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Rückblick

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Ophelia

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Zum besseren Verständnis hier ein kurzer Überblick. Nach meinem Realschulabschluss absolvierte ich in Freital (bei Dresden) eine überbetriebliche Ausbildung zur staatlich geprüften kaufmännischen Assistentin für Sekretariat. Diese Ausbildung gibt es heute in der Form gar nicht mehr. Auch damals wurde uns schon ans Herz gelegt, lieber noch eine IHK-Ausbildung zu absolvieren. Also ging ich nach München und lernte Groß- und Außenhandelskauffrau (IHK), Fachrichtung Großhandel. Beide Ausbildungen brachte ich durchschnittlich über die Bühne, aber auf einmal sollte ich fertig sein? Ich erfuhr von der Möglichkeit, den Betriebswirt an der VWA zu machen - ohne Abitur. Bei der Zulassung gab es keine Hindernisse und schon saß ich in meiner ersten Vorlesung. Damals noch mit dem Gedanken: Ich versuche es und wenn es nicht klappt, dann ist es eben so. Schon im zweiten Semester oder so hatte ich angefangen, nach Studiengängen zu suchen, die die VWA anerkennen und mit einem akademischen Grad abschließen. Damals stieß ich auf die HFH.

Als ich im 6. Semester war, wurde an der VWA München das Pilotprojekt Bachelor of Arts in Kooperation mit der Westsächsischen Hochschule Zwickau gestartet. Da war ich dabei. Das erste Semester (parallel zur VWA) war kostenlos und lief noch sehr durcheinander ab. Im zweiten erfuhren wir dann, dass wir noch Aufnahmeprüfungen in Mathe und Englisch auf Niveau Sekundarstufe II bestehen mussten. In Englisch wurde mit mein KMK Fremdsprachenzertifikat anerkannt. Für Mathe hatten wir für einen Tag einen Studenten aus Zwickau, der uns die Sachen beibringen wollte. Aber ganz ehrlich: Abiturienten haben zwei/drei Jahre Zeit dafür, 8 Stunden sind da wirklich mehr als knapp. Ich fragte einen Bekannten und übte mit ihm die Integral- und Differenzialrechnung bis zum Erbrechen. Ich glaube, daran bin ich dann auch nicht gescheitert, aber gereicht hat es trotzdem nicht. Für eine Wiederholung der Aufnahmeprüfung hätte ich ein Jahr (also bis April 2009) warten müssen.

Im November 2007 waren dann die schriftlichen Prüfungen von der VWA, im März 2008 die mündlichen (Wahlpflichtfach mündlich: Unternehmensführung & Organisation). Zu meinem Erstaunen kriegte ich die beste (!!!) Note des ganzen Studiums - eine 1,7 - in der mündlichen VWL-Prüfung. Nein, VWL ist ganz und gar nicht mein Fach, ich hatte einfach den besten VWL-Dozenten, den es gibt. Zur Prüfungszeit habe ich viel Zeitung (Süddeutsche, Financial Times Deutschland, Wirtschaftswoche) gelesen und bin auf einen Bericht gestoßen, indem stand, dass die PFH ein Studium bei Tchibo anbietet. Ich informierte mich und merkte, dass auch hier der Betriebswirt (VWA) anerkannt wird - sogar ohne Aufnahmeprüfung oder ähnlichem wie an der WHZ. Die Kosten fürs zweite Semester bekam ich zurückerstattet und meldete mich für den 1.6.08 - Direkteinstieg 5. Trimester Fernstudiengang Betriebswirtschaft - in Göttingen an.

Der Anfang war recht einfach. Die Fernlehrbriefe und Aufgaben sind schnell bearbeitet. Im 6. Trimester schrieb ich meine Hausarbeit über "Vermarktungsunterstützung durch Internetportale" und kriegte eine 2,7. Eigentlich gerechtfertigt, auch wenn ich schon ein wenig enttäuscht war. Die Prüfungen wurden uns für das 8. Trimester empfohlen und die DA wird normalerweise im 9. Trimester geschrieben. Aber dann ist ja außer den FLB nichts im 7. Trimester geplant. Das geht so nicht. Also Antrag auf Verkürzung gestellt und genehmigt bekommen. Zack: Diplomarbeit im 7. Trimester. In der Diplomarbeit ging es um Unternehmenskultur. Da zu der Zeit gerade Mitarbeiterbefragungen bei uns im Unternehmen durchgeführt wurden, passte das einfach super. Ich wurde toll durch unseren Niederlassungsleiter in meiner Arbeit unterstützt. Meine Ergebnisse durfte ich sogar auf Managementebene vortragen und kriegte das Fazit, dass unser Niederlassungsleiter mir für die Arbeit eine 1 geben würde und er auch die Präsentation sehr gelungen fand :D. Im Mai reichte ich die Arbeit ein. Da mit dem Kolloquium auch eine mündliche Prüfung verbunden ist, welche sich auf die Wahlfächer beziehen kann, werde ich das Kolloquium erst im September halten und habe demnach noch keine Note für meine DA.

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2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hallo Ophelia,

schön, dass Du hier mit einem Blog mit dabei bist. Gerade bei Deinem doch etwas ungewöhnlichen Weg.

Ich wünsche Dir viel Erfolg für die finale Phase Deines Fernstudiums und werde Deine weiteren Beiträge mit großem Interesse verfolgen.

Viele Grüße

Markus

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Und das ist wieder ein gutes Beispiel für viele Wege führen nach Rom.

Wenn man etwas unbedingt will, dann findet man auch den passenden Weg, um dieses Ziel zu erreichen.

Am Ende zählt nur das Papier auf dem der Abschluss bestätigt wird. In der Praxis muss man sich dann nur noch beweisen.

Herzlichen Glückwunsch!

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