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Studienplanung und Zukunftsaussichten

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parksj86

182 Aufrufe

Meine selbst verordneten Semesterferien gestalten sich derzeit reichlich unspannend. Ich habe mich eine halbe Woche lang um meine erkältete Tochter gekümmert und meine lernfreien Abende ansonsten mit PC spielen verbracht. Da ein Großteil meiner Freunde ca. 400 Kilometer weit weg wohnt, treffen wir uns bei Gelegenheit abends über Skype und zocken irgendwas. Ich habe mir auch schon den ein oder anderen Gedanken zu meiner bevorstehenden Matherthesis gemacht, bin aber noch nicht tiefer in die Recherche eingestiegen. Zum einen habe ich mir vorgenommen, bis Ende September FernUni FernUni sein zu lassen, zum anderen will ich das Fell des Bären erst verteilen, wenn dieser erlegt ist. Soll heißen: Ich warte noch auf die Note für meine Hausarbeit, um sicherzugehen, dass ich auch wirklich alle Voraussetzungen für die Anmeldung zur Abschlussarbeit erfülle (6 von 7 Modulprüfungen bestanden, 2 Hausarbeiten, mindestens eine mündliche Prüfung und ein besuchtes Seminar).

 

Nichtsdestotrotz steht meine Planung für den letzten Akt der Operation "Master-Marathon". Sollte die Hausarbeit mit mindestens "Ausreichend" bewertet werden, ist nur noch ein Modul offen. Im WS 16/17 habe ich das Modul 2.2 belegt und plane, dieses mit einer mündlichen Prüfung abzuschließen, damit dieses Thema endgültig gegessen ist. Dann wäre nur noch die Abschlussarbeit offen. Da ich 1-2 grobe Themenbereiche im Kopf habe, kann ich bereits im Oktober mit der Vorbereitung (Themeneingrenzung, Literaturrecherche) beginnen und evtl. schon mal an die jeweilige Modulbetreuung herantreten. Es wäre aber auch nicht schlimm, wenn sich dieser Schritt bis Ende März 2017 hinzieht, da die Modulprüfung Vorrang hat. Mein Ziel ist es, die Abschlussarbeit spätestens zum Ende des kommenden Jahres abzugeben. Im Dezember 2017 soll also Schluss sein.

 

 

Ob dann auch Schluss mit dem Fernstudieren ist, darüber bin ich mich noch nicht ganz sicher. Eigentlich habe ich die Nase voll und möchte einfach nur noch Zeugnis und Urkunde in der Hand halten. Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem Freund, der berufsbegleitend seinen staatlich geprüften Betriebswirt macht. Er hat mir vorgerechnet, wie viele Jahre er und ich bereits in Bildung investiert haben, angefangen von der Grundschule, über die Realschule und Berufsausbildung bis hin zu unseren derzeitigen Bildungsvorhaben. Auf den ersten Blick hört sich diese Zahl beeindruckend an, aber ich persönlich finde, dass dieser Vergleich hinkt. Spätestens die Fachhochschulreife über den zweiten Bildungsweg, das anschließende Studium und mein jetziges Fernstudium waren allein meine Entscheidung, für die es keine Notwendigkeit gab. Abgesehen von der ein oder anderen Fortbildung hätte ich auch den Rest meines Lebens Physiotherapeut bleiben können und er hätte sich den staatlichen Betriebswirt ersparen können.

 

Ich sehe diese Zeit als Investition in meine Vorstellung von beruflicher Erfüllung an. Ich wollte etwas an meinem Leben ändern, hatte ein grobes Ziel vor Augen und musste für mich entscheiden, ob ich diesen Weg dahin gehen will oder nicht. Ob ich mich ohne formale (Weiter-)Bildung von unten hocharbeite oder den Weg über einen Berufs- bzw. Studienabschluss wähle, ist dabei nicht so entscheidend. Wichtig ist die Erkenntnis, dass ich Dinge neu erlernen, Hürden überwinden und Menschen von mir überzeugen muss. Dazu braucht man Zeit, Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit. Da kommt es auf ein paar Jahre mehr in der Schule oder Hochschule nicht an, solange das Ergebnis stimmt.

 

 

Vor diesem Hintergrund bin ich eigentlich auch noch nicht satt, was das Lernen betrifft. Ich habe mir in den vergangenen Wochen viele Gedanken über das Fernstudieren gemacht und überlegt, was für mich noch Sinn ergeben könnte. Da hier immer so viele tolle Studiengänge genannt und vorgestellt werden, bin ich dabei natürlich auch etwas abgeschweift und habe nun ein paar Programme auf meiner Liste, die auf den ersten Blick nicht so recht passen. Allerdings bin ich auch realistisch genug, um einsehen zu können, dass aus mir kein Informatiker, Wirtschaftsingenieur oder Psychologe mehr wird. Deshalb habe ich viele Ideen für den Fall der Midlifecrisis gesammelt   andere Männer kaufen sich ein Motorrad oder Hausboot, ich werde Wirtschaftsingenieur (wahrscheinlich eher nicht, aber man kann ja mal herumspinnen).

 

Die Überlegungen sind ansonsten aber ziemlich ernst gemeint. Ich habe hier schon öfter über Karrierepläne und meine berufliche Zukunft gesprochen und denke, dass langsam konkrete Planungen erforderlich sind. Dafür habe ich im Moment ausreichend Zeit, die ich auch nutze. Ich werde ein paar meiner Gedanken mal in einem separaten Blogbeitrag festhalten.

 

Wer noch Prüfungen vor sich hat, dem wünsche ich weiterhin viel Erfolg!

 

 


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4 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Interessante Überlegungen. 

 

Ich finde es wichtig, dass die viele Zeit, die in Lernvorhaben investiert wird, nicht als eigentlich "verschwendete" oder verloren gegangene Zeit empfunden wird, um ein Ziel zu erreichen, sondern ganz im Sinne von der Weg ist Teil des Ziels auch für sich genommen schon als bereichernd, erfüllend und mit guten Gefühlen verbunden erlebt wird. Natürlich schon auch damit verbunden, dass dieses dann einen weitergehenden Nutzen erbringt.

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" Für den Fall der Midlifecrisis gesammelt" - auch nicht schlecht wenn man schon so proaktiv denkt :lol:

Viel Erfolg weiterhin ;)

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parksj86

Geschrieben (bearbeitet)

@Markus Jung Das klingt gut. Ich habe für mich gemerkt, dass dieser Denkansatz manchmal an seine Grenzen stößt, z. B. wenn man drögen Unistoff auswendig lernen muss, den bereits der Opa des Professors in einer Klausur wiedergeben musste (um es mal überspitzt zu formulieren).

 

Gleichzeitig muss ich dann aber auch zugeben, dass ich mit solchen, für mich unrelevanten Informationen in anderen Bereichen punkten konnte, weil man Wissen miteinander verknüpfen kann. Z. B. wenn man in einer mündlichen Prüfung zwei Theorien miteinander vergleicht oder den Exkurs des Prüfers (von der Politikwissenschaft hin zu einer klassisch soziologischen Theorie) mitgehen kann. Dazu ist aber Durchhaltevermögen gefragt und man muss einfach offen sein und Augen aufhalten, ob sich eine solche Gelegenheit bietet. Wenn man von vornherein nur "Scheine" sammeln möchte, um den Abschluss erhalten, passiert es schnell, dass man Module oder Seminare als "verschwendete" Zeit empfindet.

 

 

@Katze87 Vielen Dank!

bearbeitet von parksj86
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Markus Jung

Geschrieben

Klar, diese Einsicht ist nicht in jedem Moment vorhanden und vielleicht gibt es sogar auch mal längere Phasen, in denen es anders wirkt. Ich denke, es ist mehr so eine Grundeinstellung, die sich dann doch immer wieder durchsetzt. So wie du es auch beschrieben hast, wenn das Gesamtbild plötzlich Sinn macht.

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      Bearbeitet wird von mir gerade 1b und 1c und naja meine Begeisterung darüber hält sich in Grenzen. 1b (Bildung und Gesellschaft) geht noch, das kann mich irgendwie zumindest ein wenig interessieren, aber 1c ist sowas von mühsam, wenn ich eine Seite gelesen habe, und auf die nächste Seite blättere habe ich die vorige garantiert schon wieder  vergessen. 1c Bildung Arbeit und Beruf hat für mich zuerst wahnsinnig interessant geklunken, aber es ist für mich zu trocken, vielleicht weil ich null Bezug dazu habe, wie das deutsche Bildungssystem aufgebaut ist.
      Bleibt nur noch zu fragen:
      Alle Klarheit beseitigt?