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Und nun?

paulaken

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Die Diplomarbeit läuft, irgendwie. Im ersten Wurf wurden es 93 Seiten und diese habe ich nun auf 67 gekürzt. Vielleicht schaffe ich es diese Woche noch beim Einarbeiten der Änderungen die letzten zwei noch zu eliminieren. Aber zufrieden bin ich nicht.

Ich finde mich gerade damit ab, dass ich das Studium insgesamt mit drei abschließen werde und werde noch einen Master machen. Aber dafür muss ich erstmal meine privaten Baustellen klären, damit ich dann mit dem Master die formale Promotionsberechtigung bekomme. 

Am 07.06. war ja ein erneutes Gespräch mit meinem Arbeitgeber. Am 22.06. waren die dort getroffenen Zusagen schon wieder hinfällig. Am 28.06. rief mich ein Headhunter an und ich hörte mir erstmalig an, was er mir anbot. Aus diesem Gespräch ergaben sich drei Bewerbungen. Eine Absage, eine ist noch offen und für die dritte folgt nun am 31.07. ein Vorstellungsgespräch. Ich bin hin und her gerissen. Ich will wechseln, aber meine private Situation (möglicher Hauskauf und dafür notwendige Finanzierung, Kinderplanung) sprechen gegen einen Wechsel. Auf der anderen Seite hat mich das letzte Jahr emotional an meine Grenzen gebracht. Ich kann nicht zählen, wie oft ich heulend im Auto saß, weil ich diese Situation nicht mehr aushielt. Und alles, was ich versuchte um mir zu helfen führte nur zu weiteren Eskalationen. Auch den Rückhalt der Vorgesetzten habe ich offensichtlich verloren, da Zusagen nichts mehr wert sind. 

Meine Gedanken kreisen und ich komme zu keiner Lösung. Mein Beruf ist ein sehr wichtiger Pfeiler meines Lebens, ich brauche eine ausfüllende und angenehme Situation um insgesamt zufrieden zu sein. Ich fühle mich nur wohl, wenn ich nach einem erfolgreichen Arbeitstag nach hause kommen kann. 

Diese Situation lähmt und blockiert mich. Ich merke, wie es mir die Energie ausraubt und ich zu viel Zeit mit schlafen oder grübeln verbringe. So komme ich keinen Schritt weiter.

Und das wirkt sich auch auf die Qualität der Diplomarbeit aus.



14 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Wenn der Beruf ein so wichtiger Pfeiler ist, verstehe ich nicht warum du weitere Baustellen aufreissen willst? Thema Hauskauf, etc.  . Eine Brücke besteht aus mindestens 2 Pfeilern.  Privat- und Berufsleben. Und man sollte tunlichst nicht an beiden Pfleilern gleichzeitig rütteln. Meine Sicht der Dinge.  Also fix erstmal den einen Pfeiler und wechsel den Job.

Bearbeitet von Muddlehead

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Das Problem ist die Finanzierung. Ich kriege in der Probezeit keinen Kredit. Damit wäre das Haus gestorben. Eigentlich wollte ich so lange abwarten, bis der Hauskauf durch ist und dann wechseln. Die Frage ist nur, wie lange ich die aktuelle Situation noch ertrage...

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Auf der anderen Seite endet jede Probezeit einmal. Hast du mal an eine Prioritäten Liste gedacht.

 

Ich verstehe die Problematik der Situation. Soll es denn ein Neubau sein oder ist vielleicht auch so etwas wie ein Mietkauf eine Option. 

 

Auch ist gerade dein letzter Satz wichtig (vom Kommentar). Lies ihn dir noch einmal durch und überlege, einmal ein Worst Case Sezenario für die Situation, für einen Stellenwechsel, für den Privaten Bereich.  Und dann ein Best Case.

 

 

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Es geht um ein Bestandsobjekt in einem kleinen Dorf mit 150 Einwohnern. Es steht seit wenigen Wochen zum Verkauf und ist ideal. Wenn es das nicht wird, dann wird es wohl nie ein eigenes Haus. Das Problem ist nur, dass die Erben nicht aus dem Quark kommen. Seit Wochen liegt mein Angebot zum Kauf vor. Zwei der drei Erben würden sofort verkaufen. Der dritte Erbe wittert das große Geld und will eine Summe, die das vierfache des Wertgutachtens ist. Zu dem Preis verhandle ich aber nicht. Ich sitze also gerade aus, ob die anderen beiden Erben den dritten überzeugen können oder nicht. Das kann nächste Woche soweit sein, oder in ein paar Monaten. Das Haus steht leer und verfällt immer mehr. 

Einen Neubau werde ich mir erst im nächsten Leben leisten können :)

Wenn ich nun erstmal die Stelle wechsle, vergehen mindestens neun Monate (Kündigungsfrist + Probezeit). Es ist ein Glücksspiel, egal worauf ich jetzt setze...

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Dann wird es halt nicht dieses Haus werden. Lieber zur Miete als Depressiv in den eigenen Wänden mit miserablen Job die nächsten 30 Jahre+.  Du baust Dir damit Deine eigene Falle der Unzufriedenheit. Aber jeder wie er es braucht. Wärst nicht der Erste der das mit Pseudo Betongold erreicht ;).

Bearbeitet von Muddlehead

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Ich kriege es nicht richtig gefasst, was mich so kreiseln lässt. Es geht ja nicht nur um das Haus. 

Auf der einen Seite schüttel ich über mich den Kopf, weil ich so blöd bin an einer super Chance zu zweifeln. Es gibt genug, die für diese Stelle über Leichen gehen würden. Und es ist inhaltlich auch genau das, was ich momentan will.

Auf der anderen Seite frage ich mich, ob ich nicht zu früh aufgebe, ob das momentane Interesse von Dauer ist, ob diese Stelle wirklich so toll ist, wie ich gerade denke, ob ich nicht in einem Jahr wieder genauso unzufrieden bin, weil ich mich wieder langweile, und ob ich mir nicht langfristig noch mehr verbaue, wenn ich alle 2-3 Jahre den Job wechsel....

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Was wäre denn, wenn du ein Gespräch mit deinem AG einforderst und die Fakten einmal auf dem Tisch legst. Dann weißt du am Ende auch, ob er dich halten will oder nicht. Vielleicht löst sich der Knoten dann auch.

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Mein erster Eindruck, als ich Ihren Text gelesen habe: Das ist doch ein Text, den ich vor Monaten von ihr schon mal gelesen habe.

 

Dann sehe ich: Der Blog ist ganz neu.

 

Wäre es nicht mal an der Zeit, Entscheidungen zu treffen? Entweder die zu gehen oder auch die zu bleiben, egal wie, Hauptsache, Sie entscheiden sich in Sachen Arbeitgeber. Die Entscheidung für oder gegen den Kauf einer Immobilie halte ich eher für einen Nebenkriegsschauplatz.

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Sie haben Recht, der letzte ähnliche Eintrag war von Anfang Juni. Ich war bei einem externen Kunden im Projekt. Dieser Kunde wollte mich einstellen. Ich habe aber vor der Zusage noch einmal ein deutliches Gespräch mit meinem Vorgesetzten geführt. Das war das Gespräch am 07.06.. Die Absprachen wollte ich schriftlich festhalten, damit ich mich darauf berufen kann. Das Gespräch kann durch die Urlaubszeit erst im August erfolgen. Es sind drei Personen, die für das Gespräch notwendig sind und wir drei waren abwechselnd im Urlaub. Und genau diese Absprachen hatten dazu geführt, dass ich das letzte Angebot abgelehnt habe und mich zum Bleiben entschied.

Die Absprachen waren, dass ich in einem bestimmten Bereich bleibe und dort zeitnah eine Führungsrolle übernehme. Damit war ich zufrieden. Nicht einmal 14 Tage später wurde ich bei dem Kunden von jetzt auf gleich aus dem Projekt genommen und in einen anderen Bereich in einer Sachbearbeiterrolle, ohne Aussicht auf Aufstieg geschoben. 

Parallel habe ich kurz danach erfahren, dass der Kunde aus dem anderen Projekt mich weiter behalten wollte und zwar in einer (Teil)-Führungsrolle.

Klären konnte ich das bisher nicht, da zuerst ich im Urlaub war und anschließend die zuständige Person. Nächste Woche bin ich wieder im Urlaub.

Das war für mich ein Tiefschlag, den ich doch persönlich nehme. Und genau dies hat dazu geführt, dass ich wieder am Ausgangspunkt stehe, weil die Entscheidung, die ich getroffen habe, nun wieder wackelt.

Eigentlich ist es eindeutig, wenn ich bleibe, darf ich mich auf keine Aussage verlassen, die gelten eh nur solange, bis die Tür nach dem Gespräch geschlossen wird. Wenn ich damit leben kann, kann ich bleiben. Wenn nicht, muss ich gehen.

Und wenn ich gehe, sollte ich wirklich sicher sein, dass es diesmal das richtige ist, damit ich auch einmal deutlich länger irgendwo bleibe. Keine Kompromisse, keine übereilten Wechsel, sondern überlegt und in Ruhe.

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum du noch "entscheiden" musst. Ein übereilter Wechsel soll sicherlich nicht passieren, aber wenn Du den Respekt vor Dir selber behalt willst, muss ein neuer Job her. Das war nicht nur ein Tiefschlag, das war eine klare Ansage seitens Deines aktuellen Arbeitgebers. 

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Ich erlaube mir mal, ein paar Zitate von dir untereinander zu schreiben und die nachfolgenden "Abers" weg zu lassen:

  • Ich will wechseln
  • hat mich das letzte Jahr emotional an meine Grenzen gebracht.
  • kann nicht zählen, wie oft ich heulend im Auto saß
  • diese Situation nicht mehr aushielt
  • alles, was ich versuchte um mir zu helfen führte nur zu weiteren Eskalationen
  • den Rückhalt der Vorgesetzten habe ich offensichtlich verloren, da Zusagen nichts mehr wert sind
  • Diese Situation lähmt und blockiert mich
  • Energie ausraubt und ich zu viel Zeit mit schlafen oder grübeln verbringe
  • Die Frage ist nur, wie lange ich die aktuelle Situation noch ertrage

Meine Meinung: Wenn du dich kaputt machen möchtest, mache den Job weiter.

 

Du schreibst von sechs Monaten Kündigungsfrist plus drei Monaten Probezeit. Meinst du nicht, dass du vielleicht bei deinem aktuellen Arbeitgeber auch eher raus kommen kannst und ihr einen Auflösungsvertrag schließt?

 

Zitat

wenn ich gehe, sollte ich wirklich sicher sein, dass es diesmal das richtige ist, damit ich auch einmal deutlich länger irgendwo bleibe. Keine Kompromisse, keine übereilten Wechsel, sondern überlegt und in Ruhe.

 

Gut überlegt sollte es sein. Nur die Sicherheit, dass eine neue Stelle wirklich auf Dauer passend ist, wirst du dennoch nicht bekommen. Und dass es besser wird, sollte bei dem wie unwohl du dich aktuell fühlst vermutlich nicht so schwer sein ;). Gefällt mir

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Ich schließe mich mal mit ein paar Fragen an:

 

1. Wie stand es mit der Arbeitszufriedenheit bei Ihren vorherigen Arbeitgebern?

2. Wie lange sind Sie bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber?

3. Wie lange sind Sie mit der Arbeitssituation schon so unzufrieden?

4. Was haben Sie jeweils getan, um die Situation zu verbessern?

5. Wie würde die Schilderung der Situation aus der Warte Ihres Vorgesetzten aussehen?

6. Wie geht es den Kollegen im Unternehmen in punkto Zufriedenheit?

7. Welche Voraussetzungen müsste Ihr nächster Arbeitgeber mitbringen, damit Sie sich auf Dauer dort wohlfühlen könnten?

Bearbeitet von KanzlerCoaching

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Grundsätzlich steht die eigene Gesundheit immer an erster Stelle, kein Haus, kein Job, kein Boot, kein sonst was.

Bei uns hat es von den ersten Besichtigungen bis zum tatsächlichen Hauskauf sieben Jahre gedauert, und obwohl beim ersten Versuch der Erlangung eines Kredits weder mein Mann noch ich in der Probezeit waren, haben wir den Kredit aus verschiedenen anderen Gründen nicht bekommen. Damals dachte ich, herrje, nun ist das Traumhaus weg. Heute haben wir unser Traumhaus und rückblickend betrachtet hat alles gepasst.

Mein Rat an dieser Stelle wäre, mich nicht zu sehr in genau dieses Haus zu verbeißen. Gerade, wenn Erbengemeinschaften verkaufen, kann sich das ewig ziehen.

 

Wenn es um die allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz geht, sollte man wirklich genau hinschauen. Die Frage 4 und 7 von Frau Kanzler solltest Du Dir dabei besonders genau anschauen. Aber auch darüber haben wir glaub ich schon mal geschrieben, es kommt mir zumindest bekannt vor.

 

Wenn die Situation am Arbeitsplatz, egal, was die Einflussfaktoren sind, so ist, dass man gesundheitliche Probleme entwickelt, dann kann der Job gar nicht so toll sein, dass man sich das über längere Zeit antut. Vom Haus hat man auch nix, wenn man irgendwann zusammenbricht und dann länger als sechs Wochen ausfällt. Vom Krankengeld finanziert sich so eine Hypothek nicht besonders gut.

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Ich habe gerade den nächsten Beitrag gelesen und Frage mich, warum die Bewerbungen nicht einfach nach dem Abschluss rausgehen? Wäre total logisch im Lebenslauf. Gibt mehr Geld fürs Haus. Vielleicht gibt es die Möglichkeit auch direkt in Deiner Nähe. 

 

 

 

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