Strukturierte Freizeit

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Wenn die Klausur zur Nebensache wird...

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chryssi

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Freitag Abend ging's erst mal nicht ums Studium, die praktische Abschlussprüfung zum Einsatzsanitäter stand an. Treffen um 1800 Uhr, Klamotten an, Materialcheck und schon gingen die Fallbeispiele los. Ein Trupp bestehend aus 2 Leuten geht in eine Übung und arbeitet das ab, was sich an Szenario eben bietet. Dabei wird Fachwissen bewertet, Umgang mit Patienten, Funken, Einsatz von Material und Rettungswagen. Bis kurz vor 2200 Uhr waren wir gut beschäftigt und entsprechend platt.

Ganz zufrieden war ich mit mir am Ende nicht, hinterher fällt einem immer noch was ein, was man hätte besser machen können. Trotzdem fiel die Kritik am Ende ganz positiv aus und sowohl mein Truppmann als auch ich haben die Prüfung bestanden. Jetzt gilt es noch eine Art Praktikum in Form von 5 Hilfeleistungen zu absolvieren. Diese kann ich entweder auf einzelnen ehrenamtlichen Diensten unserer Gliederung leisten oder ich fahre zwei, drei Tag- / Nachtdienste auf der Hauptsamtwache als Praktikant mit und habe dann ziemlich schnell alles abgeschlossen. Eine gute Freundin ausm Hauptamt schaut mal, wann sie die nächsten Wochenenddienste hat, dann werde ich wohl bei ihr mitfahren.

 

Samstags morgens hieß es dann um 500 Uhr wieder aufstehen, um nach Friedberg zur Klausur zu fahren: Materialwirtschaft / Produktions- und Vertriebslogistik stand an. Nachdem ich die Vorlesung nur zur Hälfte besuchen konnte und auch riesige Probleme hatte, das erforderliche SAP-GUI nebst VPN-Tunnel zuhause zu installieren war mir doch etwas mulmig, wie nun die Klausur laufen würde.

 

Am Tag vor der Klausur kam seitens des Sekretariats die Info durch, dass alle Studenten ab dem SS15 nur noch 1 Stunde Klausur schreiben statt 2, (dafür müssen wir zusätzlich noch Hausarbeiten einreichen, das wussten wir vorher).Da auch der Dozent bislang immer von 2 Stunden gesprochen hatte, waren Nervosität und Unsicherheit entsprechend größer. Gelernt hatte ich für einen Aufwand von 2 Stunden und so waren auch die Fragen zur Prüfungsvorbereitung gestaltet.

 

Als dann die Klausur ausgeteilt wurde, hab ich richtig große Augen gemacht: Drei Fragen gefunden, und bitte wo ist der Rest?!? Das konnte doch nicht alles sein. Aber doch, das war alles. Nun können auch drei Fragen richtig viel Arbeit bedeuten, aber hier war vom Inhalt her nicht die Welt drin.

Erst mal beruhigen, aufatmen und dann los. Nach gut 30 min war alles beantwortet, nach 45 min hab ich endgültig abgegeben. Die sollte definitiv bestanden sein.

 

Die anschließend stattfindende Vorlesung zu Logistikcontrolling habe ich "ausfallen lassen", stattdessen direkt wieder zurück in die Heimat und ab in den Wald.

Bei den Maltesern mache ich u.a. in der Gruppe "Realistische Unfalldarstellung" mit, also Wunden schminken, Mimen herrichten, etc, damit bei Übungen die Kollegen so realistisch wie möglich üben können. Was liegt da näher als an Halloween Zombies zu schminken?

Zusammen mit zwei Kameraden und vielen weiteren Schminkern haben wir eine ganze Horde vom Märchenfiguren, Zombies, Mumien und ähnliches erschaffen, die dann anschließend auf Touren durch den Wald die Leute erschreckt haben, quasi eine Art Begehbare Geisterbahn. Dafür haben wir dann anschließend noch mit weiteren Kollegen den Sanitätsdienst gestellt, als Absicherung falls was passieren sollte (was natürlich nicht ist ;-)

 

Als ich Samstag auf Sonntag Nacht irgendwann im meinem Bettchen lag war wirklich jegliche Luft raus, aber das Grinsen aufm Gesicht war es wert. So viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr.

Und deshalb bin ich seit Sonntag am Überlegen, wie ich auch in Zukunft mein Leben so gestalten kann, dass mir nicht Arbeit und Studium komplett die Luft zum atmen nehmen. Den Master mache ich ohne wirklich konkretes Ziel, wenn ich ehrlich bin. Mein Arbeitgeber unterstütz mich zwar, aber von dieser Seite besteht kein Druck oder ähnliches schnell fertig zu werden oder Spitzennoten zu schreiben, das kommt alles nur von mir selbst.

Und in letzter Zeit habe ich im Privaten viel Schleifen lassen, sei es beim Sport, Treffen mit Freunden, Ehrenamt, usw., Da möchte ich für die nächste Zeit wieder zu einem gesunden Mittelweg zurück finden. Einfach weil's Spaß macht :-)

 

Gut dazu passt auch die Tatsache, dass bis Weihnachten nur drei Termine im Studium anstehen, 2 reine Vorlesungssamstage im November und eine Klausur am Samstag vor Weihnachten mit anschließender Vorlesung. Es wird also insgesamt ruhiger.


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2 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Ich finde diese zwei Power-Tage mit Prüfungen (wenn auch 1x praktisch und 1x theoretisch) ziemlich hart und bin sehr beeindruckt, wie du das so hinbekommen hast. 

 

Glückwunsch zur bestandenen Einsatzsanitäter-Prüfung.

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Danke Markus, freu mich auch sehr, dass die Prüfung geschafft ist. Da habe ja in Zukunft (hoffentlich) nicht nur ich was von...

 

 

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