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Das Jahr 2017 - eine Bilanz

unrockbar

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Ein frohes neues Jahr erstmal allerseits! Etwas verspätet, aber ich hatte ja versprochen für das Jahr 2017 noch eine Bilanz zu ziehen.

 

Ein Jahr Fernstudium an der Fernuni Hagen ist nun vergangen, wie ist es mir damit ergangen?

 

Das Ziel:

Es war einmal ein Tag ca. im April 2016. Ich war eine Weile lang arbeitslos und machte mir meine Gedanken, wie es weitergeht. Nachdem ich noch einmal darüber nachgedacht hatte, ein weiteres Präsenzstudium aufzunehmen um mich besser für den Arbeitsmarkt aufzustellen, kam ein sehr gutes Jobangebot dazwischen. Als dann das erste Geld auf dem Konto war und man sich endlich all die Dinge leisten konnte, von denen man als Student nur geträumt hat, kam ein nochmaliges Präsenzstudium unter keinen Umständen mehr in Frage. Dennoch habe ich so einige Stellenanzeigen während der Bewerbungsphase gefunden im Bereich eLearning, die mein Interesse geweckt haben. Allerdings wurde ich bei solchen Stellen nicht mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich gehe davon aus, dass dieser Bereich zukünftig noch viel stärker boomen wird und kann mir eine Arbeit darin auch gut vorstellen. Was also tun, um mich dafür zu qualifizieren?

Ich recherchierte nach Weiterbildungen und Studiengängen zum Thema eLearning. Das beste Preis-Leistungsverhältnis bot mir die Fernuni Hagen. Irgendwie konnte ich mich noch nie so wirklich mit privaten FHs anfreunden und setze eher auf staatliche Hochschulen. An der Uni Rostock gibt es beispielsweise auch einen Master Bildung und Medien, kostet allerdings pro Semester mehr als ein ganzes Studium in Hagen. Also fiel mir die Wahl relativ leicht.

 

Der Beginn:

Ganz begeistert über diese tolle Möglichkeit mich neben der Arbeit weiterzubilden und fit für den Arbeitsmarkt der Zukunft zu machen, wollte ich mich zum WS 16/17 einschreiben. Ich musste jedoch feststellen, dass man nur mit pädagogischem Bachelor die Voraussetzungen dafür erfüllt. Mist, bin Sozialwissenschaftler...

Mit fachnahen Bachelorabschlüssen kann man jedoch unter Auflagen zugelassen werden, nämlich 2 Module aus dem Bildungswissenschaften Bachelor nachzuholen. Gut, also würde mich mein Weg einen Umweg von 12 Monaten kosten, wenn ich die beiden Module im Akademistudium erst bestehen muss. 12 Monate deshalb, weil ich pro Semester lieber nur ein Modul machen wollte. Das dauert entsprechend lange, aber mir war die neugewonnene Freiheit von ständigem Lernen, Prüfungsdruck und Hausarbeiten schreiben zu wertvoll, um mich nochmal in diesen Teufelskreis zu begeben. Also lieber mit Weile, aber dafür entspannt schaffbar.

 

Abgeschlossene Module:

Den Plan habe ich auch so durchgezogen. Im WS 16/17 Biwi 1A und im SS 17 Biwi 1B. Beides konnte ich mit relativ wenig Aufwand (da bereits genug Vorwissen) gut meistern. Auf die Note kam es entsprechend ja auch nicht an. Das absolut freie Lernen kam mir dabei außerdem sehr entgegen. Es gab keine Prüfungsvorleistungen, die abzugeben gewesen wären, keine Gruppenarbeiten, nichts. Nur das Material und ein Prüfungstermin. Ich persönlich komme damit sehr gut klar, da ich sowieso lieber alleine lerne und mir meine Zeit völlig frei einteilen möchte. Ich kann allerdings nachhvollziehen, dass es sehr vielen anderen da ganz anders geht, vor allem denjenigen, die das erste mal studieren. Da ist ein wenig mehr Hilfe und Anleitung sicher dringend nötig, als das was die Fernuni anbietet. Es gab zwar einige Online Kurse zur Vertiefung des Stoffs, die habe ich aber trotz guten Vorsatzes nicht genutzt. Eventuell waren die ja schon sehr hilfreich für den einen oder anderen.

 

Derzeitiger Stand:

Vom Probelauf des Akademiestudiums angetan, entschied ich mich zusätzlich zum eigentlichen Plan, den Master eEducation zu machen, dazu, einen lang gehegten Wunsch nach einem Psychologiestudium mit aufzunehmen. So wie es bisher lief, traute ich mir deutlich mehr zu. Also gesagt, getan und eingeschrieben für den Master und in den BSc. Psychologie zum WS 17/18.

Das erste Modul in eEducation habe ich trotz großer Anfangseuphorie kaum angefasst. Obwohl ich das Thema sehr interessant finde, konnte ich mich zeitlich doch nur auf ein Modul konzentrieren, also habe ich Psycho M1 wegen der Modulschranke für die interessanteren Themen den Vortritt gebeben. In eEducation hätte eine Gruppenarbeit und eine anschließende Hausarbeit angestanden, so viel Zeit konnte ich einfach nicht aufbringen. Da kamen mir die 3 Prüfungsvorleistungen und Klausur in Psycho eher entgegen. Der Stoff ist zwar unglaublich umfangreich, die strikte Taktung des Moduls geht mir gegen den Strich und die rein online verfügbaren Materialien gefallen mir auch nicht so sehr wie die gedruckten Studienbriefe, aber einen sehr großen Vorteil hat es: es gbt so viele Leute, die sich wahnsinnig viel Mühe machen und ihre Zusammenfassungen etc. fleißig mit allen teilen. Danke dafür, ihr seid die Besten! Dank ihnen komme ich halbwegs gut mit, da ich mir eine Menge Arbeit ersparen kann, indem ich bereits fertige Zusammenfassungen nehme, den Studientext lese und nur noch hinzufüge in der Zusammenfassung, wovon ich meine, dass es fehlt. Ansonsten hätte ich im WS 17/18 wohl gar kein Modul ernsthaft bearbeiten können. Dafür war auf Arbeit zu viel los. Ich schiebe immernoch mehr als doppelt so viele Überstunden vor mir rum als eigentlich erlaubt sind. Wenigstens kommt jetzt entwas Entspannung wieder hinein, da die offene Stelle endlich besetzt wurde.

Ich bin also optimistisch, dass ich das Psycho M1 hinbekomme und schaue im SS18 dann nochmal, ob ich beide Studiengänge paralell schaffen kann.

 

Wie geht es weiter:

Ich muss überprüfen, ob ich mir nicht doch zu viel vorgenommen habe und trotz Motivation nur einen Studiengang bzw. nur ein Modul pro Semester schaffen kann. Dann stehe ich dummerweise vor einer großen Frage: Psycho weil Interesse oder eEducation weil mittelfristige Berufschancen? Eigentlich möchte ich beides, aber ob das klappt, bleibt zu prüfen. Wäre es wie in Biwi aufgebaut, also völlig frei, dann ginge das. Aber die Prüfungsvorleistungen, Abgabefristen, Gruppenarbeiten erschweren mir meine Zeiteinteilung...

Das wird sich also zeigen müssen.

Desweiteren ist mein guter Vorsatz für 2018 eine Weiterbildung zu beginnen. 2017 wurde mein Antrag ja bereits abgeschmettert, weil befristete Mitarbeiter selbst zusehen können, wo sie bleiben. Das wird sich 2018 nicht ändern, also muss ich eine selbstfinanzierte und durch Urlaub abdeckbare Weiterbildung finden. Das wird schwierig, aber ich komme nicht davon los, dass mir eine Ausbildung zum systemischen Berater / systemischen Coach wahnsinnig viel bringen würde.

 

Es bleibt also spannend in 2018. Ich wünsche uns zumindest, dass unsere Wünsche bezüglich des Fernstudiums in 2018 ganz nach Plan in Erfüllung gehen. :)



6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das klingt nach einem sehr anspruchsvollen Plan, aber man merkt deinen Ehrgeiz und deine Motivation, deinen Antrieb dahinter! :) Hast du dich schon über Anbieter für deine geplante Fortbildung informiert? Was das betrifft. stehe ich gerade an einem ähnlichen Punkt...

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Mir scheint es schon so, dass eine Konzentration auf ein Modul zu einer Zeit für dich sinnvoll sein könnte - gerade wenn du jetzt zusätzlich auch noch eine weitere Fortbildung machen möchtest.

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Am 6.1.2018 um 02:04 , sasa schrieb:

Das klingt nach einem sehr anspruchsvollen Plan, aber man merkt deinen Ehrgeiz und deine Motivation, deinen Antrieb dahinter! :) Hast du dich schon über Anbieter für deine geplante Fortbildung informiert? Was das betrifft. stehe ich gerade an einem ähnlichen Punkt...

 

Ja, das habe ich. Ich bleibe allerdings immer bei dem gleichen Problem stecken: alle Anbieter in meiner Stadt veranstalten die Präsenzseminare unter der Woche, sprich ich müsste wirklich alles mit Urlaub abdecken. Völlig unmöglich. Das würde sich auf ca. 22 Tage im Jahr belaufen, bei 30 Tagen Urlaub. Von Erholung bliebe also nichts mehr übrig.

Und die Weiterbildung in anderen Städten aufnehmen ist ebenfalls fast unmöglich... denn ich muss nicht nur permanent hinfahren (ca. 1x im Monat) für Präsenzen, sondern die ca. 80 Stunden Gruppenarbeit müsste ich auch in physischer Präsenz mit meiner Gruppe absolvieren. Also wieder hinfahren + evtl. Übernachten in einer anderen Stadt. Das treibt die Kosten unverhältnismäßig in die Höhe und bedarf sicher auch einiges an Urlaub.

 

Es scheitert derzeit einfach an einem Anbieter in meiner Stadt, der gewillt ist am Wochenende Seminare anzubieten. Die meisten Ausbilder wollen ihr Wochenende aber nicht opfern, da anscheinend genug Teilnehmer zusammenkommen, die unter der Woche aufschlagen können (meist Mo+Di oder Do+Fr von 9-17 Uhr pro Tag), weil sie Teilzeit arbeiten oder vom Arbeitgeber unterstützt und freigestellt werden. Sollte nicht zufällig ein neuer Anbieter auftauchen, wird aus dem Vorhaben wahrscheinlich nichts.

 

vor 22 Stunden, Markus Jung schrieb:

Mir scheint es schon so, dass eine Konzentration auf ein Modul zu einer Zeit für dich sinnvoll sein könnte - gerade wenn du jetzt zusätzlich auch noch eine weitere Fortbildung machen möchtest.

 

Das Fernstudium würde ich solange pausieren oder auf maximal 1 Modul pro Semester definitiv runterschrauben, wenn ich eine Weiterbildung finden würde. Harakiri hatte ich nicht vor ;)

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Viel Erfolg bei der Suche. Gibt es auch keine Angebote mit Blended Learning, welche die Seminare am Wochenende oder in Blockform über Wochenenden anbieten, so dass du weniger Urlaub benötigst?

 

Würdest du Bildungsurlaub bekommen, um den Aufwand zumindest reduzieren zu können?

 

Zitat

Das Fernstudium würde ich solange pausieren oder auf maximal 1 Modul pro Semester definitiv runterschrauben

 

Sehr vernünftig :91_thumbsup:.

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Bildungsurlaub gibt es in dem Bundesland meines Arbeitgebers nicht, der Wohnort ist blöderweise nicht ausschlaggebend.

Blended Learning gibt es da leider auch nicht. Die anerkannten Weiterbildungen zB nach DGSF sind alle standardisiert, um das Zertifikat bekommen zu können. Und da ist ein Online Anteil nicht vorgesehen. Wie gesagt, die Seminare findet man schon am Wochenende, aber eben in anderen Städten. Das wäre durchaus machbar mit den Hotelkosten. Aber für die Gruppenarbeit in Präsenz kann ich nicht immer für 2-3h pro Woche auch nochmal in die andere Stadt hinkutschieren.

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