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Verzettelt....


Hep2000

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... ich glaube treffender kann man das Fazit zum Gruppenprojekt echt nicht beschreiben!

 

Wir wollten zuviel, haben die Kernfrage ein bisschen aus den Augen verloren und zu weit ausgeholt. 

Aber: Die Betreuer sahen in unserer Arbeit dennoch viel Potenzial, haben unsere Bemühungen erkannt und wir haben wohl bestanden. 

 

Insgesamt war es rückblickend einfach eine schwierige Kiste... 4 Teilnehmer über Deutschland verteilt, aus unterschiedlichen Fachrichtungen, die versuchten am Überschneidungspunkt anzusetzen.

Die Idee war auch nicht schlecht, wir haben es nur einfach nicht geschafft uns auf die wirkliche relevanten Dinge zu beschränken. Statt dessen hatte jeder ein bisschen andere Prioritäten und hat so ein bisschen "sein Ding" nebenher gemacht. Und als wir am Donnerstag zur Generalprobe das erste Mal aufeinander trafen, da wurde mir zwar relativ schnell klar, dass es eigentlich nicht passt, aber - und diese "Schuld" trifft am ehesten mich selber - ich hatte nicht den Arsch in der Hose mich als offizielle Gruppenleitung hinzustellen und zu sagen "Leute, ich fürchte wir sind da auf dem Holzweg".

Am Ende waren wir - das ist jetzt aber mein Resümee, nicht das der Betreuer - eher 2 Gruppen in einer. Und diese 2 Gruppen, jeweils bestehend aus 2 Personen, hatten unterschiedliche Vorstellungen, Ziele und Herangehensweisen.

Das Ergebnis hat dies wohl auch wieder gespiegelt, denn sowohl andere Studierende, die uns zugehört haben, als auch die Betreuer, haben das ganz klar auch so geäußert.

 

Mir persönlich hat es dennoch eine Menge gebracht... nicht nur, weil ich nochmal vertiefter wissenschaftliche gearbeitet habe, und mich auch mal an empirische Sachen wie Interviews und Umfragen getraut habe. Sondern vor allem, weil ich heute ganz anders rangehen würde. Und weil ich erkannt habe, dass man manchmal anderen auf den Schlips treten muss, um sie auf die richtige Spur zu bringen, oder man muss die Konsequenzen dann eben mit tragen.

Außerdem habe ich mindestens einen wirklich guten Freund gewonnen.... :001_wub:

 

Trotzdem muss ich sagen: Es ist schon auch eine hohe Anforderung, an Studierende eines Fernstudiengangs, die eben nicht zwingend ausreichend andere Studierende in der Nähe haben, innerhalb von so kurzer Zeit so ein Gruppenprojekt zu bewältigen.

 

Jetzt warten wir auf die Note, die sich wohl eher im Bereich "Mittelmaß" wiederfinden wird, und dann heißt es "Aufstehen, Krönchen richten, weiter machen!"

Im März ist Palliativ-Seminar, vorher sind noch 4 Fallaufgaben zu erledigen, die ich als Voraussetzung brauche.... 

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6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Vielen Dank für Deinen ehrlichen Bericht. Ich kann mir dieses Gruppenprojekt wirklich noch gar nicht vorstellen. Denkst Du, es ist besser sich persönlich zu treffen vorher? Ich bin gespannt auf Eure Note, denn die Hochschule bewertet diesen erhöhten Schwierigkeitsgrad doch sicher mit, oder?

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Für mich persönlich wäre es mit persönlichen Treffen wohl leichter gewesen, auch den anderen zu vermitteln, dass gewisse Dinge nicht ideal sind.

Am Tag vor der Präsentation, was kann man da noch ändern, wenn man bei der Generalprobe merkt, dass es wirklich nicht passt? Da ist man aufgeregt, das HandOut ist schon eingereicht, keiner will mehr seinen Ablauf neu machen.

Der eine Kollege und ich, wir haben wirklich in einer Hauruck-Aktion noch überarbeitet, am Abend vorher im Hotel (mit Hilfe von einigen Flaschen Bier und einigen 7-things-Spezial :blushing: ) und so versucht Schadensbegrenzung zu betreiben.

Aber auch da haben wir es nicht übers Herz gebracht, die anderen beiden Gruppenmitglieder, die noch viel nervöser waren als wir und sich deswegen an den von ihnen erarbeiteten Sachen einfach auch "festgehalten" haben, dazu zu holen und zu sagen "Hey... lasst uns das anders machen, wir glauben das geht in die Hose!". Aber genau das, und das ist eben was ich mir jetzt vorwerfen muss, wäre Sinn eines Gruppenprojekts und vielleicht eben auch meine Aufgabe als Gruppenleiter gewesen.

Und da denke ich wirklich, dass es früher aufgefallen und somit leichter zu beheben gewesen wäre, wenn man sich eben nicht erst am Tag vor der Präsentation getroffen hätte.

 

Es war ja nicht falsch, oder komplett schlecht, was da erarbeitet wurde, im Gegenteil... jedes für sich war sehr gut. Aber in der Gesamtheit war es dann eben nicht stimmig, viel zu viel Information, und die eigentliche Fragestellung ging unter.

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Ach so.... die Endnoten werden wohl irgendwann kommende Woche kommen, und in unserer Gruppe wird es differenzierte Noten geben, sprich jeder von uns wird einzeln bewertet. In anderen Gruppen gab es eine Gruppennote, bei uns war aber vor allem in der Präsentation ein deutlicher Unterschied vorhanden.

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Das kommt mir so bekannt vor. Es ist wirklich nicht einfach, wenn die Gruppe in ganz Deutschland verteilt ist. Und wenn man dann einen Abend vorher im Hotelzimmer merkt, dass das so nicht funktionieren wird. Bei uns stand schon vorher fest, dass es nur Gruppennoten geben wird. Da ist es doch gut, dass bei euch differenziert wird. Du hast es geschafft! Und das ist, was zählt. Steht denn noch ein Gruppenprojekt an?

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Beetlejuicine

Geschrieben

Wir hatten ja schon geschrieben und daher nur noch kurz wie es bei uns war:

 

Wir waren auch zu viert im Gruppenprojekt und meine Erfahrung ist, dass jemand den Ton angeben muss!

 

Wir hatten den Vorteil, dass wir uns als Gruppe schon lange kannten und deshalb auch einverstanden waren mit einer Hierarchie, die vorher gut einschätzen konnten. 

Und wir konnten uns alle immer persönlich treffen, weil im um nahen Umfeld wohnen. 

 

Ein weiteres Fazit: Je größer die Gruppe, desto schwieriger! Bei 2 und 2 besteht meines Erachtens die Gefahr, dass sich zwei Gruppen bilden (muss nicht, kann aber). Zu zweit oder zu dritt sind die Verhältnisse "geklärter".

 

Üben vorher ist auch sinnvoll, weil man da erst merkt, ob das alles stimmig ist. Wir haben uns dann gegenseitig reflektiert. 

 

Jedenfalls ist es eine Erfahrung gewesen!

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Ja, eine Erfahrung war es und ne Menge gelernt haben wir dabei auch, unabhängig vom Ergebnis.

Sollte ich tatsächlich an der Apollon nochmal einen Studiengang belegen, dann kann ich es sicher besser machen ;)

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