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Modul: Algorithmen und Datenstrukturen

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kurtchen

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Das Modul "Grundlagen der Informatik 4: Algorithmen und Datenstrukturen" ist Pflicht für Studierende im Studiengang Web- und Medieninformatik. Die Wirtschaftsinformatiker dürfen es als Wahlpflicht-Modul belegen. Die W3L schlägt vor, es im vierten Semester nach GdI3 zu belegen. Nötig sind aber nur die Kenntnisse aus GdI2. Konkret sollte man gute Grundkenntnisse in objektorientierter Programmierung und in generischer Programmierung haben. Letzteres, weil die meisten Algorithmen im Kurs für generische Typen entwickelt werden. Wer sich auf diesen Kurs ein wenig vorbereiten will, sollte vor allem noch einmal das Kapitel zu generischer Programmierung aus GdI2 wiederholen.

 

Auf GdI4 hatte ich mich sehr gefreut, weil Kenntnisse im Bereich Algorithmen und Datenstrukturen zu meinem Bild von einem Informatiker gehören. Mathematik oder BWL sind Teil sehr vieler Studiengänge und viele Naturwissenschaftler und Ingenieure lernen programmieren. Aber Algorithmen sind für mich ein wesentlicher Teil dessen, was die Informatik als eigenständige Disziplin auszeichnet.

 

Ein bisschen hatte ich mich schon einmal mit dem Thema beschäftigt. Zu Schulzeiten hatte ich mal ein Buch über Algorithmen und Datenstrukturen, die damals noch in einer strukturierten Programmiersprache behandelt wurden. Hier ging es zum Beispiel um Sortieralgorithmen, Binärbäume und verkettete Listen. Als Schüler habe ich leider vieles nicht verstanden, obwohl ich das Thema sehr spannend fand. Nun wollte ich herausfinden, ob mir diese Konzepte inzwischen zugänglicher waren.

 

Schon im ersten Teil des Kurses gab es erste Überlegungen zur Korrektheit und Komplexität von Algorithmen. Überlegungen zur Komplexität bei wachsender Problemgröße ziehen sich durch den ganzen Kurs. Dies ist wichtig, um später für ein gegebenes Problem eine vorteilhafte Datenstruktur oder einen geeigneten Algorithmus auswählen zu können. Das zweite Kapitel handelte von Rekursion. Hier ging es darum, ein Verständnis dafür zu entwickeln, was beim rekursiven Methodenaufruf im Speicher passiert. Klassisches Fallbeispiel ist das Problem der Türme von Hanoi. Interessant war eine allgemeine Strategie, rekursive Algorithmen in iterative Algorithmen umzuwandeln. Oft ist der Algorithmus dann nicht mehr so übersichtlich und nachvollziehbar. Dafür verbessert sich die Laufzeit und der Speicherbedarf. Bis hier fand ich den Kurs noch recht trocken. Der Stoff war durchaus interessant aber nicht das, was ich erwartet hatte.

 

Das änderte sich im nächsten Kapitel, wo es um Suchalgorithmen ging. Im wesentlichen wurden hier die drei grundlegenden Strategien sequentielle Suche, binäre Suche und Hashing-basierte Suche behandelt. Der Kurs entwickelt die Codebeispiele in Java, weil das an der W3L die Lehrsprache ist. Aber ich habe rasch den Eindruck gewonnen, dass es in diesem Kurs eben nicht um Java sondern um ein Verständnis der Algorithmen und Datenstrukturen ging. Auch wenn immer wieder darauf verwiesen wird, was die Java-Klassenbibliothek schon fix und fertig anbietet. Denn natürlich wird man selten selbst die Algorithmen und Datenstrukturen aus dem Kurs implementieren. In der Regel wird man Bibliotheken benutzen, die sie zur Verfügung stellen. Sinn des Kurses ist eher, das man versteht, was man da benutzt und was das für Implikationen hat. Das macht sich auch ein wenig bei den Einsendeaufgaben bemerkbar. Ich hätte erwartet, hier vor allem Algorithmen implementieren zu müssen. Tatsächlich wurden viele Implementierungen im Lehrbuch schrittweise entwickelt. Oft ging es eher darum, diesen Code in kleinen Problemstellungen zu benutzen, ihn zu erweitern, zu ergänzen oder zu modifizieren.

 

Im nächsten Kapitel ging es um Sortierverfahren. Es zerfiel in zwei Teile. Im ersten Teil ging es um die sogenannten direkten Verfahren: - Sortieren durch direkte Auswahl

- Sortieren durch direktes Einfügen

- Sortieren durch direktes Austauschen

Diese Verfahren sind leicht zu verstehen aber sie sind langsam. Im zweiten Teil werden diese einfachen Verfahren schrittweise verbessert. Aus dem langsamen BubbleSort wird so z.B. der sprichwörtlich schnelle QuickSort-Algorithmus. HeapSort, QuickSort, ShellSort und MergeSort sind schon etwas schwieriger zu verstehen als die direkten Verfahren. Auch hier ist die Implementierung in Code das geringste Problem. Wichtiger ist, zu begreifen, wie auf der Datenstruktur (in der Regel ein Array) gearbeitet wird, wieviele Vergleiche und Tauschoperationen für große n anfallen, warum ein Verfahren terminiert und so weiter. Eine wichtige Frage ist auch immer wieder die sogenannte Stabilität eines Verfahrens. Hierbei geht es darum, ob sich die Reihenfolge von Elementen mit gleichem Schlüssel im Laufe des Sortierens ändern kann, oder ob sie "stabil" bleibt. Bei diesem Kapitel bedauerte ich nur, dass der BucketSort-Algorithmus nicht ausführlich vorgestellt wurde.

 

Im nächsten Kapitel ging es um Datenstrukturen. Hier wurden eigene Implementierungen von Feldlisten (ArrayList) und verketteten Listen, von Stapeln (Stack) und Schlangen (Queue), von Mengen (Set) und Abbildungen (Map) entwickelt. Hier wurden immer wieder Bezüge zu den Klassen hergestellt, die Java von Haus aus mitbringt. Es war für mich wirklich schön, zu begreifen, was ich bislang nur benutzt hatte, endlich zu verstehen, was "unter der Haube" passiert. Im Rest des Kapitels ging es um Bäume, um das Einfügen und Löschen in Bäumen und um ausgeglichene Bäume. Also darum, wie man Bäume reorganisieren kann, um zu verhindern, dass sie im schlimmsten Fall zur Liste entarten. Die verschiedenen Baumrotationen fand ich leider im Lehrbuch zu knapp erklärt, um sie nachvollziehen zu können. Zum Glück werden Algorithmen und Datenstrukturen in praktisch allen Informatik-Studiengängen gelehrt. Es war so kein Problem im Internet Skripte und Folien anderer Unis und FHs zu finden und da war dann schließlich auch eine Darstellung dabei, mit der auch ich gut zurechtkam.

 

Bis hier war ich mit dem Modul sehr zufrieden. Mit diesem Themen war dann wohl auch der Grundstock dessen abgehandelt, was zu einer einführenden Lehrveranstaltung "Algorithmen und Datenstrukturen" gehört. Von hier aus hätte es in verschiedene Richtungen weitergehen können. Die Autoren dieses Modul haben sich dafür entschieden, Algorithmen auf Texten zu behandeln. Konkret ging es um den KMP und den Boyer-Moore-Algorithmus. Dieses Kapitel ist mir sehr schwer gefallen. Ich war zunächst mit der Darstellung des Stoffes unzufrieden. Meine Suche nach alternativem Material, das verständlicher aufbereitet ist, blieb leider erfolglos. Möglicherweise haben die Autoren also ihr bestes getan und ich hatte hier einfach nicht den richtigen Dreh raus. Ich verstand die Algorithmen schon, aber nach ein bis zwei Tagen war alles wieder weg, während ich mich an den Rest des Stoffes gut erinnerte. Zum Glück kamen die Algorithmen auf Texten in der Präsenzklausur nicht dran.

 

Das letzte Kapitel handelte von kombinatorischen Algorithmen. Zunächst ging es um Backtracking. Damit kann man einige klassische Probleme lösen, zum Beispiel das Färben von Landkarten. Oder klassische Denksportaufgaben, die sich um das geschickte Positionieren von Springern oder Damen auf einem Schachbrett drehen. Schließlich wurde ein Constraint-Solver entwickelt. Dessen Funktionsweise konnte ich leider nicht in allen Details nachvollziehen, denn nun wurde es doch sehr komplex. Hier bewegt man sich schon in Richtung KI. Ich fand es irre spannend, dass dieses Thema im Kurs enthalten war, auch wenn es zum Glück nicht klausurrelevant war. Gerne hätte ich an dieser Stelle noch weiter gemacht, aber es passt eben nicht beliebig viel Stoff in ein Modul.

 

Mein Tutor hatte in diesem Modul einen einfach zu begreifenden Arbeitsrhythmus. Korrekturen kamen am Samstag, ganz gleich, wieviel man die Woche über eingereicht hatte. Ich konnte mein Arbeitsverhalten gut daran anpassen. Hilfestellung bei Problemen gab es schneller. Interessant für mich: Während in GdI1 noch sehr viel Wert auf einen sehr sauber strukturierten und expliziten Code gelegt wurde, ermutigte mich mein Tutor in GdI4, meinen Code kompakter zu schreiben, mehr Operationen in einer Zeile zusammen zu fassen. Meine Programme wurden so kürzer, waren aber auch nicht mehr ganz so leicht leserlich. Man erinnere sich: Dieser Kurs ist fürs 4. Semester vorgesehen. Da traut man den Studierenden schon einen dichteren Programmierstil zu.

 

Die Präsenzklausur lief für mich ziemlich gut. Anscheinend lag mir das Thema, denn ich konnte hier eines meiner besten Ergebnisse erzielen. In der Vorbereitung hatte ich mich auf die Grundkonzepte Suchalgorithmen, Sortierverfahren und Datenstrukturen konzentriert. Überraschend für mich: Java-Code musste ich nur wenig schreiben. Es wurde geprüft, ob man die Verfahren und Strukturen begriffen hatte, unabhängig von der Implementierung in einer bestimmten Programmiersprache. Ein Vorteil bei diesem Modul: Hier gibt es in der Regel ein eindeutiges "richtig" und "falsch", während es in anderen Modulen - nennen wir z.B. "Webdesign" - ein bisschen mehr Interpretationsspielräume gibt.

 

Was ich gerne noch gelernt hätte:

- Algorithmen zu Pfadsuche in Graphen

- etwas über genetische Algorithmen

- etwas über neuronale Netze

Am liebsten wäre mir, die W3L würde ein eigenes Modul "Künstliche Intelligenz" anbieten. Aber vielleicht passt das nicht zum Profil eines Studiengangs "Web- und Medieninformatik".

 

Im Kurs ist noch eine ganz knappe Einführung in die funktionale Sprache "Clojure" enthalten, letztlich ein Lisp-Dialekt auf der Java Virtual Machine. Auf dieses Kapitel war ich sehr neugierig, weil ich immer wieder höre, dass es sinnvoll ist, andere Programmierparadigmen kennen zu lernen. Nicht, um in exotischen Sprachen zu programmieren, sondern weil sich das Verständnis für Programmierung insgesamt entwickelt. Ich höre solche Aussagen einerseits mit einer gewissen Faszination und andererseits mit einer gewissen Skepsis. (Sie erinnern mich an die These, man müsse Latein lernen, weil man dann ... besser versteht/kann/lernt.) Jedenfalls wäre ich durchaus neugierig gewesen, eine lispoide Sprache zu lernen. Das Kapitel im Kurs GdI4 ist für diesen Zweck allerdings viel zu knapp. Ich verstehe also leider immer noch nicht, was genau den Reiz funktionaler Sprachen ausmacht. Gerne würde ich diesen Faden eines Tages wieder aufgreifen und zum Beispiel das legendäre "Structure and Interpretation of Computer Programs" von Abelson und Sussman durcharbeiten. Aber ich fürchte, während meines Fernstudiums werde ich die Zeit dazu nicht finden.

 


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5 Kommentare


Markus Jung

Geschrieben

Zitat

Am liebsten wäre mir, die W3L würde ein eigenes Modul "Künstliche Intelligenz" anbieten. Aber vielleicht passt das nicht zum Profil eines Studiengangs "Web- und Medieninformatik".

 

KI kommt doch durchaus auch in Webanwendungen zum Einsatz, denke ich mal. Ich könnte mir das durchaus passend vorstellen.

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Ja, so kann man es natürlich auch sehen. Die WINGS Wismar hat z.B. im Studiengang Wirtschaftsinformatik ein Modul "Künstliche Intelligenz". Sogar ein besonders interessantes. Das basiert nämlich auf dem Lehrbuch von Uwe Lämmel und Jürgen Cleve, die darin sowohl klassische KI als auch neuronale Netze behandeln.

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Markus Jung

Geschrieben

Besteht an der WINGS ggf. die Möglichkeit, dieses Modul separat zu buchen, wenn du irgendwann mal Langeweile haben solltest 😉 und dich intensiver mit dem Thema beschäftigen möchtest?

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Ich habe mich tatsächlich danach erkundigt. Man kann an der WINGS einzelne Module als Gasthörer belegen. Und das würde mich in diesem Fall auch sehr reizen. Aber ich meine, ich bin noch nicht soweit. Hab ja nicht mal das 2. Semester abgeschlossen. Also schön, einen Schritt nach dem anderen. Und meine nächsten beiden Schritte heißen "Analysis" und "Lineare Algebra".

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Markus Jung

Geschrieben

Klar, kannst es ja im Hinterkopf behalten, wenn du mal Luft hast. Zusätzlich zum Studium jetzt noch viel zu machen halte ich auch für weniger empfehlenswert.

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      So das sind meine Kritikpunkte an der IUBH, alles andere wie Skriptinhalte und co sehe ich als Herausforderung des Studierens und gehört für mich dazu! Auf einer Präsensuni muss ich mir auch Themenfelder erarbeiten und bekomme nicht alles mundgerecht serviert.
       
      Lobend muss ich auch mal erwähnen, das die IUBH wirklcih versucht die Kommunikation unter den Studenten mit dem gesammten Officepaket zu fördern (yammer, sway, diverse Studiengangsgrupppen, Skype). Auch hier werde ich mich jetzt in meiner studienfreien Zeit etwas verstärkt auseinandersetzten. Ich würde gerne einen Lernpartner finden und mal versuchen im Team ein Modul zu erarbeiten. Hier wäre es schön eine Suchfunktion zu haben (Wer studiert in meiner Nähe). Den ein oder anderen Studenten habe ich zwar schon gefunden aber entweder schon fast oder ganz fertig. Einen Stammtisch gibt es bei mir in der Kante auch nicht. Mhh vieleicht sollte ich mal einen ins Leben rufen. Immerhin bin ich Schulelternsprecher und bekomm da auch einiges organisiert, wäre doch gelacht wenn ich nicht ein Haufen Studenenten aus dem Saarland und der Westpfalz zusammengetrommelt bekäme. Aber hier kann die IUBH auch nur unterstützend zutun, ausgehen tut so etwas ja von der Initiative von Studenten.
       
      Alles in allem kann ich jedem neuen Studenten nur raten, lest das Studienbegleitheft, registriert euch bei den verschiedenen Angeboten der IUBH und seit bereit auch mal etwas nachzuschlagen. Ganz wichtig, wenn euch andere Studenten sagen, dass ein Modul in 14Tagen oder weniger machbar ist, entspricht das nicht immer der Wahrheit!Es kommt auf das Vorwissen an!! Jemand der Noch nie etwas mit Mikroökonomie  oder z.B. mit Makroökonomie zu tun hatte, braucht länger als jemand der das schon mal hatte.
       
      Was mir noch auf den Keks geht ist die ständige nörglei über die Korrekturzeit. Klar sind bis zu sechs Wochen lang, aber auf einer Präsensuni dürfte es auch nicht schneller gehen. Allerdings sollte die IUBH hier an der Fehlerquote der Bearbeitung etwas arbeiten (Punkte zusammenzählen und so), hier bekomme ich immer wieder mit, das es wirklich erhebliche Diskrepanzen gibt.
       
      So nun habe ich genug gemeckert , ich werde mich jetzt auf die Suche nach einem Lernpartner machen
       
       
      Man möge mir meine Schreibfehler verzeihen;) sitze gerade bei -4 Grad draussen und ab einem gewissen Kältegrad der Finger reagiert die Tastatur nicht richtig.
       
      Nachtrag 4.12.: Seit ich mich das ketzte Mal mit dem Thema Bibliothek und IUBH auseinandergesetzt hbe ist schon etwas her. Man findet nun in Care-Studium einen Link der zur Übersicht verschiedener Quellen führt. Leider immernoch etwas kompliziert, wenn man ein betimmtes Buch sucht muss man mehrere Quellen durchforsten, was mit unter sehr zeitaufwändig ist. Aber immerhin besser als früher
       
       
    • Jacka
      Von Jacka in Open IT Master - das Experiment 6
      Von 22 Teilnehmern sind jetzt nur noch 15 übrig geblieben. Ich schätze aber, dass wir in dieser Konstellation bis zum Bachelor durchalten werden. Wie viele dann tatäschlich noch die Master-Ebene machen werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Eins kann ich aber sagen, solange ich es gesundheitlich kann, werde ich auf jeden Fall dabei bleiben.
       
      Inzwischen ist das Modul Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Die Hausarbeit als Gruppenaufgabe war mehr Aufwand, als ich erwartet hatte. Es ist schon etwas anderes, ob man alleine an etwas arbeitet oder in der Gruppe. Der Abstimmungsfaktor ist natürlich deutlich höher. Wobei wir 3 eigentlich gut zusammengearbeitet habe und es hat wirklich Spaß gemacht. Den Feinschliff gab es am Abgabetag via Skype und Dokumenten-Sharing. Flux noch ausgedruckt, mit Ringbindung versehen und dann ab nach Hameln. Just in time könnte man sagen, es war noch gut eine Stunde Zeit. Es ist kein Meisterwerk geworden, aber zum Bestehen sollte es gereicht haben.
      Den darauf folgenden Tag sollten wir unsere BWL "Online"-Aufgabe abegeben. Handschriftlich auf Papier. Ich wiederhole "Online"-Aufgabe. Ok, ja. Die Aufgabestellung wurde Online im ILIAS veröffentlicht. So gesehen. Na ja , auch das ist erledigt, allerdings auch alles andere als gut geworden - vor allem die Lesbarkeit lässt sicherlich zu Wünschen übrig. Der Feedbackbogen zum Modul (tatsächlich online) wird als Ergebnis sicherlich hervorbringen, dass handschriftliche Lösungen nicht unbedingt eine Freude sind.
       
      2. Modul ist Wirtschaftsmathematik und Statistik. Es zeigt sich, dass es stark abhängig ist vom Dozenten, wie gut die Organisation klappt. Hier kann man absolut nicht meckern. Sehr nette und kompetente Dozentin, die den Stoff hervorragend und unkompliziert erklärt. Einmal wöchentlich findet eine Sprechstunde in Form eines Webinars statt. Wenn keine Fragen sind, geht sie den Stoff schon mal durch. Sie arbeitet direkt handschriftlich auf ihrem Surface, sodass am Ende eine Skript entsteht. Sowohl die Aufzeichnung, als auch das geschriebene Dokument wird sehr zeitnah hochgeladen. Perfekt! Unsere erste, recht zwanglos Onlineaufgabe, hatte sie nach dem Präsenzwochenende (letzte Woche) bereits am Dienstag kontrolliert und wir bekamen unsere Punkte (auf BWL und die Gruppen-Hausarbeit müssen wir noch bis Ende Januar warten). Mathe ist geteilt in Statistik und Wirtschaftsmathematik. Jeweils mit einer Onlineaufgabe (einfache Hausarbeit) und einer 1 stündigen Klausur. Wer wollte, konnte gestern bereits die Statistikklausur schreiben und muss am 07.01. dann nur noch Wirtschaftsmathe machen. Alle anderen schreiben beide Klausuren hintereinander. Gut, eine Woche nach der Präsenz gleich die Arbeit schreiben, ist schon sportlich aber machbar. Hier zeigte sich jedoch ein erster Kritikpunkt. Die Zeit für 5 Aufgaben ware sehr knapp bemessen, wenn die Aufgaben an sich eigentlich einfach waren. Selbst wenn ich mich zu Beginn nicht schon im Taschenrechner vertippt hätte, dadurch nicht extrem nervös und durcheinander gewesen wäre, hätte ich die Aufgaben vielleicht gerade so geschafft. Andere haben nicht alle bearbeiten können. Ich konnte mich zum Glück irgendwann wieder fangen und habe am Ende zu alle Aufgaben etwas geschrieben, aber dadurch schleichen sich natürlich sehr schnell Fehler ein. Ganz zu Schweigen von einem möglichen Nachrrechnen. Einen richtig großen Bock habe ich in der letzten Aufgabe geschossen, bei der ich statt 120 8 jährige Fichten, 128 jährige Fichte gelesen habe und ich dann auf die Suche nach der Anzahl irgdenwann eine theoretische Anzahl hergeleitet habe. Ärgern tue ich mich über die Wahl der falsche Verteilung, Hypergeometrisch war gefodert (eigentlich deutlich erkennbar), aber nein, ich nehmen Binomial. Toll. Mal schauen was das wird, sonst schreiben wir sie halt im Januar noch einmal.
       
      Ein Vergleich mit dem Modul der FernUni Hagen zeigt aber auch hier, dass das Niveau insgesamt geringer ist. Trotzdem meckern einige immer über den Aufwand für das Studium..
    • Lernfrosch
      Von Lernfrosch in Fernabiturientin im Psychologie- und Medizinstudium 4
      Dieses Semester habe ich einen Platz im Modul 6b, dem empirisch-experimentellen Onlinepraktikum, erhalten.
       
      Ich bin in einer Gruppe (15 Studenten) der Allgemeinen Psychologie untergekommen und kann mich mit einem für mich interessanten Thema beschäftigen (grob gesagt geht es um die visuelle Beurteilung von Grafiken).
       
      Im ersten Schritt ging es darum, in Kleingruppen das vorgegebene Rahmenthema zu konkretisieren und der ganzen Gruppe einen Vorschlag zu präsentieren. Anschließend wurden die Ideen aller Kleingruppen besprochen und dabei herausgekommen ist das Semesterthema. In der Folgezeit wurde am Studiendesign, den Aufgaben und den Aufgabeninstruktionen gearbeitet. Momentan befindet sich das Projekt in der Phase, in der Versuchspersonen an der Studie teilnehmen können.
       
      Entgegen meiner Befürchtungen funktioniert die Online-Gruppenarbeit bisher ziemlich gut; sowohl inhaltlich als auch technisch.
      Zwar sind ein paar Teilnehmer leider vorzeitig ausgestiegen. Aber die Zusammenarbeit klappt zuverlässig. Da bin ich von Präsenz-Gruppenarbeiten in anderen Bereichen ganz anderes gewohnt 
       
      Wenn jemand Interesse hat, das Projekt durch seine Teilnahme zu unterstützen (dauert etwa 20 Minuten), könnt ihr mich gerne anschreiben (Öffentlich möchte ich den Link dazu nicht einstellen). Die Studienteilnahme ist noch bis 11. Dezember möglich.
       
       
       
      Zusätzlich habe ich vor einiger Zeit mein berufsorientiertes Praktikum begonnen.
       
      Ich mache dieses in einer psychotherapeutischen Praxis. Aktiv mit Patienten arbeite ich nicht (wollte ich auch gar nicht unbedingt...).
      Ich arbeite stattdessen an einem dort laufenden Forschungsprojekt mit. Dabei geht es grob gesagt um die Psychotherapeutenausbildung in Bezug auf eine bestimmte psychische Erkrankung. Zu meinen Aufgaben gehört alles, was mit der Planung, Durchführung, Auswertung usw. der Studie in Bezug steht; also z.B. die Ermittlung der Stichprobe, das Erstellen des Fragebogens, später dann die statistische Auswertung und zum Schluss werde ich am Bericht mitschreiben, der dann veröffentlicht werden soll.
       
      Ich finde das Praktikum sehr spannend. Ein bisschen ist es so wie das oben beschriebene empirisch-experimentelle Onlinepraktikum. Nur mit dem Unterschied, dass ich beim berufsorientierten Praktikum mehr Verantwortung habe und mein Aufgabenbereich größer ist. Jedenfalls macht es mir Spaß. Und zeitlich ist es auch gut mit allen Studiums-Verpflichtungen zu vereinbaren, weil ich zeitlich ziemlich flexibel bin und sehr viel von zu Hause aus arbeiten darf. Regelmäßige Besprechungen und Treffen, die in der Praxis stattfinden, gibt es natürlich trotzdem und die sind auch immer sehr gut.
       
       
       
      Heute hat die Rückmeldung für das nächste Semester begonnen.
       
      Ich habe mich entschieden, im kommenden Sommersemester wieder zwei Module zu belegen. Gewählt habe ich M8 - Arbeits- und Organisationspsychologie - sowie M10 - Community Psychology. Um eine Präsenzveranstaltung muss ich mich noch zu gegebener Zeit kümmern.
      M10 klingt interessant und M8..., naja, muss schließlich auch irgendwann gemacht werden.
       
      Und dann bleibt, sofern die Prüfungen in diesem Semester in M4 (Klausur Sozialpsychologie) und M6b (Hausarbeit), bestanden werden, nicht mehr viel übrig:
      Für das nächste Wintersemester 2017/2018 steht M9 - Pädagogische Psychologie - an. Und zusätzlich die Bachelorarbeit.