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BWL-Klausuren und Gedanken einer VWA-Studentin

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Susanne Dieter

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Da liegt es nun vor mir, das soeben besorgte Buch „Finanzwirtschaft des Unternehmens und Kapitalmarkt“ von Franke / Hax und starrt mich an. Ich schaue freundlich zurück. Für „Investition und Finanzierung“ muss ich wohl am meisten tun für den Dreierpack Klausuren Ende Juni...

Externes, internes Rechnungswesen und Controlling (die Klausur mit der höchsten Wertung) kenne ich noch u.a. vom angefangenen Universitäts-BWL-Studium. Die vom Prof. empfohlene Variante, als Studenten sich über die Menge der Folien beschwerten, einfach einen Stapel herauszureißen, bis es passt, werde ich aber besser nicht anwenden. (Übrigens „schlaue“ Kritik, denn man kann durchaus auch die gleiche Menge Stoff in die Hälfte der Folien packen ohne Übungen, Beispiele, Stand der Veranstaltung und durch Kürzerfassen allgemein.) Aber das versucht wohl jede Studenten-Generation aufs Neue, ebenso wie feilschen um Pausen und Ende. (Wir haben ja nicht 1,5 Stunden, sondern 2 bis 2,5 Doppelstunden Freitags und Samstags.) Das M am Anfang und E am Ende (Mut zur Lücke) ist wohl doch anders gemeint...

Da habe ich mich wieder zu langen Sätzen und Klammern hinreißen lassen, aber ich lasse das jetzt mal stehen. Oder soll ich mal mit Fußnoten anfangen...? Nö, war ein Scherz...

Human Ressource Management erschließt sich dagegen auch fast von alleine, mit Hilfe der Folien und vielleicht ergänzender Literatur wie dem berühmten Wöhe oder des Netzes - Nein, Wikipedia alleine traue ich nicht, wer weiß, was manche Leute da so reinschreiben, wenn sie morgens mit dem falschen Fuß aufgestanden sind oder vom Radiowecker zum 1.000 Mal mit dem gehassten Sommerhit des Jahres geweckt worden sind...

Investition und Finanzierung interessiert mich auch am wenigsten von den drei Fächern, so dass ich das Buch nur aus der Bücherei geliehen habe, sonst dient es doch nur später als Staubfänger und um wichtig auszusehen im Regal. Für letzteres habe ich aber schon u.a. den Wöhe, VWL und „Java ist eine Insel“... Der Prof. hat schon Übungen ins Netz gestellt - viel zu rechnen. Es steht auch sinngemäß dabei „geben Sie nicht auf, versuchen Sie es wenigstens, wenn Sie nicht zu einer Lösung kommen. Wir besprechen es dann beim Repetitorium.“

Der ReWe- und Controlling-Dozent wird auch Fragen stellen, bei denen er sehen will, ob man es verstanden hat, z.B. aus einer Uni-Klausur im Internet (habe ich schon mal erwähnt, dass ich ein Fan des Internets bin :-)): „Bitte erläutern Sie, welche Unternehmen ihren handelsrechtlichen Einzelabschluß um einen Anhang ergänzen müssen. Gehen Sie bitte des weiteren überblicksartig darauf ein, welche Funktionen der Anhang erfüllt und welche Angaben der Anhang enthalten muß oder kann.“

Hoffentlich liest das der Investiton und Finanzierung-Prof. nicht – hmm, naja, und wenn, Berufsrisiko eines Dozenten, dass die Schüler sich eventuell für andere Fächer mehr begeistern...

Andererseits wird das wohl gar nicht so schwer, wenn man es mal verstanden hat, viel auswendig lernen muss / kann man in diesem Fall wohl nicht...

Wenn ich immer soviel Zeit mit Lernen verbringen würde, wie mit dem Denken an das Lernen sollen oder in Foren lesen bzw. schreiben, müsste ich überall 15 Punkte haben... Aber ich sitze hier im Büro und habe nicht so viele Ablenkungsmöglichkeiten wie zu Hause. O.k., einen DVB-T-USB-Stick und „Neues aus der Anstalt“ = die Kabarettsendung habe ich auch auf dem Laptop. Letzteres habe ich über iTunes geladen, das ich mir wegen der Informatik-Vorlesungen diverser Unis heruntergeladen hatte. Die Anschaffung eines iPods plane ich auch in Zukunft nicht.

Eigentlich sollte ich den Schwung der guten VWL-Noten nutzen, auf die Wirtschaftsinformatik-Note warte ich auch noch sehnsüchtig, habe aber ein gutes bis sehr gutes Gefühl. Das Glück ist mir / uns auch hold im Moment, denn mit Umstellung auf die neue Prüfungsordnung und der Unklarheit, was mit der ersten Programmieren-Note geschehen soll, wird so verfahren, dass die bessere der beiden Klausuren aus dem ersten und dritten Semester gewertet wird. Da ich endlich den Leuchtturm der Java-Insel sehe und der Nebel sich lichtet, glaube ich auch, hier meine Note verbessern zu können.

Außerdem werden wir dann Mitte Juli bis September Semesterferien genießen können, die einzigen im Jahr außer Weihnachten und Neujahr; BWL ist dann auch geschafft, danach folgt nur Informatik, Wirtschaftsinformatik und IT-Recht. Mal schauen, ob ich dann genauso jammere wie die Leute ohne kaufmännische Ausbildung in den Wirtschafts-Fächern, schließlich habe ich hier ja keine Berufserfahrung, nur private Spielereien am PC...


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2 Kommentare


Du hälst also nichts von M am Anfang und E am Ende (Mut zur Fußnote)?

Interessant finde ich, dass du soviel zusätzliche Literatur verwendest. Genügen dir die Unterlagen deiner Fernuni nicht (von der Masse her), oder sind diese einfach nur schlecht?

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Susanne Dieter

Geschrieben

Nein, ich bin kein Fußzeilen-Fan, vor allem nicht am Monitor, wenn man scrollen muss und diese Fußzeilen auch zum Verständnis notwendig sind. :-)

Das ist kein Fernstudium, sondern ein nebenberufliches Präsenzstudium. Wir haben Freitags und Samstags Vorlesungen und haben daher nicht ganz so vorgekaute Unterlagen wie die echten Fernstudenten. Dafür muss ich mich zwar Samstags aus dem Bett quälen, habe aber Antrieb durch die Mitstudenten, die Vorlesungen und den vorgegebenen Zeitplan.

Zu Deiner anvisierten WBH habe ich hier im Forum von fehlerhaften Heften gelesen. Das ist bei den hohen Gebühren auch nicht gerade motivierend, aber Nachteile gibt es sicher überall. Ich selbst bin ja auch noch unentschieden, ob und was ich 2011 weitermachen will.

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      Irgendwie schade. Man klotzt, und klotzt, und klotzt....ran und wird doch nie fertig bzw. erreicht nie einen Modus, in dem man sich sicher genug für die PRüfung fühlt. Selbst wenn ich die Statistik noch ganz durch bekomme, bleibt keine Zeit, diese Unmengen an Skripten (es gibt ja noch mehr, nämlich die, die ich schon bearbeitet habe!) nochmal zu wiederholen. 
      Immerhin sitzen mal wieder alle in einem Boot, auch in anderen Foren ist zurzeit überall Panik wegen des Zeitdrucks ausgebrochen. Wenigstens hab ich zwei von 5 Kursen schon ganz abgeschlossen und ein weiterer ist nicht prüfungsrelevant, wenn auch Teil der Hausarbeit (wird aber reichen, sich währenddessen gezielt mit Fragestellungen daraus zu beschäftigen).
      Trotzdem ist da wieder dieses blöde Gefühl der Unvollständigkeit, des Zeitdrucks und des ganzen Oh-nein-ich-schaffs-nichts!. Wenigstens schweigt das schlechte Gewissen, denn ich kann wirklich behaupten, an jeder freien Minute dran zu sitzen.
      Muss man jetzt durch.  
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 10
      Hallo liebe Blogleser,
       
      mein Fahrplan zum Master steht.
      Die letzten Monate hatte ich einige (große) private (und kleine berufliche) Baustellen, die ich (mit externer Unterstützung!) erfreulicherweise mittlerweile alle zu meiner vollsten Zufriedenheit abarbeiten konnte. So bin ich aus der bewältigten (Lebens-)Krise tatsächlich gestärkt heraus gegangen.
       
      Wie dem auch sei. Vom Mitarbeiterentwicklungsgespräch mit meinem Chef am 20.01.2017 hängt es ab, wie es mit meinen Masterplänen weitergeht.
       
      Geplant habe ich, dass ich den Master nur mit dem Support meines Arbeitgebers stemmen möchte. Daher möchte ich meinen Chef von M.Sc. Psychologie der MEU/Diploma Hochschule überzeugen, was allerdings nach Rücksprache mit unserem Ltd. Psychologen kein Problem sein sollte, der sich den Studiengang näher angeschaut hat.
       
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      Was die Entscheidung zum M.Sc. Psychologie (Schwerpunkt "Klinische Psychologie") betrifft:
       
      Ganz ehrlich - was sollte ich sonst machen? Ich bin Fachkrankenpfleger für Psychiatrie, das Bachelorstudium hatte einen großen klinischen Anteil und ich arbeite therapeutisch, habe viele therapeutische, klinische Weiterbildungen absolviert und bin beruflich seit Jahren in diesem Bereich fest im Sattel.
      Nichts liegt also näher, Synergieeffekte zu nutzen und die Praxis mit fundierter Theorie zu untermauern, um zusätzlich auch alles schwarz auf weiß auf dem Papier nachweisen zu können.
       
      So Long...
      Forensiker