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ein weiteres Medizinmodul zu bearbeiten versucht

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Lernfrosch

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Die letzten Wochen seit Semesterbeginn habe ich im Medizinstudium mit dem Modul "Moleküle, Gene, Zellen" verbracht.

 

Beteiligte Fächer waren Histologie, Biochemie, Biologie, Chemie, EKM (= klinische Medizin), Mikrobiologie/ Virologie/ Hygiene, Pathologie.

Die beiden Leiterkrankungen waren rheumatoide Arthritis und Erysipel.

 

Warum es diese beiden Leiterkrankungen waren... das ist mir nicht ersichtlich geworden. Auch sonst war ich von diesem Modul und im Moment von dem ganzen Studium nicht richtig begeistert.

 

In Histologie drehte sich alles um den Mikroskopierkurs: zellbiologische Grundlagen, Epithelgewebe, Binde-/Stützgewebe, Muskelgewebe, Nervengewebe, Blut und Gefäße, Haut.

 

Ich fand den Kurs schrecklich. Nicht nur, dass in diesem Kurs deutlich über 100 (in Worten: über einhundert) Studenten gleichzeitig in einem Raum Unterricht haben und eine entsprechende Geräuschkulisse erzeugen. Auch inhaltlich ist dann nur sehr wenig bis zu mir durchgedrungen. Mir hat es nichts gebracht, dass ein Dozent einen Vortrag hält, während die Studentenmasse gleichzeitig Präparate heraussucht, mikroskopiert, skizziert und redet.

Zuhause lernte es sich mit Büchern besser und vorallem wesentlich ruhiger.

 

 Biochemie, Biologie, Chemie:

 

Die Seminare und Praktika in diesen Fächern gefielen mir besser.

Diese fanden in einer kleineren Seminargruppe statt (~20 Leute) und es ging ruhiger zu.

 

Leider ist eines meiner Praktika ausgefallen, weil es auf einen Feiertag gefallen wäre... einen Ersatztermin hätte man theoretisch bekommen können, sofern an diesem Termin keine andere Pflichtveranstaltung stattgefunden hätte. Ich hatte Pech und konnte keinen Ersatztermin bekommen.

 

In jedem Seminar ging es inhaltlich um die Themen, die im Praktikum drankommen sollten. An sich fand ich die Seminare ganz gut. Ich habe mich nur manchmal etwas geärgert, dass ich vorher die Unterrichtmaterialien durchgearbeitet hatte. Es hieß vorher, man solle sich vorbereiten. Habe ich gemacht. Nur wozu eigentlich? In den Seminaren wurden eigentlich fast nur diese Materialien vorgelesen...

 

In einem Seminar stand auch eine "tolle" Gruppenarbeit an: 4-5 Studenten in einer Gruppe bekommen einen Zettel mit Aufgaben und Materialien. Diese Aufgaben sind gemeinsam zu erarbeiten. Als Vorbereitung auf das Seminar standen genau diese Materialien und Aufgaben bereits online, inklusive Lösungen. Blöd nur, dass ich die Aufgaben zur Vorbereitung schon erarbeitet und mit den Lösungen verglichen hatte..., unpraktisch auch, dass ich mir meine Gruppe nicht selbst aussuchen konnte, noch unpraktischer, dass außer mir noch keiner mitbekommen hatte, welchem Zweck Vorbereitungsmaterialien eigentlich dienen, geschweige denn, dass solche existieren und es auch noch offizielle Lösungen dazu gibt...

 

Die Praktika begannen jeweils mit einem zehnminütigen Testat.

In diesen waren schriftlich jeweils vier Fragen zu beantworten (drei offene Fragen und eine Rechenaufgabe). Die Fragen waren nicht allzu schwierig, wenn man vor der Veranstaltung mal ins Skript geschaut hatte. Bereits mit einem Viertel richtiger Antworten konnte man die Hälfte der Gesamtpunktzahl bekommen. Punkte wurden nicht "verschenkt"; aber ich habe es auch nur ein einziges Mal erlebt, dass jemand (nicht ich) keine Punkte bekommen hat. Also durchaus auch mit wenig Einsatz zu schaffen.

 

Im Praktikum wurde jeweils zu zweit an einem Laborarbeitsplatz gearbeitet.

Die benötigten Materialien, Chemikalien, Geräte usw. wurden immer schon vorher von Assistenten auf den Arbeitsplätzen zurechtgestellt. Man kam also immer an einen perfekt vorbereiteten Arbeitsplatz und musste in dieser Hinsicht nichts von diesen Vorbereitungstätigkeiten selbst machen. Wobei ich das aber durchaus nicht schlecht gefunden hätte, wenn man das mal selbst gemacht hätte. So enstand der Eindruck, dass andere einem selbstverständlich ohne Dank und Anerkennung für notwendige Hilfstätigkeiten zuarbeiten und man sich selbst damit nicht abzugeben braucht, weil man ja der tolle Medizinstudent ist, der sich mit sowas nicht beschäftigen muss.

 

In einem Praktikum ging es um das Massenwirkungsgesetz. Im praktischen Versuch wurden verschiedene Chemikalien zusammengekippt, verrührt und beobachtet. Wenn man Glück hatte, hat es sogar funktioniert. Mein Versuch ist leider auch beim vierten Durchgang und unter der Aufsicht der Dozentin aus unerklärlichen Gründen nicht geglückt.

Der Versuch hatte mit Salzsäure zu tun, aber der pH-Wert meiner Säure war nicht sauer und das Zeug reagierte eher basisch... Zumindest habe ich etwas über die Bedeutung von Salzsäure für den menschlichen Körper gelernt (> Knochen, "Entkalkung"). Einschließlich dem Hinweis, dass sich Salzsäure alleine aber nicht unbedingt eignet, wenn man mal eine Leiche spurlos und schnell zu beseitigen hätte... ;)

 

In einem anderen Praktikum zum Thema DNA habe ich mich mit einem 2-Gramm-Stück Schweineleber befassen dürfen. Daraus war die DNA zu isolieren, zu messen und auszurechnen, wie viel DNA denn 1 Gramm Schweineleber enthält. Langwieriger Versuch, anfangs noch spannend, aber zum Ende hin immer langweiliger und unspektakulärer. Aber: Versuch diesmal geglückt; im wahrsten Sinne des Wortes "Schwein gehabt" ;)

 

 

 

Am Ende des Moduls hätte die Modulabschlussklausur stattgefunden, an der ich nicht teilnehmen darf.

Aber ich durfte an zwei mündlichen Prüfungen in Biochemie und Histologie teilnehmen.

 

Die mündliche Biochemieprüfung liegt hinter mir:

 

Die Umsetzung meines inzwischen bewilligten Nachteilsausgleiches fand nicht statt. Das hätte ich aber benötigt. Ich habe es zwar so versucht. Im zweiten Prüfungsteil habe ich dann aber aufgegeben und abgebrochen, weil es nicht ging.

 

Zu Beginn ging man im Gebäude von der "Eingangs-" über eine "Zwischen-" in die "Anmeldungsetage" hoch, meldete sich zur Prüfung und wartete dort mit anderen Studenten auf den Beginn.

 

Irgendwann durfte man dann von der "Anmeldungs-" in die "Prüfungsetage" hochgehen.

 

Zuerst gab es in der Gruppe mit mehreren Studenten eine Vorbereitungszeit (7,5 Minuten)

Offiziell durfte man sich in der Vorbereitungszeit erst ab dem richtigen Beginn (auf Pfiff mit Trillerpfeife) schriftliche Notizen machen; ich zumindest, andere schrieben bereits vorher... Während dieser Vorbereitungszeit standen Türen und Fenster breit offen; auf derselben Etage fanden weitere Vorbereitungen und Prüfungen in anderen Räumen mit ebenfalls offenen Türen statt und in den Etagen darunter - verbunden durch ein offenes Treppenhaus - warteten sich laut unterhaltend andere Studenten, die ihre Prüfung vor/ hinter sich hatten oder sich so im Gebäude aufhielten (um z.B. im Bistro ein- und auszugehen).

 

Wieder auf Pfiff ging man dann in seinen Prüfungsraum auf dem selben Flur hinüber und wartete auf den nächsten Pfiff, der den Prüfungsbeginn anzeigte.

Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits mehr als gestresst.

Ich hatte das Thema DNA/ Elongation; eigentlich ein schönes Thema. Die Prüfungsperson war auch sehr nett und wohlwollend. Inhaltlich wusste ich im Großen und Ganzen Bescheid, nur manche Details konnte ich erwartungsgemäß nicht so gut; z.B spontan die allgemeine Struktur einer Aminosäure aufmalen oder die chemischen Besonderheiten einer Peptidylbindung im Detail beschreiben.

Zwischendurch war ich immer wieder abgelenkt von dem Lärm auf dem Flur (es standen weiterhin alle Türen breit offen und das Gebäude war gut belebt) und hatte Schwierigkeiten mich zu konzentrieren.

Dann wieder ein Pfiff; 7,5 Minuten Prüfungszeit waren um.

 

Raum verlassen, über den Flur in den Vorbereitungsraum zurückeilen, nächstes Aufgabenblatt abholen, Platz einnehmen. Warten auf den nächsten Pfiff. Sich bemühen, keinen Hörsturz zu bekommen... Pfiff! Wieder 7,5 Minuten Zeit um das Aufgabenblatt lesen und sich jetzt erst Notizen zu machen (einige andere machten bereits geduldet vorher Notizen, ich durfte das nicht).

Dann kam der nächste Pfiff.

Aufstehen, Raum verlassen, Prüfungsraum suchen - in der Zeit bleiben und sich beeilen -, setzen, warten auf den Pfiff.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich heftige Kopfschmerzen, war gestresst, genervt, noch unkonzentrierter als vorher, überfordert usw.. Die Prüfung war wieder bei offener Tür und Lärm und inhaltlich äußerst bescheiden.

Ich habe den Prüfer nicht verstanden und der Prüfer mich nicht. Inhaltlich hatte ich aber sogar mein Lieblingsthema bekommen (Immunsystem) und war gut vorbereitet und wusste eigentlich auch viel dazu. Aber es kam überhaupt kein Prüfungsgespräch zustande. Ich habe aufgegeben bevor die 7,5 Minuten vorbei waren. Ich hätte dann zwar über ein anderes Thema reden dürfen, was mir dazu gerade so einfällt, aber ich konnte nicht mehr. Ich habe die Prüfung abgebrochen. Das Erfreuliche daran war eigentlich nur, dass ich den nächsten Pfiff nicht mehr mitbekommen habe und es noch geschafft habe nach Hause zu kommen...

 

Am Tag danach hätte die mündliche Histologie-Prüfung angestanden.

Hätte. Ich bin nicht hingegangen.

Für diese Prüfung waren noch mehr Studenten zur gleichen Zeit eingeteilt als in Biochemie. Nochmal so ein Chaos und Durcheinander und Lärm... Das habe ich schon am Vortag nicht ausgehalten und das Ganze ohne Erholung dazwischen gleich am nächsten Tag nochmal; das habe ich mir nicht zugetraut.

 

 

 

Jetzt habe ich aber erstmal bis einschließlich Montag frei - um mich mit meiner Ersatzleistungs-Psychologiearbeit zu beschäftigen.


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5 Kommentare


Die mündliche Biochemie-Prüfung klingt wie aus einem schlechten Film! :blink:

Oder habt Ihr unbewusst als Versuchskaninchen an einem Labor-Versuch von Psychologie-Studenten teilgenommen? 

Hoffentlich laufen nicht alle mündlichen Prüfungen in diesem Modus ab?!

 

Erhol Dich gut, und viel Erfolg weiterhin!

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Es ist immer wieder toll von deinem Studium zu lesen...aber das mit den Prüfungen...einfach nur schrechlich, ging es anderen nicht auch so? Das ist doch kein Prüfungsablauf....kann verstehen, dass du hier abgebrochen hast, hätte ich wohl auch :(

 

Kannst du die Prüfung bald wiederholen und dann in einem anderen Rahmen?
 

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Markus Jung

Geschrieben

Puh, das sind wirklich krasse Rahmenbedingungen. Gerade der Lärm würde mich auch belasten. Aber vielleicht soll das auch schon auf den möglichen späteren Klinik-Alltag vorbereiten? ...

 

Wieso fand den der bewilligte Nachteilsausgleich nicht statt? Wenn er bewilligt ist, hast du doch einen Anspruch darauf.

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Lernfrosch

Geschrieben

vor 7 Stunden, schwedi sagte:

Oder habt Ihr unbewusst als Versuchskaninchen an einem Labor-Versuch von Psychologie-Studenten teilgenommen? 

Ich glaube (oder befürchte) nicht. Es war wahrscheinlich auch kein Versuch der Uniklinik zu Forschungszwecken und versteckte Filmaufnahmen waren es auch nicht.

Das war "normal" :ohmy:

 

vor 7 Stunden, Jeany89 sagte:

aber das mit den Prüfungen...einfach nur schrechlich, ging es anderen nicht auch so?

Ich weiß es nicht. Zumindest sagt da keiner irgendwas oder äußert offen Kritik..

 

Diese Biochemieprüfungen fanden über zwei Tage verteilt statt, geprüft wurden in dieser Zeit 380 Studenten.

 

vor 7 Stunden, Jeany89 sagte:

Kannst du die Prüfung bald wiederholen und dann in einem anderen Rahmen?

Die nächste Möglichkeit zur Wiederholung beider mündlicher Prüfungen (als einer mündlichen Prüfungsleistung) müsste im September sein und dann wieder nächstes Jahr im Mai im regulären Prüfungsdurchgang.

Ob die Bedingungen dann andere wären... schwierig einzuschätzen.

 

Die Ergebnisse für die mündlichen Prüfungen habe ich heute bekommen:

Biochemie 6 von 10 Punkten und Histologie 0 von 10.

Die Prüfungen stehen allerdings nicht jede für sich, sondern werden zu einer einzigen mündlichen Leistung zusammengefasst, d.h. für mich 6 von 20 Punkten = nicht bestanden (bestanden bedeutet für jede Prüfung immer 60%; den Biochemieteil an sich habe ich sogar mit vorzeitigem Abbruch geschafft B)).

 

Theoretisch wäre es nicht notwendig diese Prüfung nochmal zu machen. Es ist so, dass alle Prüfungen eines Moduls zusammengezählt werden und es dann auf die Gesamtsumme ankommt. Wenn die Gesamtsumme bei 60% bzw. Punkten oder mehr liegt, ist das Modul bestanden.

Sollte ich irgendwann die Modulklausur mitschreiben dürfen und dort viele Punkte holen (51 von 72 MC-Fragen richtig ankreuzen) bräuchte ich diese zwei mündlichen Prüfungen nicht nochmal zu versuchen... Dann würde ich auch so auf 60 Punkte kommen (6 Biochemie mündlich, 3 aus Testaten, min. 51 aus Klausur).

 

vor 4 Stunden, Markus Jung sagte:

Aber vielleicht soll das auch schon auf den möglichen späteren Klinik-Alltag vorbereiten? ...

Das wäre aber ein bisschen weit hergeholt... Arzt rennt auf Trillerpfeifenpfiff auf Station von Zimmer zu Zimmer um die vorgegebene Zeit pro Patient nicht zu überschreiten :lol: Nee; ich kann mir denken, wie du das gemeint hast, aber dieses Szenario mit Leistung selbst unter Stress zu erbringen, erscheint mir sehr weit hergeholt.

 

vor 4 Stunden, Markus Jung sagte:

Wieso fand den der bewilligte Nachteilsausgleich nicht statt? Wenn er bewilligt ist, hast du doch einen Anspruch darauf.

Anspruch auf Bewilligung: ja

Anspruch auf Umsetzung: nicht unbedingt (sofern fachlich nichts verändert wird und sich die Rahmenbedingungen verändern lassen)

Man kann, wenn man möchte, immer Gründe finden etwas zu tun oder nicht zu tun...

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Markus Jung

Geschrieben

Zitat

aber dieses Szenario mit Leistung selbst unter Stress zu erbringen, erscheint mir sehr weit hergeholt.

 

War auch nicht ganz ernst gemeint ;). Wobei ich schon als Außenstehender oft den Eindruck habe, dass es im Klinik-Alltag sehr stressig zu geht und vieles gleichzeitig auf einen einströmt.

 

Zitat

Anspruch auf Umsetzung: nicht unbedingt 

 

Hm, dann nutzt einem ja die ganze Bewilligung nichts...

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      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link