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Prüfungszeit und Einblick in M7

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Lernfrosch

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Nachdem ich am Anfang des Semesters nicht so recht wusste, welche Module ich eigentlich mit einer Prüfungsleistung abschließen wollte, habe ich mich inzwischen entschieden:

- M11 (BiWi 2B): Die Hausarbeit dazu habe ich geschrieben und vor dreieinhalb Wochen abgegeben.

- M7 (Persönlichkeitspsychologie): Klausur werde ich wie geplant nächste Woche Donnerstag schreiben

- M6a (Testtheorie): Klausur werde ich doch jetzt schon am Montag nach M7 wiederholen; das Tutorium hat mir so viel gebracht, dass ich mich da rantraue

- M4: hatte ich schon letztes Semester belegt und nicht mitgeschrieben, dieses Semester wollte ich das nicht machen, dann wurde eine Modulumstrukturierung angekündigt, ich hatte mich deswegen zur Klausur angemeldet, dann vor Kurzem kam die Mitteilung, dass das Modul nun doch noch nicht jetzt verändert wird, und dann habe ich die Klausur wieder abgemeldet; >> die M4-Klausur kommt im nächsten Semester dran

 

M6a:

Der Studienbrief war bereits gelesen, aber erst seit der Teilnahme am Tutorium in großen Teilen verstanden. Zur Vorbereitung will ich den nochmal zusammen mit meinen Tutoriumsnotizen durchgehen. Über die Inhalte des Moduls habe ich in den letzten Blogeinträgen ausführlich berichtet, sodass ich an dieser Stelle nicht nochmal darauf eingehe.

Und dann hoffe ich auf eine nette Klausur ohne fiese Fragestellungen und eine große Portion Glück. Bestehen möchte ich diesmal auf jeden Fall; wie ist egal. Ich denke, das könnte diesmal realistisch möglich sein.

 

M7:

Das Modul besteht aus vier Kursen, die durch umfangreiche Pflichtliteratur ergänzt werden.

 

- Einführung in die Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung: Der Kurs führt anfangs ein paar Grundbegriffe ein und gibt einen Überblick über anthropologische Grundannahmen, die in Persönlichkeitstheorien vorkommen können. Jedes der Folgekapitel ist einer Art von Persönlichkeitstheorie gewidmet. Es beginnt bei Psychodynamischen Theorien (Freud, Adler, Kohut, Bowlby). Weiter geht es mit den behavioristischen Annahmen (Watson, Hull, Skinner). Dann werden sozial-kognitive Theorien abgehandelt (Rotter, Bandura, Mischel, Kelly). Es geht weiter mit humanistischen Theorien (Rogers, Maslow, May, Deci und Ryan). Dann werden die Eigenschaftstheorien vorgestellt (Eysenck, Big Five). Und zum Abschluss werden Geschlechtsunterschiede und kulturelle Unterschiede thematisiert.

Viele Namen und Begriffe kannte ich aus M1 - das war so manches Mal ein freudiges oder (manchmal auch nicht so freudiges) Wiederlesen. Nur wurden diesmal Namen und Theorien nicht nur gestreift, sondern anhand von Pflichtliteratur vertieft behandelt. Der Kurs hat mir ganz gut gefallen, weil es vielseitig und informativ war und an dem Wissen von M1 anknüpfte und dieses deutlich erweiterte.

 

- Grundlagen psychologischer Diagnostik: Auch dieser Kurs beginnt mit Definitionen von Begriffen und beschreibt dann die Relevanz psychologischer Diagnostik. Man erfährt, welche Zielsetzungen damit verbunden sein können und wie diese die Art der Diagnostik mitbestimmen. Nach einem kurzen Abriss der Geschichte der psychologischen Diagnostik, kommt es dann zur Sache: Testtheoretische Grundlagen der Diagnostik (M6a lässt grüßen) und Interpretation der Ergebnisse. Weiter geht es mit einer Beschreibung von Datenquellen und ein paar Grundlageninformationen zu diagnostischen Prozessen und Urteilsbildungen. Daran schließt sich ein Kapitel zur klinisch-psychologischen Diagnostik und Intervention an. Abschließend geht es um internetgestützte Diagnostik, Assesment und objektive Diagnostik.

Den Kurs fand ich etwas durchwachsen. Manches war eine Wiederholung aus M1 und M6a, anderes wiederum baute darauf auf. Schlecht fand ich den Kurs nicht, aber auch nicht weiter besonders erwähnenswert. War ok.

 

- Persönlichkeitskonstrukte und Persönlichkeitsmessung: In diesem umfangreichen Kurs wird zuerst das Thema "Intelligenz" betrachtet: Definitionen, Theorien, Messungen. Zusätzlich werden einige Intelligenztests vorgestellt und besprochen. Weiter geht es mit der Dignostik sozialer, emotionaler und kreativer Kompetenzen. Dann werden Persönlichkeitsdimensionen und -Strukturen vorgestellt. Im nächsten Kapitel werden Motive und Interessen thematisiert. Ängstlichkeit und Depressivität sowie Stress und Bewältigung folgen danach. Zum Schluss wird auf selbstbezogene Konstrukte eingegangen.

Ein paar Dinge kannte ich aus M1, z.B. die Grundlagen aus dem "Stress"-Kapitel. Die anderen Themen fand ich sehr interessant und es hat Spaß gemacht den Studienbrief und die Literatur zu lesen.

 

- Diagnostische Verfahren: Interview und Beobachtung: In diesem Kurs werden die genannten Verfahren vorgestellt. So erfährt man, was man sich darunter vorstellen kann, für welche Anwendungsbereiche diese geeignet sind, welche Methoden es geben kann und welche Auswertungsbesonderheiten vorkommen können.

Den Kurs fand ich nicht ganz so gut. Man liest sich zwar ein paar allgemeine theoretische Grundlagen an, aber das war es auch. Man lernt leider nicht die praktische Umsetzung. Zwar gibt es Videoaufzeichnungen von einer Präsenzveranstaltung zum Anschauen. Aber letztlich übt man es nicht selbst. Ich habe zwar im Medizinstudium gelernt, ein Patienteninterview zu "machen" (so wie es in M7 geschrieben steht mit Erstellung vom Interviewleitfaden, Gesprächsdokumentation, hinterher schriftliche Auswertung). Jedoch hätte ich mir gewünscht, das auch nochmal speziell aus psychologischer Sicht bzw. mit psychologischer Fragestellung selbständig praktisch ausprobieren zu können. Ich denke, das wäre in der Form, wie ich es im Medizinstudium machen musste, durchaus auch im Rahmen eines Fernstudiums umsetzbar.

 

Insgesamt finde ich, dass M7 neben M3 eines der bisher spannendsten Module ist.

 

Mit dem Lesen aller Studienbriefe und der Literatur bin ich soweit durch. In den nächsten Tagen steht eine Wiederholungsphase an, in der ich meine Markierungen in den Skripten nochmal durchgehen möchte. Das Modul ist das bisher umfangreichste. Ich weiß, dass ich noch so einige Wissenslücken habe und wo diese zu lokalisieren sind. Aber ich hoffe einfach mal, dass es für die Klausur reichen wird.


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      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker