Fernstudium 2. Versuch

Wieso, weshalb und warum überhaupt?

KaSa

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Lange hatte ich überlegt mein abgebrochenes Fernstudium an der HFH (B.A. BWL mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik) wieder aufzunehmen. Irgendwie hatte es mich doch ziemlich genervt, nur so ein "halbes" Studium in der Tasche zu haben. Aber einfach da wieder einsteigen wo man mal aufgehört hatte (6. Semester, mit fehlenden Klausuren aus 4./5. Semester) erschien mir nur wirklich sinnvoll wenn die Gründe, warum ich damals aufgegeben habe nun nicht mehr vorhanden oder in ihrer Fülle deutlich reduziert und somit hinnehmbar sind.

Meine Gründe warum ich damals das Studium abgebrochen habe:

- zu wenig Prüfungstermine: Damals, nur einen im Semester, wenn man da nicht konnte, Pech, dann erst 6 Monate später wieder die Möglichkeit. Heute ist das zumindest in großen Teilen anders. Wenn es sich um ein Fach handelt, welches auch in anderen Studiengängen angeboten wird, kann man auch an deren Terminen schreiben.

- Anmeldeschluss zur Prüfung 4 Wochen vor Termin: Hat damals (in den ersten Semestern schon, aber in den letzen Semester umso weniger) in mein Leben gepasst. Ich habe nicht wirklich gewusst ob ich in 4 Wochen nicht auf Dienstreise bin oder ob ich es in den verbleibenden Wochen überhaupt so schaffe zu lernen wie vorgenommen.

Heute ich besser Planungsmöglichkeiten, trotzdem wäre mir mehr Flexibilität lieber

- Studienbriefe nur in Papierform: Damals gab es Studienbriefe nur in Papierform. Somit habe ich die ersten Tage nach Semesterbeginn immer damit verbracht diese ordentlich auseinander zu trennen, zu scannen, zu sortieren und anschliessend wieder zusammenzuheften um sowohl eine Papierversion, als auch eine PDF Version zu haben. PDF war deswegen für mich wichtig um die Briefe immer dabei zu haben und flexibel lernen zu können. Zum Glück bietet hier die HFH wohl seit einiger Zeit auch die Studienbriefe direkt als PDF Download an.

Zu guter Letzt muss ich noch hinzufügen, dass ich  mit der Wahl des Studienfachs nie zu 100% glücklich war, mir war der Informatikanteil ein wenig zu gering, es war nunmal BWL mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik, und nicht Wirtschaftsinformatik o.ä.

 

Also habe ich mich auf dem mittlerweile recht grossen Markt der Fernstudienangebote in Ruhe umgeschaut, mit dem Ziel eine Uni und einen Studiengang zu finden der u.a. folgende Kriterien erfüllt:

- hohe Flexibilität: sowohl was die Prüfungstermine angeht als auch, wenn möglich die frei Wahl der Fächerreihenfolge

- möglichst viele Anerkennungen meiner Leistungen aus dem HFH Studium

- möglichst viele digitale Lerninhalte

- wenn möglich Studiengang Wirtschaftsinformatik, o.ä. mit interessanten Fächern

- Uni sollte in Tests und bei Umfragen nicht allzu schlecht abschneiden ;-)

 

Nach einer ersten Analyse mit umfangreicher Entscheidungsmatrix blieben die WINGS und die IUBH für mich übrig.

 

Pros WINGS:

- Wirtschaftsinformatik auch noch mit Abschluss Diplom möglich

- Anerkennung von Vorleistungen in akzeptablem Umfang nach unverbindlicher Prüfung möglich

- bei Wunsch flexible Prüfungstermine (sogar individuelle)

- jeder Kontakt mit den Mitarbeitern war freundlich, informativ und absolut professionell und hat mir ein gutes Gefühl vermittelt

 

Cons WINGS:

- jede Anerkennung einer Vorleistung kostet extra; 10€ bei Ablehnung, 50€ bei Anerkennung (bei mir gleich mehrere hundert Euro)

- verbindliche Anerkennung erst bei Einschreibung

- flexible Semesterplanung kostet extra

- Einschreibung nur zu festen Terminen

 

Pros IUBH:

- Umfangreiche Anerkennungen, kostenfrei und verbindlich im Vorfeld geprüft (inkl. offiziellem Anerkennungsbescheid vom Prüfungsamt in dem auch die Kostenersparnis durch die Anerkennung vermerkt ist -> knapp 2.000€)

- Anerkennungen sowohl nach individueller Prüfung (HFH Module) wie auch pauschal durch abgeschlossene Ausbildung (Informatikkauffrau)

- Vodcasts, Podcasts, Studienbriefe sowohl digital als auch in Papierform

- Testzugang zu Lerninhalten um sich einen Eindruck machen zu können, Vodcasts teilweise auch frei auf iTunes zur Verfügung

- Einschreibung zu jedem Zeitpunkt möglich

- freundlicher, informativer Kontakt zu verschiedenen Mitarbeitern (Anerkennung, Studienberatung) per Chat, Mail und Telefon

- Interessante Schwerpunkte aus denen man ziemlich frei wählen kann 

- jeden Monat einen Prüfungstermin, Prüfungszentrum vor der Haustüre, bis zu 2 Klausuren an einem Tag, 2 Blocktermine an den auf einanderfolgenden Tagen bis zu 3 Klausuren pro Tag geschrieben werden können

- überwiegend freie Wahl der Fächerreihenfolge

 

Cons IUBH:

- Abschluss nur B.Sc, kein Diplom (ist aber absolut verschmerzbar)

- Es gibt auch Module mit Gruppenarbeiten,da kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen wie gut das funktionieren soll, wenn ich alles ohne Präsenz stattfindet.

- Ein Teil der Klausur sind MC Fragen. Ist eigentlich nicht so mein Fall, komme besser mit offenen Fragen klar

- keine Präsenztermine (bzgl. der Flexibilität ein Vorteil), stattdessen Online Tutorien, ob dies genauso effektiv ist, muss man selbst für sich bewerten

 

Beide Unis liegen bei mir von der Bewertung her sehr eng bei einander. Da an der WINGS das Semester aber schon angefangen hat und ich somit nun mehrere Monate warten müsste und auf der anderen Seite mir die verbindliche Anerkennung bei der ich an der IUBH noch Geld spare anstatt wie bei der WINGS dafür zu zahlen, habe ich mich nun für ein Studium an der IUBH entschieden.

 

Die Anmeldung ist nun seit letzter Woche raus, für diese Wochenende steht nun eine individuelle, persönliche Semesterplanung auf dem Plan ( möglichst Mischung aus interessanten und weniger interessanten Fächern um die Motivation aufrecht zu halten). Und dann heißt es warten....

 

 

Ein schönes Wochenende und bis bald

 

Katrin

 

P.S. Dieser Blog dient natürlich unter anderem auch meiner Motivation und Kontrolle. Mal schauen ob alles so läuft wie geplant ;-)

 

 

 

 

 


8 Personen gefällt das


4 Kommentare


StefanMA

Geschrieben (bearbeitet)

Na, dann wünsche ich Dir viel Erfolg!

 

Wenn ich die von dir beschriebenen Probleme lese, dann glaube ich tatsächlich, dass die IUBH eine gute Wahl ist. Letztendlich hatte ich ähnliche Ansprüche. Für mich war der wichtigste Punkt die umfassende Flexibilität, weil ich in meinem Beruf nicht absehen kann, wie die nächsten Monate arbeitsmäßig aussehen werden. Das hat sich in den letzten Wochen auch bewahrheitet.

 

Ob die Online-Gruppenarbeiten was bringen, hängt nach meiner Erfahrung hauptsächlich von den Teilnehmern ab. Da habe ich bisher große Unterschiede erlebt. Ich gebe aber zu, dass es definitiv nicht schlecht ist, die Leute mal persönlich zu treffen. Im MBA sind allerdings auch einige Präsenzseminare enthalten, wo man auch interessante Menschen kennen lernt - vor allem aus allen möglichen beruflichen Richtungen.

 

Das Problem mit den MC Fragen hatte ich bei meiner Klausur gestern auch. Ich ziehe offene Fragen auch vor. In welchem Prüfungszentrum wirst Du denn schreiben?

bearbeitet von StefanMA

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Markus Jung

Geschrieben

Klasse, dass du hier mit einem Blog dabei bist - ich habe dich gleich mal in den Kreis der IUBH-Blogger mit aufgenommen.

 

Mir gefällt, dass du ausführlich für dich reflektiert hast, bevor du dich für eine Forsetzung bzw. einen Neustart des Fernstudiums entschieden hast.

 

Wie viel Zeit ist denn bei dir seit dem Abbruch des Studiums an der HFH vergangen?

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Am 17.4.2016 at 09:51 , StefanMA sagte:

Das Problem mit den MC Fragen hatte ich bei meiner Klausur gestern auch. Ich ziehe offene Fragen auch vor. In welchem Prüfungszentrum wirst Du denn schreiben?

@StefanMA: aktuell plane ich mit Düsseldorf, Oberhausen wäre aber auch noch eine gute Alternative

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Am 18.4.2016 at 13:54 , Markus Jung sagte:

Wie viel Zeit ist denn bei dir seit dem Abbruch des Studiums an der HFH vergangen?

@Markus Jung: Die letzte Klausur ist gut 4 Jahre her.

1 Person gefällt das

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      Es reicht nicht. So einfach ist das. Es liegt mir nicht jetzt bis zur Rente -und das sind doch noch weitere 25 Jahre, wie mir das Schreiben der Rentenversicherung mitteilte...(die haben sich verrechnet!), einfach so weiterzumachen und jeden Tag das gleiche zu tun. Täglich grüßt das Murmeltier - nur mit dem Unterschied, dass das Gesicht im Spiegel mehr Ersatzhaut bekommt und die Knochen anfangen zu knacken. Nein danke!

      Nun gut. Aber weshalb Pflegemanagement?
      Immerhin habe ich eigentlich so keinen großen Bezug zur Wirtschaft, außer wenn ich Umsatz generiere im Büchershop oder so. Und Wirtschaftsmathe verursacht mir schon beim Gedanken daran afrikanische Elefantenpickel...

      Na ja. Es hat die Vernunft gesiegt, so muss ich es wohl formulieren. Ideen hatte ich viele und nicht alle waren eben sehr realistisch. Da ich lange Zeit überlegt hatte ganz etwas anderes zu machen (auch wenn ich meinen Job prinzipiell sehr gerne mache, war der Reiz etwas ganz Neues anzufangen sehr groß) - ich habe sogar einmal den etwas halbherzigen Versuch unternommen mein Abitur nachzuholen - jedenfalls bin ich nach sehr viel Überlegung zu dem Schluss gekommen im pflegerischen Bereich zu bleiben und bin bei der Medizinpädagogik gelandet. Hier in Hamburg gibt es an der Medical School den Teilzeit-Studiengang Medizinpädagogik B.A.  - dieser ist aber mit 450 Euronen recht teuer, wie ich finde (für 4 Tage Präsenz-Unterricht). Ich hätte mit meinem Job große Schwierigkeiten gehabt die entsprechenden 4 Tage regelmäßig frei zu bekommen - hätte die Arbeitszeit reduzieren müssen, mir einen Sudienkredit aufnehmen müssen und so weiter und so fort. Ich möchte am Ende nicht hoch verschuldet sein, deswegen habe ich mich dagegen entschieden. Außerdem hätte es mich sehr auf das Unterrichten festgelegt und festgelegt auf einen Arbeitsbereich möchte ich auch nicht sein. Schwierige Kiste. 

      So habe ich mich doch eher für Pflegemanagement entschieden. Denn dieser Studiengang eröffnet mir deutlich mehr Möglichkeiten. Ich könnte also in den verschiedensten Bereichen der stationären oder ambulanten Versorgung arbeiten,  in die Fort- und Weiterbildung einsteigen oder durch ein aufbauendes Masterstudium (z.B. an der Medical School) doch noch die Medizinpädagogik in Angriff nehmen. Das hat mich letztlich überzeugt und da nehme ich dann eben Wirtschaftsmathe in Kauf...

      Ja und warum denn die APOLLON? Und nicht die HFH, immerhin komme ich ja aus Hamburg?
      Diese Frage hat mich auch echt Nerven gekostet - wochenlang bin ich mit den verschiedensten Prospekten durch die Gegend gelaufen und habe jeden damit genervt, der nicht bei drei auf einem Baum saß. Hin und her überlegt, abgewogen, Inhalte verglichen, Fahrtzeiten und -Kosten ausgerechnet und am Ende war die APOLLON der Sieger. Warum? Das hatte mehrere Gründe.

      Als allererstes, und da dürfen sich jetzt alle Marketing-Leute der APOLLON auf die Schulter klopfen, hat mich die ganze Aufmachung des Infomaterials, der Internetseite und auch das Logo total angesprochen. Klingt vielleicht blöd, aber ich mag die Farbgebung. Den Job haben sie gut erledigt, wie ich finde und ich weiß jetzt, dass ich nicht immun gegen Werbestrategien bin.

      Der zweite Grund, und zugleich der wichtigste, ist die Flexibilität. Man kann sich die Module so legen oder so schieben, wie es passt. Gerade bei Themen, die neu oder schwierig zu bearbeiten sind, habe ich die Freiheit mir mehr Zeit zu nehmen oder andere Themen vorzuziehen. Das hat mir sehr geholfen, dieses kribbelnde Gefühl im Magen zu beruhigen, denn ich habe es mit einigen Themen zu tun, die mir absolut fremd sind. Ein weiterer Grund war für mich, dass ich jederzeit starten kann. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mit 40 hatte ich plötzlich das Gefühl nicht mehr irre lange Zeit zu haben und, nachdem jetzt endlich der Entschluss gefasst war, wollte ich auch keine weitere Zeit mehr vertrödeln - die HFH arbeitet strikt nach Semestern - das hat mich eher abgeschreckt.

      Die Einstufungsprüfung, die eigentlich keine ist, war der letzte absolut positive Punkt, der mich überzeugt hat. Ich brauch vorab keine Prüfung in Mathe oder Deutsch abzulegen, wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Natürlich kann man sich auf so eine Prüfung irgendwie vorbereiten, aber letztlich weiß man doch nie so genau, was die jetzt von einem wollen. Da ich einen klitzekleinen Kontrollzwang habe, finde ich es grundsätzlich nicht ganz so knorke nicht zu wissen was nun kommt.
      An der APOLLON lege ich los und absolviere den Studiengang so wie jeder andere auch. Die Einstufungsprüfung besteht aus den ersten Prüfungsleistungen, die jeder ablegen muss und wenn ich mich nicht ganz paddelig anstelle (und das erwarte ich nicht), bin ich spätestens nach einem halben Jahr vollständig immatrikuliert.

      Geholfen bei der Entscheidungsfindung hat mir übrigens diese Seite und ganz besonders die Blogs von @Hep2000 und @Beetlejuicine  - gerade der Beitrag über das Grauen, welches ein Name bekam hat mir Mut gemacht anzufangen und es schon irgendwie zu schaffen. Dafür, an euch beide, wirklich herzlichen Dank!



       
    • Vica
      Von Vica in M.Sc. Psychologie FUH in Vollzeit 5
      Teil 1: Es fährt ein Zug nach Hagen 


      Am Montag und Dienstag war es so weit: In Hagen an der FernUni selbst fand das zweitägige Pflichtseminar zum MM2 Kurs „Gutachtenerstellung und Kommunikation“ statt. Alles, was diesen Kurs studiert, muss also persönlich dort antanzen, egal woher er kommt  Wie der Name schon sagt, lernt man in diesem Kurs eigentlich alle wichtigen Schritte bei der Erstellung eines Gutachtens kennen. Die Teilnahme am Seminar ist unerlässlich, andernfalls darf man die Hausarbeit nicht mitschreiben und ohne Hausarbeit ist auch kein Bestehen von MM2 möglich (für Inhaftierte, Kranke und anderswie Verhinderte gibt’s dann Alternativen, scheinbar in Form von Übungen, die zum Thema Aktenanalyse eingereicht werden müssen).  
      Das erste Seminar fand von 12:15 bis 18 Uhr statt, das zweite von 9:00 bis 18:00. 
      Ich war auch mit von der Partie und schildere mal meine Eindrücke gebündelt, in diesem Teil zunächst mal nur, was die Anreise betrifft! Viele beschäftigen sich nämlich im Voraus lange damit, wie sie dort hinkommen und wie es wohl sein wird, zumal Hagen nicht in ihrem "Revier" liegt und Neuland ist, was dem ein- oder anderen neben freudigen Erwartungen auch Muffensausen beschwert hat. 
       
      Anreise
      Hier habe ich natürlich Glück, dass ich nur 1 Stündchen von Hagen entfernt wegwohne. Trotzdem waren die Zugverbindungen zumindest mit den Fernzügen recht mysteriös, teilweise mit 2x umsteigen. Glücklicherweise habe ich eine Bummelzug-Verbindung mit dem National Express erwischt, bei dem ich 0x umsteigen musste. Macht nach Adam Riese 4 Fahrten, wofür ich wohl um die 70€ bezahlt habe. Beschweren kann ich mich hier wirklich nicht: Die National Express Züge waren pünktlich wie die Maurer, fahren stündlich jeweils in der 22.Minute und boten viel Platz und Beinfreiheit. Im Internet liest man viel Kritik, was sich aber mehr auf die Varianten im Mutterland England zu beziehen scheint. Da kann ich also nur sagen: Daumen hoch. 
       
      Bahnhof Hagen
      Den Zustand von Bahnhöfen finde ich schon ganz interessant, für den Fall, dass man sich mal ein Zug verzögert und man sich dort etwas die Zeit vertreiben mag. Der Hagener Bahnhof ist jetzt nicht unbedingt in Schönheit getaucht und etwas heruntergekommen, also ein Einkaufszentrum à la Hamburg braucht man da nicht erwarten. Ich habe aber einen ReWe to go, eine Bäckerei mit Café und einen größeren Zeitschriftenladen gesehen, außen dran ist auch ein McDonald’s. Somit ist wohl etwas vorhanden, um sich ein wenig aufzuhalten. Auf den Gleisen selbst gibt's die üblichen Getränke- und Keksautomaten. Muss zugeben, dass ich diesmal auch selbst heiße Getränke gezogen habe, was ich ja sonst nie mache. Aber bei -6 Grad am Abend erscheint so ein heißer Zitronen-Instant-Tee plötzlich doppelt attraktiv  
       
      Stadt Hagen
      Die geht ja neben ihrem Highlight - der FernUni – etwas unter. Für alle, die es interessiert: Sehr hügelig (ja, als Westfale und Fast-Holländer findet man sowas interessant ), schon aus der Ferne sieht man, dass sie in Hügelketten eingebettet ist. Eine Fahrt durch die Straßen dort geht wirklich über Berg- und Tal. Noch viele Reste der Schwerindustrie sind sichtbar, nicht nur an verrußten Häuserwänden. Eine typische Pott-Stadt eigentlich, obwohl sie auch noch zu Südwestfalen gehört.  Sie ist wohl nicht der Anlaufpunkt für große Shoppingtouren – die Kommilitonen, die sich hier abends die Zeit vertreiben wollten, waren jedenfalls nicht sehr angetan. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil ich neben der Taxifahrt durch die Stadt nicht viel gesehen habe. Die FernUni selbst befindet sich nicht im Stadtkern. 
       
      Erreichbarkeit FernUni
      Vom Bahnhof aus ist die FernUni noch gute 4-5 km außerhalb (diverse Routenplaner werden sich da nicht so ganz einig) gelegen. Es gibt Busse, die dort hinfahren (allerdings teilweise mit Umsteigen verbunden – die busreisenden Kommilitonen fanden es nicht so prall) und etwa 20 Minuten brauchen. Zu Fuß kann man auch gehen und braucht etwa 40 Minuten (Zitat Kommilitone, der ansonsten Berufssportler ist). Eigentlich gehe ich auch furchtbar gerne zu Fuß und die Zeit macht mir auch nichts aus, jedoch nicht im achten Monat und auch nicht mit dicker Angina und schon gar nicht bei -4 Grad Tageshöchsttemperatur.
      Derlei Spekulationen habe ich mir gleich geschenkt und bin Taxi gefahren. Die Taxistände befinden sich vom Bahnhof aus links und benötigen gute 10 Minuten. Eine Fahrt kostet genau 12€. Habe vier Fahrten gehabt in den zwei Tagen und immer exakt diesen Preis bezahlt. Die Taxen fahren einen direkt bis vor die Mensa, wo das Hauptgebäude ist. 
      Die Rückreise von der FernUni zum Bahnhof ist schon etwas komplizierter. Die Busse fahren zu knapp, wenn man zwischen 18:05 und 18:30 einen Zug kriegen muss und einen eigenen Taxistand gibt’s dort nicht. Demnach mussten wir über „Taxiruf Hagen“ selbst ein Taxi ordern, welches auch tatsächlich 5 Minuten später da war (Anreiseweg wurde nicht berechnet)! Wir fuhren zum Teil zu viert oder zu dritt zurück, was die Fahrt natürlich sehr billig machte. Und so bekam wirklich jeder seinen Zug. 
       
      Unterbringung und Übernachtungsmöglichkeiten
      Für Leute, die von weit außerhalb kamen, kamen natürlich nur Übernachtungen in Frage. Derlei gibt’s in Hagen schon, auch in unmittelbarer Nähe: Das Campus-Hotel z.B. direkt gegenüber, welches beliebt war bei Leuten, die mit Familie angereist waren. Weiterhin gibt’s ja noch die Bildungsherberge, die sehr beliebt ist und preislich unschlagbar sein soll, aber mit 29 Zimmern natürlich schnell ausgebucht war (Sich auf die Warteliste setzen lassen lohnt sich, viele sagen kurz vorher nämlich ab wegen Krankheit etc.). Eine normale Jugendherberge soll auch noch existieren. Ich hatte auch mal kurz bezüglich Hotels geschaut und da gab es noch einiges zu haben, selbst in Business-Hotels mit vier Sternen ist was Günstiges zu haben, wenn man rechtzeitig bucht. Ein paar Angebote diesbezüglich hatte ich glaube ich über Trivago gesehen – gibt’s aber bestimmt auch bei ähnlichen Anbietern. 
      Im nächsten Beitrag gibt’s Infos zum Ablauf des Seminars ;-)