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Motivationskillern auf der Spur


Vica

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Es gibt ja bekanntlich viele Dinge, die im Selbststudium die Motivation drosseln können und für viele ist das was anderes. Während ich die letzten zwei Wochen fast komplett ausgeschaltet war und die "Seuchen" von allen Seiten kommen (im Angebot hätten wir: Scharlach, Hand-Mund-Fuß (fiese Kinderkrankheit), Noro...kann jemand was davon gebrauchen?) fiel mir auf, dass es nicht immer krankheitsbedingt war, wenn ich abends auf der Couch lieber chillig einen Film angeschaut habe, als in die Studienunterlagen zu gucken. Einen Abend kann man das ja mal machen, dachte ich. Aber so kam es auch am nächsten, am übernächsten und auch am überübernächsten. Jede blöde Kochshow kam gerade recht.
Und schon passierte es: 6 Vorlesungen (à 1-2 Stunden das Stück) im Hintertreffen! 

Was war los?
Nun, der Grund für fehlende Motivation ist häufig so banal, dass man ihn sich nicht mal eingestehen will. Es hatte aber nichts mehr mit der Krankheit zu tun, die eh in den letzten Zügen lag, sondern einfach mit der fehlenden Ordnung. Ein jedes Ding an seinem Ort, erspart viel Zeit und böse Wort besagt eine altdeutsche Weisheit und die Nichteinhaltung dessen hat sich in der letzten Zeit bemerkbar gemacht.
Die Studienbriefe lagen eh schon kreuz und quer verteilt. Einer im Wohnzimmer, einer im Büro, einen hatte ich die letzten Tage irgendwo gesehen, konnte aber nur vermuten, wo er ist. Von den ausgedruckten Skripten will ich gar nicht erst reden. Die ersten 20 Seiten hier, die nächsten 20 da, die letzten 5 fehlen, obwohl sie sicher keiner weggeschmissen hat. Der eigentliche Arbeitsort, der Schreibtisch, war eh schon eine Katastrophe. Da liegen weitere Skripte kreuz und quer, Bücher, ausgedruckte Pflichtlektüre - dazwischen schieben sich Akten von meinem Mann, Behördenbriefe, Weihnachtskarten, Bedienungsanleitungen irgendwelcher Haushaltsgeräte, CDs, wieder mal nicht gelesene "Report Psychologie"-Ausgaben, teilweise bis in den August hineinreichend, Kindermalbücher, Kunstwerke vom Nachwuchs, Verpackungen von bestellten Büchern...und das alles droht auch noch, sich lawinenartig auf dem Boden zu verteilen, wenn man mal an etwas ranmuss, was weiter unten im Stapel liegt. 

Noch dazu kommt, dass ich quasi seit Studienbeginn meine gefühlten 500 Seiten Notizen nicht aus dem Blöcken gelöst und entsprechend einsortiert habe. Da ich mehrere Blöcke habe, wird das Zusammenstellen dieser jetzt ziemlich nervig. 

Das macht so keinen Spaß, denn so hat man überhaupt keinen Bock, sich überhaupt an den ganzen Kram zu setzen. Ein Schreibtisch sollte ja doch eine gewisse beruhigte Fläche zum Arbeiten bieten. 

In einem Haushalt mit viel Papierkram läuft man aber wirklich Gefahr, im Papierkram zu ertrinken. 

Anfangs hatte ich gehofft, dass alle Kursunterlagen in einen schönen, großen Ordner passen, den ich extra eingerichtet habe, aber damit war ganz schnell Pustekuchen.


Für einen Feng-Shui-Kurs bleibt mir keine Zeit, darum habe ich mir ein paar Einrichtungen vorbildlicher Büros angeschaut ( 

Also habe ich die Tage mal eine Großbestellung aufgegeben: Briefablagen für die Skripte (5 an der Zahl, für jeden Kurs eine, davon eine XXL-Fassung für die Statistik-Skripte), weitere 5 für Nicht-Uni-Sachen (bei Amazon für nicht mal 20€ im 10er Pack zu haben). Dazu Heftständer für die Studienbriefe (2, einer für die Studienbriefe aus MM1 (was ja wenige sind ;) ) und einer für die aus MM2), bei Amazon günstig zu haben als Plus-Produkt à 3€. Dazu kommt eine neue Stiftebox. Die ca. 3 Millionen nicht mehr funktionierenden Stifte wurden aussortiert und auf 10 Schreibgeräte reduziert, die ich wirklich benutze.

Bücherständer für die Lektüre. 

Das ganze in reizarmen Farben.

 

Außerdem habe ich ein billiges Amazon-Fire-Tablet geordert (60€ herum), das ausreicht, um PDFs zu lesen und mir diese ausladenden Vorlesungen anzuschauen ohne Augenverkrümmung zu kriegen, während ich abends auf der Couch liege. Denn das sind zur Zeit die größten Zeitdiebe.

Wir sparen zwar auf einen anständigen Laptop, aber bis wir da hinkommen, dauert es einfach zu lange. Bis dahin soll es das Tablet tun :D 

 

Zwar habe ich von 5 Kursen 2 schon abgeschlossen, und die Klausur ist auch erst im März, aber ich wollte bis spätestens Neujahr mit dem Statistik-Kram durch sein, um mich ab Januar dann den Gutachten (u.a. der Pflichtveranstaltung) und der Hausarbeit zu widmen.
Ich denke mal, ich bin auf einem guten Weg. Muss mich aber ranhalten! 

 

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3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hallo,

mit der Ordnung in meiner Ecke vom privaten Büro ist es auch so eine Sache, mein Mann ein Nicht-Büro-Mensch hat alles feinsäuberlich weggeheftet und sortiert der Schreibtisch ist immer aufgeräumt, die Ablagen haben einen Übersichtlichen Inhalt... bei mir... als Büro-Mensch, sieht es deinen Beschreibungen sehr ähnlich, nur das ich noch nicht studiere und dem entsprechend noch keine Unterlagen der FernUni habe :blink: oh ich will gar nicht wissen wie es bald hier bei mir aussieht... ach ja ich habe schon Ablagen die vor lauter Inhalt mehr auf den Unterlagen als aufeinander stehen, einer ist auch schon angeknackst... naja muss hier auch nochmal käftig aufräumen bevor es los geht ;-)

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Das klingt beneidenswert gut. Magst Du mal Foto von der Ordnung einstellen, das motiviert bestimmt ganz arg zur Nachahmung ?????!

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