MSc. IT im Gesundheitswesen

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Fazit des Master-Studiums

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schwedi

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Es steht ja noch mein Fazit zum Master-Studium aus. Jetzt, wo der Abschluss schon zweieinhalb Monate zurückliegt und auch das Thema PM-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen ist, wird es nun mal Zeit.

Seit einigen Wochen will ich mich hierzu dransetzen, bekomme aber meine Gedanken nicht recht sortiert. Mal schauen, ob es jetzt klappt.

 

Format und Ziele des Studiums

Alles in Allem bleibe ich weiterhin bei meiner Meinung, die besonders in den ersten zwölf Einträgen meines Blogs durchschimmert. Es ist kein Studium, wie man es sich klassischerweise vorstellt. Das Studium zielt aus meiner Sicht weniger auf eine akademische Bildung ab, sondern ist auf den praktischen Einsatz im Beruf ausgerichtet. Was ich bei einem Weiterbildungs-Master ja bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen kann.

Mit zwölf Präsenzwochen lässt sich eher von einem berufsbegleitenden denn von einem Fernstudium sprechen, aber das habe ich bewusst so gewollt, weil ich weiß, dass ein Fernstudium nichts für mich ist. Habe trotzdem hier in Fernstudium-Infos gebloggt. ;-)

 

Das Studium wird von der Donau Krems Universität angeboten und am Institut für IT im Gesundheitswesen in Konstanz durchgeführt. Es beginnt normalerweise jährlich im September und ist mit 120 ECTS-Punkten bewertet. Das Studium steht bei gewissen Voraussetzungen auch Bewerbern ohne ersten akademischen Abschluss offen.

 

Präsenzen und Lernmaterialien

Die überwiegend sehr guten bis hervorragenden Präsenzwochen mit ihren Seminaren haben die Themen kurz und knackig auf den Punkt gebracht und das Wesentliche, Entscheidende hervorgehoben. Die meisten Module wurden in der Form eines dialog-orientierten Vortrags durchgeführt. Das Gelernte konnte man in fast jedem Fach mit einer oder mehrerer Gruppenarbeiten praktisch üben und umsetzen. Dienstagmorgens stand die Klausur über die Inhalte der vergangenen Studienwoche an.

 

Ich habe den Eindruck, dass die Dozenten, die alle über tiefe relevante Erfahrung in ihrem Gebiet verfügen, sorgfältig ausgewählt und wenn nötig ersetzt werden. Nach jeder Seminarwoche hatten wir die Gelegenheit jedes einzelne Fach, Dozenten und Seminarumgebung zu bewerten und unsere Wünsche zu melden.

Die Tiefe der Themen war in der Kürze der Zeit nicht gegeben. Viele Themen wurden nur über einen Tag bis zu maximal drei Tagen behandelt, mit Ausnahme des Moduls Kommunikation mit sechs Tagen. Aber man hat alle Ansätze bekommen die Themen selbstständig zu vertiefen. Was im Studium ja häufig der Fall ist.

 

Jeder Dozent stellt seine eigenen Lernmaterialien. In den meisten Fällen bestanden diese aus PDF-Dateien und PPT-Folien. Unser Jahrgang bekam zu Beginn der Präsenzwoche jeweils alle Materialien der jeweils anstehenden Woche ausgedruckt in Ordnern überreicht. Mir hat das in den Seminaren geholfen Notizen zu machen.

Die Materialien plus Zusatzmaterialien konnten wir uns im E-Campus herunterladen. Im E-Campus stehen außerdem der komplette Ablaufplan des Studiums, die Kontaktdaten der Kommilitonen, eine Seite je Modul mit Dozenten, Unterlagen und Lehrinhalten, Noten-Übersicht, Termine sowie Informationen zu den Prüfungsleistungen bereit.

 

In jeder Studienwoche gab es mittwochabends einen gemeinsamen "Wellness"-Abend außerhalb des Studiums, z.B. zum Tapas-Essen, Bodensee-Rundfahrt, Weihnachtsmarkt-Besuch. In manchen Wochen wurde ein Gast-Referent in die Villa eingeladen für einen maximal einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion und gemeinsamem Abend.

 

Der Seminar-Ort fast direkt am See-Rhein in Konstanz ist einfach grandios. Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in der Nähe. Ich habe fast immer im Gästehaus der FH Konstanz gewohnt, das fünf Minuten zu Fuß direkt am Rhein gelegen ist. Es gibt aber auch zwei Hotels in direkter Nähe.

Die Seminare wurden in einer Villa abgehalten. Im Sommer durften wir in den nicht klimatisierten, sonnigen Seminarräumen schwitzen und waren für die Pausen im schönen villa-eigenen Garten umso dankbarer.

 

Prüfungen - akademischer Anspruch?

Die Klausuren und - trotz ihres Umfangs über alle Fächer des Studiums- die mündlichen Prüfungen hatten keinerlei akademischen Anspruch. Ganz im Gegensatz zu der Projekt- und Masterarbeit, wo durchaus Wert auf sauberes wissenschaftliches Arbeiten, logische Argumentation und eine klare, verständlich Darlegung der Ergebnisse gelegt wird. Nicht zu vergessen das Kolloquium, in dem es darum geht, eine auf das Publikum - ein fachlich versierter Prüfer und ein fachfremder Prüfer -  zugeschnittene Präsentation der Masterarbeit durchzuführen. Mit 0815-PowerPoint-Folien war es hier nicht getan. Vielmehr musste man all die Dinge berücksichtigen, die wir in sechs auf das Studium verteilte und hervorragende Tage im Fach Kommunikation gelernt hatten, wollte man eine gute Note für die Masterarbeit und für das Modul Kommunikation haben.

Zusätzlich zu den Klausuren gab es die Prüfungsformen der Transferarbeiten und Impulsreferate. Diese Formen der Wissensprüfung fand ich gerade für den Einsatz im Beruf sehr lehrreich und war eine gute Ergänzung zu den Klausuren, in denen wenig Transferleistung gefragt war.

 

Hat sich das Studium gelohnt?

Seit meinem ersten Studienabschluss wollte ich mich im Bereich IT/Informationsmanagement weiterbilden mit dem Schwerpunkt Gesundheitswesen. Dieses Ziel habe ich mit dem Master erreicht, und alleine darüber bin ich sehr glücklich.

Für das Studium habe ich insgesamt sehr viel Geld ausgegeben. Ich habe aber auch viel mitgenommen. Natürlich aus dem Studium selbst. Insbesondere die Module E-health, Gesundheitswesen, medizinische Klassifikationen und DRG, aber auch Kommunikation, Prozessmanagement und vor allem Requirements Engineering waren für mich die Highlights im Studium.

Durch die zwölf Wochen zusammen in der Gruppe - in meinem Fall mehrere Gruppen durch die Studienverlängerung - habe ich viele Menschen kennen gelernt, durch den Austausch und Erfahrungen der anderen Teilnehmer meinen Hintergrund reflektieren und davon profitieren können, eine Freundin gewonnen und nicht zuletzt auch das Selbstvertrauen in mich ein wenig gesteigert.

 

Das grandiose Umfeld von Konstanz und Bodensee hat mir sehr gut getan. Dort konnte ich mit Gleichgesinnten zusammenkommen, durch die Weite des Sees die Gedanken "freilassen" und reflektieren und auch offen, kritisch und kreativ denken.

Ich muss sagen, für mich trifft der damalige "Werbe-Slogan" des Instituts zu voll und ganz zu:

"Urlaub fürs Gehirn"

 

Ob sich das Studium beruflich und finanziell jemals amortisieren wird, kann ich heute noch nicht beurteilen.

Für mich persönlich hat sich das Studium sehr gelohnt.

 


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2 Kommentare


Vielen Dank für dein Fazit. Ich finde es immer sehr spannend, was für Schwerpunkte jeder setzt beim Resümieren... Ich wünsche dir natürlich, dass du mit noch etwas mehr Abstand die Frage nach der beruflichen und finanziellen Amortisation mit einem klaren JA beantworten kannst.

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Sehr spannend, gerade weil ich von der Donau-Uni Krems noch wenig Erfahrungen von Absolventen gelesen habe und viele Meinungen umherrschwirren.

 

Bei mir ist es so angekommen, dass es ein Studiengang ist, der besonders einen sehr hohen Praxisnutzen mit sich bringt, auch wenn durchaus in einigen Bereichen auch wissenschaftliches Arbeiten gefordert wird.

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    • mamawuschel
      Von mamawuschel in Fernstudium 2.0 mein Weg zum Bachelor BWL 7
      Manchmal frage ich mich ja wirklich ob, gewisse Menschen wirklich geeignet sind für ein Fernstudium. Es wird erwartet das alles mundgerecht serviert wird in den Skripten....wir studieren! Meiner Ansicht nach gehört es dazu auch über den Tellerrand zu schauen, gegebenenfalls sollte man in der Lage sein sich Fremdwörter oder komplexe Zusammenhänge durch Sekundärliteratur zu erarbeiten, aber nein es wird gemeckert wie kompliziert Skripte geschrieben sind .....
      Ist es nicht Aufgabe beim Studium sich komplexe Zusammenhänge zu erarbeiten? Wenn ich in einem Skript etwas lese, was ich nicht verstehe, ist es für mich etwas ganz selbstverständliches, dass Gabler Wirtschaftlexikon zu bemühen oder die heilige Bibel der BWLer (Wöhe) zu durchforsten. Alternativ gibt es immer noch die Unibibliothek (bei mir Kaiserslautern) aber nein ....es wird gemeckert.
      Klar bezahlen wir viel Geld für unser Fernstudium und die Bibliothek der IUBH ist ein Buch mit 7Siegel (leider) aber es gibt auch Alternativen.
       
      Die Bibliothek ist im übrigen einer der wenigen Kritikpunkte den ich der IUBH bisher ankreiden kann. Als aktuelles Beispiel fällt mir da Finanzierung ein, im Skript bzw. in Clix gibt es Literaturempfehlungen aber nicht ein Titel ist in der Onlinebib. verfügbar. Da lobe ich mir, das ich bei der Uni Hagen noch als Gasthörer eingeschrieben bin. FUH hat eine kooperation mit dem Springer Verlag und jede
      Menge Ebooks. Das ist mir die 11€ Semestergebühr schon wert. Hier könnte die IUBH einfach mal ansetzen und zumindest die Bücher anbieten die sie auch als Empfehlung gibt, bei den bisher belegten Modulen, war nicht ein Buch verfügbar.
       
      Ich werde mich heute nochmal intensiev mit dem Thema Bibliothek bei der IUBH auseinandersetzten und wenn ich eine Emailadresse finde evtl. Verbesserungsvorschläge einreichen.
      Ein weiterer Kritikpunkt an der IUBH das I-pad....Viele sagen boah ich bekomme ein I-pad dazu aber es gibt jede Menge abstriche bei der funktionalität.
      Clix und Care sind nicht kompatibel mit Safari also muss man sich Firefox installieren. Zwischenzeitlich ist die LMC-learning App zwar sehr gut ausgereift, ABER die Onlinetutorien kann man nicht aufrufen, alles was mit Adobe Connect zu tun hat... geht NiCHT.
      Ich hatte ja das I-Pad im Rahmen der Flexlearingkurse die es mal kostenlos gab bekommen, aber auch hier hatte ich eigentlich keine verwendung für das I-pad. Ich hatte mich ja für den Englischkurs über Rosetta Stone entschieden und es ging so gut wie gar nichts weil nicht mit dem System kompatibel. Ich habe mir jetzt ein Windowstablet von Odys gekauft mit abnehmbarer Tastatur, Kostenpunkt 179€ bei Amazon und bin begeistert. Das Flexlearning ist bei mir immer noch zur nutzung freigeschaltet allerdings als nicht bestanden, was egal ist da ich einfach dennoch drin arbeiten kann. Egal wo ich bin, ich kann alles bearbeiten was im Englischpaket angeboten wird, kann mir unterwegs die Onlinetutorien anschauen einfach 0 Einschränkungen. Hier sollte die IUBH vieleicht mal drüber nachdenken ihren Studenten lieber ein 12 Zoll Wintab zur verfügung zu stellen zudem sie auch enorm Geld sparen würde im vergleich zum I-Pad. Zudem hätte somit auch jeder Student ein vollwertiges Netbook den nicht jeder hat zuhause einen Laptop sondern immer noch einen Desktop PC, gerade im Hinblick auf die Onlineklausuren wäre das absolut innovativ.
       
      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Markus Jung
      Von Markus Jung in Fernstudium-Infos.de bloggt 6
      So dann und wann reflektiere ich ja auch schon mal über mich selbst und über mein Tun und warum ich (gefühlt) anders arbeite als viele andere. Ich bin weder Angestellter, noch Geschäftsführer eines Unternehmens mit Mitarbeitern, noch digitaler Nomade - und dabei sogar auch schon Ü40 . Ich bezeichne mich entweder als selbstständig, was es so ganz aber auch nicht trifft, da viele Selbstständige für jemanden arbeiten und Aufträge oder Projekte abarbeiten, oder als Einzelunternehmer. Ich habe ein Heimbüro und arbeite dort auch den größten Teil der Zeit, verzichte auf Mitarbeiter und verlagere  ggf. einzelne Dienstleistungen nach außen und habe auch gar nicht das Bedürfnis, immer mehr zu wachsen und immer mehr zu machen, sondern möchte mit dem, was ich tue Bestand haben und ein gutes Auskommen für meine Bedürfnisse. Und verzichte dabei auch auf Fremdfinanzierung durch Kredite oder Investoren und versuche insgesamt die Komplexität überschaubar und die Kosten im Rahmen zu halten. Wichtig ist es mir etwas zu tun, wo ich voll und ganz dahinter stehe und dabei auch nicht streng nach Arbeitsleben und Privatleben zu unterscheiden.
       
      Ein paar mehr von meiner Sorte scheint es wohl doch zu geben, denn es gibt ein Buch dazu mit dem Titel Solepreneur - Alleine schneller am Ziel* von von Ehrenfried Conta Gromberg  und Brigitte Conta Gromberg, die dafür den Begriff "Solepreneur" verwenden, dem ich sonst bisher noch nicht begegnet bin und der auch insgesamt wenig genutzt zu werden scheint und auch mich nur begrenzt anspricht - aber in dem was die Autoren in ihrem Buch beschreiben, finde ich mich gut wieder. 
       
      Es werden fünf Typen und damit verbundene Geschäftskonzepte vorgestellt:
      Produzent > Produkutmodelle Händler > Sortimentsmodelle Experte > Expertenmodelle (baut sein Business um sein Wissen auf) Problemlöser > Servicemodelle Kreative > Erlebnismodelle Ich sehe mich in erster Linie als Experten und Problemlöser an, was auch zu den Beschreibungen dieser Konzepte im Buch passt.
       
      So wirklich viel Neues habe ich durch das Buch eigentlich nicht erfahren, es war mehr eine schöne Bestätigung, dass das was ich mache und wie ich es mache durchaus auch ein Weg ist und ich zwar vielleicht tatsächlich "exotisch", aber zumindest nicht alleine damit bin. Das zeigen auch diese Eindrücke vom Selopreneur Day in Berlin dieses Jahr:
       
      Und es gibt auch eine XING-Gruppe, für dich gerade einen Beitrittsantrag gestellt habe. 
       
      * = Affiliate-Link