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Lernen als Job - Die Organisation des Fernstudiums

Abilifly

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Lernen als Job - Die Organisation des Fernstudiums

 

Mein Lernplan steht schon länger, allerdings habe ich erst diese Woche angefangen ihn zu leben und deshalb möchte ich nun auch euch an meinem Plan teilhaben lassen. 
Irgendwo in meinen alten Blogbeiträgen, habe ich ja schon mehrmals berichtet, dass ich ein Problem mit der Organisation haben bzw. genauer darin Anliegen anderer Menschen abzuweisen oder diese Warten zu lassen. Das Problem lag darin begründet, dass ich viel lieber etwas für andere mache als für mich. Ich denke das hat etwas damit zu tun, dass mir andere Menschen mehr Anerkennung zu kommen lassen als ich mir selbst für das entgegen bringen kann, was ich geleistet habe. Ursache sind da wohl einfach ziemlich hohe Ansprüche an mich selbst. Die stehen mir oft im Weg und sehr häufig auch im Studium. Da kann es darum gehn sich kurzfristig von einer Klausur abzumelden oder das Lernen aufzuschieben, weil man ja eh versagt hat, da die Zeit nicht mehr ausreicht um "perfekt" zu sein. "Ganz oder gar nicht" ist gerade im Studium nicht unbedingt ein Leitsatz den man gebrauchen kann. Leider hat sich dieser bei mir ziemlich fest ins Hirn gebrannt. Naja aber darum soll es jetzt nicht gehen. Oder nur am Rande. Ich habe nämlich einen Weg gefunden mich von meinem Umfeld etwas loszulösen. Und dazu habe ich mir erst klar gemacht, dass lernen mein Job ist. "Kannst du noch für mich auf die Post gehen, ich muss ja so lange arbeiten". "Passt du auf den Hund auf, ich habe einen Termin und xy muss arbeiten". "Wir machen das Essen bei dir, ich muss ja bis Nachmittags noch arbeiten, da passt das ja nicht mit Vorbereiten". "Lass uns bei dir feiern, wir arbeiten ja morgen." "Du, ich muss heim, ich muss morgen früh aufstehen, du kannst es ja grad noch fertig machen" 

Und ja man denkt, ich übertreibe, schließlich sind es nur Kleinigekeiten oder Sachen die selten vorkommen. Es liegt ja nicht jeden Tag ein Paket auf der Post oder es steht ne Geburtstagsfeier oder ähnliches an. 

Aber es summiert sich. Es wurde vor allem immer mehr selbstverständlich und ich mache daraus auch niemandem einen Vorwurf. Denn ich bin selbst Schuld, weil ich es sogar selbst irgendwie von mir verlangt habe und nicht in der Lage war nein zu sagen. So wurde es irgendwann normal, dass ich den Haushalt völlig übernommen habe, eingekauft habe, ein Paket was auf der Post lag, von mir abgeholt wurde, wenn meine Mutter ein Problem und sei es auch nur so nichtig hatte, mich anrief ohne sich selbst mal ansatzweise Gedanken über eine Lösung zu machen. Freunde wenn sie Hilfe brauchten immer direkt mit mir rechnetem und immer absagen ist auch unangenehm.

Und irgendwann wächst einem dann alles über den Kopf. Mein Partner weiß nun, dass ich von 8:30 bis 16:30 "arbeite" und dazwischen eine Stunde Mittagspause habe. Ich in der Zeit also nur Dinge für mich mache. Meiner Mutter habe ich es auch gesagt, aber die ignoriert es gekonnt und kontaktiert mich trotzdem ständig. Ich ignoriere es aber genauso gekonnt ;)

In meinen Messengern habe ich eine entsprechende Abwesenheitsnotiz hinterlegt mit dem Verweis, dass ich keine Zeit habe und dass die Ausnahme Notfälle sind. 
Kontaktiert mich dennoch Jemand aus unwichtigen Gründen ignoriere ich das auch gekonnt. Im Moment bin ich da recht strikt und Donnerstag hatte ich sogar bis auf eine kurze Nachricht meiner Mutter keine Störungen. 

Jedenfalls habe ich nun einen Plan für Montag bis Freitag, der sich am klassischen Arbeitsalltag orientiert. 8.30 bis 16.30 mit 1 Stunde Mittagspause. Am Vormittag ist Lernen dran, entweder bis 11 oder 12 Uhr, je nachdem ob ich auch noch ein wenig Sport eingeplant habe. Dann eine Stunde Mittagspause. Und am Wochmittag geht die Zeit für ein berufliches Projekt drauf, was ich aber erst thematisieren will, wenn es wirklich klappt. Es geht dabei um den Aufbau einer Selbständigkeit und wahrscheinlich könnte man es vermuten.. dieses Projekt ist eigentlich mein Berufsziel Nr. 1 und Plan A. Plan B ist das Studium und die Tätigkeit danach als Steuerberater. Aber hier soll es allein ums Studium gehen. Ich will nur sagen: Ich habe genug zu tun um wenigstens die gewöhnliche Arbeitszeit für meine eigenen beruflichen Dinge zu beanspruchen. Und das will ich jetzt auch so durchsetzen. Weil im Endeffekt dankt es einem eh keiner, nur man selbst ist der Verlierer. 

 

Geplant ist Montags Mathe, Dienstags Rechnungslegung, Mittwochs Steuern, Donnerstags Rechnungslegung und Freitags Statistik. Das habe ich so aufgeteilt, da ich im Bereich Steuern bereits einige Vorkenntnisse habe und der Skript auch nicht so extrem umfangreich ist als die Skripte zu Rechnungslegung und Vertiefung der Mathematik und Statistik. Mathe und Statistik lässt sich super getrennt abarbeiten, weshalb ich das auch so aufgeschlüsselt habe. 


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17 Kommentare


Dein Plan B gefällt mir. Hast du eigentlich bereits entsprechende Berufserfahrung in diesem Bereich?  Wie ist deine Idee für den Weg zum Stb.examen? Die Steuermodule aus Hagen und auch ReLe haben mit dem Stb.examen ja nicht wirklich was gemeinsam. 

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Abilifly

Geschrieben

Ich habe keine entsprechende Berufserfahrung in diesem Bereich. Die einzige "Berufserfahrung" in dem Sinne hab ich durch Praktika und Werkstudententätigkeiten gesammelt. Ich habe eigentlich kaum nennenswerte Berufserfahrung, was wohl auch daran liegt, dass ich "erst 25" bin und normales Abi und dann den Bachelor gemacht habe. Ich bin also vermutlich kein klassischer Fernstudent, sondern eher ein klassischer Präsenzunistudent. 

Die Steuermodule in Hagen vermitteln wohl nur so die grundlegenden Basics und auch nochmal auf eine andere Art und Weise. Wenn bei Plan B alles perfekt nach meinen Wünschen laufen würde, würde ich wohl bei einer der Big4 anfangen und dort eben meine Berufsjahre ableisten und mich wie dort üblich (Freistellung, Urlaub und eben teure Vorbereitungskurse) vorbereiten.

Wenn das nicht klappt such ich mir eben ne kleine Steuerkanzlei, mache meine notwendigen Berufsjahre und such mir nach meinen persönlichen Interessen/Vorlieben etc ein entsprechendes Repetitorium und bereite mich so vor.  

 

 

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OldSchool1966

Geschrieben

Bei einer der Big4 will so mancher anfangen. Die Anforderungen und das Arbeitspensum sind sehr hoch. Ist das realistisch mit Nachwuchs?

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Abilifly

Geschrieben

Was für Nachwuchs? 

Ich weiß dass das Arbeitspensum hoch ist, die Chancen sind aber auch tendenziell recht gut genommen zu werden aber nicht mit der richtigen Spezialisierung.

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OldSchool1966

Geschrieben (bearbeitet)

vor 7 Stunden, Abilifly sagte:

Was für Nachwuchs?

bearbeitet von OldSchool1966

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OldSchool1966

Geschrieben

Sorry, mein Denkfehler.

Ich dachte, Du seist Zuhause, weil Du Nachwuchs hast.

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Hast du schon mal bei den big4 gearbeitet im Praktikum o.ä.? Es wird wirklich schwierig 60-70 Std./Woche zu arbeiten und sich nebenher auf so ein besonderes Examen vorzubereiten und bestenfalls zu bestehen. Aber natürlich sollte das jeder selbst wissen oder ausprobieren. Vielleicht klappt das in deinem Alter aber noch besser;-). Ich jedenfalls, werde mich entspannt mit einer 20std./Woche Stelle auf das Examen vorbereiten (wenn nix dazwischen kommt). Nebenher habe ich meine Familie, den Master in Hagen und kann Spaß dabei haben ohne immensen Zeitdruck..... (irgendwie jetzt auch ein Widerspruch)....!;-)))

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Abilifly

Geschrieben

@Oldschool: Nein ich hab keine Kinder und will auch keine. Also daran wirds nicht scheitern. Ich mache das Fernstudium weil mir der Master an meinem Wohnort nicht gefallen hat (niedriges Niveau, Lehrform ähnlich der Schule etc. ; Empfand es dort als reine Zeitverschwendung)

 

@jennys: Ich arbeite dort zurzeit als Werkstudent. So eine 20h-Stelle muss man eben auch erst mal kriegen. Und dann noch das nötige Kleingeld besitzen die Repetitorien selbst zu finanzieren. Wie das am Ende konkret aussehen wird, wird sich zeigen. Ich werd mich breit gefächert bewerben.  Wenn nicht werdens halt paar harte Jahre, aber das ist auf ne absehbare Zeit ja okay. Und freistellen lassen etc kann man sich ja immer noch, zur Not halt mal Krankenschein. 
Ich will ohnehin nicht langfristig dort sein, zumindest aktuell ist es nicht geplant. Sei denn es würde mir eben dann doch entgegen meiner Erwartung so gut gefallen, dass ich die Selbständigkeit erst mal ad acta lege. Wir werden sehn :)
Das hört sich an als würdest du jetzt schon konkret Wissen wie du die Vorbereitung aufs Examen machen wirst? 
Familie (Kinder?) + Master in Hagen + Examen + 20h Woche arbeiten hört sich jetzt nicht gerade "entspannt" an :D

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Doch total entspannt; -) Meine Jungs sind nicht mehr so klein. Nachmittags wird studiert. Ich kann in 2 Jahren ins Examen gehen und mache einen Fernfurs von Knoll. Dann wohl noch mind. einen entsprechenden Klausurenkurs. Ich hatte auch über einen entsprechenden Taxation-Master nachgedacht, aber soviele Master kann man ja leider nicht machen.....;-))

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Abilifly

Geschrieben

Jetzt mal vorausgesetzt du musst 10 h pro Woche für die Kinder aufwenden, 10 h für den Master, 20 h arbeitest du, wo ja sicherlich auch nochmal ein paar Stunden Fahrtzeit hinzukommen, dann hätte ich mit nem Vollzeitjob ja auch nicht wirklich mehr "neben" dem Examen zu tun.
Hast du bereits vor dem Master in deinem Beruf Vollzeit gearbeitet und hast du eine entsprechende Ausbildung etc, dass du da ne Stelle bekommen hast, wodurch du die nötigen Berufsjahre fürs Examen erhalten hast?

 

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Markus Jung

Geschrieben

Deine Überlegung, das Studium als Arbeit zu sehen und auch deine andere Tätigkeit zur Vorbereitung der Selbstständigkeit, und in diesen Zeiten dann auch tatsächlich nicht privat erreichbar zu sein finde ich einen guten Ansatz. Jetzt zu Beginn ist es ggf. mit etwas Aufwand verbunden, diesen durchzusetzen, aber wenn du da konsequent bist, werden es nach und nach auch alle begreifen und irgendwann akzeptieren. 

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Die nötigen Berufsjahre mit den entsprechenden Voraussetzungen für das Examen habe ich in 2 Jahren. Also wäre Oktober 2018 bei mir möglich und ich denke auch realistisch mit der Vorbereitung bei einer 20 Std. /Woche.

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Mir gefällt deine Zeiteinteilung und die Konsequenz die du daraus gezogen hast.

 

Bezüglich den Bewerbungen würde ich auch in die Breite gehen, aber der Studentenjob ist nich schon in deinem Wunschbereich oder?

 

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Abilifly

Geschrieben

@jennys Darf ich dich fragen wie du an einen solchen Job gekommen bist wo du im relevanten Bereich direkt mit 20 Stunden pro Woche einsteigen konntest?

 

@Markus Jung Ja es ist schwer durchzusetzen, aber gerade legt es sich ein bisschen. Gerade weil mein Partner es richtig gut akzeptiert und angenommen hat, ist es wirklich schon leichter. Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn er von der Arbeit kommt und die Küche ist noch nicht gemacht etc. 

 

@Jeany89 Doch der Werkstudijob ist schon im angestrebten Bereich :)

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Ich bin ja bereits 37 Jahre alt und habe zuletzt in der Insolvenzverwaltung/vereidigter Buchprüfer gearbeitet und dort meine entsprechende Berufserfahrung sammeln dürfen. Und wenn man nicht nur "normale" Buchführung macht, ist es kein Problem die Voraussetzungen zu erfüllen.  Auch in Steuerberater-Kanzleien wir das kein Problem sein oder man würde "nur" Gehaltsabrechnung machen, dann ist natürlich doof;-)

Ich weiß nicht,  was man als Werkstudent so macht, aber bist du im tax-Bereich?  Dann würde das ja evtl. schon zählen....?!

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Abilifly

Geschrieben

Achso, ja dann ist das ja nochmal was anderes. Ich habs auch nicht so eilig ;)Ob nun 2 oder 4 Jahre bis zum Examen spielt für mich nicht so die Rolle. 

Ja im Tax-Bereich, ist aber laut meinem Betreuer nicht anrechenbar.

 

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vor 21 Stunden, Abilifly sagte:

Achso, ja dann ist das ja nochmal was anderes. Ich habs auch nicht so eilig ;)Ob nun 2 oder 4 Jahre bis zum Examen spielt für mich nicht so die Rolle. 

Ja im Tax-Bereich, ist aber laut meinem Betreuer nicht anrechenbar.

 

 

Das ist aber ärgerlich, dass es nicht anrechenbar ist ...

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      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
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    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • lenarex
      Von lenarex in BWL - Bachelor of Arts - Ein Wechsel 5
      Hallo zusammen!
       
      Vielen Danke für die ausführlichen Kommentare unter meinem letzten Blogeintrag, bei dem ich gefragt habe, wie man am besten ein Lernplan erstellt.
       
      Ich habe mich nun mal an einen versucht, ob das so gut ist? Keine Ahnung, die Zeit wird es zeigen.

      So bin ich vorgegangen:
      1. Alle Präsenzen, Klausuren, Einsendeaufgaben in einen Kalender geschrieben
      2. Geschaut welche SBs ich bis zu den jeweiligen Terminen durch gearbeitet haben muss
      3. Eine Reihenfolge der SBs erstellt mit jeweiligen Deadline
      4. Seitenzahl zusammen gerechnet
      5. Im Kalender Termine geblockt, wann ich nicht kann
      6. Restlichen Tage gezählt und durch die Seitenanzahl der SBs eingetragen
      7. Seitenzahl pro Tag in Kalender eingetragen mit jeweiligen Modul
       
      Das Ganze hat etwas Zeit gekostet, aber ich glaube ich kann mich mit soetwas motivieren und lerne nicht ins blaue hinein.
       
      Ich habe euch den Plan mal beigefügt. Die Zahl ist immer die Seite bis zu der ich arbeiten möchte.
       
      Meint ihr das klappt?
       
       
      Kalender 2017.xls