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Update: alles sch***, am Boden, depri

MichiBER

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Hallo Leute,

 

ich habe mich in der letzten Zeit kaum auf irgendetwas konzentrieren können. Am 01.09. steht die nächste Klausur an und ich habe von den 4 Heften bislang nur 1 durchgelesen (und das war vor mehr als einem Monat). Ich bekomm momentan wenig auf die Reihe, was das Studium anbelangt. 
Auf der Arbeit gibt es gerade die nächste Entlassungswelle, die mich zwar nicht direkt betrifft (eine andere Abteilung ist betroffen. 12 von 30 Mitarbeitern müssen gehen), aber immerhin indirekt. Denn, wir in der Entwicklungsabteilung stellen Messsysteme und Prototypen her, aber das Messen und feine Zusammenbauen oblag bislang der Abteilung, die derzeit arg dezimiert wird. Somit bleibt diese Arbeit (natürlich zusätzlich zur alltäglichen Arbeit) bei uns hängen.

Das nächste Ding, was mich nicht gerade milde aus der Bahn geworfen hat, ist die Tatsache, dass die Hochzeit, die im August geplant war, nicht stattfinden wird. Ich habe meine Augen geöffnet und gesehen, dass ich mich in dieser Beziehung psychisch nur kaputt machen würde. Seit diesem Monat bin ich wieder alleine in meiner Bude. Bis zum letzten Monatsende hatte man noch 2 Wochen in der Selben Bude verbracht, was eine wahre Zerreißprobe war (sie war am Betteln und Anflehen, aber so grundlegend kann sich ein Mensch einfach nicht ändern).

 

Ich habe super Freunde (und Familie), die mich momentan auffangen, jedoch fühle ich diese Leere und kann mich nicht zum Lernen motivieren. Selbst die Tatsache, dass bereits in 8 Wochen eine Klausur ansteht, kann momentan nicht den inneren Druck erhöhen, meinen Ar*** vor so ein Studienheft zu bewegen. 

 

Mit Urlaub nehmen vor der Arbeit sieht es momentan eher schwierig aus, da das aktuelle Projekt gerade seinen Höhepunkt der Entwicklungsarbeiten aufweist. Vielleicht mache ich zwei mal 1 Woche Urlaub oder so. Dann muss ich mich endlich wieder an ein Heft setzen. Aber mir fehlt momentan dazu die Kraft/ der Willen.

 

Gruß



9 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Herzlichen Glückwunsch zu dieser mutigen Entscheidung! Ich habe auch schon mal eine solche Entscheidung getroffen (okay, nicht ganz so knapp, sondern kurz nach dem Antrag) und ein enger Freund hat drei Wochen vorher die Reißleine gezogen. Der emotionale Impact ist echt krass und nicht zu vernachlässigen, also nimm dich nicht zu hart dran, dass du momentan so unmotiviert bist. Dein Hirn braucht eben gerade die Energie, die du vorher für Uni, Sport, weitere Freizeit zur Verfügung hattest, um die Situation mit den ganzen Emotionen zu bewältigen.

 

Nur so als Idee, wie wäre es mit einem Urlaubssemester? Dann könntest du dich erst mal auf dich selbst und deinen Broterwerb konzentrieren, bis die Energie und Lebensfreude zurückkommt.

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Ich finde das mit dem Urlaubssemester auch keine schlechte Idee. Du würdest Dir selbst den Druck nehmen und könntest Dich erst mal neu sortieren.

Wie auch immer Du Dich entscheidest, alles Gute dabei! 🍀

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Viel Glück und Ruhe wünsch ich dir. Vielleicht wäre ein Urlaubssemester eine Gute Idee. Die Arbeit kannst du nicht abstellen und so wie sich das anhört dauert es noch eine Weile bis ihr euch von den Entlassungen erholt habt. 

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Ich wünsche Dir viel Kraft diese schwierige Phase durchzustehen! Wie Du schreibst hast Du ja zumindest Halt bei Familie und Freunden. Hoffentlich findest Du bald den Spaß und die Freude wieder, alles andere wird sich dann ergeben. Ich drücke Dir die Daumen! :smile:

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Eine mutige Entscheidung. Dass Dir diese soviel Kraft raubt und Du mit den neuen Lebensumständen neben dem beruflichen Druck erst einmal zurecht kommen musst, ist mehr als verständlich. Vielleicht wäre ein Urlaubsemester oder das Verschieben der Klausur eine Option. 

Ganz gleich, wie Du es löst, ich wünsche Dir viel Kraft und einen neuen Blickwinkel, der Dich das Leben wieder positiver sehen lässt. Unterstützung hast Du ja Gott sei Dank. Nutze sie! 🍀

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Danke für die interessanten und unterstützenden Antworten.

Vielleicht kann es @Markus Jung aus seiner Erfahrung aus dem Psychologiestudium erklären, warum man sich manchmal lieber eher Fremden anvertraut, um seine Last einmal loszuwerden. :)  Jedenfalls hat es mir geholfen. Fühle mich ein wenig besser.

 

2012 hatte ich das Bachelorstudium angefangen, nachdem ich mich von meiner Damaligen getrennt und in eine neue Wohnung gezogen bin. Dies alles hatte mich motiviert, ein Fernstudium anzugehen.

Dieses Mal erscheint es mir irgendwie ein wenig anders.

 

So ein Urlaubssemester hört sich gar nicht mal so schlecht an. Jedoch hätte ich dann 2 Fragen im Hinterkopf.

1. Komme ich nach dem halben Jahr Pause wieder schnell ins Lernen rein?

2. Kann ich das Studium in Ruhe in dieser Firma abschließen? (keiner weiß, ob der Laden nächstes Jahr geschlossen wird)

 

Vielleicht mache ich einen Kompromiss. Vielleicht schreibe ich nicht im September, sondern erst im Dezember die Klausur.

Heute bespreche ich mit meinem Vorgesetzten, ob, wann und wie viele Tage am Stück ich mir in diesem Monat Urlaub nehmen kann. Davon mache ich die Klausurplanung jetzt auch abhängig.

Danke und Gruß.

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vor 2 Stunden, MichiBER schrieb:

. Komme ich nach dem halben Jahr Pause wieder schnell ins Lernen rein?

Ja (aus Erfahrung bei 6 fachem Zeitraum). Zumal du dir einfach Druck raus nimmst. Wenn du Lust hast, was zu machen kannst du es (nur eben nicht einreichen, Fragen stellen usw.).

 

Nur ich glaube so lange du dir mehr Druck aufbaust und dadurch auch etwas dem Verarbeiten ausweichst (vielleicht liege ich auch falsch), schlummert es da, bis es von hinten dann ausholt, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

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Wie es immer ist mit der lieben Liebe, der Mensch plant & das Schicksal lacht drüber. Aber irgendwann muss eine Entscheidung getroffen werden, ich glaube aktuell ist so eine Zeit in der sich viele nochmals alles gründlich überlegen (betrifft z.B. mich & weitere Bekannte). Es muss etwas in der Luft sein!

 

Lass uns einen Kaffee trinken gehen :thumbup: 

 

hihi, mach irgendwas Verrücktes um dich aus der aktuellen Situation mit dem Kopf zu befreien. Mir hat ein Gleitschirmflug geholfen

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Am 9.7.2018 um 06:46 , MichiBER schrieb:

Vielleicht kann es @Markus Jung aus seiner Erfahrung aus dem Psychologiestudium erklären, warum man sich manchmal lieber eher Fremden anvertraut, um seine Last einmal loszuwerden. :)

 

Aus dem Studium jetzt nicht unbedingt. Aber allgemein denke ich, dass es mitunter leichter ist, mit Unbeteiligten zu sprechen oder diesen etwas zu erzählen. Weil es vielleicht risikoärmer ist. Und im Falle einer Trennung, weil sie auch nicht in eine Zwickmühle zwischen den Betroffenen geraten können.

 

Ich denke, das ist auch ein großer Vorteil von Therapeuten - zusätzlich von den fachlichen Kompetenzen, die diese natürlich mitbringen.

 

Meiner Meinung nach ist es gut, wenn du dir jetzt die Zeit nimmst, die du brauchst. Und gleichzeitig auch schaust, dass du in der einen oder anderen Form aktiv bleibst. Je nachdem, was sich für dich hilfreich anfühlt.

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