CPAP) Das sieht schlimmer aus als es ist und ist definitiv besser als die gesundheitlichen Probleme, die man ohne das Ding hätte. :thumbup:

Ich hoffe, dieser Kleine Aufruf wird mir nicht übel genommen - ich habe vermutlich nochmal Glück gehabt und würde mir wünschen, dass es anderen ähnlich geht. Denn statistisch gesehen müßten hier ganz sicher auch einige Betroffene mitlesen. :biggrin:


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5 Kommentare


psychodelix

Geschrieben

Da hast du wirklich Glück gehabt. Denn das ist behandelbar.

Tagesmüdigkeit habe ich auch, aber definitiv (nachgewiesen) keine Schlafapnoe.

Ursache weiter im Unklaren, vielleicht ist eine EBV-Infektion vor vielen Jahren daran schuld.

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Warum sollte man Dir das übel nehmen?

Mein Mann hat das Schlafapnoesyndrom auch, leider funktionierte bei ihm auch das Gerät nicht, es half nur eine OP und jetzt dauerhauft abschwellende Nasentropfen am Abend. Aber ich erinner mich noch gut an den langen Weg bis zur Diagnose und bis dann endlich klar war wo es langgeht.

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Markus Jung

Geschrieben

Danke für deinen Beitrag.

Mich würde noch interessieren, wie sich die Maske auf deine Schlafqualität auswirkt. Auf die Apnoe positiv, aber wie ist der Tragekomfort der Maske, zum Beispiel wenn du dich umdrehst im Schlaf? Wirst du dann wach?

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Ich habe ja bisher nur wenige Nächte Erfahrung. Grundsätzlich ist es schon etwas ungewohnt und lästig, die Schlafqualität ist aber schon jetzt deutlich besser als vorher. Wie man von anderen Nutzern hört, scheint die Maske die größte Problemquelle zu sein. Da gibts es zig Modelle und Varianten. Bis man das Optimum gefunden hat, kann schon etwas Zeit vergehen. Mir wurde sowas hier verpasst. Bis jetzt komme ich damit sehr gut klar. Unterm Strich kann der Schlaf auch mit einer schlechten Maske nicht schlechter sein als vorher.

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Markus Jung

Geschrieben

Deine Variante scheint zumindest mit recht wenig "Gedöns" im Gesicht auszukommen. Wahrscheinlich ist es, ähnlich wie eine erst später erhaltene Brille, auch eine gewisse Gewöhnungssache und letztlich ist ja wichtig, dass die Schlafqualität unterm Strich besser wird, wie du schon richtig notiert hast.

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