Zum Inhalt springen

Maschinenbaustudium an der WBH

  • Beiträge
    50
  • Kommentare
    156
  • Aufrufe
    9.624

CAD-Labor


Firebone

745 Aufrufe

 Teilen

Mein letzter Blogeintrag ist mittlerweile schon wieder zwei Monate her. Leider hatte ich die letzten Wochen viel tun und bin daher nicht dazu gekommen was zu schreiben. Aber nicht nur das, vor allem bin ich auch mit dem Lesen stark ins Hintertreffen gekommen. :(

 

Mittlerweile sind alle Noten von meinen B-Aufgaben eingetroffen und somit ist jetzt alles bis auf das CAD-Labor, die Bachelorarbeit und das Kolloquium erfolgreich abgeschlossen. Ein Thema für die Bachelorarbeit und einen Betreuer dafür habe ich bereits und werde die nächsten Tage damit beginnen das Exposé zu schreiben, damit ich mich offiziell anmelden kann. Langsam geht es doch auf das Ende zu. :)

 

Anfang letzte Woche war ich mal wieder in Pfungstadt, um das CAD-Labor zu besuchen. Die Laboreingangsprüfung konnte ich letztes Jahr um Weihnachten relativ schnell bearbeiten. Das lag aber hauptsächlich daran, dass ich das Programm schon vom Maschinenbautechniker her kannte und ich Beruflich als Konstrukteur arbeite, daher war das ganze Thema nichts neues. Ohne jegliche Vorkenntnisse ist die Laboreingangsprüfung und das Labor schon sehr aufwendig und zeittechnisch schwierig.

 

Das Labor fing bei uns letzte Woche sehr chaotisch an. Die Raumnummer in dem das Labor stattfindet, wird wie beim Rep. oder Klausur im Stundenplan aufgeführt. Als alle Teilnehmer angekommen waren, wurde erst der Raum mit der Begründung, dass die Computer für das CAD-Programm zu langsam sind gewechselt. Also ging es erst einmal zu einem neuen Raum, dort wurde dann die Aufgabe die bearbeitet werden musste ausgehändigt und kurz erklärt. Das dauerte keine 15 Minuten auch wurde die Aufgabe noch einmal ein wenig gekürzt, da der Dozent meinte, dass das in den zwei Tagen nicht zu schaffen sei. Schon beim starten des CAD-Programmes fingen dann die Probleme an. Trotz des Raumwechsels waren die PCs viel zu langsam um damit anständig arbeiten zu können, auch war die Bildschirmauflösung auf 800 x 600 eingestellt, das hatte zur Folge, dass das Programm nicht vollständig dargestellt werden konnte. Um einige Befehle zu bestätigen musste die Auflösung hochgestellt werden, aber danach gleich wieder runter, da das Programm mit hoher Auflösung keine Befehle mehr annahm. Insgesamt haben wir ca. 10 Minuten lang versucht zu konstruieren. In der Zeit konnte ich eine Skizze mit einem Kreis und definierten Durchmesser und einer Extrusion erstellen. Normalerweise würde ich dafür ca. 30 Sekunden brauchen, nur um ein Gefühl davon zu bekommen wie langsam die Rechner waren. Dieses Bauteil konnte ich auch nicht drehen, sondern musste mit einer Ansicht zurechtkommen. Nach den 10 Minuten waren einige soweit und fragten ob sie das Labor verlassen können ohne das es als Fehlversuch gewertet wird, das hat dazu geführt, dass sich der Dozent das Problem angesehen und die IT-Abteilung kontaktiert hat. Daraufhin wurde das Labor erst einmal unterbrochen und wir konnten auf Kosten der WBH Kaffee trinken gehen. Was auf alle Fälle ein schöner Zug war. Die Pause dauerte zwischen 15 und 30 Minuten. In der Zeit konnte zwar die IT-Abteilung das Problem nicht lösen, dafür hätten sie auch neue Rechner hinstellen müssen, aber der Dozent konnte einen neuen Raum auftreiben. In diesem Raum waren dann endlich bessere Rechner und das Labor konnte mit ca. 2 Stunden Verspätung endlich richtig anfangen.

 

Als Aufgabe mussten mehrere Bauteile modelliert und diese dann in einer Baugruppe miteinander verknüpft werden. Um das zu bewerkstelligen stand ein Modell zur Verfügung und konnte auch teilweise zerlegt werden. Da es leider nur eines gab musste das immer wieder durchgereicht werden, aber es wurde auch nicht gefordert, dass komplett Maßstäblich abzubilden, sondern diente mehr der Anschauung. Aus Zeitgründen konnte auf die Modellierung und das Einfügen der Normbauteile verzichtet werden. Nach dem die Bauteile und die Baugruppe erstellt wurden, musste davon Einzelteil- und eine Baugruppenzeichnung mit Stückliste erstellt werden. Dies alles musste im Labor erfolgen und abgegeben werden. Um die Zeit ein wenig aufzuholen wurde der erste Tag nach hinten raus verlängert. Beim zweiten war das nicht möglich, da der Raum nach uns schon vergeben war. Bei beiden Tagen habe ich jeweils eine Pause von fünf Minuten gemacht um mir ein Getränk zu holen und konnte alle Zeichnungen und Bauteile ungefähr eine Stunde vor Laborende abgeben. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass die Zeit wirklich knapp bemessen ist und mit Abstand auch das stressigste Labor war.

 

Mit dem Laborbesuch ist es aber noch nicht getan. Zu Hause muss dann noch ein Laborbericht, eine Montage- und Bedienungsanleitung der Baugruppe erstellt werden. Für die Anleitungen muss dabei noch eine Baugruppenansicht eingefügt werden. Über das Wochenende konnte ich zum Glück den Bericht und die Anleitungen erstellen. Jetzt nur noch einmal Grammatikalisch und die Rechtschreibung prüfen und dann per Mail verschicken, damit sollte das Labor dann auch überstanden sein.

 

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass das Labor an sich interessant ist, aber ich mir gewünscht hätte, dass man mehr auf das Programm eingeht. Zum Beispiel wären Berechnungen von Wellen oder FEM Berechnungen viel interessanter gewesen, dafür dann weniger Bauteile und Zeichnungen. Dafür könnten die Bauteile auch schon fertig modelliert werden. Auch wenn es anfangs so ein Chaos war, der Dozent hat sehr gut reagiert und konnte dafür auch nichts, außerdem war er am ersten Tag länger da und der Umfang der Aufgabe wurde etwas gekürzt.

 Teilen

2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Danke für deinen Bericht. Der Dozent wirkt sehr engagiert und flexibel - die Rahmenbedingungen scheinen mir sowohl was die PC-Ausstattung als auch was die Aufgabe angeht noch optimierungsfähig ;).

 

Berichte von solchen Laboren, bei denen mal praktisch etwas passiert, finde ich immer sehr interessant.

Link zu diesem Kommentar

Man kann wirklich sagen, dass der Dozent engagiert war, auch würde ich sagen, dass er sich mit dem Programm gut auskannte. So wie ich das mitbekommen habe, konnte er alle Fragen, ohne große Probleme beantworten. Nur das mit den PCs sollten sie wirklich in den Griff bekommen.

Es wäre wünschenswert, wenn sie den Ablauf, also auch von den Aufgaben her optimieren könnten. In Facebook gibt es Aussagen von Kommilitonen, bei denen das Labor sehr entspannend war. Leider weiß ich nicht, ob das an einem anderen Dozenten lag, oder an einem anderen Studiengang.

Naja, bald schicke ich die restlichen Unterlagen ein und hoffe dann, dass alles gepasst hab und ich das Labor abhaken kann. :)

Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden



×
×
  • Neu erstellen...