Gleich scheitern oder doch erstmal versuchen

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Club Mate Trinker

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In den Kommentaren zum ersten Blogeintrag gab es einen Tipp, etwas mehr zur meiner Motivation zu schreiben, wieso ich eigentlich studieren will.

Eigentlich wollte ich mich nicht gleich am Anfang so "nackig" machen, aber ich freue mich auch, wenn hier der eine oder andere etwas ausführlicher schreibt :-)

 

Ich hatte schon seit der Kindheit so kleines Interesse für Elektronik. So richtig ausgebrochen ist es, als ich die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme in einer größeren Firma angefangen habe. Schon in der ersten Abteilung für Hardwareentwicklung war für mich klar, dass ich in der Hardwareentwicklung arbeiten will. Es gab auch Chancen dort nach der Ausbildung übernommen zu werden und so kam das auch.

 

Es hat mir auch geholfen (neben Abschlussnote 1), dass ich zu der Sorte von "bekloppten" Leuten angehöre, dass ich nach Feierabend privat mal meine eigene Platine route, mir selbst die µC-Programmierung beibringe (oder versuche beizubringen), die neuste Auflage von "The Art of Electronics" von Paul Horowitz lese (toootaaal empfehlenswert), oder auf dem Weg zur Arbeit mir ein Podcast über RFID, GSM Security oder Bluetooth anhöre oder was über EMV-gerechtes Leiterplattendesign lese  usw. usf. Das Ganze macht mir halt enorm viel Spaß und die Themen haben oft nur indirekt was mit meinen Aufgaben an der Arbeit zu tun. Ist halt alles Elektrotechnik und alles für mich interessant (ok, sowas wie Steckdosen verdrahten vielleicht ausgenommen). Die Kollegen aus der Hardwareentwicklung und Projektleitung blieben auch nicht unbeeindruckt.

Zu wem hat es mich das Ganze aber laut dem Papier gemacht? Genau!!! Bin nach wie vor ein einfacher Elektroniker geblieben und somit war ich einer der ersten, bei dem der Job auf der Kippe stand, als es zwei Jahre später der Firma nicht mehr so gut ging und die Personalabteilung die Mitarbeiter aussuchen musste, die evtl. gehen müssen. Ich habe schnell eine neue Stelle gefunden und somit das Unternehmen mehr oder weniger "freiwillig" verlassen.

 

Es kam der Jobwechsel. Die neue Firma war ziemlich klein und irgendwie hatte ich schon am Anfang ein doofes Gefühl, aber der Satz "Du darfst an der Entwicklung teilnehmen" hat mich einfach nur blauäugig gemacht. Ich ließ mir echt jeden Mist gefallen..... Die Geschichte ist noch ziemlich frisch und im Moment möchte ich es nicht noch mehr auffrischen. Jedenfalls habe ich nach einem neuen Job gesucht.

Der Stellenmarkt sah auch nicht ganz so gut aus, gerade deswegen, weil ich meine Bahn in der Hardwareentwicklung beibehalten wollte. Auf Initiativbewerbungen wurden meistens mit Absagen geantwortet oder halt mit den Angeboten, in der Produktionsabteilung anzufangen und das noch nicht mal direkt, sondern über Zeitarbeitsfirma.

Eines Tages habe ich so zu sagen ins "Leere" gekündigt, weil es einfach nicht mehr ging und einen neuen Job in der Elektronikproduktion über Zeitarbeitsfirma angenommen. Somit bin ich aus der Bahn der Hardwareentwicklung komplett rausgeflogen. Die Aufgaben bestehen eigentlich nur aus Platinen löten und verdrahten. Ist keine besondere Herausforderung, aber vielleicht ist es erstmal gar nicht mal so schlecht. So bleibt evtl. mehr Power zum Lernen übrig.

 

 

Ich hoffe durch das (abgeschlossene) Studium wieder in die Hardwareentwicklung zurückkehren zu können. Das ist wohl auch der konventionelle Weg, dass man vorher studiert oder Technikerschule absolviert. Dass man als Elektroniker das Glück hat in die HW-Entwicklung einzusteigen ist wohl eher selten.

Aber wie ich in meinem ersten Post geschrieben habe, gab es die Überlegungen schon länger, nur vermutlich nicht genug Mut.

Ich freue mich auch jetzt schon, dass ich durch die Themen etwas systematischer geführt werde und mir das Wissen etwas organisierter aneigne. Bis jetzt bin ich irgendwie vom Thema zum Thema rumgehüpft.

 

Ich werde Elektro- und Informationstechnik mit Vertiefungsrichtung Telekommunikation studieren. Ich habe mir kurz überlegt Informatik zu nehmen, da in den Stellenangeboten wohl eher mehr Softwerker als Hardwerker gesucht werden. Aber irgendwie fühle ich mich bei Hardware mehr "Zuhause" :-)

 

 


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2 Kommentare


Das hört sich doch ganz gut an, dann mal Viel Erfolg! ^_^

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Markus Jung

Geschrieben

Danke für diese Einblicke. Besonders beeindruckt mich, wie sehr du dich für deine Themen interessierst und geradezu begeisterst. Das halte ich für eine gute Voraussetzung für das Studium - auch wenn es dort vermutlich auch mal Themen geben wird, die dich jetzt nicht so interessieren, und wo du dann dennoch durch musst. 

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      Bearbeitet wird von mir gerade 1b und 1c und naja meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. 1b (Bildung und Gesellschaft) geht noch, das kann mich irgendwie zumindest ein wenig interessieren, aber 1c ist sowas von mühsam, wenn ich eine Seite gelesen habe, und auf die nächste Seite blättere habe ich die vorige garantiert schon wieder  vergessen. 1c Bildung Arbeit und Beruf hat für mich zuerst wahnsinnig interessant geklunken, aber es ist für mich zu trocken, vielleicht weil ich null Bezug dazu habe, wie das deutsche Bildungssystem aufgebaut ist.
      Bleibt nur noch zu fragen:
      Alle Klarheit beseitigt?