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nach Euphorie folgt erst einmal der Fall...weitermachen oder aufhören?

Biwi Julchen

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es ist wieder Zeit, meine Gedanken mit euch zu teilen. Nachdem ich nun einen Einblick in die Studienbriefe gewonnen habe, stellt sich mir in der letzten Zeit die Frage, ob es die richtige Entscheidung war, mich in Wiwi einzuschreiben…Ich muss zwar eingestehen, dass ich mich so langsam mit den Studienbriefen anfreunde und je mehr ich mich mit dem Stoff befasse, desto besser verstehe ich die Zusammenhänge aber irgendwie packt es mich nicht. Und ich glaube im Hinblick auf die kommenden Module wird es auch nicht besser werden. Ich bin blauäugig davon ausgegangen, dass der Unterschied zwischen Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftswissenschaften nicht so gravierend ist, aber wenn ich es mit den Inhalten aus meiner Diplomzeit vergleiche, liegen Welten zwischen beiden Studiengängen. Manchmal frage ich mich, ob ich Mathe oder Wirtschaft studiere. Mein Problem ist, dass ich einerseits schon gern Einblicke in wirtschaftliche Fragen, Personalmanagement und Wirtschaftsinformatik gewinnen möchte, andererseits schleppe ich mich zur Zeit nur durch Verpflichtungsgefühl durch die Studienbriefe. Stehe ich das ein komplettes Studium lang durch? Will ich das wirklich studieren? Bringt es mir etwas für meine Fragestellungen? Im Moment tendiere ich dazu, alle Fragen mit einem klaren Nein zu beantworten. Andererseits weiß ich nicht, ob es auch nur so eine völlig normale Gefühlsanwandlung ist…Nur sollte ich mir bald im Klaren sein, was ich will denn sonst verstreicht wertvolle Zeit. Da die Einsendeaufgaben fristgemäß eingereicht werden müssen, bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen…

Aber im Herzen bin ich eindeutig eine Biwi…ich bin fasziniert von den Entwicklungen und Umbrüchen, die derzeit in unserer Bildungslandschaft zu verzeichnen sind. Klar, auch hier bin ich größtenteils auf Eigeninitiative gestellt, da die Studienbriefe relativ wenig mit den aktuellen Trends zu tun haben und teilweise doch recht veraltet sind…dafür ist der Abschluss relativ neu und ich denke, spätestens im Profilstudium kann man sich gezielt mit den interessierenden Themen auseinandersetzen. Heute jedenfalls werde ich mich erstmals wieder Biwi zuwenden und Wiwi zum ersten Mal mal seitdem ich die Studienbriefe habe, unbeachtet in der Ecke liegen lassen…

Wie auch immer meine Entscheidung ausfällt, ich werde euch auf dem Laufenden halten:-)


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16 Kommentare


Wirbelwind

Geschrieben

Hallo, mir kommt da in den Sinn, dass man sich bei den privaten Fern-FH´s ja die Leistungen aus den früheren Studiengängen anrechnen lassen kann. Mir wurde bei der IUBH viel mehr als erhofft angerechnet.

 

Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit, deine bisherigen Leistungen aus der Diplom-Zeit in eine Form zu bringen mit Abschluss? Es würden sich ja auch die Studiengebühren dadurch stark reduzieren - und die zu bearbeitenden Module reduzieren sich. Bei der IUBH gibt es außerdem diese Zwischenschritte wie z. B. den Ökonom IUBH, für den man gewisse Module abgeschlossen haben muss. Das ist so mein Minimum-Ziel wenn ich merke, ich kann mich so gar nicht motivieren für BWL.

 

Vielleicht passt das gar nicht für dich - für mich war das einer der Hauptgründe, mich für die IUBH zu entscheiden.

 

 

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Biwi Julchen

Geschrieben

ja, das sind wirklich tolle Angebote und sehr lukrative Gedanken. Es ist mir aber beim besten Willen leider nicht möglich, monatliche Studiengebühren aufzubringen. Hatte aber schon den Gedanken, dass ich erst einmal meinen Abschluss in Biwi mache und wenn ich im Berufsleben stehe und mich noch immer diese Themen so sehr interessieren wie jetzt mir die passende FH oder Uni auszusuchen mit der ich wirklich zufrieden sind (ein Entscheidungskriterium wären für mich definitiv flexible Prüfungstermine und natürlich die angebotenen Module)..ich bin kein Fan von halbherzigem Durchbeißen, nur um am Ende sagen zu können: "Ich habe nicht aufgegeben"...Mich beunruhigt der Gedanke, dass ich schon jetzt so darüber denke und ich glaube, ich ärgere mich sehr, wenn ich nächstes Jahr vllt wieder an demselben Punkt bin, dann aber "so viel Zeit" für Wiwi verloren habe, die ich besser in Biwi stecken könnte...es tut gut, dass ich hier meinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Bei mir alleine drehen sich die Gedanken im Kreis. Vielleicht fasse ich den Gedanken mit dem Anrechnen einzelner Module noch mal genauer ins Visier und schließe wenigstens einzelne Module ab und orientiere mich dann, wenn es "ernst" wird noch einmal neu. Module wie Mathe, Rechnungswesen, KLR etc. sollten ja vom Kern her nicht so unterschiedlich sein und sind bestimmt anrechenbar. Darüber habe ich allerdings noch nicht recherchiert

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Wirbelwind

Geschrieben

Ich kann das gut verstehen, ich hinterfrage meine Entscheidungen auch immer wieder...

 

Ich bin recht sicher, dass du diese Module anrechnen lassen kannst. Mir wurde für Externes Rechnungswesen an der Fernuni sowohl Buchführung (Grundlagen und Vertiefung) als auch KLR (Grundlagen) anerkannt. Ich empfinde die IUBH da als sehr großzügig, weiß natürlich nicht wie andere Fern-FH´s da sind.

 

Vielleicht könntest du ja auch mal bei einer Fern-FH anfragen, ob du deine bisherigen Leistungen auf Anrechnung überprüfen kannst? Dann hättest du den genauen Überblick, was genau überhaupt noch für Module fehlen würden - auch für später, wenn es jetzt noch nicht möglich ist.

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anjaro

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Biwi Julchen,

 

mir ging es genauso wie Dir. Ursprünglich wollte ich mal auf meinem Betriebswirt-IHK ein wirtschaftliches Studium aufbauen und hatte mich an der FU Hagen mal bei den WiWis umgesehen. Dann habe ich mir auch Studiengänge wie Sozialmanagement, Wirtschaftspsychologie und Betriebswirtschaft angesehen.

Aber ich hatte überhaupt keine Lust mehr, mich nur annähernd mit diesen wirtschaftlichen Inhalten auseinander zu setzen :thumbdown: .

 

Als ich dann zu den Biwis gestoßen bin, wusste ich, was mich interessiert und was ich will. Zwar habe ich inzwischen die Hochschule und den Studiengang gewechselt, da mein jetziges Studium Inhalte hat (beispielsweise Personalwesen, Inklusion und Integration, Jugend- und Erwachsenbildung, Pädagogische Psychologie usw.) die für mich noch zielführender sind. Aber ich bereue die Entscheidung definitiv nicht, mich gegen Wirtschaft und für Pädagogik entschieden zu haben. Ganz im Gegenteil: es war die beste Entscheidung überhaupt :thumbup:.

 

Vielleicht ist es ja bei Dir auch so.

 

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

 

bearbeitet von anjaro
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Ich kann dich sehr gut verstehen. Gerade über Hagen hört man ja im Bereich Wirtschaftswissenschaften sehr viel von der Mathelastigkeit des Studiums.

 

Melde dich einfach wenn man was für dich tun kann und sei es nur Zuhören

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Biwi Julchen

Geschrieben

vor 10 Minuten, der Pate sagte:

Ich kann dich sehr gut verstehen. Gerade über Hagen hört man ja im Bereich Wirtschaftswissenschaften sehr viel von der Mathelastigkeit des Studiums.

 

Melde dich einfach wenn man was für dich tun kann und sei es nur Zuhören

 

dankeschön. Ich komme bestimmt auf dich zurück, aber erst nächste Woche...diese Woche ist voll mit Terminen, auf die ich mich aber auch schon sehr freue. Dein Rat ist immer sehr hilfreich 

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Markus Jung

Geschrieben

Ich finde den Gedanken dich erstmal auf eins zu konzentrieren und dort ggf. Gas zu geben gut. Dann hast du etwas in der Hand, was du ggf. auch beruflich umsetzten kannst und kannst dann weiter sehen.

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Biwi Julchen

Geschrieben

vor 1 Stunde, Wirbelwind sagte:

I

 

Vielleicht könntest du ja auch mal bei einer Fern-FH anfragen, ob du deine bisherigen Leistungen auf Anrechnung überprüfen kannst? Dann hättest du den genauen Überblick, was genau überhaupt noch für Module fehlen würden - auch für später, wenn es jetzt noch nicht möglich ist.

 

mein Problem dabei ist, dass mein Vordiplom nun schon wieder 10 Jahre her ist (10 Jahre??? jetzt wo ich das schreibe, merke ich erst einmal, wie rasend schnell die Zeit vergangen ist...) und ich keine Unterlagen mehr aus der Zeit habe. Klar, man kann vieles nachlesen und ein paar Basics werde ich vermutlich mein Leben lang nicht mehr vergessen (der Vorteil - oder Nachteil?) von Auswendiglernen...auch die Noten waren super aber ich habe Angst, dass mir das Wissen dann doch fehlt...Heute habe ich erst einmal mit Entwicklungspyschologie weitergemacht ... und was soll ich sagen...während ich bei Wirtschaft vllt 10 Seiten zu bearbeiten schaffe (also, so dass ich es wirklich verstanden habe und wiedergeben könnte), schaffe ich bei Biwi gut das Fünffache (wenn ich nicht nebenbei soviel Zeit hier oder auf anderen Plattformen verbringen würde)...Da gibt es nichts zu verstehen, nur zu entdecken und Aha-Erlebnisse :-)

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Wirbelwind

Geschrieben

Die Module die ich mir da anrechnen lasse hab ich vor 7 Jahren geschrieben ;)

 

Da ist natürlich kaum mehr Wissen da.

 

Ich merk auch den riesigen Unterschied, wenn man etwas lernt was einen wirklich interessiert oder halt eben nicht (Mathe...)

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Biwi Julchen

Geschrieben

@Wirbelwind ookay :-) das beruhigt mich irgendwie. Eigentlich mag ich an sich logische Fakten (und somit Mathe) nur alles in einem gewissen Rahmen. Was noch dazu kommt, ist ein finanzieller Aspekt..ich habe jetzt zusätzlich zu den Gebühren für die Module (die sehr fair und angemessen sind) schon knapp 100 € für zusätzliche Bücher ausgegeben, was nicht ganz so in meinem Sinn war...Meine Tendenz nach allem was ich jetzt auch von eurer Seite gelesen habe und was auch mein Bauch sagt, werde ich dieses Einführungsmodul dieses Semester durchziehen (da hab ich nun schon knapp 1/3 gemacht) und Wirtschaftsmathe (immerhin 10 Studienbriefe) erst einmal sein lassen. Nach der Klausur weiß ich dann vielleicht eher, wie ich weitermache. Bis jetzt sage ich erst einmal vielen vielen Dank für eure Meinungen und es bestätigt sich wieder, dass es manchmal ganz gut ist, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen und sich Luft zu machen. Alleine haben meine Gedanken heute Kopfkino gespielt und klares Denken war nicht möglich

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das sind glaubig die berühmten Krisen, wenn man die Wahl hinterfragt. Schlußendlich musst du das allein entscheiden. Ich hatte meinen Wechsel der Uni auch lange im Kopf und quasi ein Semester darauf verwendet. Aber die Entscheidung kam auch allein von mir. Ich habe bewusst auf die "Ratschläge" anderer verzichtet, um das Beste für mich herauszufinden.

Du wirst wissen was du tust?

Lg

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Biwi Julchen

Geschrieben

Je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso mehr ist mir klar geworden: ich bin und bleibe eine Biwi...dieses Schleppen durch die Wiwi-Studienbriefe haben mich so sehr demotiviert und lustlos den Tag beginnen lassen, dass dieser "Ausbremser" sich auch auf Biwi ausgedehnt hatte. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, bis Ende Mai Einführung Wiwi und Mathe durchzuarbeiten, da es dort Fristen für die Einreichung von Einsendeaufgaben gibt und Biwi nebenher in den Abendstunden (da leicht verdaulich) durchzugehen. An sich wäre der Plan zeitlich sicherlich auch aufgegangen...allerdings sehr zu Lasten der Qualität. Wäre ich von Wiwi gefesselt, würde ich sicherlich auch dafür einen Kompromiss finden aber um ehrlich zu sein, ist mir der Preis unter den gegebenen Umständen zu hoch. Kurz und knapp: ich habe mich entschieden, wiwi außer Acht zu lassen und die bisherigen Ausgaben sehe ich als Lehrgeld an. Meine Entscheidung ist auch dadurch gestärkt wurden, dass ich den Gedanken der Anrechnung bisheriger Leistungen im Bereich BWL bislang außer Acht gelassen habe...Mein grober Plan sieht vor, dass ich mich jetzt wieder intensiv mit Biwi befassen werde und zusätzlich Zeit finde, für mich interessante Themen zu denen der Studiengang (bis jetzt) keine Informationen liefert (gerade im Bereich "4.0.") auf eigene Faust zu recherchieren. Wenn ich dann später über finanzielle Ressourcen verfügen sollte und immer noch diesen Wissensdurst verspüre, werde ich mich noch einmal intensiv mit den Angeboten und Anrechenmöglichkeiten diverser Anbieter auseinander setzen. Lieber jetzt den Rückzieher machen und dazu stehen, als mich vllt in einem Jahr darüber zu ärgern, dass ich dann evtl. abbreche...in diesem Sinne: Entscheidungen haben das Recht, auch mal falsch zu sein...Hauptsache man findet wieder zurück auf den richtigen Weg 

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Markus Jung

Geschrieben

Eine gute Entscheidung finde ich - und besser diese jetzt frühzeitig zu treffen, als wenn du dann schon noch viel mehr Zeit investiert hättest. 

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Biwi Julchen

Geschrieben

ja, es fühlt sich auch irgendwie "befreiend" an

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Wirbelwind

Geschrieben

Ich find das eine prima Entscheidung - besser als viel wertvolle Zeit damit zu verlieren.

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WillWasWerden

Geschrieben

Hallo "Biwi Julchen", hast ein neues "Like" erhalten auf Deiner Facebook Seite ... und ich finde Deine Entscheidung prima, wenn der Bauch sagt "Wird nichts", dann folge dem Gefühl. Ich nehme an, das ein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften vom analytischen her deutlich anspruchsvoller ist, und das dann noch auf Uniniveau neben dem Job ... wäre für mich auch nichts ! :)

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      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
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      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
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      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 6
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • krypt0lady
      Von krypt0lady in Studymania 7
      Diese Woche kamen endlich meine Abschlussdokumente und damit habe ich nun nach dem BSc (hons) Mathematics, den ich an der OU studierte, auch das Kapitel Fernstudium an der isits mit einem MSc Applied IT Security hinter mich gebracht. Damit habe ich zwei Studiengänge per Fernstudium erfolgreich abgeschlossen und erfreue mich der lernfreien Wochenenden. :-)
       
      Die Zeit bis zur Abgabe der Masterarbeit ist wie im Fluge vergangen und ich war froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden hatte, denn die Masterarbeiten an der isits müssen mind. 25% technisch sein, das hieß in meinem Fall viel programmieren. Inzwischen habe ich den Job gewechselt und kann berichten, dass der Abschluss dabei auch ein Thema war.
       
      Ein kleines Schmankerl hat der Abschluss noch: da der Studiengang an der Ruhruni Bochum der Fakultät Elektrotechnik zugeordnet ist, darf man sich Ingenieur bzw. Ingenieurin nennen. ;-)