Gleich scheitern oder doch erstmal versuchen

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Die HIGHs und LOWs

Club Mate Trinker

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Da bin ich mal wieder.

 

Seit meinem letzten Eintrag, habe ich mich nur auf Mathe konzentriert. Dafür habe ich die Hefte aber erstmal zur Seite gelegt und den Mathe-Vorkurs von der WBH abgearbeitet. Dann mit den Studienheften weiter gemacht, was dann auch einfacher ging.

In dieser zeit habe ich auch die Einführungsveranstaltung an der WBH in Pfungstadt besucht. Mathekurs war einfach der Brüller. Der Prof hat in 6. Stunden erstmal einige Grundlagen (Potenzen, Logarithmus...) aufgefrischt und dann alle Themen aus dem ersten Heft behandelt. Nur für Zahlenmengen gab es leider nicht genug Zeit.


Nach der Einführungsveranstaltung stand der Fertigstellung des Heftes eigentlich nichts mehr im Weg. Dann gab es aber einige Änderungen an der Arbeit, die leider Auswirkungen auf mein Lerntempo hatten. Die Auftragslage ist leicht eingebrochen (bei sowas habe ich irgendwie immer Glück) und die Zeitarbeitnehmer (bin auch einer) werden entlassen. Theoretisch gesehen, müsste ich auch schon draußen sein. Gleichzeitig habe ich erfahren, dass die Entwicklungsabteilung Unterstützung braucht und zwar bei Aufgaben, mit den ich in anderen Firmen zu tun hatte und mir auch in meiner Freizeit Einiges an Wissen angeeignet habe. Ich weiß nicht was mit mir los war, aber ich habe erstmal gezögert mich anzubieten. Ich müsste dafür meine eher ruhigen Aufgaben gegen Zeitdruck und einige komplizierte Kollegen (so Flurfunk) und einen Vorgesetzten mehr eintauschen. An der Bezahlung würde sich erstmal nichts ändern, das Risiko entlassen zu werden wäre aber geringer und die Aufgaben um Einiges interessanter. In diesem Moment hatte ich irgendwie das Studium im Kopf, dass meine Arbeit darauf negative Auswirkungen nehmen würde. Vor dem Studium hätte ich nicht gezögert.  Ich konnte dann aber nicht widerstehen und habe mich angeboten.

 

Ich bin jetzt so zu sagen in beiden Abteilungen tätig, Fertigung und Entwicklung aber immer noch über Zeitarbeitsfirma.

Meine Befürchtungen wurden wahr, insbesondere was Kollegen angeht.

Das Verhältnis zu einigen Festangestellten aus der Fertigung ist "anders" geworden. Wie ich erfahren habe, wollen einige Kollegen aus der Fertigung auch in der "Teppichetage" arbeiten, das aber wegen mangelnder Qualifikation nicht möglich war und scheinbar gönnen sie es auch keinem anderen. Zum anderen werde ich von einigen Kollegen dreist abgeblockt. Ich bin noch neu in der Firma und kenne nicht alle Prozesse und Abläufe und sie wollen es mir auch nicht zeigen. Ich habe sie dann auf einem Fleck versammelt und versucht mit Ihnen zu reden. Daraus ist absolut nix geworden. Am Ende des Gesprächs meinte ich, dass mir in diesem Fall nichts anderes übrig bleibt, außer mit meinen Chefs zu reden, woraufhin mir von Kollegen mit Mobbing gedroht wurde.

Leider habe ich für mich noch nicht rausgefunden, wie ich mit der ganzen Situation umgehen soll. Ich versuche im Moment an die nötigen Informationen über Umwege ran zu kommen, indem ich Kollegen aus anderen Abteilungen/Teams frage, die scheinbar nichts gegen mich haben. Nur wundern sie sich, wieso ich zu ihnen komme, wo ich doch neben den Leuten sitzen, die über diese Informationen verfügen.

 

Ich versuche zwar nach der Arbeit abzuschalten, doch manchmal ging das einfach nicht und ich saß mehrere Stunden vor einem Heft und es ging absolut nix in mein Kopf rein. Wenn man das 2-3 Abende hintereinander hat, dann will man die nächsten Abende sich irgendwie gar nicht mehr dran setzen.

 

Wegen Erkältung flach im Bett liegen kam auch noch dazu.

 

Die letzten paar Wochen hat es irgendwie geklappt, den Stress an der Arbeit auszublenden. Habe dann die Einsendeaufgaben in Mathe und Projektbericht geschrieben und abgeschickt. Dafür gab es eine 1, eine 1,3 und somit auch die ersten 2CPs :-) Habe mir eigentlich gedacht, dass ich für Bericht eine 1 und für Mathe eher schlechtere Note bekommen würde, aber ok. Wundert mich zwar etwas, aber damit kann ich gut leben. Im Moment bin ich kurz davor, auch das zweite Mathe-Heft abzuschließen. Hänge noch so bisschen bei Äquivalenzrelationen.

 

 

Interessant fand ich auch eine kurze Unterhaltung mit einem Professor bei der Einführungsveranstaltung, wo es kurz um die HZP ging.

- Er: wovor haben Sie die meiste Angst? (bezogen auf Studium)

- Ich: Mathe Klausuren!

- Er: ich werde Ihnen diese Angst jetzt nehmen!

- Ich: *???*

- Er: Haben Sie keine Angst vor Mathe! Haben Sie Angst vor HZP!!!

 

Tja. Toll! :D

 

Naja. Das waren so meine HIGHs und LOWs der letzten Wochen.

 

Einen positiven Aspekt hat der Stress an der Arbeit aber trotzdem. Ich komme so nicht in diese "Wohlfühlzone", wo ich mir denke "Ach, ich arbeite bereits in der Entwicklung und alles ist toll und ich brauche nicht mehr zu studieren!"


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1 Kommentar


Markus Jung

Geschrieben

Die Situation auf der Arbeit ist mies. Wenn du wirklich nicht an die Infos ran kommst, die du benötigst, würde ich tatsächlich empfehlen das Gespräch mit deinem Vorgesetzten zu drohen - was da jetzt läuft, grenzt ja auch schon an Mobbing.

 

Gut gefällt mir dein Abschluss-Satz, dass du die beruflichen Probleme jetzt als Motivation für das Studium siehst.

 

Was die HZP angeht würde ich mich nicht verrückt machen lassen. Gerade kürzlich gab es hier in den Blogs einen Bericht, der zum Fazit "machbar" gekommen ist:

 

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      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.