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Theorie-Praxis-Transfer: Teil 1 - Themenwahl und Literaturrecherche

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Marmotte

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Im 3. Semester meines Studienganges ist der Theorie-Praxis-Transfer vorgesehen und steht jetzt somit auch bei mir an. Die Verunsicherung ist doch recht groß. Es ist die erste Einsendeaufgabe überhaupt in dem Studiengang, weshalb zusätzlich zum Inhalt auch noch alle formalen Voraussetzungen in Erfahrung gebracht werden müssen.

 

Die Hausarbeit soll 20 Seiten umfassen. Es stehen 3 Rahmenthemen zur Auswahl: 1. Durchführung einer Stakeholderanalyse, 2. Analyse der Branchenstruktur / Branchenentwicklung, 3. Die Produktion von.... In meinen Augen alles sehr betriebswirtschaftlich, aber nun gut, lässt sich nicht ändern. In der Hausarbeit sollen die theoretischen Grundlagen dargestellt und dann auf das Unternehmen in dem man arbeitet, oder auch ein anderes Unternehmen angewendet werden. Das brachte mich zu folgenden Überlegungen bezüglich der Themenwahl:

1. Welches Thema ist mir sympathisch?

2. Finde ich zu dem Thema auch Literatur?

3. Welche konkreten betrieblichen Themen / Produkte / Abläufe könnte ich konkret bearbeiten?

 

Zu 1.: eigentlich keins, also was scheint am wenigsten schlimm... Stakeholderanalyse war für mich direkt raus, finde ich einfach schrecklich. Bleiben also Produktion und Branchenstruktur

Zu 2.: Branchenstrukturanalyse nach Porter ist ein Thema in dem man recht schnell relevante Literatur findet. Außerdem ist das Thema irgendwie greifbarer als das Thema Produktion. Erstes stöbern in der NEBIS Datenbank brachte auch einige relevante Treffer.

Zu 3.: Da ich in der Forschung arbeite, wird es doch sicherlich ein Projekt geben, für das eine Betrachtung der Branche sicher nicht schaden würde. Deshalb habe ich Kontakt zu meinen Vorgesetzten aufgenommen und von der Hausarbeit berichtet. Ich habe gefragt ob es ein Thema gebe, dessen Bearbeitung auch einen Nutzen für die Firma hätte. Wie sich heraus stellte, haben wir ein Produkt auf den Markt, welchem mehr Potential zugeschrieben wurde als es jetzt bringt. Es wurde aber keine Marktanalyse oder sonst etwas in der Richtung durchgeführt und da sowieso Personalmangel herrscht würde es auch erst mal nicht gemacht werden. Eine erste Recherche in Form meiner Hausarbeit wäre also sehr willkommen. Leider ist es nicht das Thema was ich mir erhofft hatte (ich dachte an Onkologie, jetzt betrachte ich ein Medizinprodukt) aber wenigstens habe ich das Gefühl was sinnvolles zu tun.

 

Das Thema sowie eine erste Gliederung / Vorüberlegungen  zu der Arbeit habe ich dann unserer Professorin vorgestellt. Sie ist soweit einverstanden mit dem was ich vor habe, hat mir aber auch gleich gesagt, dass meine Herangehensweise sehr anspruchsvoll ist. Sie hat sich sogar mit einem Kollegen beraten, da sie befürchtet dass die Erwartungen an die Arbeit im Unternehmen vielleicht zu hoch sind. Der Kollege findet jedoch auch dass der Ansatz ausführbar ist. Aus dem Gespräch ergab sich auch noch eine Anregung für die Methodenwahl.

 

Literaturrecherche:

Für die Darstellung der theoretischen Grundlagen habe ich mittlerweile 4 Quellen, davon 2 von Michale E. Porter selbst, eine davon sogar in englisch und 2 Bücher, die sich generell mit Management und Strategie beschäftigen. Gesucht habe ich hauptsächlich über Google Scholar. Die scheinbar interessanten und brauchbaren Bücher habe ich dann in meiner Bibliothek bestellt (und auch schon abgeholt). Eine Quelle, ein Artikel in Harvard Business Review, konnte ich direkt bei Google Scholar runterladen. Den Theorieteil habe ich jetzt schon angefangen zu schreiben und plane ihn bis Pfingsten fertig zu bekommen. Dann wird alles etwas schwieriger, aber das berichte ich dann in einem weiteren Blogeintrag zum Thema Theorie-Praxis-Transfer.

 

Zusätzlich bereite ich mich für 2 Klausuren im Juli vor: Finanzwirtschaft und Produktionstechnik I. Sobald ich mich in die Module eingearbeitet habe werde ich auch dazu noch was schreiben.

 

Allen Papa's einen schönen Vatertag, allen Mammi's einen schönen Muttertag und allen anderen einfach nur ein schönes langes Wochenende B)

 

Eure Marmotte


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3 Kommentare


Das klingt wirklich anspruchsvoll, aber spannend. Wenn ein Nutzen hinter der Arbeit steckt, dann ist das ja eine schöne Motivation und macht Dich und Dein Studium im Unternehmen sozusagen sichtbar.

Musst Du noch mehr Theorie-Praxis-Transfer-Arbeiten schreiben, oder kommt erst die Abschlussarbeit als nächste große Arbeit dran?

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Im 6. Semester gibt es noch ein Praxisprojekt in Form einer Fallstudie. Was da dann gefordert wird und wo der Unterschied zwischen Hausarbeit und Fallstudie ist, werde ich dann zu gegebener Zeit anschauen.

 

Ja dadurch wissen jetzt einige relevante Personen mehr was ich da genau mache. Neben den positiven Effekten erhöht es aber auch zusätzlich den Druck. Es geht nicht mehr nur ums bestehen bzw. eine gute Note, sondern auch einen gewissen Anspruch in der Firma zu befriedigen. Ich habe bei der Besprechung aber gleich klar gestellt, dass es eine Haus- und keine Bachelorarbeit ist und daher vom Umfang und Tiefe beschränkt. Das sollte zumindest ein bisschen die Ansprüche gedämpft haben ^_^ 

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Markus Jung

Geschrieben

Ja, ich kann mir auch vorstellen, dass damit der Anspruch natürlich steigt und es auch darum geht, einerseits einen praktischen Nutzen für die Firma zu generieren, andererseits aber auch eine erste kleine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, die allen Anforderungen der Hochschule bzw. der Professorin erfüllt.

 

Klingt auf jeden Fall spannend und interessant etwas zu tun, was auch einen praktischen Nutzen hat.

 

Ich wünsche dir viel Erfolg!

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      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
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      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker