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Sinn und Unsinn von Programmcode auf Papier

Zaldia

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Ich möchte am Samstag meine Prüfung in C++ Programmierung schreiben. Die Prüfungsarbeit wird mit Stift und Zettel angefertig.

Wenn man sich nun ein bisschen mit Programmierung beschäftig wird man schnell feststellen, das allein Übung den Meister macht. Nun wird einem von der Hochschule zum erlernen der Programmiersprache empfohlen, eine Entwicklungsumgebung auf den eigenen PC zu installieren und dort die Übungen und Aufgaben durch zu exerzieren. Das hat den Vorteil, dass man in der Entwicklungsumgebung gleich testen kann, ob der Code auch funktioniert. Sehr praktisch also, zumal Programme nur funktionieren bzw. von der Entwicklungsumgebung ausgeführt werden, wenn die Syntax der Programme stimmt. (Sobald auch nur ein Komma, Simikolon oder eine Klammer fehlt, funktioniert das Programm nicht.)

 

Jeder der schon einmal selbst ein wenig programmiert hat, weiß, dass sich der Programmcode in der Regel am PC entwickelt. Es werden Zeilen zwischendurch eingefügt und raus gelöscht, Varablen nachträglich definiert und so weiter. Ich weiß zu Beginn meißt noch nicht wie ganau mein Code am Ende aussehen wird. Ich habe einen groben Plan und stelle dann meist beim Programmieren fest, was noch fehlt, oder woran ich vielleicht noch gar nicht gedacht hatte.

Wenn man dieses Procedere vom PC aufs Papier verlagert, kann sich jetzt wahrscheinlich jeder annähernd vorstellen, wie es auf diesem Papier am Ende aussieht... UNÜBERSICHTLICH ^10. Dazu kommt dann noch die Handschrift...

 

Ich kann mir noch nicht so ganz schlüssig erklären, warum man im heutigen Zeitalter diese Prüfungsleistung immernoch auf Papier anfertigen muss.

Ich verstehe, wenn man dem Prüfling dazu keine Entwicklungsumgebung zur Verfügung stellen möchte, da man dort durch das Programm doch eine gewisse Unterstützung erhält, die nicht gewollt ist. OK!

Aber um die Übersichtlichkeit des Codes zu waren, wäre es doch super, wenn man den Code am PC (z.B. in einem Texteditor) anfertigen könnte. Dort kann man nach Bedarf Zeilen und Text einfügen, löschen und tauschen. Diese würde die Übersichtlichkeit sowohl für den Prüfling als auch für den Prüfer waren. Was spricht also dagegen? Mir fällt im Moment kein Grund ein, denn man nicht lösen könnte...

 

Es könnte so schön sein...

Aber mir bleibt leider nichts anderes übrig, als mich mit Papier und Stift rum zu schlagen...:33_unamused: das macht mich an der ein oder anderen Stelle ziemlich :Wut: und wenn ich :Wut: bin, kann ich mich nicht mehr richtig konzentrieren... ein Kreislauf...

 

Welche Erfahrungen habt Ihr dazu? Schreibt Ihr Prüfungen zur Programmierung auch mit Stift und Zettel oder nutzt Ihr vielleicht sogar schon die technischen Möglichkeiten der heutigen Zeit?

 

Viele Grüße und einen guten Start in die nächste Woche!

Zaldia



4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Mein erster Gedanke, von der Hochschule aus gesehen, dazu wäre die "Logistik"bei Klausuren. 

Jedes mal wenn du eine Prüfung mit Programm Code hast musst du jedem einen PC zur Verfügung stellen der gegen Manipulation und Betrug gesichert ist.

 

Aber rein vom Prinzip aus sehe ich da kein Problem mit Stift und Papier.  Ich hatte bei Grundlagen Informatik Programm Code und bei Schaltungstechnik auch. Ich hab dann einfach mehrere Zeilen zwischen den Zeilen frei gelassen. Papiere gibt's soviel du willst. Und manchmal muss man halt neu anfangen.  Machbar ist dass bestimmt. 

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Es ist einfach praxisfern auf Papier oder auch nur ohne IDE zu entwickeln. Was ist die Leistung beim Programmieren? Abstrahieren, logisches Denken, Algorithmen zu entwerfen, eine passende Architektur umzusetzen, ... Die Details der Syntax sind doch nur überhaupt nicht relevant und lassen sich im Zweifel schnell nachschlagen.

 

Wenn tatsächlich das Wissen in einer konkreten Programmiersprache kontrolliert werden soll, würde ich eher Merkmale und Konzepte der Sprache abfragen und ggf. kleine syntaktische Elemente. Algorithmen bis ins kleinste Detail in einer Sprache syntaktische korrekt aufs Papier zu bringen ist imho nicht sinnvoll.

 

Beide Formen der Wissensabfrage lassen sich sehr gut auf Papier durchführen und sind imho aussagekräftiger als die Programmierung auf Papier. Leider ist es aber wohl noch immer üblich Studenten fleißig auf Papier entwickeln zu lassen :-(

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In meiner c-Klausur habe ich deshalb nur eine 4.0 bekommen, obwohl ich zu der zeit in c programmiert habe bei der Arbeit. Aufgabe eins: fibonacci-Zahl berechnen, ich hatte keine ahnung, wie die berechnet wird. Und dann ein paar Aufgaben im schlimmsten c-code die Fehler zu finden. Da war das schreiben in eine Datei zwar machbare gegen, hat mich aber sicher auch Punkte gekostet. Selbst hardewarenah, direkt im VI auf einem server hat man zumindest einen compiler.

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Was ich bisher so mitbekommen haben, sind solche Klausuren tatsächlich bisher noch überwiegend auf Papier üblich.

 

Die IUBH bietet ja Online-Klausuren an. Wäre spannend, wie dort die Klausuren ablaufen, in denen auch programmiert werden soll.

 

Insgesamt ist es ja so, dass viele nur noch wenig handschriftlich schreiben und die Klausuren dadurch viele Herausforderungen mit sich bringen, die mit den eigentlichen Inhalten nur wenig zu tun haben (leserlich schreiben, Krämpfe in der Hand etc.). Ich denke mal, dass sich da die nächsten Jahre noch einiges tun wird - aber wohl eher langsam.

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