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Im Motivationsloch gefangen

paulaken

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Irgendwie hänge ich seit einer Weile in einem tiefen Motivationsloch fest. Am Montag war ein erneutes Telefonat mit dem Dozenten. Wir sprachen noch über zwei oder drei Kleinigkeiten, sprachen das weitere Vorgehen ab und er gab einen Vorschlag, welchen Zweitbetreuer ich anschreiben könnte. Er endete damit, dass ich die Arbeit nun anmelden kann. Das Exposé, und damit der Grundstock und die Gliederung, der Arbeit steht.

Aber trotz vier Tagen am Stück frei habe ich kein Wort geschrieben und gerade mal zwei Zitate erfasst. Den Rest der Zeit habe ich sinnlos vertrödelt.

Heute wurde mir klar, warum ich so demotiviert bin. Ich war auf einer Business-Veranstaltung und habe dort Networking betrieben. Das Thema klang zwar spannend, ist aber weit ab meines beruflichen Alltags. Hinterher redete ich mit drei mir unbekannten Personen.

Vor ein paar Jahren wäre ich niemals zu so einer Veranstaltung gegangen und wäre auch nie geblieben und hätte mit den Anwesenden diskutiert. Ich war mir sicher, dass ich mich, ob meiner Ungebildetheit, nur blamieren würde.

Ich habe in den letzten Jahren unheimlich dazu gelernt und mich deutlich weiter entwickelt. Aber beruflich stecke ich in einer Sackgasse und sehe keine Möglichkeit diese zu verlassen. Auch mit dem Diplom wird sich nichts ändern. Der Frust ist zwar seit Jahresanfang wieder geringer geworden und im privaten finde ich die geistige Auslastung, die ich brauche um zufrieden zu sein. Aber das ist mir zu wenig. Ich möchte auch die Stunden, die ich mit dem Broterwerb verbringe, als sinn stiftend und ausfüllend empfinden. Ich versuche zwar mich daran zu gewöhnen, dass es so ist, aber es klappt einfach nicht.

Und vermutlich deshalb sitzt dieser Teufel auf meiner Schulter, der mich bremst und lähmt. Wozu diesen Aufwand betreiben, wozu diesen Stress, wenn es doch nichts ändert?



11 Kommentare


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Ging mir genauso. Die Unternehmen interessieren sich nicht für die Weiterbildungen der Mitarbeiter. Du bist ganz schnell in deinem Job "gefangen". Kein Weiterkommen und die gleiche Stumpfe Arbeit...die auch mit weniger Ausbildung absolvierbar wäre (oft zumindest).

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Ist nicht aber doch das Diplom ein möglicher Türöffner oder zumindest Unterstützer für Veränderungen - außerhalb deines Unternehmens? Bzw. wie sieht es ohne den Abschluss aus.

 

Ich kann deinen Frust verstehen. Und würde dennoch die Sache jetzt zu Ende bringen - gerade wo du schon so viele Nerven in die Abstimmung mit deinem Betreuer investiert hast und es jetzt endlich richtig los gehen kann.

 

Vielleicht ist es eine Option für dich, täglich zumindest eine begrenzte Zeit, zum Beispiel 30 Minuten, "zwangsweise" zu einem festgelegten Termin was für die Arbeit zu machen?

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Mein Hauptproblem sind aktuell die Bedingungen, unter denen ich arbeite. Ich werde zwischen zwei Projekten aufgerieben. Gestern hat es geknallt. Die Lösung von oben war: findet eine Lösung, die beiden Projekten dient. Nur schade, dass ich nicht in der Position bin eine Lösung zu finden.

Die Zusage für die beiden Weiterbildungen wurde auch wieder zurück genommen. Gut, kann ich mit Leben, aber der Vertrauensverlust dadurch ist enorm. 

Und es stört mich immer mehr, dass ich keine Möglichkeit sehe aus der niedrigen Tätigkeit raus zu kommen. Ich mache momentan einen Job, der wirklich an jeder Ecke gesucht wird. Selbst wenn ich wechsle, werde ich vielleicht ein paar Monate etwas 'höheres' machen und auch wieder wirklich gut machen (so viel Arroganz gönne ich mir inzwischen), aber wenn es brennt, bin ich doch wieder auf dem 'niedrigeren' Posten. 

Und dann kommt der Neid dazu. Meine letzte Führungsposition habe ich bekommen, weil zwei Kollegen vom Kunden 'raus geworfen' wurden. Ich habe dieses Projekt dann sehr erfolgreich geleitet. Die beiden machen nun die interessanten Jobs und ich bin wieder in der unteren Ebene, mache einen Sachbearbeiterposten und darf auf keinen Fall eigenständig denken. Umso mehr ich lerne, umso schwerer fällt mir das aber.

Aber wo anders läuft es ja auch nicht anders. Entweder ich finde mich damit ab, oder habe Pech gehabt...

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Oder du gehst in dich, schaust was die "studierten" für jobs machen. Ist es deine Welt?

Willst du das? Dann könnte dein Studium dich dahin führen.

 

Allerdings ist in diesem Jahr beruflich, so sehe ich es bei mir derzeit in der Autoindustrie, ein katastrophales Jahr. Überall kriselt es, Entlassungen, Kunden wie Opel ziehen Aufträge zurück. Ford will auch Leute entlassen...

 

Mache dir Gedanken wo du hin willst und was dafür nötig ist. Das ist eine langfristige Aufgabe.

 

So habe ich es auch gelöst. Ohne Studium hätte ich nie das (viele) Geld verdient die letzten Jahre. Gelohnt hat es sich für mich schon und kann die schönen jobs machen.

 

 

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vor 13 Stunden, paulaken schrieb:

Die Zusage für die beiden Weiterbildungen wurde auch wieder zurück genommen.

 

Wie wurde das denn begründet? Wenn eine Zusage erfolgt, sollte das doch eigentlich verbindlich sein.

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Bring es für Dich persönlich zu Ende, für Dein persönliches Wachstum. Entkopple das Studium gefühlsmäßig von Deinem Job. Der Abschluss könnte Dein Türöffner für einen anderen Job werden.

Meine vorige Firma hat sich auch null für den Master und PM-Zertifizierung interessiert, obwohl man beide Bereiche gut hätte einsetzen können. Allerdings wurden die Weiterbildungen explizit positiv erwähnt im Abschlusszeugnis. 

 

Trotzdem wünsche ich mir manchmal nie eine Fortbildung gemacht zu haben, weil Dir dann noch bewusster wird, was alles schief läuft und es einem in den Fingern brennt, das Gelernte endlich gewinnbringend in der Praxis einzusetzen. Was man zu 95% vergessen kann, weil es keine Sau versteht oder sich 15 Minuten Zeit nimmt es zu verstehen oder schlicht und ergreifend keine Lust darauf hat. Bleibt also alles so chaotisch wie zuvor. Belohnt und gefördert werden meiner Erfahrung nach Leute die sich selbst gut vermarkten können, wobei die Arbeitsergebnisse keine Rolle spielen, und auch Kumpanei ist extrem hilfreich, d.h. gut stellen mit den richtigen Leuten. Dann kannst Du Dir das ganze Geld und Zeit für ernsthafte Weiterbildungbildung sparen.

 

Hau rein und viel Erfolg!

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@Markus

begründet wurde es gar nicht. Es wurde mitgeteilt und dann habe ich nicht nachzufragen. Dem Unternehmen geht es gut, daran liegt es nicht.

 

@der_Alex

Danke für deine Hinweise. Vielleicht wird es wirklich mit dem Abschluß besser. Aber momentan bin ich zu frustriert um da noch halbwegs objektiv sein zu können. Vor zwei Jahren wurde ich als Manager eingestellt. Im Vertrag steht leider nur Consultant drin. Ich war so naiv und habe mich auf die mündlichen Versprechen verlassen.

Ein Jahr habe ich den Posten als Manager gemacht, und zwar wirklich gut gemacht. Danach endete das Projekt und mein nächster Einsatz war der eines Sachbearbeiters. Das Projekt ist auch beendet und ich bin nun im dritten Projekt, als Sachbearbeiter. Und das ist auch jedes mal die Begründung - wir brauchen Sachbearbeiter, keine Manager. Da sind alle aktuellen Stellen besetzt.

Woher weiß ich, dass es im nächsten Job nicht genauso läuft? Als Manager angeködert, als Sachbearbeiter (und ja, da gibt es wirklich einen Fachkräftemangel) abgestellt....

Und mit jedem weiteren Wechsel kriege ich das nicht mehr erklärt. Wie kann man sinnvoll erklären, dass man als Manager angefangen hat, aber dann nur noch als Sachbearbeiter eingesetzt wurde? Das riecht doch für jeden nach Unfähigkeit als Manager....

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Paulaken, das ist übel: als Manager angeködert, als Sachbearbeiter abgestellt

 

Lasse dir deshalb in Zwischenzeugnis ausstellen! Begründung: fürs Studium... (was auch stimmen kann)

Noch bist du im Unternehmen und deshalb ist es üblicherweise immer positiver formuliert. Mir hat diese Strategie auch früher gut geholfen ;). Wenn das Arbeitszeugnis schlechter ausfiel , und das war es schon einmal, dann zog ich das Zwischenzeugnis raus und fragte intern nach, wie ich auf einmal so schlechter bin...:Wut:. Und dann löste sich das in Wohlgefallen auf. :27_sunglasses:

 

Ums wechseln des Jobs kommst du wohl nicht dauerhaft herum, wie es mir scheint...

Und dann im Vertrag genau deine Tätigkeit auflisten, bzw. auf die korrekte Benennung achten.

Bearbeitet von der_alex

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Wenn Zusagen ohne eine Begründung rückgängig gemach werden, finde ich das ein Zeichen von schlechter Unternehmenskultur.

 

Ich glaube, wenn du von dieser Firma irgendwann weg bist, kannst du wirklich froh sein.

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