B.Sc. Informatik (WBH) und sgT

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HZP done

Steffen85

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Der nächste Meilenstein "HZP" ist nach der mündlichen Prüfung heute nun auch endlich abgehakt.

Nachdem ich die letzten beiden (Ferien)-Wochen zu 95% mit dem Stoff von Mathe II (Integral-, Differenzialrechnung und numerische Mathematik) verbracht habe, und kaum etwas zur Vorbereitung auf die HZP getan habe, hatte ich seit gestern dann doch ganz gehörig Panik.

Dazu kam dann noch, dass es mir gestern Mittag ziemlich mies ging und ich einfach nur noch fertig war. Glücklicherweise hat sich das dann bis zum Abend wieder gebessert und ich konnte noch Richtung Giessen mit dem Auto starten. Ein (auch zu prüfender) Komilitone hat mich dann sogar noch ab Würzburg mitgenommen, das war wirklich super.

 

Untergekommen sind wir im IBIS Budget in Linden (kann man für das Preis-Leistungsniveau wirklich empfehlen) und ich konnte abends noch ein wenig den Stoff wiederholen.

Dadurch, dass mein Komilitone eine Stunde vor mir geprüft wurde, hatte ich also noch gut Zeit aus dem ersten Stock die Aussicht zu geniessen und mich vollends verrückt zu machen :-).

 

IMG_20160406_084956834.jpg

 

Lernen für die HZP ist wirklich der absolute Horror, denn theoretisch kann ja alles mögliche geprüft werden und auch die aktuellen Prüfungsthemen von Komilitonen wechseln quasi mit jedem Prüfling durch.

Ein paar Überschneidungen gab es dann aber doch, so waren die Themen von meinem Vorgänger:

 

Mathe: Brüche, Graph von ner Parabel

Physik: Bremsweg, widerstände

BWL: Fertigungskosten, Führung, maslow

Informatik: Bit, Byte(Zahlensysteme), pc Komponenten inkl Bus, Ethernet

 

und meine:

 

Mathe: Brüche ausrechnen (a/b + b/a); Mengen auf Zahlenstrahl; Gebrochen rationale Gleichung berechnen (1/x-3)+(1/x+3)=1(x^2+9) => alles super simpel!

Informatik: Was ist ein Bit / Byte / Nbble;Zahlensystem (binär, hexa); Unterschied Bitrate, Bandbreite (Frequenz! Bin ich nicht drauf gekommen ;-)); was macht ein Betriebssystem; Welche Schleifen gibt es + Beispiel

=> Auch recht simpel

BWL: Unternehmensformen (nur aufzählen, ohne Extras), Elemente einer AG; Standortfaktoren; Interessengruppen (Geschäftsführung, Kunden, Zulieferer, Mitarbeiter) und was wollen diese; Kostenrechnung (da war ich blank)

=> Kostenrechnung war ein Graus, aber der Rest hat es wohl gut kompensiert

Physik: Widerstände berechnen (Parallel, Reihe, Mischform); Wärmelehre (Brücke dehnt sich aus, Koeffizient 0,4 von -15 auf 40Grad => Wärmelehre hatte ich überhaupt nicht auf dem Radar, dafür waren die Widerstände recht fix erklärt und berechnet

 

Also alles in allem sehr gut machbar und mal wieder völlig überzogene Panikattacken :-). Die Note ist zwar völlig irrelevant, aber über die 1,3 und netten Kommentare der Prüfer hab ich mich dann trotzdem gefreut ;-). Jetzt bin ich endlich "richtiger" Student und der Vermerk auf allen Prüfungsleistungen, dass die Benotung unter Vorbehalt erfolgt, entfällt zukünftig. Toll!

 

Jetzt geht es weiter mit dem Endspurt zu Mathe II. Mit numerischer Mathematik habe ich noch richtig üble Probelme, ich hoffe die kriege ich in den nächsten zwei Wochen noch in den Griff... naja wird schon werden!

 

Also an alle zukünftigen HZP-Prüflinge: Macht euch nicht verrückt, die Prüfer sind wirklich sehr freundlich!

 


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6 Kommentare


SebastianL

Geschrieben

Glückwunsch, im Nachhinnein musst Du doch sagen, dass die HZP verhältnismässig leicht war, oder? Mir ging es zumindest so. Aus meiner Sicht einfacher und schneller als ein Abitur nachzuholen :thumbup:

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Steffen85

Geschrieben (bearbeitet)

Vielen Dank!

Ja, absolut. Der Schwierigkeitsgrad ist natürlich total individuell, bei Kurvendiskussionen hätte ich z.B. auch Probleme bekommen. Was zusätzlich während der Prüfung etwas verunsichert ist, dass wenn man in einem Thema fit ist, das Niveau entsprechend angepasst wird und die Prüfer intensiver nachbohren. Irgendwann erwischen sie dann einen ;-).

 

Was zusätzlich sehr interessant war:

Vor der Prüfung haben wir uns etwas länger mit einem Prüfer unterhalten und der war total erstaunt, dass wir überhaupt die HZP ablegen müssen. Seiner Meinung nach wurde letztes Jahr das hessische Hochschulgesetz geändert und als Berufserfahrener mit mittlerer Reife kann man direkt studieren.

Nach einer kurzen Google-Suche kann ich das aber nicht verifizieren. Es ist wohl seit diesem Jahr möglich, dass hessische Hochschulen an einem Modellversuch teilnehmen können und die Studenten mit mittlerer Reife + dreijähriger Ausbildung + Notenschnitt besser 2.5 keine HZP mehr machen müssen. Dafür müssen sie dann an einer regelmäßigen Evaluierung teilnehmen und eine Mindestanzahl von CP erbringen.

Quelle: https://wissenschaft.hessen.de/sites/default/files/media/hmwk/gvbl._nr._34_vom_30.12.2015.pdf

 

@SebastianL Vielleicht magst Du mal bei der nächsten Fachbereichssitzung nachfragen, ob das für die WBH interessant ist ;-)?

bearbeitet von Steffen85

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SebastianL

Geschrieben (bearbeitet)

vor 47 Minuten, Steffen85 sagte:

 

@SebastianL Vielleicht magst Du mal bei der nächsten Fachbereichssitzung nachfragen, ob das für die WBH interessant ist ;-)?

Kann ich gerne direkt weiterleiten. Habe ich mir auch gerade gedacht.

Nachtrag: Habs an den Fachbereich weitergeleitet.

bearbeitet von SebastianL
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Super - herzlichen Glückwunsch! 

 

Hast du vielleicht jemanden, der dir bei Mathe helfen kann? Manchmal muss man es ja nur nochmal anders erklärt bekommen damit es schnackelt ;)

 

Btw - schau mal ins PLZ Forum wegen Stammtisch. Terminplanung steht aus ^^

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Markus Jung

Geschrieben

Danke für deinen Bericht und herzlichen Glückwunsch.

 

Ich gebe zu, bei etlichen der Themen hätte ich so aus dem Stehgreif (mit Abi...) meine Probleme - zwar alles mal gewusst, aber vieles davon auch lange schon wieder vergessen.

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@Esme Ich werde nochmal meine Mathe-Lehrer antriggern und bekomme noch die Unterlagen von einem Bekannten, der Numerik gerade in seinem Master-Studium behandelt hat. Hoffe das bringt etwas ;-). Bzgl. Terminplanung wollte ich noch auf das Feedback der Würzburger warten, das ja nun auch gekommen ist. Sieht wohl so aus, als würde der nächste Stammtisch dann doch erst auf Mai fallen.

Hast Du Deine alten Integral-/Differential-Merkhilfen noch digital und könntest sie mir zukommen lassen?

 

@Markus Jung Danke! Da ich ja selbst zur Prüfungsvorbereitung das Internet nach prüfungsrelevanten Themengebieten abgegrast habe, wollte ich auf jeden Fall auch ein bisschen was dazu schreiben.

In der WBH-Facebookgruppe gibt es noch einige weitere Erfahrungsberichte, falls dieses Posting zukünftige Prüflinge entdecken ;-).

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!