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B.A. Präventions- und Gesundheitsmanagement

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Was das Fernstudierende Polli tut, wenn ... die Woche in Bildern


polli_on_the_go

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Auch wenn man Vollzeit, derzeit nicht berufstätiger Fernstudierender ist und dieses Forum natürlich das Fernstudierendenleben aufgreift, gehört doch irgendwie ein Ausgleich oder das "Was macht ein Polli, wenn...."

  1.  ...sie einmal nicht studiert
  2. ...sie droht sich selber mit dem Semester- und Studiumsrest zur erschlagen
  3. ... sie ihre Gedanken zur Thesis strukturieren will
  4. ... wenn sie Gelerntes rekapitulieren will

 

Heute gibt es also ein wenig ein "Hinter den Kulissen von Polli on the go". Dann mal los, auch wenn vielleicht die ein oder andere Überraschung dabei ist.

 

 

Ich bin auf die Idee gekommen, weil die letzte Woche (mit Ausnahme der Tatsache, dass am letzten Montag der Winter eingezogen ist und seine  Mitbewohner bei mir abgeladen hat eigentlich sehr gut widerspiegelt, was mir hilft Freude und Balance im Studium zu bewahren. Das ist natürlich höchst subjektiv und manch einer mag vielleicht auch ein wenig den Kopf schütteln oder sich fragen warum tut sie das. Da möchte ich gerne vorab Hildegunst von Mythenmetz zitieren "Und warum tue ich das? Weil ich es kann."

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Was mache ich also (1) wenn ich einmal nicht studiere....

Ich denke, dass jeder Fernstudierende irgendeine Form des Ausgleichs und vor allem auch der Gesellschaft mit "realen" Menschen braucht, vor allem, wenn nebenher aus welchen Gründen auch immer nicht noch Beruf etc läuft. Und selbst dann. Neben meinem Studium verbringe ich viel Zeit mit Glaubensbrüdern, befasse mich mit der Bibel und rede mit Menschen darüber. Die Faszination dafür habe ich 2002 im Ausland entdeckt damals jedoch in einer anderen Glaubensrichtung und mich vor zwei Jahren umorientiert. Da ich bereits in der Vergangenheit 2 Jahre als Missionarin und Ehrenamtler im Ausland war, habe ich einfach für mich schon lange Freude daran, ohne mich aufzudrängen mich einfach vernünftig mit anderen zu unterhalten. Heute ist das auch mein Ruhepol und gerade letzte Woche hatten wir hier in der Region einen von 3 Jährlichen Kongressen und das Thema passte eigentlich auch hervorragend zum Fernstudium "Gib nicht auf". In der Woche habe ich feste Tage, die ich tatsächlich Pause vom Studium mache oder halbtags für das Studium verwende, einfach um auch einmal abzuschalten, das kann ich da ganz gut. Das Persisch lernen gehört tatsächlich auch dazu und mindestens einmal im Monat mache ich das ganze auf Englisch. Eine Herausforderung die Spaß macht auch, wenn sich sicherlich nicht jeder freut, wenn man ihm begegnet.  

Ich denke jeder hat da seinen eigenen Ausgleich, der eine macht Sport, der andere liest ein Buch oder gönnt sich Wellness. Ein Tipp, den ich immer gerne meinen Mentees gebe, ist sich etwas zu suchen, wo man nicht Gefahr läuft auch  noch in der Freizeit vom Studium zu reden und auch etwas, wo der Kopf einfach mal die ganzen Formeln und Fachausdrücke komplett ausblenden kann.

 

Was mache ich also (2) wenn ich drohe mich selber mit dem Semester- und Studiumsrest zur erschlagen

Das Studium neigt sich dem Ende und manchmal hat man dann das Verlangen doch bitte alles auf einmal und sofort zu machen. Ich hatte eigentlich nach einem Semesterplaner gesucht und bin dann auf das Semesternotizbuch von Prof. Heister gestoßen. Mir als sehr guter Prof. in Erinnerung dachte ich, warum eigentlich nicht. Und gerade bin ich dabei die letzten Projekte vernünftig zu planen und vor allem mir die Klausurplanung für Empi aufzustellen und darin einzutragen. Da es vielleicht auch andere interessiert, was es mit diesem Planer auf sich hat, was er beinhaltet und auch, ob der überhaupt fürs Fernstudium geeignet ist und sein Geld wert ist, werde ich dazu in einem seperaten Blog in den nächsten Tagen eine ausführliche Rezension schreiben. Ich habe mich die letzten Tage (Zeit hatte ich ja neben Sozi und krank sein) intensiv damit befasst. 


Aprospros, nachdem ich dachte es wird besser, weil nur noch zwei Hunde in der Nachbarschaft zurückgebellt haben hat das gestern leider noch mal eine Kehrtwende genommen. Ich mache einfach keine halben Sachen und habe doch gedacht warum nicht ne dicke Bronchitis und Gehörgangsentzündung mitnehmen, ist doch langweilig, wenn man das sich in den Herbstmonaten entgehen lässt. Ablenkung (ich liebe die Gate-Control-Theorie des Schmerzes) findet man dann hervorragend im Exposé überarbeiten und der Thesis.

 

Was mache ich also (3) wenn ich meine Gedanken zur Thesis strukturieren will? Neben einem virtuellen Kistenrücken in der Hauptrechenzentrale meines Körpers gehe ich meist raus. Ich schlendere ein bisschen durch die Stadt oder am Kanal entlang mit meinem Katzenhund (Miaut hat Krallen und geht fast bei Fuß ;) ). Danach bringe ich es auf die eine oder andere Art aufs Papier. Da gerade bei uns in der What's App Gruppe auch das Thema Hausarbeiten ein wenig wie ein Geier über den Köpfen schwebt, habe ich heute das Sinnvolle mit dem Nützlichen verbunden und meine Arbeit einfach begonnen kurz zu strukturieren. Meist merkt man dann, wo genau der Denkfehler lag und hat eine Schablone, um die notwendigen Anmerkungen und Änderungen der Gutachter einzusortieren. Das sieht dann so aus:

 

Natürlich steht mittlerweile wesentlich mehr drin, aber man muss ja nicht seine ganzen Ideen im WWW ausbreiten, denn man weiß nie, wer daraus ggf. Nutzen zieht. Ich war bei der Durchsicht der Anmerkungen auch sehr positiv überrascht, dass ich tatsächlich im Theoretischen Teil gar nichts mehr wirklich ändern muss. Im Moment muss ich noch einmal die Einleitung überarbeiten und Straffen. Die Forschungsfrage etwas vereinfachen und Straffen und die Methodik in ein anderes Verfahren ändern sowie die Datenanalyse konkreter und ausführlicher darstellen. Da werde ich morgen (uhmm wohl eher nachher mit weiter machen). 

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Und mit der Empi Wiederholungsklausur im Dezember (Hotel und Bus sind gebucht) ist im Moment auch ein Teil der Zeit nur fürs Lernen reserviert. Denn ich glaube, wenn ich eins nicht möchte, dann die Prüfung (Empi und Statistik) mündlich machen. Wobei die wohl nicht so grausig viel ist, wie in Hagen, da wir bei uns nix in SPSS lesen müssen usw. sondern es viel um die Theoretischen Grundlagen, Arithmethische Mittel Signifikanz usw. geht. Dennoch ist es nach all der Zeit (Ich bin 2013 durchgerasselt) eine Menge Stoff, den man noch einmal durchgehen muss. Da stellt sich die Frage was mache ich, (4) wenn ich Gelerntes rekapitulieren will.

Ihr seht es oben. Ich werde kreativ (und meine Freunde wissen das), weshalb ich regelmäßig kleine Aufträge bekomme, bei denen ich dann das Gelernte durchgehen kann und an die richtigen Stellen im Kopf schieben kann. Ich habe immer schon so gelernt, dass ich es auf mindestens 2 bis 3 Wegen tun muss. Nur lesen bringt es nicht. Aussprechen und Anhören hat immer null Effekt bei mir gehabt, ich bin da der Kopf Mensch (non-verbal). Ich verknüpfe Wissen tatsächlich entweder mit Musik (Meine Mutter hat meine Lateinvokabellernphasen am Klavier gehasst, denn ich konnte da über Stunden die gleiche Tonleiter spielen) oder ich mache etwas was ich gerade vor mir her machen kann, wie Stricken und Häkeln und gehe das ganze, wie in einem Dialog, als würde ich es jemandem erklären oder erzählen im Kopf durch, erzähle es mir quasi selbst.

 

Das ist so ein bisschen wie, man hat ein Riesenbuffet, möchte doch von allem probieren. Problem nur, wenn man zu schnell isst, ist man vollgestopft, satt und hat Bauchweh. Übertreibt man es, hat das meist den Effekt, dass man sich sein Essen noch mal durch den Kopf gehen lässt und alles war für die Katz. Plant man aber ausreichend Zeit ein, verdaut genießt und fühlt nach, sind vielleicht die Portionen kleiner, aber ich bin mir sicher am Ende hat man das meiste raus holen können und weiß noch, was man gegessen hat. So ist das bei mir mit dem Lernen. Mache ich Bulimielernen bringt das rundheraus gar nichts denn ich kann zehn Minuten später schon nicht mehr sagen, was ich überhaupt gelesen habe. 

 

Die Dritte Aspekt ist bei mir immer, dass ich manche Aspekte in Grafiken lernen muss. Bilder kann ich im Kopf immer wieder aufrufen. Das geht von Mindmaps über anschauliche Grafiken, die man ggf. auch in der Klausur braucht etc. Es hat eine Weile gedauert, bis ich das für mich auch für das Studium drin hatte. Für die Krankenpflege Ausbildung und Weiterbildung hatte ich etwas anders gelernt, weil es einfach eine ganz andere Menge an Stoff und Themenspektra ist.

 

Naja, ich glaube das ist wohl vorerst genug "Hinter den Kulissen von Polli". Mir ist noch etwas wichtig, ich möchte keine religiöse Diskussion anstoßen, jeder Mensch muss sich für seinen Weg entscheiden und das ist gut so. 

Bearbeitet von polli_on_the_go
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7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Interessant auch mal einen Blick hinter die Kulissen wagen zu dürfen.

Bin gespannt was Du über die Semesternotizen zu berichten hast. 

Wie unterschiedlich doch die verschiedenen Lerntypen sind....

mir zB graut es vor vielen Graphiken und Diagrammen. Ich muss mir die immer nochmal "als Text" zusammenfassen, kann sie danach dann aber auch meistens wieder abrufen (klingt grad völlig planlos oder?)

Ich finde es übrigens schade dass man heutzutage immer das Bedürfnis hat/haben muss (?) sich für seine Interessen und Überzeugungen zu rechtfertigen. Wenn der Glaube Dein "Ausgleich" ist dann ist das so. Solange man niemanden stört oder versucht eine Meinung aufzudrängen soll jeder so leben und für sich Sorgen wie er mag.

 

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Markus Jung

Geschrieben

Vielen Dank für deinen Blick hinter die Kulissen. Fand ich sehr interessant.

 

Kurze Verständnisfrage zum Thema Religion: Du sprichst von Glaubensbrüdern - gibt es nicht auch Glaubensschwestern (so wie dich ;))? - Ich war bis zu meinem Kirchenaustritt viele Jahre in einer Glaubensgemeinschaft, in der da von Glaubensgeschwistern gesprochen wurde bzw. halt von Glaubensbruder oder Glaubensschwester.

 

Machst du eigentlich auch heute noch selbst aktiv Musik? - Tonleitern am Klavier ja vermutlich nicht mehr ;).

 

Auf die Vorstellung der Semesternotizen bin ich schon sehr gespannt und freue mich auf deine Rezension.

 

 

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polli_on_the_go

Geschrieben

vor 26 Minuten, Markus Jung schrieb:

Vielen Dank für deinen Blick hinter die Kulissen. Fand ich sehr interessant.

 

Kurze Verständnisfrage zum Thema Religion: Du sprichst von Glaubensbrüdern - gibt es nicht auch Glaubensschwestern (so wie dich ;))? 

Ja klar gibt es die. Wenn wir allerdings von einer größeren Gruppe sprechen, dann sind es Brüder,  das hat aber nichts mit Genderdiskrimination zu tun. Die Bibel ist ja auch so geschrieben und schließt Frauen mit ein. Wenn ich mich aber z.B. zum Predigtdienst oder Haus zu Haus Dienst verabrede dann gehe ich gerne mit meinen Schwestern :). Wr selber sagen auch nicht Glaubens.... sondern einfach nur Brüder und Schwestern.

vor 26 Minuten, Markus Jung schrieb:

Machst du eigentlich auch heute noch selbst aktiv Musik? - Tonleitern am Klavier ja vermutlich nicht mehr ;).

 

Ja ich mache eigentlich noch Musik Ich spiele heute ein anderes Instrument, abwr zum Lernen eher weniger 

vor 2 Stunden, Amira schrieb:

 Ich muss mir die immer nochmal "als Text" zusammenfassen, kann sie danach dann aber auch meistens wieder abrufen (klingt grad völlig planlos oder?)

finde ich überhaupt nicht

vor 2 Stunden, Amira schrieb:

Ich finde es übrigens schade dass man heutzutage immer das Bedürfnis hat/haben muss (?) 

 

Nein das habe ich nicht. Mir ist es wichtig zum einen taktvoll zu sein und zum anderen gerade auf einer Plattform, die sich grundsätzlich anderen Themen widmet deutlich zu machen, dass es eben genau nicht darum geht sich aufzudrängen. Ein bisschen hat das auch mit den Nutzungsbedingungen zu tun :)

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Was mir bei deinen Bildern immer sofort ins Auge springt ist das Wörterbuch für Persisch. Darf man fragen, warum du genau Persisch lernst? :)

 

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polli_on_the_go

Geschrieben

vor 11 Stunden, Motiviert schrieb:

Was mir bei deinen Bildern immer sofort ins Auge springt ist das Wörterbuch für Persisch. Darf man fragen, warum du genau Persisch lernst? :)

 

Klar darfst du das. Das hat mehrere Gründe. Zum einen bin ich recht "sprachbegabt" und nutze diese Begabungen gerne. Englisch spreche ich schon fließend. Fanzösisch und ich habe eine etwas oberflächlichere Liebe für mehr als DELF B1 hatte ich dann keine Verwendung, habe aber auch zuletzt wieder begonnen etwas mehr auf Französisch zu lesen. 

 

Nun zum Persischen. Ich wollte noch eine Sprache lernen. Erst hatte ich mir Polnisch angeschaut, aber die Sprache war mir nicht musisch genug (da ist Französisch in der Tat schwer zu toppen). Als ich bei Freunden war, haben wir uns drüber unterhalten und irgendwie war es mehr ein Scherz, als jemand sagte, warum lernst du nicht eigentlich Persisch für den Dienst (Anm. Dienst ist das wo ich mich mit Menschen egal wo her, nach Möglichkeit in ihrer Muttersprache über Glaubensthemen unterhalten). Das war der erste Aspekt. Ich glaube ich was für mich dann aber den endgültig ausschlaggebende Aspekt war, war, dass ich auch in gewisser Weise einen persönlichen Bezug zur Sprache habe. Mein Schwager kommt aus Afghanistan. Ist zwar mittlerweile Deutscher, dennoch lernt meine Nichte von Anfang an ihre Wurzeln kennen. Sie wächst zweisprachig auf und diesen kleinen Zwerg so quirlig in dieser wunderschönen Sprache zu erleben, das hat einfach ein, warum nicht ausgelöst.

 

Persisch ist sprachlich zugleich eine Herausforderung und doch auch eine Belohnung, die ich mir gönne. Wenn man einmal den dreh mit dem Alphabet raus hat und was sich wie zu welchem Buchstaben verbindet und welche Buchstaben in welcher Kombination welchen Vokal bilden (Farsi/ Dari (ich lerne Dari) ist ein nahezu Vokallose Schriftsprache), dann geht es eigentlich. Im Moment kann ich es jedoch nicht so intensiv machen, wie ich möchte, das muss jetzt bis nach den Prüfungen und der Thesis warten.

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  • Community Manager
Markus Jung

Geschrieben

Findest du Persisch denn musisch? 

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polli_on_the_go

Geschrieben

musisch nicht im Sinne dr Sinfonie des Französischen abwr sehr Rhythmisch 

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