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Springer Campus: Präsenztag am 30.09.2017 - Teil 1

kurtchen

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10:45 Uhr - Aktuelles für Studierende

 

Frau Kreissig von Springer Campus informierte über Neues rund um unseren Studiengang. Zum Nutzen der neuen Studierenden gab es ein kurzes Who-is-who der Mitarbeiter des Fernstudienteams. Die Übernahme der W3L durch Springer Campus lag am Präsenztag ziemlich genau ein Jahr zurück. Frau Kreissig dankte den Studierenden für ihre Geduld und Kompromissbereitschaft in der Übergangsphase.

 

Parallel zu dieser Veranstaltung fand auch eine Infoveranstaltung für Studieninteressierte statt, über die ich leider nichts näheres berichten kann. Zu bemerken ist, dass dort nicht nur über die Studiengänge Web- und Medieninformatik (WMI) und Wirtschaftsinformatik (WI) informiert wurde. Auch über das Fernstudium Biologie und Chemie konnte man sich informieren. (Für diejenigen, die sich hier wundern, dass man Biologie und Chemie überhaupt "aus der Ferne" studieren kann: Diese Studiengänge richten sich ausschließlich an Berufstätige, die eine einschlägige Ausbildung als TA abgeschlossen haben und insofern umfangreiche Praxiserfahrung mit Laborarbeit haben.)

Die Cover der Lehrbücher zu den einzelnen Modulen unserer Studiengänge WMI und WI werden nach und nach überarbeitet. Sie erscheinen nun im "Springer Look". Natürlich sollen die Bücher auch fortlaufend inhaltlich aktualisiert werden. Das dauert naturgemäß etwas länger. So gibt es z.B. aktualisierte Lehrbücher für SQL oder bald auch für die Einführung in die Wirtschaftsinformatik.

 

Das Modul "Strategisches Management und Controlling" ist aus aktuellem Anlass kurzfristig nicht verfügbar. Springer Campus sucht nach einer Vertretung, die die Betreuung dieses Moduls übernehmen kann. Man möchte diesem Umstand offen kommunizieren, damit die Studierenden dies in ihrer Studienplanung berücksichtigen können, z.B. indem sie andere Module zeitlich vorziehen. Strategisches Management und Controlling ist ein Pflichtmodul für Studierende des Studiengangs Wirtschaftsinformatik und wird dort dem Studienbereich BWL zugerechnet. Die Belegung wird für das 4. Semester empfohlen.

 

Frau Kreissig informierte auch über Änderungen bei Dozenten und Tutoren.

 

Viele (meist private) Fern-Hochschulen bieten Prämien für geworbene Studierende und das Studienbüro wird gelegentlich danach gefragt, ob es das auch bei Springer Campus gibt. Tatsächlich gibt es schon seit einer Weile eine Prämie von 250 Euro oder wahlweise einen Buchgutschein pro geworbenem Studierenden. Dies gilt aber nur für Bachelor-Studiengänge und nicht für die Belegung von Zertifikatskursen. (Ich mag solche Prämienprogramme nicht besonders, weil mir das doch ein bisschen "marktwirtschaftlich" daherkommt, aber da sich Studierende nach so etwas erkundigt haben, nehme ich an, dass es Leute gibt, die das interessieren könnte.)

 

Das Modul "Wissenschaftliches Arbeiten" ist seit März 2017 Pflicht für Studierende im Studiengang WMI und WI. Für Studierende, die noch nach der alten Studienordnung studieren, ist es nicht verpflichtend, die Belegung wird aber dringend empfohlen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieses Modul insbesondere für das Schreiben der Bachelorarbeit sehr nützlich ist.

 

Top-FAQs aus dem Studienbüro:
- Das Studienbüro unterstützt bei der Suche nach Betreuern für Projekt- und Bachelorarbeiten. Wenn man seine Projektarbeit im eigenen beruflichen Umfeld schreiben kann, wäre ein weiterer Betreuer dort ideal. Solche Rahmenbedingungen hat aber nicht jeder Studierende.
- Notenspiegel und Leistungsübersichten kann man über das Studienbüro anfordern. (Manche Studierende, die von ihrem Arbeitgeber finanziell unterstützt werden, müssen so etwas vorlegen.) Die Ausstellung geht normalerweise sehr schnell. Unmittelbar vor Präsenztagen soll man aber etwa eine Woche Vorlauf einplanen, denn zu diesen Zeiten ist das Team des Studienbüros sehr beschäftigt.
- Ein Klassiker: Änderungen der Adresse, der Telefonnummer und der Kontonummer sollen dem Studienbüro bitte möglichst bald mitgeteilt werden. Eigentlich sollte das offensichtlich sein. Es wird aber de facto immer wieder vergessen und führt dann zu Problemen.
- Anmeldefristen für Prüfungen sind VERBINDLICH und somit für alle Studierende gleich. Offensichtlich gibt es immer wieder den Wunsch, so etwas Einzelfallbezogen anders zu handhaben. Das ist aber nicht möglich.
- Klausuren sollen innerhalb von 6 Wochen korrigiert werden. Eine deutlich kürzere Zeitspanne ist natürlich sehr wünschenswert. (Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass 3-4 Wochen üblich sind.) Im letzten Jahr kam es bei bestimmten Modulen gelegentlich vor, dass die 6-Wochen-Frist überschritten wurde. Das hat z.B. mit besonderen Lebenslagen der Korrektoren zu tun. Das Studienbüro arbeitet daran, dass Fristüberschreitungen die Ausnahme bleiben.

 

Frau Kreissig weist auf die Online-Dienste für Studierende (ODS) der FH Dortmund hin, die Studierenden von Springer Campus zur Verfügung stehen. Dazu ist die FH-Kennung nötig, die man zu Beginn des Studiums erhält. Unter anderem kann man sich über ODS Software von Microsoft herunterladen. Eine Verlängerung der FH-Card antragt man direkt per Mail an der FH Dortmund.

 

Verleihung der Hochschulzertifikate

 

Statt sich für einen kompletten Bachelorstudiengang einzuschreiben, kann man bei Springer Campus auch für Hochschulzertifikate studieren. Dazu belegt man bestimmte Modulkombinationen. Angebotene Zertifikate sind z.B. Anwendungs-Programmierer, Web-Entwickler oder Software-Architekt. Auch Studierende im Bachelorstudiengang erhalten diese Zertifkate, wenn sie die entsprechenden Modulkombinationen abgeschlossen haben. Die Zertifikate können als Meilensteine im Studium motivierend wirken. Manche Studierende legen sie auch Arbeitgebern vor und können so evtl. schon während ihres Studiums neue Aufgabenbereiche übernehmen. Die Zertifikate werden normalerweise automatisch per Post zugesendet. Die Zertifikate mit den besten Noten werden am Präsenztag persönlich übergeben. (Sofern die Studierenden anwesend sind.)

 

Ein Absolvent stellt seine Bachelor-Arbeit vor

 

Herr D. stellte auf dem Präsenztag seine Bachelor-Arbeit vor. Er hat eine Android-App zur Aquariendosierung entwickelt. Das Thema ergab sich bei ihm nicht im beruflichen Umfeld sondern im Privatleben. Er hatte damals mehrere Aquarien. In Aquarien muss man fortlaufend verschiedene Düngemittel zusetzen, damit z.B. Pflanzen gut wachsen: Natrium, Eisen, Nitrat und Kalium. Dazu müssen regelmäßig Messwerte ermittelt werden und dann entsprechende Dosierungen berechnet werden. Herr D. hatte das bislang mit Excel-Tabellen gemacht. Seine Idee war, eine Android-Software zu entwickeln, die auf dem Handy die Messwerthistorie erfasst, die aktuelle Situation bewertet und eine Handlungsempfehlung in natürlicher Sprache gibt. Das Empfehlungssystem ist das pfiffige an der App. Ein wesentlicher Teil seiner Bachelorarbeit drehte sich um Möglichkeiten, ein solches Empfehlungssystem zu implementieren. Herr D. nannte hier:
- regelbasierte Filter
- inhaltsbasierte Filter
- wissensbasierte Filter
- demographische Filter
- kollaborative Filter
- hybride Filter

 

Herr D. hatte sich für Expertensystem entschieden, also für einen wissensbasierten Filter.

 

Die Umsetzung ging durch die klassischen drei Schritte:
- objektorientierte Analyse (OOA)
- objektorientiertes Design (OOD)
- objektorientierte Programmierung (OOP)

 

Zu seiner Bachelorarbeit gehörte natürlich auch, die Spezifizierung von funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen und dynamische Modellierung, z.B. durch Ablaufdiagramme. Herr D. verwendete (android-üblich) das MVP-Muster. Er zeigte Mock-ups der Oberfläche, die Paketstruktur und ging kurz auf das Datenbankmodell ein. Wichtig im Rahmen seiner Bachelorarbeit war auch eine Testphase und eine Bewertung, wie die zu Beginn spezifizierten Anforderungen umgesetzt wurden. Interessant war am Ende auch eine Gegenüberstellung von UI Mock-ups und dem Aussehen der tatsächlichen App.

 

Die App heißt AquaCalc, ist aber leider bei GooglePlay noch nicht verfügbar. Sie ist fertig, hat aber noch Bugs, die ausbessert werden müssten. Außerdem müsste das UI noch ein bisschen "aufpoliert" werden. Herr D. konnte sich durch sein Studium beruflich verändern und findet aktuell leider nicht die Zeit, die App fertig zu machen. Für Herrn D. war es seine erste Android-App überhaupt.

 

Dieser Vortrag war für mich aus mehreren Gründen interessant:
- Die Themen Projektarbeit und Bachelorarbeit rücken auch für mich langsam näher.
- Ich hatte bisher angenommen, eine Projektarbeit in einem betrieblichen Umfeld anfertigen zu müssen. Da ich keine einschlägige Beschäftigung habe, war es eine der noch offenen Fragen in meiner Studienplanung, wie und wo ich eine Projektarbeit anfertigen könnte. Herr D. realisierte seine Projektarbeit und die darauf aufbauende Bachelorarbeit aus einem privaten Interesse heraus. Er berichtete uns, dies sei valide. Das Studienbüro hatte ihm einen Betreuer vermittelt, der sein Thema interessant fand und begleiten wollte. Für mich ist das deswegen sehr interessant, weil ich so die Möglichkeit habe, eine Projektidee nicht allein im beruflichen Umfeld zu suchen.
- Das von ihm gewählte Thema ist kein reines IT-Thema. Für die Aquariendosierung muss man etwas über Chemie und Physiologie wissen. In der Bachelorarbeit musste dieser Teil aber möglichst knapp behandelt werden, weil die Informatik im Vordergrund stehen musste. Dies gelang ihm z.B. durch die Diskussion der verschiedenen Bewertungssysteme und eine begründete Entscheidung für einen bestimmten Ansatz. Auch das ist für mich relevant. Ich könnte im Prinzip in einem beliebigen Problembereich arbeiten, solange ich das aus einer Softwareperspektive tue.
- Der Studiengang heißt Web- und Medieninformatik und die Programmierung von Web-Anwendungen ist ein inhaltlicher Schwerpunkt. Man ist aber für die Projekt- und auch für die Bachelorarbeit nicht darauf festgelegt. Offensichtlich war im Fall von Herrn D. eine Android-App ein valides Projekt. Auch eine Desktop-Anwendung wäre denkbar. Vermutlich wäre Software-Entwicklung für ein eingebettetes System mit einer maschinennahen Sprache ein wenig zu weit weg von den Schwerpunkten dieses Studienganges, aber insgesamt scheint es eine große Bandbreite an Möglichkeiten zu geben, die Studienanforderungen Projekt- und Bachelorarbeit zu erfüllen.
- Die App von Herrn D. hatte am Ende noch Bugs. Es war nicht der Anspruch, dass am Ende ein fehlerfreies Produkt steht. Wichtig war, dass es prinzipiell funktionierte und dass eine professionelle Vorgehensweise erkennbar war. Eine perfekt ausgearbeitete App wäre nach Einschätzung von Herrn D. im vorgegebenen Zeitrahmen nicht machbar gewesen. In Anbetracht der vielen Artefakte, die in der Präsentation von Herrn D. gezeigt wurden, ist mir noch einmal klar geworden, dass die Anfertigung der Bachelor-Arbeit innerhalb der Frist ein sehr gutes Zeitmanagement erfordern wird. Dafür werde ich mir rechtzeitig eine gute Strategie zurechtlegen müssen.
- Herr D. konnte Vorerfahrungen nutzen. Es war zwar seine erste Android-App aber er entwickelt beruflich mit Java und IntelliJ. Die Hürde zu Android und AndroidStudio war aus seiner Sicht vergleichsweise gering. Vermutlich ist es auch für mich sinnvoll, mir ein Projekt zu überlegen, bei dem ich an vorhandenem Wissen anknüpfen kann.

 

Am Ende seines Vortrages bekam Herr D. nicht nur seine Bachelorurkunde sondern auch die Absolv-Ente verliehen, eine Ente mit Doktorhut, die bei unseren Studierenden sehr beliebt ist. Frau Kreissig wies darauf hin, dass die Absolv-Ente nur bekommt, weil seine Bachelorurkunde persönlich abholt und den Studierenden seine Bachelorarbeit vorstellt.

 

Herr D. hat übrigens einen ausführlichen Blog über den Verlauf seines Studiums geschrieben, im dem ich schon häufiger mit Gewinn gelesen habe. Da er über seine Erfahrungen mit den einzelnen Modulen recht ausführlich berichtet hat, konnte ich oft sinnvolle Modulkombinationen besser auswählen und planen. Wer eimal reinschauen möchte, hier ist der Link:
https://wmifernstudium.wordpress.com/

 

Fragerunde und Feedback

 

- Einzelne Studierende klagen, dass die Korrekturzeiten in bestimmten Modulen ungewohnt lang ausfallen können, so dass es schwierig wird, rechtzeitig zu einem anvisierten Prüfungstermin fertig zu werden. Frau Kreissig rät, sich in solchen Fällen ans Studienbüro zu wenden. Die Mitarbeiter dort gehen solchen Hinweisen nach. (Ich möchte hier ergänzen, dass Tutoren auf der Online-Plattform Abwesenheiten üblicherweise ankündigen und auch entsprechende E-Mail-Benachrichtigungen einrichten. Nach meiner Erfahrung ist es nützlich, seinen Tutor über die eigene Zeitplanung zu informieren.)
- Studierende anderer Fernhochschulen können EBooks des Springer Verlags über ihre jeweiligen Lernplattformen nutzen. Warum geht das (ausgerechnet) bei Springer Campus nicht? Tatsächlich geht es! Aber nicht über die Lernplattform sondern über die Uni-Bibliothek der FH Dortmund.
- Manche Studierende möchten gerne im Vorfeld informiert werden, welche Module bald in neuer Auflage erscheinen werden, um sie gegebenenfalls später zu belegen. Fr. Kreissig berichtete, dass Autoren oft zu optimistisch einschätzen, wie schnell sie ein Lehrbuch überarbeiten können. Geplante Termine können oft nicht eingehalten werden. Aus diesem Grund ist die Kommunikation mit Studierenden in diesem Punkt bislang zurückhaltend.
- Manche Studierende erkundigten sich nach der neuen Plattform. Bei der Einführung gab es ja Schwierigkeiten, so dass viele Studierende lieber wieder zur alten Plattform wechselten. Fr. Kreissig berichtete, dass es inzwischen Wochen ohne Tickets gibt. Die neue Plattform funktioniere nun recht gut. Die Suchfunktion wolle man noch verbessern. Die Studierenden äußerten Verbesserungsvorschläge, z.B. zur Verlinkung zwischen Tests und den Wissensbausteinen, auf die sich die Aufgaben beziehen, um z.B. bei falschen Lösungen schneller zu den relevanten Kapiteln navigieren zu können.

 

Eine persönlicheEmpfehlung zum Schluss

 

Die Präsenztage in Dortmund sind überlicherweise zugleich auch Informationstage für Studieninteressierte. Auf Anfrage teilte mir das Studienbüro mit, dass es bei Voranmeldung durchaus möglich sei, an den angebotenen Fach-Vorträgen und Mathe-Tutorien teilzunehmen. Insbesondere den letzten Punkt halte ich für sehr interessant. Vor Aufnahme meines Studiums habe ich mir nämlich große Sorgen gemacht, ob ich die Anforderungen in Mathematik würde bewältigen können. Zwar hatte ich im Abitur einen Mathe-LK und war damit auch gut zurecht gekommen, aber der Schulstoff lag eben viele Jahre zurück. Ich war mir keinesfalls sicher, ob mir der Wiedereinstieg ins Thema gelingen würde. Ich glaube, wer einmal in so ein Mathe-Tutorium reinschnuppert, gewinnt einen guten Eindruck, worum es im Modul Mathe2 geht, dass von vielen Studierenden als der "Knackpunkt" des Studium empfunden wird. Wer das bewältigt, sollte am Rest nicht scheitern. Insofern möchte ich dazu ermuntern, bei Studieninteresse Kontakt mit dem Studienbüro aufzunehmen und die Möglichkeit zu nutzen, sich am Präsenztag selbst ein Bild zu machen. Gerade der informelle Austausch mit anderen Studierenden kann für eine fundierte Studienentscheidung sehr wichtig sein.

 

Weitere Infos zum Verlauf des Präsenztages folgen.



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