Es geht los

der Pate

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So, wie bereits in meinem Blog über das Studium an der University of Liverpool geschrieben, habe ich mich erfolgreich für ein Promotionskolleg beworben. Dieses wird von der Leadership-Kultur-Stiftung initiiert. Der Vertrag ist unterschrieben und für das erste Seminar am 01.07.-02.07.16 bei der Stiftung im Schloß Engers in Neuwied bei Koblenz bin ich angemeldet. Thema wird sein "informelles Lernen". An diesem Wochenende habe ich auch mit meinem Wunschdoktorvater ein Gespräch. Sollte es mit ihm nichts werden, weil wir beim Thema doch nicht zusammenfinden, so habe ich über diese Stiftung beste Kontakte zu den Kooperationsprofessoren. Diese bieten sich als Doktorvater an und da wird sich schon der passende Betreuer und das passende Thema finden lassen. Die Stiftung kooperiert mit drei Universitäten die für mich in Frage kommen würden. Nämlich:

- Universität Koblenz-Landau

- Universität Bremen

- Karlsruher Institut für Technologie

 

Da ich Nordbadener bin, hoffe ich auf einen Doktorvater am KIT. Das Gespräch am ersten Juliwochenende findet auch mit einem Betreuer des KIT statt. Aber wie gesagt, ich bin mit jeder der drei Universitäten einverstanden, denn ich werde im Promotionskolleg mindestens 16 Seminare besuchen. Diese Seminare teilen sich auf nach wissenschaftlichen Seminaren, Seminaren zum wissenschaftlichen Schreiben und Forschungskolloquien. Also ähnlich meinem Wunsch des englischen Ph.D.-Programms und ich kann alles in meiner Muttersprache absolvieren. Alle drei Universitäten sind absolut anerkannt, man baut sein persönliches Netzwerk über diese Stiftung aus und steht in ständigem Kontakt mit anderen Doktoranten, die die gleichen Probleme haben, nämlich so ein anspruchsvolles Programm neben Berufs- und Privatleben. Ich denke noch immer für mich das perfekte Modell. Zwei kleine Hürden habe ich aber trotzdem noch. Die 1. habe ich ja bereits beschrieben, einen passenden Doktorvater finden und die 2., ich muss meine Masterthesis noch dementsprechend bestehen. Selbst wenn ich diese gerade so bestehe, hätte ich einen Gesamtschnitt der mich an jeder deutschen Universität, rein von den Formalitäten her, zum Studium berechtigen würde. Doch mir wurde gesagt, ich solle definitiv eine 2 vor dem Komma haben. Also, so toll sich das alles für mich gerade anhört, es ist noch nicht 100%ig sicher. Trotzdem habe ich mich entschlossen diesen Blog hier zu starten, schliesslich beginnt das Promotionskolleg ja bereits und dieses darf ich auch komplett absolvieren. Die Hürden sind "nur" für die endgültige Einschreibung an einer der Partneruniversitäten zu verstehen.

 

Zimmer im Schloß habe ich bereits gebucht, gestern per Mail die Literaturliste bekommen. Die Literatur muss ich bis zum Seminar lesen, sie dient als Diskussionsgrundlage für das zweitägige Seminar. Es wird in meinem Leben also nicht langweilig. Gerne halte ich euch auf dem Laufenden und hoffe auch, dass ich diesen Blog bis zur Erlangung der Doktorwürde fortfahren kann und darf. Es ist ein harter Weg der vor mir liegt und dessen Start wie gesagt noch nicht 100%ig sicher ist. Doch egal was wird, ich habe damals mit dem Bachelor gestartet und gehofft diesen zu erreichen, dass habe ich geschafft und mich dann für den Master eingeschrieben, auch den habe ich so gut wie geschafft, sollte dieses Tüpfelchen auf dem I nicht funktionieren, kann ich mir sagen, ich habe es zumindest versucht, aber es hat nicht sollen sein. Nein, ich bin kein Pessimist, aber ich möchte die Erwartungen an mich selbst, die immer sehr hoch sind, etwas bremsen. Denn das "Must-Have" habe ich erreicht und alles weitere ist das Zubrot, mit dem ich vor Jahren nie im Leben gerechnet hätte. Ich denke, wenn ich den Druck so gering als möglich halten kann, dann ist die Erfolgsaussicht umso höher. Alles kommt gut.

 


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8 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Ich finde es super, dass du jetzt schon deinen Blog beginnst, auch bevor alles komplett in trockenen Tüchern ist. So können andere Interessenten den Weg komplett mitverfolgen, mit der Themensuche, Doktorvater finden etc.

 

Wie angekündigt habe ich auch das Blogverzeichnis um das Thema Promotions-Blogs ergänzt - auch weil ich denke, dass da demnächst noch mehr kommen wird 😉:

 

 

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vor 30 Minuten, Markus Jung sagte:

Wie angekündigt habe ich auch das Blogverzeichnis um das Thema Promotions-Blogs ergänzt - auch weil ich denke, dass da demnächst noch mehr kommen wird 1f609.png:

 

Tja, aufmerksame User haben da sicherlich den einen oder anderen Namen im Kopf. Ich freue mich auf die verschiedenen Erfahrungen innerhalb D, aber auch zu den anderen Ländern. @SebastianL als zukünftiger Promovent in D und @CrixECK als angehender DBA-Student in Schottland sind ja treue Schreiber und zum Teil auch schon den entscheidenden Schritt weiter

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Ich habe mir die Internetseite angesehen. Verstehe ich richtig, dass man zuerst die Seminare besuchen muss für ca 10.000 Euro?

Welche Kosten werden noch auf dich zukommen?

 

Promovierst du dann in Bildungswissenschaften?

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der Pate

Geschrieben (bearbeitet)

Nein, das verstehst du nicht richtig. Die Seminare werden parallel besucht. Ich beginne bereits früher, da ich ja noch auf den erfolgreichen Masterabschluss hinarbeiten muss. Gerade die oben angesprochenen Forschungskolloquien sind ja während der Promotionsphase hilfreich. Man tauscht sich über den derzeitigen Stand der Dinge aus. Ich selbst wollte ja eigentlich einen Ph.D. machen, gerade wegen der zusätzlichen Seminare rund um wissenschaftliches Arbeiten, die man dort absolvieren muss. Diesen Aspekt bekomme ich nun durch das Promotionskolleg der Stiftung. Sie arbeitet direkt mit verschiedenen Doktorvätern von verschiedenen Universitäten zusammen. Ich werde nicht im Bereich Bildungswissenschaften promovieren. Es gibt Doktorväter aus verschiedenen Fachdisziplinen. Mein derzeitiger Wunschdoktorvater ist am KIT in der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, im Fachbereich Personalentwicklung - Berufs- und Betriebspädagogik und hat Organisationspsychologie als einen seiner Schwerpunkte. Ich selbst schreibe ja meine Masterarbeit im Bereich "Organizational Change Management" und würde auch gerne in diesem Bereich promovieren. Da passen seine Schwerpunkte sehr gut. Somit würde ich im Bereich Sozialwissenschaften promovieren. Die Wirtschaftswissenschaften sind ja ein Unterbereich davon, aber ich würde nicht den Dr. rer. oec. oder Dr. rer. pol., die für Wirtschaftswissenschaften normalerweise verliehen werden, machen, sondern den Dr. phil.. Es gibt aber auch beispielsweise einen Doktorvater der einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angehört. Den könnte ich genauso gut fragen, aber vom Schwerpunkt her ist eine große Schnittmenge zu oben genanntem Doktorvater vorhanden. Mir persönlich ist das Thema wichtig zu dem ich promoviere und nicht der letztendlich verliehene Grad. Dazu die bereits angesprochenen Seminare und der Austausch zu "Leidensgenossen", dies alles bietet mir die Stitftung, zusätlich die Kontakte zu potenziellen Doktorvätern.

 

Die Gebühren die zum Promotionskolleg noch oben drauf kommen, richten sich nach der Universität an der ich letztendlich promoviere. Da dies aber alles deutsche Universitäten der öffentlichen Hand sind, kannst du dir natürlich ausrechnen, dass dies sehr überschaubare weitere Kosten sind ;)

 

Ich hoffe ich konnte deine Fragen alle beantworten, sonst einfach weiter fragen.

bearbeitet von der Pate
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Aber es sind 10.000 € an den Promotionskolleg zu entrichten? Wie bist du auf die gekommen?

 

Ich bin ja auch interessiert an einer Promotion, muss aber noch meinen Master machen.

 

Danke.

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OldSchool1966

Geschrieben (bearbeitet)

Ich muss gestehen, ich habe Deinen Beitrag hier auch mit sehr großem Interesse gelesen.

Aktuell bin ich ja noch in der Entscheidungsphase für den Master. Im Zuge meiner Recherche war ich vor einigen Monaten auch auf den neuen Master "Personal und Organisation" der Universität Koblenz-Landau gestossen. Kein Wunder also, dass ich dann hellhörig werde, wenn ich hier von ihr lese. Also, habe ich mich sofort ein wenig schlau gemacht, mich auf der Seite der Leadership-Kultur-Stiftung  und der Promotionsordnung der Universität Koblenz-Landau eingelesen.  😊

Besonders interessant waren für mich die Voraussetzungen, die eine Zulassung ermöglichen:

  1. Master mit Note "gut" (incl. 2,5) im Promotionsfach oder einem Studiengang mit wesenlichen Anteilen im Promotionsfach
  2. Bachelor mit Note mit Note mindestens 2,0 im Promotionsfach oder einem Studiengang mit wesenlichen Anteilen im Promotionsfach + erfolgreicher Abschluss eines Qualifikationsstudiums
  • Qualifikationsstudium (max. 2 Semester): Leistungsnachweise im Umfag von 16-20 ECTS + schriftliche Arbeit im Umfang von 3 ECTS mit der Note 2,0 bestanden.

Ausgehend von diesen Eckdaten würde ich heute die Voraussetzungen erfüllen (B.A. mit 1,9). Nun habe ich es aber nicht unbedingt so eilig, und will im Grunde auf einen Master auch nicht verzichten. Ich muss aber sagen, dass mich der Gedanke, quasi beides zu verbinden, und das Angebot der Leadership-Kultur-Stiftung mit einzubeziehen schon sehr reizen. Theoretisch müsste es doch gehen, das parallel zum Master zu machen, oder?

Auch mein Steckenpferd ist organisationales Verhalten (wer hätte das gedacht? 😁), was sich ja auch in meiner Thesis niedergeschlagen hat. Aktuell habe ich ja auch Module an der FU Hagen zum Thema Organisation und Leadership in Bearbeitung.

Mich würde nun interessieren, ob man wirklich mindestens 16 Seminare besuchen  muss? Ich habe nur die 4 Module des Forschungs- und Promotionskollegs gesehen...hmmm.

 

Mich interessieren natürlich die Gesamtkosten, sprich was neben Master und der Module für das Kolleg noch dazu kommt. Verstehe ich das richtig, dass hier nichts an weiteren Gebühren anfäll?

Zitat: "Mit der Promotion sind keine Studiengebühren verbunden, bei der Einschreibung entrichten Sie lediglich den Semesterbeitrag."

 

 

 

 

 

bearbeitet von OldSchool1966

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der Pate

Geschrieben (bearbeitet)

@yxcv

ja, etwas knapp unter 10.000 Euro sind an die Stiftung zu entrichten. Ist aber wesentlich günstiger wie ein englisches Promotionsprogramm. Wie ich auf die gekommen bin? Ich bin Alumni der AKAD und muss trotz angestiegener Kritik der aktuellen Studenten sagen, ich habe es nicht bereut dort den Bachelor gemacht zu haben. Die AKAD ist inzwischen Kooperationspartner der Stiftung, siehe auch: http://www.leadership-kultur.de/de/die-stiftung/unsere-partner

Davon berichtet auch Prof. Dr. Bügner im Interview mit @Markus Jung :

 

zur Promotionsmöglichkeit via Leadership-Kultur-Stiftung wird ab ca. Minute 20:40 gesprochen.

 

@OldSchool1966

 

deine spezifischen Fragen kann ich nicht beantworten. Jedoch bestehen die 4 Module aus 16 Seminaren (genauer gesagt 12 Seminare und 4 Kolloquien, die ich zusammengefasst als 16 Seminare benannt habe). Siehe: http://www.leadership-kultur.de/de/promotionskolleg/aufbau-und-zertifikat

du hast bei jedem Modul rechts unten im Kästchen, eine orange unterlege schwarze Zahl wie viele Seminare je Modul zu absolvieren sind. Ich zitiere aus dem Link, unterhalb der Grafik: "Der Besuch der 12 Kompaktseminare und 4 Kolloquien (siehe auch Grafik oben) zur Erlangung des Zertifikats ist eine Mindestempfehlung der LKS an die Promotionswilligen."

bearbeitet von der Pate
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@der Pate,

 

so, nun hast du einen neuen "Verfolger".

 

Ich finde dieses Konzept sehr interessant, dieses Angebot war mir noch nicht bekannt, ich sehe mich auch seit einiger Zeit nach einer Promotionsmöglichkeit um und unter den möglichen Themengebieten sind so einige, in die ich mich gerne rein wühlen möchte ;-)

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg und werde deine zukünftigen Beiträge mit großem Interesse lesen. Toll!

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