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Die Dekanin oder ein bisschen Menschlicheit


Ida_Pfeiffer

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Zitat

Sich die kindliche Sicht und die Leichtigkeit des Lebens zu erhalten ist eine Aufgabe, die uns unser ganzes Leben beschäftigt, denn nur wer Träumen und Lachen nicht verliert, kann sich die Menschlichkeit bewahren. -Pierre Leschek

 

In einem Vorbeitrag "Warum eigentlich das Studium" habt ihr ja schon etwas von dem Herz, welches ich für das Studium habe erleben dürfen. Ich merke das auch. Jedes Mal wenn ich im Moment mit Menschen reden, die mich schon das Studium über kennen, kommen mir oft die Tränen hoch. Ich, der eigentlich nicht weint, kann auf meinen Wangen Kanu fahren, weil ich merke, dass das ganze Herz und die Passion für das Studium mein Herz zum Schlagen bringt. Dieses jetzt Wollen und nicht können, macht es nicht leichter mit den Gefühlen umzugehen. Gefühle- kann ich die bitte wieder ausstellen können, das würde es mir erleichtern.

 

Es sind aber auch die kleinen Dinge, die mich sehr berühren und bewegen und die Hoffnung haben nie aus meinen Händen gleiten lassen. Im Laufe meines Studiums habe ich immer mal wieder auch zur Dekanin eines anderen Studiengangs Kontakt gehabt, mal wegen eines internen Wettbewerbs zum Symposium, mal wegen einer eigenen geführten Studie und deren Veröffentlichung, mal einfach so. Das schätze ich wirklich an der APOLLON, dieses bisschen extra Menschlichkeit. Gestern war eine Freundin bei einem Seminar und ist bei Frau P. reingeschneit und die Grüße übermittelt zu bekommen und die lieben Worte, das hat mich wirklich berührt und mich daran erinnert, wie sie und meine eigene Dekanin es auch in den dunkelsten Stunden, in denen ich alles wollte, nur nicht diese Pause, mich konstant ermutigt und wertschätzend ermahnt haben, noch einmal zu überlegen, was gesundwerden bedeutet und dass Atteste und Empfehlungen nicht unbegründet ausgestellt werden.

 

Wenn man so lange krank ist bekommt man von einer Sache sehr viel und von einer anderen, die man viel mehr benötigt, um den Weg zurück ins Leben und in eine geregelte Arbeitswelt oder auch ein Studium zu finden sehr wenig.

 

Ich habe unermesslich viel Mitleid bekommen und gehört, wie leid es Menschen tut, dass die Dinge so sind,wie sie sind. Mitleid ist für eine gewisse Zeit erträglich, aber es kommt der Punkt an dem man sich nach etwas ganz anderem sehnt und das ist Mitgefühl. Die Wörter hören sich so gleich an und sind doch so verschieden. Ich denke nach fast 1000 Tagen dazwischen lernt man die Wichtigkeit ebendiese zu unterscheiden. Ehrliches Mitgefühl hilt einem wirklich auch nach den Perspektiven zu suchen, wenn es wieder geht. Frau P. und auch meine Dekanin und die vielen kleinen und großen Kontakte mit dem Studienservice oder der Tutorin, die mich in der Thesis betreut hätte (und wie ich seid heute weiß auch wird) sind zum Motor geworden mich meinem Leben Schritt für Schritt zu stellen und das Seil vom Fernstudium-Flug-Drachen nicht loszulassen, sondern auch im stärksten Wind festzuhalten.

 

Bis vor einigen Tagen dachte ich noch gleich reißt die Leine oder ich muss Loslassen, weil nach und nach der Wind mit jeder schwindenen Möglichkeit zugenommen hat. Doch nach den positiven einfach menschlichen Kontakten der letzten Woche bin ich langsam zuversichtlicher, dass es eine Lösung in irgendeiner Form geben wird und werte die Tatsache, dass die Antwort des Studienservices auf meinen letzten Vorschlag/ Anfrage etwas länger dauert optimistisch positiv. Und in der Zwischenzeit mache ich einfach so weiter, als ob es klappt, dass ich das Studium bald aufnehmen und beenden kann. Ich habe heute auch die Rückmeldung bekommen, dass die Thesenberteuung auch weiterhin von Frau D. übernommen wird und ich mir nicht jemand neuen suchen muss. Auch fand sie die Themenidee grundsätzlich gar nicht schlecht, ich muss es nur natürlich weiter spezifizieren.

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