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PantaRheia

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Mein Name ist Panta Rheia* – und dies ist mein Versuch, mein hoffentlich im WS 2018/19 begonnen haben werdendes Studium  Aging Services Management  an der Ferdinand Porsche Fern FH in Wiener Neustadt zu dokumentieren.

 

(…begonnen haben werdendes? Ja, zum Zeitpunkt dieses Beitrags läuft die Bewerbungsfrist für das WS 2018/19 noch 8 Tage und meine Bewerbung ist noch gar nicht einmal eingereicht!)

 

Ich bin zu Beginn des Studiums an der FernFH bereits 39 Jahre alt und habe in meinem Leben davor durchaus auch schon einmal eine Universität von innen gesehen, es allerdings nie zu einem akademischen Abschluss gebracht: ca. 2002 fügte ich mich nahtlos in die endlosen Reihen der Versager... nein... Studienabbrecher ein, als ich mein lust- und erfolglos dahintümpelndes Präsenzstudium der  Biologie  an der Universität Wien an den Nagel hing, um anderen Themen in meinem Leben höhere Prioritäten einzuräumen.

 

Dem Auswandern nach Los Angeles zum Beispiel. Um dort am Glendale Community College das in Österreich nicht anerkannte Associate of Science Degree in  Web Publishing  zu machen. Um dort das E-Bass-Spielen zu erlernen und auf diversen Bühnen in der Rock en Español Band Vudu Iguana abzurocken, als gäbe es kein Morgen. Um mir so ganz generell meine übergroßen Hörner abzustoßen – und um ganz nebenbei Geo*, meinen nunmehr Ex-Mann, kennenzulernen und in meine Heimat zu importieren und zu heiraten.

 

Nach einigen erfolglosen Jahren versuchter Lebensunterhaltsbestreitung im undankbaren Genre Web Publishing und Grafik Design bin ich heute stolze Mutter von Sophie* und Emilio* (zu Studienbeginn 10 und 8 Jahre alt) und seit Anfang 2013 in einem internationalen Pharmakonzern im Bereich Research & Development tätig. Der Wunsch nach akademischer Weiterbildung hat mich 2015 virtuell an die FernUni Hagen getrieben, wo ich alle Einführungsmodule des Bachelor-Studiengangs  Kulturwissenschaften  mit sehr guten Noten absolviert habe. Besonders die Philosophie und Fragen der Ethik haben es mir angetan – allerdings musste ich irgendwann feststellen, dass ein hochtheoretisches Studium aus reinem akademischen Interesse aber gänzlich ohne Applikation/Relevanz für mein Berufsleben, sowie die völlige Abwesenheit „greifbarer“ Kommilitonen und regelmäßiger Lehrveranstaltungen/Struktur am Ende nicht für mich gemacht ist.

 

Die Motivation begann zu leiden, die Frage „Wozu mache ich das eigentlich?“ wurde in meinem Kopf immer präsenter und das Studium begann auch aus anderen Gründen einige Semester lang brachzuliegen – sehr zu meinem Missfallen, ist mein Wunsch nach einem akademischen Abschluss doch sehr groß.

 

Seit 2017 bin ich nun mit dem Alphanerd* liiert, einem Menschen, der es mit Ende 30 noch einmal wissen wollte und zur Zeit Vollzeit an einer Wiener FH ein naturwissenschaftliches Studium mit sehr gutem Erfolg absolviert. Neidvoll beobachte ich ihn nun schon seit geraumer Weile bei seinen Projektarbeiten und Prüfungsvorbereitungen, während ich mich selbst für die Themenfindung meiner anstehende Philosophie Hausarbeit nicht motivieren kann. Meine Schlußfolgerung: was mir am Studium fehlt, ist ein strukturierter Rahmen. Unterschiedliche Fächer, die in kleinere Portionen aufgeteilt sind, als die großen Modulsprüfungsleistungen in Hagen. Eine Gruppe and fixen Kommilitonen und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Praxisrelevanz. Absolute Zeitvorgaben.

 

Ein herkömmliches Vollzeitstudium kommt nun aber für mich nicht in Frage – ebensowenig die berufsbegleitende Form mit Anwesenheitspflichten.

 

Cue FernFH.

 

(Von deren Existenz ich bis vor ein paar wenigen Tagen noch nicht einmal wusste, diese aber mit ungemeiner Begeisterung zur Kenntnis genommen habe!)

 

Ergo: dieser Blog.

 

Die (sehr liebgewonnene) FernUni Hagen verschiebe ich „auf die Pension“ und die nächsten 3 Jahre gehören (hoffentlich) einer fundierten und praxisnahen und vor allem relevanten akademischen Ausbildung, an deren Ende mein langersehnter Abschluss steht, der mich in weiterer Folge auch im Berufsleben weiterbringen wird. This is my last shot at this university thing. It’s this – or nothing.

 

Mein Motivationsschreiben liegt bereits fix und fertig auf meinem Desktop. Jetzt gilt es, mein Maturazeugnis zu finden und zu elektronisieren – sowie ein Passbild anfertigen zu lassen, meinen CV zu aktualisieren… ach, was schreibe ich. Hier ist die Liste der notwendigen Dokumente zur online Bewerbung, direkt kopiert von der Website der FernFH:

 

Zitat

 

Dokumente Fernstudium:

  • Datenseite des Reisepasses (alternativ: Geburtsurkunde und Staatsbürgerschaftsnachweis)
  • Reifeprüfungszeugnis und Abschlusszeugnis des letzten Schuljahres oder
  • Berufsreifeprüfungszeugnis oder Zeugnis der Studienberechtigungsprüfung oder Abschlusszeugnis der Berufsbildenden Mittleren Schule oder Lehrabschlusszeugnis
  • Diplomurkunde, Bachelor-Prüfungszeugnis und Sammelzeugnis über das vorangegangene Hochschulstudium (bei Bewerbung in einem Masterstudiengang)
  • Lebenslauf
  • Bestätigung des laufenden Dienstverhältnisses
  • Motivationsschreiben

          Dieses sollte folgende Informationen enthalten: 
           – Entwicklungsziele in Verbindung mit Ausbildung und Beruf
           – Persönliche Selbsteinschätzung (Qualifikation und Fähigkeiten) 
           – Motivation zur Studienmotivation
           – Ihre Ressourcen (Zeit, soziale Unterstützung) bzgl. berufsbegleitendes Fernstudium

  • ein digitales Passbild (700×900 Pixel, Dateiformat: jpg, Farbanzahl: 16,7 Mil.(24bit), Dateigröße: zwischen 50 und 150 Kbyte)
  • evtl. Namensänderungsdokumente etc.
  • sonstige Zeugnisse (z. B. Universität, Fachhochschule)

 

 

 

Im Lichte alldessen ist dann folgendes Kommentar, das dem out-of-the-mill Beispiel-Posts beigepackt war, gar nicht so unpassend:

 

Zitat

Good company in a journey makes the way seem shorter. — Izaak Walton

 

Good company definiert sich hier zweierlei: mein FH-studierender Partner, der vollstes Verständnis für mein Vorhaben hat und dessen support mir sicher ist, sowie eine tatsächliche Gruppe an Kommilitonen, die über 3 Jahre hinweg konstant gleichbleiben und mit denen ein echter Austausch und Kontakt möglich (und vermutlich auch notwendig) sein wird – ganz im Unterschied zur FernUni Hagen.

 

34 nämlich. Da die Anzahl der Studienplätze für diesen Studiengang auf 35 beschränkt ist. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 15. Juli 2018. Nach vollständiger Einreichung der Unterlagen wird man per e-Mail informiert und je nach Studiengang zu einem computergestützten Aufnahme-Test und/oder einem persönlichen Gespräch eingeladen, nach dem man gereiht wird und im Anschluss über seinen Aufnahmestatus informiert wird. Im konkreten Fall Aging Services Management gibt es einen Reihungstest bestehend aus einem Englischtest (Maturaniveau), einem Verfahren zur Potentialeinschätzung und einem studienfachbezogenen Multiple Choice Test, für den eine Unterlage zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt wird. Das Testergebnis bestimmt die Reihung der Bewerber, wonach eine Einladung zum Aufnahmegespräch folgt. Eine Verständigung per Brief schließlich beendet das Verfahren – hoffentlich positiv.

 

Der Englischtest macht mir – nach 3,5 Jahren in den USA – keine Sorgen. Was man unter Potentialeinschätzung verstehen muss, allerdings schon mehr. Weil man sich eben nicht darauf vorbereiten kann. Sowas macht mich immer nervös. Unberechenbarkeit macht mich unrund. Die Unterlage für den MC Test liegt bereits ausgedruckt und halb gelesen auf meinem Schreibtisch.

 

Wieviele Bewerber es wohl gibt? Wie hoch die Chancen wohl sind? Besonders für jemanden wie mich, die ich bereits als middle aged gelte und voll im Berufsleben stehe?

 

In der Hoffnung, diesen Blog aufgrund von Nichtaufnahme in den Studiengang nicht wieder löschen zu müssen verbleibe ich – further updates pendingPanta Rheia.

 

(* Namen geändert)

 

(image credit: Ferdinand Porsche FernFH on Facebook)

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