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Freizeit im Fernstudium

ManofStil

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Hallo, mal wieder!
So ist das manchmal, wenn man einen Blog schreibt. Man nimmt sich vor den nächsten Blogeintrag zu schreiben, wenn der BPP (Berufspraktische Phase) Bericht abgegeben ist. Dann denkt man sich "Hey, wäre doch für die Leser interessanter und abgeschlossener, wenn das Ergebnis auch gleich im Beitrag steht." Und während man den BPP Bericht schreibt und feststellt "Hey, Ende April ist der nächste Termin für Mathematik - die Klausur nehm ich mit!", überlegt man sich "Im Moment hab ich gar keine Zeit für den Eintrag, schreib' ihn doch nach der Klausur, dann kannst Du auch erzählen, wie die Klausur gelaufen ist. Außerdem hast Du dann eh mehr Zeit.." und dann kommt wieder dieses "Warte doch wenigstens die Note ab..." - und schon haben wir Juni...

 

Ihr könnt also dem Beitrag oben entnehmen, dass mein BPP Bericht fertig, abgegeben und für gut befunden wurde. Außerdem hab ich die schriftliche Mathe II Klausur erledigt und hänge jetzt noch ein wenig bei der B-Aufgabe während ich in der Zwischenzeit schon einmal "Verteilte Informationsverarbeitung" (VII) für Ende Juli vorbereite. Wenn es zeitlich passt, packe ich auch noch "Datenbanken" dazu. Das scheinen beides gut machbare Themen zu sein und ich könnte sie an einem Termin in Pfungstadt schreiben - sprich, ich spare mir einmal runter fahren... Duimmerweise ist der Termin genau in der Woche, wo unsere Tagesmutter Urlaub hat und meine Frau wieder arbeitet... :(

 

Aber ich stelle fest, dass ich - obwohl ich noch nichtmal angefangen habe - schon vom Thema abgewichen bin. Also schnell zurück...

Gestern abend habe ich bei einem Blick in meine Steam-Statistiken (für alle, die nicht am Computer spielen: Steam ist eine Software in der man Spiele / Software kaufen und verwalten kann, die sich um die Lizenzen kümmert und auch Statistiken verwaltet) gesehen, dass ich seit Erscheinen vom Rennspiel "Dirt Rally" im November rund 135 Stunden in diesem Spiel verbracht habe.

Wenn ich das auf eine Studienwoche mit rund 15 Stunden Umfang hochrechne, heißt das, ich hätte 9 Wochen Lernzeit mit "Daddeln" verschwendet - alleine an diesem Spiel. Sofort sitzt bei diesem Gedanken ein Engel auf der Brust, der mir diese Rechnung genüsslich vorkaut und mir sofort ein schlechtes Gewissen einredet.

 

Dann aber kommt der Teufel auf der anderen Seite und sagt "Hey, Du kannst nicht den ganzen Tag Deinen Kopf beanspruchen - tagsüber arbeiten, danach lernen und Familienzeit - da muss abends auch mal Zeit sein um ein wenig Spaß zu haben!"

 

Engel:"Spaß? Du beanspruchst Deinen Kopf doch genauso - mit einem virtuellen Rennwagen millimetergenau durch die Alpen zu rasen ist für das Gehirn sicher nicht weniger anstrengend als ein Studienheft zu lesen. Und das nennst Du Entspannung?"

 

Und so geht es ewig weiter. Es ist gar nicht mal direkt, dass ich ein schlechtes Gewissen hätte, dass ich etwas abseits des Studiums mache, es ist mehr die Frage, wie viel Freizeit sich ein Fernstudent (der nebenbei auch eine wundervolle Frau und ein unheimliches liebes Kind hat) leisten darf? Wieviel Freizeit - die weder Arbeit noch Familie oder Studium ist - gönnt ihr Euch? Wie vereinbart ihr das mit Eurem Studium? Und: Seht ihr diese Zeit als sinnvoll genutzt an, gerade WEIL sie KEINEN sinnvollen nutzen hatte? Oder ist das alles der pure Wahnsinn, seine Zeit möglichst effizient zu nutzen?

 

Fragen, die mir jedes Mal wieder durch den Kopf gehen, wenn ich solche Statistiken sehe... Und am Ende bleibt die Frage übrig: Setze ich mich jetzt wieder ans Studienheft oder "daddel" ich doch noch eine Runde?

 

Fragende Grüße

Flo



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Empfohlene Kommentare

Mach in Zukunft doch halbe/halbe?  ;)

 

Ich kanns dir leider nicht beantworten - habe nie mitgezählt wie viele Stunden ich "produktiv" war und wie viele nicht. Hat mich einfach nicht interessiert. "Hauptsache das Studium wird irgendwann fertig" war das Motto.

Den Sommer nach dem CSUS zB habe ich mal vier Monate nichts gemacht für das Studium. Aber danach wurde es dann echt wieder Zeit. Ich habe das auf mein Gefühl gehört. Eine Auszeit gehört einfach mal dazu. Vorallem wenn du keinen Stress hast das Studium in einer gewissen Zeit zu beenden ...

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vor 46 Minuten, Esme sagte:

Mach in Zukunft doch halbe/halbe?  ;)

 

Ich kanns dir leider nicht beantworten - habe nie mitgezählt wie viele Stunden ich "produktiv" war und wie viele nicht. Hat mich einfach nicht interessiert. "Hauptsache das Studium wird irgendwann fertig" war das Motto.

Den Sommer nach dem CSUS zB habe ich mal vier Monate nichts gemacht für das Studium. Aber danach wurde es dann echt wieder Zeit. Ich habe das auf mein Gefühl gehört. Eine Auszeit gehört einfach mal dazu. Vorallem wenn du keinen Stress hast das Studium in einer gewissen Zeit zu beenden ...

Hallo, Esme!

Halbe von was? :) Ich führe auch kein Buch darüber, wie viel Zeit ich mit Studium / Freizeit verbringe. Da ich für das Studium die Hefte meist in der Bahn lese, würde ich das auch nicht auf die Freizeit anrechnen, aber sooo locker möchte ich auch nicht mehr machen, zumal ich inzwischen auch schon in der Nachbetreuungszeit bin und bis August nächsten Jahres fertig sein sollte. Wenn mein grober Zeitplan klappt, sollte ich im Frühsommer nächsten Jahres fertig sein. Ist also nicht mehr so lange hin - aber eben auch nicht viel Puffer.

Die Auszeit gönne ich mir dann nach dem Studium. Habe schon sooo viele Dinge, die ich machen / anfangen will - das wird bestimmt mal ein eigener Blogbeitrag...

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Die Frage ist finde ich auch, was die Spielerei dir bringt. Wie fühlst du dich danach? Ist das für dich Entspannung? Den Kopf frei bekommen? Oder bist du dabei/danach eher gestresst und erschöpft?

 

Ich glaube, so ein gewisses Maß an "sinnfreier" Beschäftigung haben die Meisten, egal ob das jetzt Spiele, Serien oder etwas anderes ist. Okay, bei manchen vielleicht auch Sport oder Ehrenamt, wo auf den ersten Blick noch mehr Sinn bzw. Nutzen gesehen werden kann. Aber ich glaube da muss auch jeder für sich schauen, was er da braucht.

 

Schwierig wird es dann, wenn es Überhand nimmt und du es nicht mehr schaffen würdest, die Finger vom Lenkrad zu lassen.

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Bei mir sind es keine Games sondern Serien, die ich mir zum Abschalten anschaue. Auch ich habe eine Famile und versuche immer noch, das richtige Maß zwischen Studium, Familie und persönlicher Freizeit zu finden. Manchmal gelingt das besser, manchmal schlechter. Oft habe ich ein schlechtes Gewissen beim Serien gucken, weil es ja schon irgendwie vergeudete, sinnentleerte Zeit ist. Aber ich brauche das einfach zum Entspannen und Kraft tanken und denke deshalb es ist legitim, so lange dabei keiner zu kurz kommt und das Studium trotzdem voranschreitet.

 

LG Higgins

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