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M1 - Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" - Rückblick und Kritik

Rosenthal

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Liebe Freunde der Fernbildung und Psychologie,

nun möchte ich aber auch endlich mal etwas ganz konkret zu meiner Erfahrung mit dem Studium bisher im B.Sc. Psychologie an der Fernuni Hagen schreiben.

Im Moment bearbeite ich ja M1 und die einzigen beiden Kurse, die ich bis jetzt komplett abgeschlossen habe, sind "Statistik I" aus M2 und der Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" in M1. Über die Statistik werde ich mich dann äußern, wenn ich M2 weiter bearbeite, zum Kurs aus M1 nun ein paar Erfahrungen und Gedanken:

Struktur des Kurses:
Im Wesentlichen besteht der Kurs aus zwei großen Einheiten:

  1. Studybuddy-Kennlernphase
  2. Verpflichtende und freiwillige Lernaufgaben


Studybuddy-Kennlernphase:

In der ersten Phase bekam jede/r Studierende einen Studybuddy zugeteilt. In drei Kennlernphasen sollten zunächst recht geläufige, später auch ziemlich persönliche Fragen gegenseitig beantwortet werden. Ich bin ganz ehrlich: Das war nicht meine liebste Beschäftigung. Meine zugeteilte Kommilitonin war sehr nett und es war ein interessanter Austausch. Ich hätte darauf aber vom Aufwand her locker verzichten können. Ich weiß, dass vielen (gerade ja auch hier im Forum) der Austausch unter den Studierenden wichtig ist, insb. wenn es dann um Lerngruppen geht. Ich lerne allerdings schon immer lieber alleine und empfand diese Phase daher nicht unbedingt als gewinnbringend/zielführend. Ich kann mir aber vorstellen, dass gerade für viele, die noch nie studiert haben oder sich sehr unsicher mit dem Fernstudium sind, diese Phase ein toller Anker ist.

Verpflichtende und freiwillige Lernaufgaben:
Hier gab es nun zwei Texte zu bearbeiten. Zunächst konnte man einen Test zu seinen Studienmotiven abschließen und daran anknüpfend wurde einem ein Lexikonartikel zu einem Fachwort und ein entsprechender Fachartikel einer Studie vorgeschlagen. Überdurchschnittliche Werte hatte ich bei den Studienmotiven Helfen, Leitung und Wissen. Ich habe mich dann für die Texte zum Thema Wissen entschieden, da sie mir auch auf Anhieb zusagten: Der Lexikonartikel (aus dem berühmten Psychologie-Lexikon: Dorsch) zum Thema "Empathie" und eine Studie über Mobbing in Schulklassen, bei dem es u.a. auch um den Einfluss von Empathie und Normen auf das Verhalten in Mobbing-Situationen ging. Es wurden dann versch. Materialien bereitgestellt zum Aufbau wissenscahftlicher Fachartikel, Schreib- und Zitationsregeln, Literaturangaben, wissenschaftlichen Fehlverhalten und Peer-Review. Pro Woche war dann der Lexikonartikel, bzw. immer ein Abschnitt des englischen Fachartikels anhand von teils selbst gestellten, teils vorgegebenen W-Fragen zu lesen und zusammenzufassen. Die Zusammenfassungen mussten dann eingestellt werden. Von der Modulleitung wurden sie prinzipiell grob überprüft und als bestanden/nicht bestanden gewertet. Innerhalb kleinerer Gruppen von Studierenden wurde dann ein Peer-Review durchgeführt, d.h. man bekam Texte anderer Studierender zu lesen und sollte sie anhang vorgegebner Kriterien bewerten. Dieser letzte Teil der Aufgabe war allerdings freiwillig. Ich bin mit dem englischen Fachartikel ziemlich gut zurecht gekommen. Zwar musste ich doch einige Vokabeln nachschlagen, aber gerade die grammatikalische Struktur war leicht nachvollziehbar, obwohl mein letzter Englischunterricht schon fast sieben Jahre zurück lag. Die Lernaufgaben empfand ich als sehr leicht aufgrund der beim Fachartikel vorgegebenen W-Fragen. Die Klausurvorleistung für M1 war daher schnell erledigt. Wer wollte, konnte sich immer noch Tipps über die Foren in Moodle holen - dazu werde ich mich vielleicht später noch einmal hier äußern, nur so viel: Ich kann damit nicht so viel anfangen.

Kurzkritik:

POSITIV:

  • von Anfang an Herausforderung durch englischsprachigen Fachartikel, was in den folgenden Modulen meiner bisherigen Kenntnis nach auch aufgegriffen und vertieft wird
  • viele Materialien zum wissenschaftlichen Arbeiten
  • klare Aufgabenstellung
  • untersch. Themen je nach Studienmotivation
  • Erklären des Abrufens der Lexikon- und Fachartikel über die Fernuni-Bibliothek (online)


NEUTRAL:

  • Studybuddy-Phase sicher sinnvoll, für mich eher verschwendete Zeit


NEGATIV:

  • meiner Meinung nach waren die Aufgaben zu leicht zu lösen: W-Fragen und Best-Practice-Beispiele waren vorgegeben, eine Lösung daher ziemlich leicht zu finden
  • die Anteile des "wissenschaflichen Arbeitens" waren auch deshalb für mein Empfinden eher klein, der Kurs hätte eigentlich heißen müssen "Einführung in das Lesen und Zusammenfassen eines Fachartikels", was ja nun aber nur ein kleiner Ausschnitt des wissenschaftlichen Arbeitens ist
  • das "Peer-Review" wurde aufgrund der Freiwilligkeit wenig genutzt, nachdem ich selbst drei Artikel kommentiert hatte, aber meiner nicht kommentiert worden war, hatte ich ehrlich gesagt dann auch keine große Lust mehr, mich bei den folgenden Lernaufgaben da zu engagieren - vielleicht sollte das doch verpflichtender Teil der Klausurvorleistung für M1 sein?

 

Fazit:

Ich fühle mich nicht wirklich umfassend ins wissenschaftliche Arbeiten eingeführt. Allerdings habe ich beim Überfliegen von M2 schon gesehen, dass auch dort das Thema "Fachartikel" noch einmal aufgegriffen wird und auch in den Modulbeschreibungen der kommenden Module ist immer von der Festigung der Kompetenzen des Lesens und Verstehens von englischen Fachartikeln und der wissenschaftlichen Argumentation die Rede. Gerade letzteres hatte ich eigentlich in diesem Kurs erwartet und ein paar konkretere Übungen zur Literaturrecherche für untersch. Themen (z.B. wie finde ich einen Fachartikel für ein Thema, was mich gerade interessiert, und überprüfe seine Qualität und Aussagekraft beim Überfliegen?). Aber vielleicht wird das eben wirklich nach und nach über die folgenden Module aufgebaut. Ich bin gespannt.

Soweit erst einmal für heute, ich setze mich jetzt weiter an die Bearbeitung der Forschungsmethoden und "kulturellen Vielfalt", beides sehr interessant, aber dazu später mehr.

Bis dahin sage ich erst einmal:
Bleibt neugierig und positiv!
Euer Pygmalion.



4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Vielen Dank für deinen ausführlichen Rückblick auf M1.

 

Diese Elemente Studdybuddy und Peer Reviews sind ja noch recht neu im Studium. Früher wurden die Studierenden da mehr ins kalte Wasser geschmissen und fühlten sich oft überfordert, nun mit der Hinführung ist mancher vielleicht eher unterfordert. Aber das zieht sicher noch an 😉.

 

Ich denke auch, es sollte so geregelt sein, dass diejenigen, die selbst andere Beiträge bewerten auch eine Bewertung zurück erhalten, sonst ist das wirklich demotivierend. 

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Zum Peer-Review noch kurz: Hier ist noch positiv hervorzuheben, dass die Modulbetreuung schnell auf die Kritik der fehlenden Rückmeldungen reagiert hat und ein neues Forum eingerichtet hat, wo die Arbeiten auch unabhängig von den eigentlich zugeteilten Gruppen gegenseitig zur Bewertung freigegeben werden konnten!

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