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Letzter Step: B a c h e l o r - T h e s i s

Das Thema ist gefunden. Aber wie fange ich jetzt an? Heute möchte ich mit euch meine Erfahrungen teilen, wie ich trotz wenig Vorwissen zur praktischen Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten meine Bachelor-Thesis gemeistert habe.

Step 1: Literaturbeschaffung

Zunächst ging es an die Literaturbeschaffung. Ich habe mir einige wichtige Bücher gebraucht über ebay oder Amazon gekauft. Danach habe ich mich in der regionalen Bibliothek an die Literaturrecherche gemacht und mir wichtige Bücher dann entweder ausgeliehen oder mir Kopien von den wichtigsten Textpassagen gemacht. Einige Bücher konnte man auch Online über google finden oder über den Appstore digital runterladen.

Nach gut vier Monaten war ich mit der groben Literaturbeschaffung durch. Am besten sucht ihr aber auch immer zwischendurch noch einmal im Internet nach aktuellen Artikeln oder fragt eure Freunde oder Familie, ob sie euch bei der Suche unterstützen.

Step 2: Literatursichtung und -verwaltung

Es ist schön und gut, wenn ihr möglichst viele und verschiedenartige Literaturquellen (Fachbücher, Zeitungsartikel, Statistiken, Studien, Interviews o.ä.) sammelt, das gibt eurer Arbeit eine besondere Vielfältigkeit. Es kommt aber nicht nur auf die Quantität an. Die Literaturquellen müssen vor allem für die Bearbeitung eurer Forschungsfrage relevant und aktuell sein. Ich habe selbst über 50 ursprüngliche Literaturquellen gesammelt, wobei ich nur einen Bruchteil wirklich für die BA-Arbeit genutzt habe. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten der professionellen Literaturverwaltung z.B. über Citavi, End Note, Docear oder auch Microsoft Word, Excel oder Notes.

Bevor ich mich in ein neues Programm eingearbeitet habe, habe ich mir eine einfache Excel-Tabelle genutzt, was ich im Nachhinein bereue, da die Verwaltung dort doch etwas mühsam und ineffektiv war. Informiert euch am besten in Foren über Erfahrungsberichte, damit ihr das Richtige für euch findet.

Schreibt euch wichtige Erkenntnisse und ggf. Zitate raus, die ihr in eurer BA-Arbeit erwähnen möchtet. Es gibt heutzutage auch einen sehr einfachen Weg bzw. ein Hilfsmittel, um Zitate aus klassischen Büchern ohne lästiges Abschreiben in ein digitales Schreibprogramm zu übertragen: Mithilfe eines Bluetooth-Scanner-Stiftes. Ich habe mir diesen als Gemeinschaftsanschaffung mit meinem Partner angeschafft, der bald auch eine umfangreiche BA-Arbeit verfassen muss. Der Stift ist zwar nicht ganz billig, er erleichtert die Schreibarbeit aber ungemein. Und wenn ihr den nachher nicht mehr brauchen solltet, könnt ihr diesen ja ganz einfach weiterverkaufen. 

Step 3: Literaturanalyse

Nachdem ihr alle wichtigen Literaturquellen und Textpassagen identifiziert habt, geht es nun um die Analyse dieser Daten. Die Analyse der Daten ist ganz abhängig davon, welche Forschungsmethode ihr anwenden wollt. Ich habe eine klassische Literaturanalyse durchgeführt, bei der ich die wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich der Forschungsfrage extrahiert, zusammengestellt und zu Papier gebracht habe.

Step 4: Hauptteil

Je nachdem, wie eure BA-Arbeit strukturiert ist, sieht jeder Hauptteil anders aus. In meiner Thesis war der Hauptteil die Identifizierung von Chancen und Risiken, die ich im nächsten Step bewertet habe.

Step 5: Schlussteil

Ich habe hier eine klassische Chancen-Risiken-Analyse durchgeführt, die nachher zur Lösung meiner Forschungsfrage in meinem Fazit beigetragen hat. Es gehört auch dazu, dass ihr einen Ausblick in die Zukunft in eure Schlussbetrachtung miteinbezieht. Findet für euch einen geeigneten Schlusssatz, der eure BA-Thesis angemessen abrundet.

Step 6: Literaturverzeichnis      

Hier sammelt ihr alle Literaturquellen, die ihr wirklich in der BA-Arbeit genutzt habt. Auch wenn ihr einen Ansatz von irgendeinem Autor nutzt, muss dies auch darin vermerkt sein. Sprecht mit eurem Betreuer genau ab, nach welchem Zitier-Stil ihr arbeiten sollt. Bei mir war es der APA-Stil. Welche Dinge bei diesem Stil berücksichtigt werden, findet ihr im Internet. Macht euch davon eine Zusammenfassung und sendet diese eurem Betreuer zu, sodass er nachvollziehen kann, auf welcher Zitier-Grundlage eure Arbeit basiert, denn es gibt graduelle und kleinere Abweichungen in den Vorgaben.

Step 7: Vergesst die Plagiats-Erklärung nicht!

Diese darf mit Datum und Unterschrift in eurer Arbeit auf keinen Fall fehlen! Meine habe ich ganz zum Schluss gesetzt, diese kann aber auch ganz zu Anfang stehen. Sprecht das auch mit eurem Betreuer ab.

Step 8: Korrekturlesen

Einer der wichtigsten Schritte. Schaut zunächst, ob euer Schreibprogramm bereits eine automatische Rechtschreib- und Grammatik-Prüfung durchgeführt hat. Bei mir hat sich Word ab und zu auf Englisch oder Niederländisch (??) umgestellt und dabei entweder alles oder überhaupt gar nichts als falsch markiert. Nach der groben Korrektur der Flüchtigkeitsfehler geht es mit der inhaltlichen Korrektur los. Ich empfehle, dass ihr diese zunächst zwei-Mal hintereinander durchführt. Nach jeder Korrektur (die ihr am besten auf Papierform durchführt, weil mal dann Fehler besser sieht) lasst ihr euch dann ein paar Tage Zeit. So vermeidet ihr dass ihr euren Text fast auswendig kennt und inhaltliche oder logische Fehler überseht. Selbst nachdem ich meine BA-Arbeit schon in gebundener Form nach 10-maliger Korrektur durchgelesen habe, habe ich noch kleinere Fehler entdeckt. Also lasst euch damit Zeit, wenn ihr diese zur Verfügung habt!

Step 9: Der Druck

Eure BA-Arbeit druckt ihr für die IUBH in dreifacher Form inkl. CD mit der Datei über einen Druckanbieter aus. Im Internet findet ihr eine Vielzahl von Anbietern. Ich habe mich für studentendruckportal.de entscheiden, diese haben eine 24-Std-Expresslieferung für wenig Geld angeboten. Mit der Qualität war ich auch sehr zufrieden. Ihr könnt natürlich auch jedes Copy-Center in eurer Region aufsuchen, die drucken die Arbeit in der Regel auch sehr schnell. Ich empfehle euch, dass ihr mehr als drei Exemplare druckt, ihr wollt ja schließlich auch ein Exemplar eures Werkes behalten oder?

Step 10: Versand an die IUBH

Sobald ihr eure gebundene Arbeit vom Druckanbietet erhaltet, prüft ihr nochmal die Qualität. Wenn es nichts zu meckern gibt, unterschreibt ihr die Plagiats-Erklärung händisch und sendet drei Exemplare zusammen mit der CD an das Prüfungsamt in Bad Reichenhall. Jetzt wartet ihr auf die Bestätigung des Prüfungsamtes, dass eure Arbeit eingegangen ist. Sie leiten diese dann an eure Betreuer weiter und für euch heißt es jetzt erstmal:

ENTSPANNEN!

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Einblicke in meine Erfahrungen geben und wünsche allen, die gerade an der BA-Arbeit sitzen oder sich bald damit befassen, viel Erfolg!


8 Personen gefällt das


6 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für die Schilderung. Sehr hilfreich, um einen guten Eindruck vom Ablauf zu bekommen.

 

Zu Schritt 8 würde ich gerne ergänzen, dass es auch sinnvoll sein kann, zusätzlich noch jemand anderes Korrektur lesen zu lassen, da diesem ggf. noch mehr auffällt.

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Danke für deinen Bericht. Das mit den Programmen für die Verwaltung der Literatur und den Bluetooth-Stift war neu für mich.

Viel Erfolg!

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Citavi nutze ich aktuell auch. Bisher super. Aber noch bin ich damit nicht im Word angekommen - die Zeit wird zeigen ob es weiterhin super bleibt :D

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      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

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    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)