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Update Psychologie und Medizin

Lernfrosch

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So langsam neigt sich das Sommersemester schon wieder dem Ende entgegen, und dass, obwohl es doch gerade erst angefangen hat. Noch vier Wochen und dann beginnen (zumindest im Medizinstudium) die Semesterferien.

 

Psychologie bzw. FernUni Hagen

 

Ich habe mich für meine letzten beiden Klausuren im Psychologiestudium angemeldet (M8 und M10)! Noch ist das ein ziemlich unwirkliches Gefühl. Gefühlt habe ich doch gerade erst angefangen. Ich kann mich noch so gut an die Fragen aus der allerersten Klausur erinnern und das ganze ungewohnte Drumherum. Und das soll - zumindest in diesem Studiengang ;) - schon bald wieder vorbei sein? Ab Oktober steht nur noch die Bachelorarbeit an. Die Rückmeldung ist schon erledigt und der neue "Begleitkurs zur Bachelorarbeit" ist belegt.

 

Als erstes Zwischenfazit aus dem Studium lässt sich schon mal sagen, dass der Plan mit in Teilzeit oder langsamer studieren nicht aufgehen wird - offiziell befinde ich mich gerade in Fachsemester 4. Ist zwar nur eine Zahl, klingt aber trotzdem irgendwie gut. Vielleicht ist es aber auch einfach nur der Ausgleich dafür, dass ich beim Fernabitur ein bisschen länger gebraucht hatte. Pläne für die Zeit danach gibt es auch schon: Ein Master an der FernUni soll es erstmal werden.

Als zweites Zwischenfazit kann ich festhalten, dass ich mich mit dem Studium für das richtige Fach entschieden habe. Inhaltlich gefällt es mir nach wie vor. Nach wie vor interessiert mich die Biologische und Allgemeine Psychologie am meisten und ich könnte mir vorstellen, mich mit einigen Themen aus diesen Bereichen auch nach dem Studium weiterhin zu beschäftigen.

 

Viel Zeit habe ich bisher mit den Studienunterlagen noch nicht verbracht. M8 (Arbeit/ Organisation) wird wohl auch noch eine Weile warten müssen, bis es gelesen wird.

Dafür habe ich mich ein wenig mit M10 beschäftigt, zumal ich in diesem Modul auch noch irgendwann demnächst meinen Präsenzveranstaltungs-Ersatzleistungs-Essay schreiben muss. Eine grobe Idee zum Inhalt des Essays habe ich zwar schon, aber noch keine passende Vorstellung, wie ich das schriftlich darstellen will. Insgesamt wirkt M10 auf mich inhaltlich ganz interessant und vielversprechend aufbereitet. Es ist eine Mischung aus einführendem Studienbrief, Lektürekurs (diverse Studien) und Vorlesungen (in übersichtlicher Anzahl). Bisher gefällt es mir ganz gut. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, dieses Lehrgebiet (Community Psychology) bei der Auswahl der Lehrgebiete für die Bachelorarbeit als eines meiner drei Favoriten anzugeben.

 

Medizin

 

Dieses Semester habe ich am Wahlpflichtkurs "Allgemeinmedizin" teilgenommen.

Das war bislang das absolute Highlight im ganzen Studium. Wenn das ganze Studium so wäre wie dieser Kurs, würde ich wahrscheinlich keine einzige Sekunde lang zögern und mit der Studienwahl restlos zufrieden sein...

Der Kurs ging über zwei Wochen und war so aufgebaut, dass jeweils zunächst ein eher theoretischer Vortrag vorgesehen war. Darauf folgten Seminare und auf diese wiederum praktische Übungen. Ergänzt wurde das Programm durch Exkursionen (z.B. Seniorenheim, Notaufnahme, Ambulanz, Flughafen usw.) und Praktikumstage. Inhaltlich ging es um Notfälle im ambulanten allgemeinmedizinischen Bereich und wie man damit umgeht. Also z.B. konkret, was man in einer Arztpraxis tun würde, wenn man einen Patienten hätte, der wegen Herzbeschwerden käme. Gelernt hat man dann etwas über die Symptomatik, Differentialdiagnostik, Leitlinien usw.. Später wurde dann praktisch geübt, wie man z.B. ein EKG anlegt/ schreibt/ auswertet, Blut abnimmt, Herz- / Lungenuntersuchung durchführt usw..

In der Arztpraxis, in der ich für die Praktikumstage eingeteilt war, gehörte es dann u.a. zu meinen Aufgaben, das Gelernte praktisch anzuwenden, also z.B. bei Patienten eine Anamnese in Bezug auf Herzerkrankungen zu erheben und ggf. diagnostische Maßnahmen vorzuschlagen bzw. durchzuführen wie z.B. EKGs zu machen, auszuwerten und die Ergebnisse den Patienten und dem Arzt mitzuteilen und Vorschläge für die weitere Vorgehensweise zu machen. Das fand ich schon ziemlich anspruchsvoll und hätte mir so manches mal gewünscht, noch ein bisschen mehr an die Hand genommen zu werden. Hat zwar fast alles gut funktioniert (von meinen Versuchen beim Blutabnehmen reden wir mal besser nicht - ich gehöre zu denen, die mit äußerster Konsequenz immer und ausnahmslos daneben stechen und kein Blut bekommen :38_worried:). Aber es ist schon eine große Herausforderung, wenn man z.B. als erster auf den EKG-Ausdruck schaut und direkt ohne vorherige Rücksprache mit einem Arzt dem Patienten erklären soll, was man da sieht und was das jetzt für denjenigen bedeutet, zumal wenn man das vorher so in dieser Form noch nie gemacht hat und man sich unsicher ist, ob man die Auswertung richtig gemacht hatte... als Anfänger ist das echt irritierend, wenn der Arzt, der dabei neben einem steht, nur mal zu Beginn auf den Ausdruck schaut, dir dazu nichts sagt und dich erstmal einfach so drauf los reden lässt. Man weiß zwar, dass man sofort unterbrochen werden würde, wenn man da auch nur ansatzweise Unsinn erzählen würde, aber man hofft doch inständig, dass man nicht irgendwas Wichtiges aus Unwissenheit und mangels Erfahrung übersehen hat.

Abgeschlossen wurde der Kurs mit einer mündlichen Prüfung. Gestellt wurden drei Fragen, die sich auf die Inhalte des Kurses bezogen. Zu meinen Themen gehörten Besonderheiten der Anamnese in der allgemeinmedizinischen Hausarztpraxis, venöse Blutentnahme und Inhalte der Leitlinie zu Brustschmerzen. Die Themen hat man allerdings erst in der Prüfung erfahren. Knapp zwei Wochen später wurde die Note für die Prüfung bekanntgegeben: 19 von 20 Punkten, 95%, Note 1.

 

In den regulären Modulen läuft es hingegen eher schleppend.

Ich habe ein Modul aus dem letzten Jahr erneut gemacht, weil ich letztes Jahr die Prüfungszulassung nicht erhalten hatte. Und was soll ich sagen: Das Modul ist immer noch nicht abgeschlossen, weil ich die Prüfungszulassung erneut nicht erhalten habe.

Jetzt gerade wiederhole ich ein weiteres Modul aus dem letzten Jahr (Gründe s.o.). Ob es mit der Prüfungszulassung für die Modulabschlussklausur diesmal etwas wird... wer weiß. Zumindest an der ersten der modulbegleitenden Biochemie-Prüfungen konnte ich schon mal teilnehmen. Immerhin hat es bei der ersten 10-minütigen Biochemie-Klausur (Thema: PCR und Tumor), die drei Fragen im Freitextformat und eine Rechenaufgabe beinhaltete, zu einem vorzeigbaren Ergebnis gereicht: 4 von 4 Punkten, 100%, Note 1. Ich glaube, dass nennt man bei meinen Biochemiekenntnissen "Glück mit den Fragen gehabt" :5_smiley: Zwei Fragen waren so ähnlich wie beim Fernabitur bei den Bio-LK-Probeklausuren (Schritte einer PCR nennen und DNA-Hybridisierung bzw. diesmal konkret FISH). Die Unterschiede waren dabei nicht so groß, also vom inhaltlichen Anspruch her, lediglich die zur Verfügung stehende Zeit war merklich geringer. Die Matheaufgabe war auch sehr entgegenkommend; sinngemäß: 100 DNA-Doppelstränge durchlaufen 5 PCR-Zyklen; wie viele DNA-Stränge sind es dann am Ende? Nur die letzte Aufgabe war nicht so toll; man sollte zwei Signaltransduktionskaskadewege nennen, die wegen Vorhandenseins eines bcr-abl-Gens in einer Zelle aktiviert werden. Und während man beim Fernabitur bei den PKs das Prinzip der Gelelektrophorese beschreiben musste und ich das damals ziemlich anspruchsvoll fand, durfte ich das im Biochemiepraktikum selber durchführen und feststellen, dass das mal so gar nicht kompliziert ist, sondern vom Prinzip her sogar relativ einfach.



5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Du bist ja weiter mit Vollgas unterwegs und sehr erfolgreich - gleich zwei 1er im Medizin-Studium eingefahren :).

 

Ist es üblich, dass im Studium Klausuren mit einer Dauer von 10 Minuten geschrieben werden? Das ist ja selbst für einen Test eigentlich recht knapp. Pro Frage hattest du da ja nur etwas mehr als drei Minuten Zeit.

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vor 6 Stunden, Markus Jung schrieb:

Du bist ja weiter mit Vollgas unterwegs und sehr erfolgreich - gleich zwei 1er im Medizin-Studium eingefahren :).

Ja :5_smiley: Dass Allgemeinmedizin gut laufen würde, hatte ich irgendwie schon erwartet und das war auch mein Anspruch, so gut wie möglich abzuschneiden. Aber Biochemie... das war echt mehr Glück als Verstand. Dafür habe ich dann heute in der Biochemieklausur die 1er-Serie beendet und Null Punkte geschrieben, quasi zum Ausgleich :8_laughing: 

 

vor 6 Stunden, Markus Jung schrieb:

Ist es üblich, dass im Studium Klausuren mit einer Dauer von 10 Minuten geschrieben werden?

In Biochemie, ja. Das sind immer so kurze sog. Eingangstestate, die zu Beginn eines Praktikumskurses im Labor geschrieben werden. In den ersten Semestern je etwa 1-3 pro Modul. Die dauern immer 10 Minuten und beinhalten immer 3 Freitextfragen und 1 Rechenaufgabe. Maximal kann man dabei vier Punkte bekommen.

Die Ergebnisse davon fließen dann in die Modulabschlussnote ein. Dabei ist es so, dass man pro Modul 100% = Punkte bekommen kann, ab 60 ist bestanden. Und die Ergebnisse der Testate werden dann mit dem Ergebnis aus der Modulabschlussklausur (MC-Fragen) zusammengezählt. Man kann für 4 Testatpunkte beispielsweise 2 Abschlusspunkte bekommen. Bei 3 Testaten also max. 6 Punkte. Die MC-Klausur wird dann 100-6=94 Fragen beinhalten. Hat man also einmal volle Punktzahl im Testat und in den zwei anderen null Punkte, muss man in der Klausur 58 Fragen richtig beantworten um das Modul zu bestehen. Wenn das gelingt, fragt keiner mehr nach den zwei nicht bestandenen Testaten...

 

vor 6 Stunden, Markus Jung schrieb:

Pro Frage hattest du da ja nur etwas mehr als drei Minuten Zeit.

Pro Aufgabe exakt 2,5 Minuten, da es sich um Freitextfragen handelt.

Bei MC-Klausuren wird die Dauer ebenfalls nach der Anzahl der Fragen berechnet. Da werden pro Frage 1,5 Minuten veranschlagt. Sprich, bei 94 Fragen wird eine Klausur genau 2 Stunden und 21 Minuten dauern :7_sweat_smile:

Bearbeitet von Lernfrosch

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Vielen Dank für deine Erläuterungen - ich stelle immer wieder fest, dass so ein Medizinstudium eine eigene Welt ist und finde solche Einblicke sehr interessant :).

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Als erstes Zwischenfazit aus dem Studium lässt sich schon mal sagen, dass der Plan mit in Teilzeit oder langsamer studieren nicht aufgehen wird - offiziell befinde ich mich gerade in Fachsemester 4. Ist zwar nur eine Zahl, klingt aber trotzdem irgendwie gut.

 

Davor hat du das als Akademiestudium gemacht? Das heisst die Semester kämen ja "eigentlich" noch dazu.

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vor 20 Stunden, psychodelix schrieb:

Davor hat du das als Akademiestudium gemacht? Das heisst die Semester kämen ja "eigentlich" noch dazu.

Ja. M1 und M2 habe ich im Sommersemester 2015 im Akademiestudium abgeschlossen und zum Oktober konnte ich dann regulär anfangen, weil ich dann erst das Abi fertig hatte.

Ein Semester mehr wäre es dadurch "eigentlich", sodass ich dann insgesamt auf 6 statt 5 käme ;)

Ist ja letztlich auch nicht so wichtig. Aber schneller als Teilzeit (12 Semester) ist es auf jeden Fall.

 

Auf der Immatrikulationsbescheinigung wird das Akademiestudium allerdings nicht erwähnt. Studienbeginn ist formal das Wintersemester 2015/16 gewesen und ab da wird auch erst gezählt, also 1. Fachsemester und 1. Hochschulsemester.

Das Akademiestudium ist nur noch aus der Studienverlaufsbescheinigung ersichtlich. Und aus den ersten beiden Notenbescheiden geht hervor, dass die Prüfungen im Akademiestudium abgelegt worden sind. Später wurden die Prüfungsergebnisse dann einfach in die "normale" Notenübersicht übertragen und dem Studiengang zugeordnet.

 

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