Springe zum Inhalt
  • Einträge
    13
  • Kommentare
    35
  • Aufrufe
    849

M1 - Kurs "Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie" - Rückblick und Kritik

Rosenthal

385 Aufrufe

Liebe Freunde der Fernbildung und Psychologie,

nun melde ich mich seit Längerem mal wieder. Mittlerweile hat auch mein berufsbegleitender weiterbildender Master in meinem Hauptberuf mit einer ersten Präsenzphase begonnen, aber auch mit Psychologie geht es - langsam, aber kontinuierlich - weiter.

Nach "Statistik I" aus dem Modul M2 und dem Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" aus M1 konnte ich nun auch den Kurs "Einführung in die Forschungsmethoden der Psychologie" aus M1 abschließen. Meine Erfahrungen und Gedanken zu dem Kurs möchte ich (wie auch schon vorher mit dem Kurs "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten", siehe hier) nun mit euch teilen (Stand des benutzten Materials: Sommersemester 2018):

Struktur des Kurses:

Der Kurs besteht aus insgesamt neun thematischen Einheiten zu einführenden Fragen, zum Messen und Testen, quantitativen Erhebungsmethoden, Grundlagen des psychologischen Experiments, der qualitativen Forschungsmethoden und des gesamten Wissenschafts- und Publikationssystems der Psychologie. Die Bearbeitung soll über das ganze Semester verteilt werden, sodass für einige Einheiten auch mehr als eine Woche eingplant sind. Die Bearbeitung ist prinzipiell auch im Nachhinein möglich, allerdings nicht im Vorhinein: Die Einheiten werden nach dem vorgeschlagenen Bearbeitungsplan erst nach und nach "freigeschaltet", dazu später mehr.


Methoden und Materialien:

Im Grunde besteht der Kurs aus vier wichtigen Komponenten:

  • Online-Vorlesungen (Videos) mit zugehörigen Folien zum Download
  • Pflichtliteratur (teilw. online verfügbar)
  • Quizzes zur Überprüfung der Kenntnisse
  • Foren zum Austausch mit Mitstudierenden und Lehrenden


Online-Vorlesungen:
Die Videos wurden von Prof. Christ selbst aufgenommen. Er erklärt anhand der Folien die wesentlichen Inhalte. Dabei erzählt er schon auch mehr, als auf den Folien steht, insgesamt liefern sie aber das Wesentliche. Was ich mitbekommen habe: Viele Mitstudierende empfinden seine Art als etwas trocken und teilweise etwas "fahrig". Tatsächlich verspricht er sich gerne mal und korrigiert sich selbst, wo man sich bei Online-Vorlesungen fragen könnte, ob ein neuer Take nicht sinnvoll gewesen wäre. Andererseits empfand ich das persönlich sogar als relativ sympathisch. Für mein Empfinden hat er auch gut erklärt. Allerdings habe ich gelegentlich bei den Videos die Geschwindigkeit etwas "hochgedreht" und konnte dennoch recht gut folgen.

 

Pflichtliteratur:

Die Hauptliteratur (Sedlmeier/Renkewitz: "Forschungsmethoden und Statistik: Ein Lehrbuch für Psychologen und Sozialwissenschaftler), die dann auch im Modul M2 Statistik gebraucht wird, habe ich mir persönlich zugelegt (leider kurz vor Erscheinen einer neuen und veränderten Auflage - das kann im Wissenschaftsbereich eben immer passieren...). Wiewohl diese grafisch nicht besonders abwechslungsreich gestaltet ist und m.M.n. auch einige Hervorhebungen im Text der Verständlichkeit nicht geschadet hätten, finde ich sie inhaltlich super aufbereitet, interessant und verständlich. Einige weitere Pflichtliteratur war problemlos digital über die Fernuni-Bibliothek verfügbar.

Moodle: Quizzes und Foren
Die Quizzes habe ich wie immer als kleine Lernkontrolle genutzt. Allerdings bilden sie immer nur einen Teil der Inhalte der Vorlesungseinheit ab und ich habe ein bisschen das Gefühl, dass sie einen in Bezug auf die möglichen Klausurinhalte ein bisschen zu sehr in Sicherheit wiegen könnten, da ich sie im Durchschnitt als eher leicht gestaltet empfunden habe. Zur Wiederholung aber auf jeden Fall bestens geeignet! Die Foren in Moodle habe ich - wie auch in anderen Kursen - nicht genutzt, das ist nicht so ganz meine Lernart. Aber viele haben sich dort über Probleme oder Ideen zum Lernstoff ausgetauscht.

Inhalt:

Dieser Kurs war für mich bis jetzt der interessanteste und spannendste. Die Forschungsmethodik ist in der Psychologie besonders essentiell, da die zu untersuchenden Phänomene oft nicht direkt zu beobachten sind und Objektivität und weitere Gütekriterien daher besonders gut und aufwendig gesichert werden müssen. Es hat Spaß gemacht, die nötigen Voraussetzungen dafür kennen zu lernen und sich auch bereits zu überlegen, wo es dabei zu Problemen kommen könnte und was mögliche Lösungen wären.

 

Fazit:

Als grundlegende Einführung in die Forschungsmethodik ein wunderbares Modul. Ansprechende Onlineangebote und gute Pflichtliteratur! Natürlich fehlen noch wesentlich mehr Details zur praktischen Umsetzung der Forschungsprinzipien, aber die sollen - wenn man der Ankündigung glauben darf - sukzessive in den anderen Modulen für die unterschiedlichen Teilgebiete kommen. Ich bin gespannt darauf und daran hat dieser Kurs einen großen Anteil! Ein kleines/großes ABER bleibt, das aber nicht speziell für diesen Kurs, sondern das gesamte Modul gilt: Dass die Kapitel immer erst ab einem bestimmten Zeitpunkt freigeschaltet werden und man daher NICHT vorlernen (nur nachlernen) kann, finde ich im Sinne der freien Einteilung im Fernstudium nicht besonders gut. Zwar basiert das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und soll hilfreich sein, aber für mich ist es leider so, dass genau in der Zeit, in der ich immer viel Zeit zum Lernen habe, die neuen Inhalte eben noch nicht freigeschaltet sind. Das ist schade! Ich konnte mir jetzt ganz gut helfen, da ich den Kurs schon im letzten Semester belegt hatte und dort noch/schon auf alle Inhalte zugreifen konnte. Wer den Kurs aber sofort beim ersten Belegen bearbeitet, KANN nicht vorarbeiten, was die Onlinematerialien angeht (die Pflichtliteratur könnte man allerdings schon lesen, da sind die zu jeder Einheit gehörenden Kapitel schon von Anfang an bekannt). Aber ich finde, das schmälert nicht den Gesamteindruck des Kurses.

Soweit erst einmal für heute. Ich beschäftige mich jetzt weiter mit den Kursen zu "Psychologie und kulturelle Vielfalt" (da bin ich aktuell beim Kapitel "Sexualität und Homophobie") und dem Hauptkurs des Moduls, der "Einführung in die Psychologie" (da bin ich aktuell noch beim sehr spannenden Kapitel "Sensorische Prozesse und Wahrnehmung").

Demnächst melde ich mich sicher mit einer Rückschau zum Kurs "Psychologie und kulturelle Vielfalt".

Bis dahin sage ich erst einmal:
Bleibt neugierig und positiv!
Euer Pygmalion.



2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zitat

Dass die Kapitel immer erst ab einem bestimmten Zeitpunkt freigeschaltet werden und man daher NICHT vorlernen (nur nachlernen) kann, finde ich im Sinne der freien Einteilung im Fernstudium nicht besonders gut.

 

Finde ich auch total blöd! Deswegen belege ich Kurse, in denen ich aber in dem Semester keine Klausur schreibe und habe im nächsten Semester als Wiederholer alles Material von Anfang an, wenn sich nicht groß was geändert hat. :wink:

 

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Das war früher mal anders und wurde wohl geändert, um die neuen Studierenden "mehr an die Hand zu nehmen".  Ich denke, für manche mag das ja ganz nützlich sein, aber die Studierenden sollten das auch anders einstellen können, wenn sie gut zurecht kommen und schneller vorwärts kommen möchten.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Kostenlos ein neues Benutzerkonto erstellen.

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden



×
×
  • Neu erstellen...