Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    16
  • Kommentare
    48
  • Aufrufe
    1.199

Zwei auf einen Streich: Seminare zu WIN01 und INT01

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Umlaut

84 Aufrufe

Am Samstag war ich in den Räumen der AKAD FH Stuttgart um die Seminare zu WIN01 und INT01 zu besuchen und eine Prüfungsvorleistung in INT01 zu besuchen. Beide Seminare wurden von dem selben Dozenten gehalten. Aufgrund des guten Wetters gab es wohl einen großen Schwund unter uns Studenten: anstatt 18 kamen nur 11 zum ersten Seminar. Der Dozent ist ein sehr netter, lustiger Mensch aus der Praxis, der aber leider einen Tick zu leise spricht, so dass man sehr angestrengt zuhören muss. Insgesamt hat sein Art des Erzählens mehr an eine Sammlung an Anekdoten erinnert, als an Unterricht, den man aus der Schule gewohnt ist. Vielleicht kommt mir das aber auch nur so vor, denn dieses Fernstudium ist mein erster Kontakt mit der akademischen Welt und somit habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Zudem muss man ihm auch lassen, dass er sich bemüht hat noch mal wichtige Punkte zu betonen, denn zum einen ist der Stoff aus WIN01 sehr umfangreich (so ziemliches jedes Thema wurde einmal angesprochen) und zum anderen bestanden die anwesenden Studenten aus BWL- und IBC-Studenten auf der einen und Wirtschaftsinformatik-Studenten auf der anderen Seite und man er konnte es somit keiner Gruppe wirklich recht machen. Besonders gut gefallen hat mir, dass er sich viel Zeit für die Fragen der Studenten genommen hat. Genau dafür sollte ein Seminar auch da sein. Um das Seminar etwas aufzulockern, zeigte er uns Lochkarten, einen Sund-Einschub-Server (war das schon ein Blade?) und andere Hardware. Da es keine Prüfungs-(vor-)Leistung gab, endete das Seminar nach vier Stunden und alle anwesenden Studenten, von denen einige nicht ein Wort gesagt hatten, erhielten sechs ECTS gutschrieben. Die Note für dieses Seminar wird durch die Bewertung der Einsendeaufgabe bestimmt.

Insgesamt hätte ich mir etwas mehr Interaktion und auch Herausforderungen gewünscht. Ich fahre doch nicht 200 km und verbringe vier Stunden in der Hochschule, nur um mir etwas erzählen zu lassen! Ich möchte auch etwas aus dem Seminar mitnehmen.

In INT01 waren wir immerhin 18 Studenten; nur wenige Studenten aus WIN01 wollten die Gelegenheit nicht nutzen und das Seminar direkt im Anschluss besuchen. Der Dozent ging recht schnell seine Folien durch und fragte hin und wieder ein paar Begriffe ab. Er erzählte auch weniger Anekdoten, dafür bekamen wir alle später eine Aufgabe. Er teilte uns am Ende seiner Folien in vier Gruppen auf, die alle einen anderen Aspekt mit Zusammenhang mit dem Online-Shop einer imaginären Firma zu bearbeiten hatten. Jede Gruppe bekam 30 Minuten um die Aufgaben zu bearbeiten und anschließend jeweils 10 Minuten zum präsentieren. Die Motivation der Studenten war sehr unterschiedlich und somit auch die Qualität der Ergebnisse. Ich habe es mir nicht nehmen lassen etwas mehr zu erzählen und auch am Flipchart zu präsentieren, da ich die Aufgabe als wohltuende Abwechselung vom passiven Zuhören sah.

Anschließend erzählte uns der Dozent von der anstehenden Prüfung, welche ja nach Studienordnung als Test oder Klausur gezählt wurde. Er sagte ganz offen, dass er diese Art von Prüfung nicht leiden kann, da es dabei um reines Auswendiglernen und möglichst wortgleiche Wiedergabe von Texten geht. Die größten Probleme mit dieser Prüfung hätten offenbar Informatiker, besonders, wenn sich diese mit dem Thema Internet schon gut auskennen würden, da diese dann nicht sorgfältig genug lernen würden. Er sprach auch ganz offen von der Seite www.fernstudenten.de und den dort verfügbaren Lernkarteikarten. Anschließen hatten wir 90 Minuten Zeit um mit diesen Karteikarten, die von anderen Studenten erstellt worden waren, zu lernen. Unser Dozent druckte sogar extra für die armen Studenten, die nicht von diesen Karten wussten, Seiten aus.

Dies war nun wieder der Punkt, an dem ich sehr enttäuscht war. Ich opfere einen ganzen Tag für die beiden Seminar und dann soll ich einfach noch mal vor Ort lernen, anstatt Wissen zu vertiefen oder Fragen zu klären? Ich hatte öfters zwischendurch Fragen gestellt, die dann aber nicht in der gewünschten Tiefe beantwortet wurden, um die anderen anwesenden Studenten nicht zu verwirren. Also so habe ich mir das Seminar ganz bestimmt nicht vorgestellt. Aber wie gesagt, vielleicht habe ich einfach nur eine falsche Vorstellung und es gibt einfach Seminare, die so ablaufen...

Kurz vor der Prüfung gab es dann noch einmal eine große Verwirrung, als die Klausuraufsicht sagte "Ich hoffe, Sie haben alle Ihre Taschenrechner dabei". Offenbar war ein Taschenrechner als erlaubtes Hilfsmittel angegeben. Nur wenige hatten tatsächlich einen dabei und somit reichten die Handvoll Rechner der Aufsicht nicht aus um alle Studenten zu versorgen. Somit sollten sich immer zwei bis drei Studenten einen Rechner teilen. Zum Glück wurde schnell klar, dass es bei den Aufgaben nichts zu rechnen gab. Der Test bestand aus vier Detailaufgaben, bei denen Begriffe abgefragt wurden, die man möglichst wortwörtlich nach der Lerneinheit beantworten sollte. Es gab zwei Komplexaufgaben, von denen man nur eine bearbeiten musste. Dort wurde ein Zusammenhang benannt, den man erläutern sollte und halt möglichst gut die Textstelle der Lerneinheit zu diesen Thema rezitieren sollte.

Mit den Aufgaben kam ich ganz gut zurecht. Ich habe zwar sicherlich das ein oder andere Stichwort vergessen, aber ich müsste einigermaßen bestanden haben. Immerhin war der Test mal eine gute Übung um uns Erstsemester auf die Prüfungen bei der AKAD vorzubereiten.


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


1 Kommentar


Ich kann dich ziemlich gut verstehen - ich denke an deiner Stelle hätte ich mich da auch geärgert, wenn so ein Seminar zur "Gleichmacherei" wird.

Andererseits hast du so immerhin einen guten Einstieg gehabt - so leicht kann es ja nicht das ganze Studium weiter gehen :)

Interessanter Bericht, danke dafür.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • der Pate
      Von der Pate in Von Zuhause aus an der Merseyside studieren 8
      als Fernstudent ist man zu einem nicht geringen Teil Einzelkämpfer. Gerade in der Thesis kommt dies nochmal verstärkt hinzu, denn ausser dem Betreuer hat man ja eigentlich mit sonst Niemandem mehr zu tun. Ich habe ja in meinem letzten Blogbeitrag von meinem Problem bei der Thesis, bedingt durch mein berufliches und privates Umfeld, geschrieben. Seitdem sind ein paar Sachen passiert. Die Auflagen um die Verlängerung zu bekommen habe ich erfüllt. Mein Proposal ist fertig. Das Proposal ist für meine Master Thesis das, was das Expose für die Dissertation ist. Mein Betreuer hat mein Proposal erhalten und war sehr zufrieden, er hatte nur 3-4 kleine Anmerkungen die ich heute noch ausarbeite und dann passt es so. Durch das Proposal habe ich auch schon die theoretischen Grundlagen für meine Thesis fast fertig. Ich muss noch ein paar Dinge weiter ausarbeiten, aber das ist alles überschaubar. Mein Betreuer hat mir Mut gemacht und eventuell brauche ich die Fristverlängerung garnicht. Aber soweit möchte ich noch nicht denken, es steht ein Haufen Arbeit vor der Tür. Aber und das macht mir Mut, ich kenne den Betreuer aus einem Modul, als er dort mein Prof war und er hat einen sehr hohen Anspruch, seine erste Rückmeldung ist für mich auf jeden Fall ein Zeichen das ich, wenn ich so weiter mache, die Chance habe das Ergebnis zu erzielen, welches ich mir wünsche. Ich spüre endgültig das Tief hinter mir gelassen zu haben. Diese Woche habe ich jeden Tag bis frühs um 3 - 4 Uhr am Proposal gearbeitet und war den ganzen Tag voller Energie. Am WE werde ich etwas mehr schlafen und weiter an der Arbeit bleiben und wenn ich dann doch die Verlängerung brauche (sie nehmen zu können befreit mich) werde ich mich deswegen auch nicht verrückt machen.
      Ich bin aktuell wieder ganz der Alte und werde am Wochenende ein beachtliches Stück meiner Thesis fertig machen. Ich selbst darf mich nicht hängen lassen und habe zumindest im Vorfeld (auch in einem alten Blogbeitrag beschrieben) wirklich recht behalten mir diesen Betreuer auszusuchen und bin noch immer dankbar, dass er mich genommen hat und mir so den Rücken stärkt und mich motiviert.
       
      Desweiteren gibt es auch sonst noch Neuigkeiten, die Türe mir noch Wünsche zu erfüllen für die ich das Studium benötige, hat sich ein Stück geöffnet und eventuell kann ich da auch bald noch sehr schöne Neuigkeiten präsentieren. 2017 wird ein wichtiges Jahr um meine Zukunft zu gestalten. Ich werde dieses Jahr den Masterabschluß erhalten, ich werde vorraussichtlich das Promotionskolleg beenden um dann (wenn die Thesis Note passt) Ende 2017, Anfang 2018 Doktorant zu werden und beruflich werden sich (nach aktuellem Stand zum Bestandsjob) neue Türen öffnen. Es ist unglaublich wie schnell sich die Welt innerhalb ein paar Tagen drehen kann. Hoffen wir sie behält die Richtung bei.
    • graphita
      Von graphita in Zu Zweit zum Bsc - Wiwi an der FernUni Hagen 8
      Guten Morgen,
      ein bisschen hab ich überlegt, jetzt habe ich mich doch entschlossen einen Blog zu beginnen.  
      Mit Sommersemester 2017 beginne ich an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren. Der Blog hat aber den Titel "zu zweit", jetzt die Erklärung warum: mein Verlobter, in 6 Tagen mein Ehemann, und ich haben beschlossen gemeinsam zu studieren.
      Wir arbeiten beide Vollzeit, deswegen werden wir in Teilzeit studieren. Ich möchte euch mal unsere Ausgangssituationen schildern.  
      Vor allem mein Verlobter sucht schon länger nach einer Weiterbildungsmöglichkeit. Woran ist es bisher gescheitert? Die Kosten. Und die Zeit. Mein Verlobter arbeitet im Öffentlichen Dienst und hat 10 Stunden Tage, die um 6 Uhr beginnen. Dh wir stehen um 5 Uhr auf, entsprechend müde ist man am Abend und fällt ins Bett. Da am Abend noch von 17-21 Uhr in der Schule oder FH zu sitzen... nicht realistisch. Und die gemeinsame Zeit wird auch nochmal weniger. 
      Ich selber arbeite an einer FH, ich habe nach der Schule schon an der Uni Wien studiert, aber das Leben kam dazwischen und habe mein Studium nicht abgeschlossen. Es war aber auch einfach das falsche Fach, egal. 
      Warum die Fernuni Hagen? Wie gesagt, Thema Weiterbildung war ein paar mal am Tisch. Wir sind beide erst in den 30igern, wir wollen mehr. Aber was tun? Ich selber habe Matura (also Abitur), mein Verlobter hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist seitdem berufstätig. Im November 2016 bin ich das Thema nochmal angegangen, es musste ja etwas geben, was wir machen können. Und da landete ich auf www.fernstudien.at. 
      Ich war sofort Feuer und Flamme als ich festgestellt habe, dass mein Verlobter auch studieren könnte! Ich hab im Studienzentrum angerufen um abzuklären, ob ich eh nichts falsch verstanden habe und ob mein Verlobter tatsächlich mit Berufsausbildung (KFZ Mechaniker und Elektriker) studieren könnte. Ja, kann er! 3 Jahre Berufstätigkeit hat er ja locker erfüllt! 
      Ich hab ihm davon erzählt und es war beschlossen. Wir werden gemeinsam studieren. Er leitet seit 5 Jahren ein Referat, da hat er sich Wirtschaftswissenschaften für sich ausgesucht. Ich hab gesagt, ich mache auch Wirtschaft, ich würde gerne unterrichten, vielleicht hab ich an meinem Arbeitsplatz später eine Chance auf einen kleinen Lehrauftrag. Wir werden sehen. 
      Wir werden unsere Prüfungen in Linz machen, von Wien brauchen wir ca 2 Std hin. In Wien werden auch zusätzliche LVs im Studienzentrum angeboten, daran wollen wir auch teilnehmen. 
      Ich freue mich einfach auf den Start! 
      So, das war es für´s erste. Bis ganz bald!
       
    • Forensiker
      Von Forensiker in Projekt Master 8
      Hallo liebe Blogleser,
       
      hier ganz druckfrische Informationen aus meinem Mitarbeiterentwicklungsgespräch:
      Der Master geht von Arbeitgeberseite her klar!
       
      Für die Pflicht-Präsenztage bekomme ich Dienstbefreiung, das Anerkennungs-Praktikum darf ich in unserer Einrichtung absolvieren (falls von Seiten der Diploma/MEU zulässig) und die Masterarbeit darf ich auch hier schreiben. Außerdem wird mir unser Ltd. Psychologe während des Studiums für fachliche Fragen zur Seite stehen.
      Nur Geld gibt´s keines. Womit ich aber leben kann, da die Studiengebühren ja als Werbungskosten geltend gemacht werden können.
       
      Jetzt bleibt nur noch die Hürde, in den Studiengang aufgenommen zu werden. Genaue Infos gibt es aber leider noch nicht. Die Diploma geht davon aus, dass es in zwei Wochen soweit sein wird.
       
       
      Drückt mir die Daumen!
       
      So long...
      Forensiker