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Studienbeginn Medizin

Lernfrosch

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Wenn man mich heute fragen würde, ob ich mich nochmal dafür entscheiden würde, das Abitur per Fernlehrgang nachzuholen und mich für ein Medizinstudium zu bewerben, dann würde ich ganz laut und aus voller Überzeugung "ja" sagen! Egal, wie steinig der Weg zum Abi zwischendrin auch war, es hat sich gelohnt. Ich bin dort angekommen, wo ich hinwollte. Bis heute Morgen fühlte es sich alles noch ein bisschen wie im Traum an. Und dann war er heute Mittag da, der große Moment, auf den ich jahrelang hingearbeitet hatte: Die Auftaktveranstaltung im Medizinstudium.

 

An sich ist es ja mein zweiter Studienbeginn. Aber an der FernUni fühlte sich der Start so ganz anders an; weder besser noch schlechter, nur ganz anders. Es war einfach ein unglaublich toller Start, organisatorisch sehr durchdacht und ich glaube unvergesslich.

 

Dennoch war es auch etwas merkwürdig, weil mir plötzlich so bewusst wurde, dass damit jetzt mein Traum vom Medizinstudium vorbei ist und dieser Realität geworden ist und ab nun meinen Lebensalltag mitbestimmen wird. Ich freue mich sehr darüber, dass ich diesen Studienplatz am UKE bekommen habe und nun die Möglichkeit habe Medizin zu studieren;

ich möchte diese Chance Medizin zu studieren nutzen und Ärztin werden - aus Begeisterung und Faszination von dem Wunderwerk "Mensch" und dem Respekt vor dem Leben als solchem.

Es gab heute die Anregung, aufzuschreiben, was einem an diesem Tag durch den Kopf geht. Ich glaube, es sind diese ^ Dinge. Ob es in sechs Jahren dieselben Gedanken sein werden, dieselbe Motivation?

 

Warum um ich das hier schreibe?

Weil Fernstudium-Infos einen Teil dazu beigetragen hat, dass dies so gekommen ist. Weil ich hier im Forum und in den Blogs immer wieder während des Fernabis gelesen habe und in Motivationstiefs neue Motivation gefunden habe. Weil mich die vielen tollen Kommentare und PNs zu meinen Fernabiblogeinträgen motiviert haben für die Abiprüfungen zu lernen und das für mich mögliche dabei herauszuholen. Weil ich dafür einfach mal "danke" sagen will und es jetzt ein überzeugender Zeitpunkt dafür ist: Danke!


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Beetlejuicine

Geschrieben

Das klingt sehr schön. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und dass du dein Menschenbild und deine Werte hütest!

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Ich wünsche dir auch ganz viel Spaß und Motivation:rolleyes:

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Accounting Girl

Geschrieben

Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg :)

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Markus Jung

Geschrieben

Sehr viele haben ja den Wunsch, mit einem Fernabi ins Medizin-Studium rein zu kommen. Nur bei wenigen klappt es - ich freue mich total, dass du hier beweist, dass es möglich ist.

Alles Gute für dein Studium! 

Mich freut es natürlich auch sehr zu lesen, wie hilfreich die Community von Fernstudium-Infos.de für dich war :).

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Ich hab totalen Respekt vor deiner Leistung, ich habe jetzt nicht deine ganze Geschichte nachgelesen ( kämpfe  noch mit dem neuen Forum) aber du machst das Medizinstudium in Präsenz oder?

 

 

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Herzlichen Glückwunsch!

Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Erfolg beim Medizinstudium!

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psychodelix

Geschrieben

ich möchte diese Chance Medizin zu studieren nutzen und Ärztin werden - aus Begeisterung und Faszination von dem Wunderwerk "Mensch" und dem Respekt vor dem Leben als solchem.

Ich wünsche dir, dass dies dir hilft, den langen Weg durchzuhalten! :) 

 

Dieses Bild fand ich irgendwo im Internet:

Motivation Bild.jpg

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Lernfrosch

Geschrieben (bearbeitet)

 Danke für die vielen netten Kommentare. Ich habe mich da sehr drüber gefreut!

Sehr viele haben ja den Wunsch, mit einem Fernabi ins Medizin-Studium rein zu kommen.

Das ist mir auch aufgefallen wie häufig dieser Wunsch geäußert wird. Ich habe in den letzten Tagen etliche Leute kennengelernt und mitbekommen wie sie zum Studienplatz gekommen sind; Fernabiturienen sind überproportional unterrepräsentiert, ebenso wie diejenigen, die Abitur über den zweiten Bildungsweg gemacht haben. Konkret weiß ich in meinem Semester (380 Studenten) bislang nur von mir.

Was mir aber bisher viel mehr nützt als das Abi (das interessiert jetzt niemanden mehr...) ist das Psychologiefernstudium und die Eigenständigkeit/ Erfahrungen vom Fernabi; sowohl was die Organisation, die Stoffmenge und teilweise die Inhalte betrifft (ich denke da z.B. an den unliebsamen Hagener Bibliothek- Kurs oder die Inhalte zum wissenschaftlichen Arbeiten, Statistik usw.).

Aber Medizin ist super. Ich habe zwar in den letzten Tagen mehr Zeit im UKE verbracht als zu Hause, ich war jeden Tag von morgens bis abends dort und habe Pausen zwischen den Lehrveranstaltungen schmerzlich vermisst (9 Stunden Programm + 45 Minuten Pause aufgeteilt auf zwei Einheiten an einem Tag sind nicht toll); aber es ist fantastisch. Man erlebt unglaublich viel und nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch und u.a. auch direkt im Klinikalltag (ich war z.B. schon am zweiten Studientag zu Besuch in einer Fachabteilung der Klinik...).

du machst das Medizinstudium in Präsenz oder?

Ja, Medizin in Präsenz und Vollzeit.

Psychologie parallel dazu in Fern und als Zweithörer bzw. Teilzeit mit freier Zeiteinteilung. (Ich kenne noch (?) keinen in HH, der auch zwei Studiengänge parallel macht. Kommt wohl auch nicht so oft vor...)

 

Das klingt sehr schön. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und dass du dein Menschenbild und deine Werte hütest!

Danke. Das ist mir ein ganz elementares Anliegen und mit ein Grund, warum ich unbedingt ans UKE wollte. Hier wird sehr viel Wert auf Werte gelegt und die Entwicklung und Förderung psychosozialer Kompetenzen für den Arztberuf ist ein ebenso wichtiger und integrativer Bestandteil wie die rein theoretisch-praktischen Inhalte.

bearbeitet von Lernfrosch
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psychodelix

Geschrieben

(Ich kenne noch (?) keinen in HH, der auch zwei Studiengänge parallel macht. Kommt wohl auch nicht so oft vor...)

Medizin alleine reicht auch vollkommen aus von der Stoffmenge her. ;)

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Dann drück ich dir Daumen :)

Wäre schön wenn du weiter hier über das Medizinstudium berichten könntest :thumbup:

 

Das war auch mal mein Traum, aber ich bin ehrlich zu mir selbst und sehe dass das eine Nr. zu groß ist :)

 

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Markus Jung

Geschrieben

Sehr spannend zu lesen, wie dir die Methodik des Fernstudiums jetzt zu Gute kommt.

Das Tagesprogramm ist ja wirklich krass. Wenn das so bleibt, sehe ich nicht so viel Raum für ein paralleles Psychologie-Fernstudium.

Dass du mit deinem Bildungsweg eher eine Ausnahme im Studium bist habe ich erwartet. 

Und mir gefällt die Einstellung, mit der du (von deinen Werten her) an das Medizin-Studium ran gehst.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du weiterhin hier berichtest. Auch um zu zeigen, wie so ein Medizinstudium, von dem ja viele träumen, in der Realität aussieht.

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Ich bin sehr froh, dass ich zuerst mit dem Fernstudium begonnen habe. Vieles von dem, was ich bisher an der FernUni in Psychologie theoretisch gelernt habe, nützt mir jetzt praktisch.

Das Tagesprogramm ist in den ersten zwei Wochen sehr kompakt. Es handelt sich dabei um die in das Medizinstudium am UKE einführende Orientierungseinheit. Da nimmt man alles mit, was irgendwie und irgendwann wichtig ist um dann direkt vom ersten richtigen Lehrtag an voll durchstarten zu können. Danach folgt dann das erste sechswöchige Modul zum Thema "Unfall und Bewegungsapparat". Dafür habe ich schon meinen Stundenplan und weitere Informationen zu Inhalt und Ablauf erhalten. Der Stundenplan sagt mir sehr zu, der ist übersichtlich, bis ins minutiöse Detail durchstrukturiert und sehr zeitfreundlich. Manche Tage sind sehr lang und an anderen gibt es dafür nur eine einzige kurze Veranstaltung; insgesamt recht ausgewogen und inhaltlich von der Art der Lehrveranstaltungen und Inhalte abwechslungsreich. Modulbegleitend wird eine kleine Hausarbeit zu schreiben sein. Nach den sechs Wochen wird es zwei kurze mündliche Prüfungen geben und eine Klausur. Dann ist das Modul abgeschlossen und das nächste wird beginnen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du weiterhin hier berichtest. Auch um zu zeigen, wie so ein Medizinstudium, von dem ja viele träumen, in der Realität aussieht.

Gerne. Hast du da konkretere Vorstellungen, auch weil es ja kein Fernstudium ist?

Allgemein: Was würde euch interessieren? Welche Fragen gibt es? Worüber würdet ihr lesen wollen?

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Ich bin sehr froh, dass ich zuerst mit dem Fernstudium begonnen hab.  

Ich habe hier irgendwo mal gelesen, dass sich ein Erststudium vor dem Medizinstudium äußerst negativ auf die Zulassung auswirkt. Oder hat sich da wieder etwas geändert? 

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psychodelix

Geschrieben (bearbeitet)

Ich habe hier irgendwo mal gelesen, dass sich ein Erststudium vor dem Medizinstudium äußerst negativ auf die Zulassung auswirkt. Oder hat sich da wieder etwas geändert? 

Lernfrosch hat ja noch kein anderes Studium abgeschlossen.

Für ein Zweitstudium (nach abgeschlossenem Erststudium) sind die Zulassungsbedingungen sehr streng.

bearbeitet von psychodelix

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Markus Jung

Geschrieben

Gerne. Hast du da konkretere Vorstellungen, auch weil es ja kein Fernstudium ist?

So, wie du es jetzt machst gefällt mir das schon sehr gut. Ich finde besonders interessant, wie theoretisch einerseits und wie praxisorientiert (Patientenkontakte etc.) andererseits es abläuft, wie viel auswendig zu lernen ist, wie hart die Prüfungen sind, wie hoch der Lernaufwand ist usw. Also eigentlich ähnlich wie bei den Berichten zum Fernstudium auch.

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Ich finde besonders interessant, wie theoretisch einerseits und wie praxisorientiert (Patientenkontakte etc.) andererseits es abläuft, wie viel auswendig zu lernen ist, wie hart die Prüfungen sind, wie hoch der Lernaufwand ist usw.

Dann werde ich es so ähnlich machen.

Zu Theorie und Praxis: Die erste Verwunderung gab es bei mir heute schon. Ich war auf theoretischen Unterricht eingestellt und sah mich dann aber plötzlich direkt in einer praktischen Übung sitzen. Dass ich zu Beginn der zweiten Woche des Medizinstudiums schon so etwas wie Blutabnehmen nicht nur theoretisch lerne, sondern praktisch machen darf (an Mitstudenten)... damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Mir wurde da schon anders zumute; es ist auf jeden Fall ein enormer Unterschied ob man Patient ist und diese Prozedur über sich ergehen lässt oder ob man für die Durchführung zuständig ist. Das war mir irgendwie suspekt; ich habe mich da zwar gut angeleitet und betreut gefühlt, aber mir persönlich war es zu früh, ich wäre nach eigenem Empfinden eigentlich noch nicht so weit gewesen. Liegt evtl. daran, dass ich eher theoretisch veranlagt bin und mir sehr viele Gedanken über so etwas mache...

Zum Lernaufwand: Der Lernaufwand ist jetzt noch sehr gering. Das ändert sich aber bestimmt noch mit Beginn des ersten Moduls kommende Woche. Da wird dann u.a. sehr viel Anatomie zu lernen sein (theoretisch und praktisch), Physiologie, Medizinische Soziologie, Terminologie (ich bin im Kurs für Leute mit Latein-Kenntnissen!), Physik, und ein paar Einblicke in Orthopädie, Unfallchirurgie, Radiologie. Nach sechs Wochen wird das Modul dann mit einer fachübergreifenden Prüfung abschließen.

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Markus Jung

Geschrieben

Da geht es ja wirklich gleich richtig zur Sache. Das es ein komisches Gefühl ist, erstmalig eine Vene zu punktieren, kann ich mir vorstellen. Andererseits finde ich es auch gut, dass gleich solche praktischen Aufgaben kommen und jeder für sich sehen kann, wie gut er sich dazu überwinden kann.

Sehr spannend jedenfalls zu lesen, danke für deinen Einblick.

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