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Der lange Weg bis zum Beginn und der Anfang anzufangen


Janekke

1.439 Aufrufe

Wichtig: Ich schildere hier meine Erfahrungen und gebe aufgrund dieser Erfahrungen Tipps, wie ich es gemacht habe oder zukünftig machen würde. Ich kann nicht versprechen, dass es die besten Vorgehensweisen sind.

 

Warum studiere ich Ernährungswissenschaften?

Eigentlich hatte ich ganz andere berufliche Pläne, bin aber über Umwege auf dem Beruflichen Gymnasium gelandet und habe ähnlich holprig aber erfolgreich das Abitur dort abgelegt. Genau dort liegt auch der Grund für die Wahl meines Studienfachs. Der Schwerpunkt meines Zweigs am Beruflichen Gymnasium war Ökotrophologie, also Haushalts- und Ernährungswissenschaften.
Ernährung war für mich schon immer ein spannendes Thema, aber erst dort hat es mich so richtig gepackt und mich auch seit dem Abitur nicht mehr losgelassen. Grund genug also genau daran meine Karriere aufzubauen.

 

Die Planung beginnt - Steine werden zu Felsen zu Kieselsteinen

Ich habe also den passenden Studiengang für mich gefunden und eine Entscheidung getroffen - wie kann man das nun realisieren? Klar war - 329€/ Monat Studiengebühren und Lebenshaltungskosten - kein kleines Päckchen.
Also galt es sich zu informieren und das gestaltete sich gar nicht so schwierig wie anfangs gedacht. Die IUBH informiert sehr umfassend zu unterschiedlichen Möglichkeiten der Finanzierung. Von Stipendien über Bafög wird alles erklärt und darüber hinaus weiterführende Hilfestellung angeboten.
Für mich habe ich festgestellt, dass ich mit Bafög, Kindergeld, Waisenrente und einem zusätzlichen Studienkredit gut hinkommen werde. Nun sind also die Steine klar.
Klar war aber auch, dass es nicht so einfach werden würde, wie zunächst angenommen. Es musste irgendwie klappen, einen nahtlosen Übergang hinzubekommen, was bei den bekannten Bearbeitungszeiten der Ämter und Versicherer natürlich nicht einfach werden würde. Spoiler: Es hat nicht geklappt. Aus Steinen wurden Felsen.

Ich begann also mir die entsprechenden Anträge runterzuladen und mich umfassend über meine Rechte zu informieren. Die Anträge ließen sich verhältnismäßig gut und schnell ausfüllen. Das einzige Problem: Alle wollen Papiere von den jeweils anderen.

Ich beschloss also mir bei einer Beratungsstelle Hilfe zu suchen, um auf der sicheren Seite zu sein, falls die Kommunikation mit den unterschiedlichen Stellen scheitern würde. Im Nachhinein kann ich das auch allen nur wärmstens empfehlen.

 

Im Einzelnen möchte ich nicht auf alle Anträge eingehen, besonders da bei mir noch eine weitere Instanz dazwischen liegt, die hier aber keinerlei Beachtung finden soll. Aber einige Tipps möchte ich euch dennoch mit auf den Weg geben, falls ihr gerade in der Vorbereitung eines Studiums seid:

  • Bereitet die Anträge rechtzeitig vor
  • Schreibt euch eine Liste mit Formularen und Nachweisen, die ihr für die jeweiligen Ämter benötigt. Es werden viele werden 😉
  • Schickt die Anträge rechtzeitig raus: Nicht erst mit Beginn des Studiums! Beim Bafög z. B. sind Wartezeiten von 2-3 Monaten völlig normal. Und die meisten Leistungen werden auch nur ab dem Monat erbracht, ab dem der Antrag auch dort eingegangen ist, also achtet wirklich auf das rechtzeitige Einreichen.
  • Sucht euch Hilfe
  • Informiert euch über eure Rechte

Nachdem ich das nun alles selbst mehr oder weniger beherzigt habe und viele freundliche Telefonate geführt habe, wurden aus Felsen dann irgendwann wieder Kieselsteine. Es lässt zwar noch einiges auf sich warten, aber immerhin ist in der Zwischenzeit klar, dass es laufen wird.

 

Nachdem ich nun die Anträge alle fertig hatte, habe ich mich bei der IUBH eingeschrieben. Leider klappte es online aufgrund eines Fehlers nicht direkt. Meine Supportanfrage wurde aber innerhalb weniger Minuten bearbeitet und ich bekam die Anmeldeformulare als PDF und schickte sie noch am gleichen Tag los. Mein Wunschbeginn war der 1.1.2019 und auch wenn ich die empfohlene Frist von 14 Tagen nicht ganz eingehalten habe, erfolgte die Benachrichtigung noch rechtzeitig.

 

Beginn Studium

Pünktlich am 1.1.2019 in der Nacht erhielt ich die Emails mit den Zugangsdaten für die Portale der IUBH. Ich loggte mich sofort ein und verschaffte mir einen kurzen Überblick.
Am nächsten Morgen setzte ich mich dann im Detail mit den umfangreichen Informationsmaterialien auseinander und installierte die wichtigsten Programme für den Studienbeginn. Mit welchen Medien ich arbeite, erkläre ich später in diesem Blogeintrag.
Danach schrieb ich mich für den ersten Kurs "Chemische und Physikalische Grundlagen" ein. Auch hier machte ich mich erstmal mit dem Angebot vertraut und bestellte mir zunächst das Skript. Online stehen die Skripte immer zu Verfügung, aber ich arbeite einfach viel lieber mit Stift und Papier. Trotzdem begann ich erstmal das Skript online zu lesen und das war er eigentlich auch schon. Der Beginn des Studiums. Auf den Moment habe ich über 3 Monate hingefiebert und bisher habe ich es nicht bereut.

In der Zwischenzeit habe ich ein weiters Modul "Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen" bearbeitet und beginne nun bald das 3. Modul. Als nächstes werde ich die Onlineklausuren testen.

 

Wie studiere ich?

Tagesablauf - für gewöhnlich stehe ich ganz regulär auf, auch wenn ich nun theoretisch immer bis Mittag schlafen könnte 😉 Ich liebe Frühstück und das darf als Studentin der Ernährungswissenschaften auch nicht fehlen. Danach folgt meist die erste Lerneinheit, die meistens zwischen 1-2 Stunden geht. Anschließend nutze ich die Zeit, um Alltägliches zu erledigen und dabei frische Luft zu schnappen. Danach folgt die zweite Lerneinheit ca. 2 Stunden und eine längere Ruhepause. Abends setze ich mich dann erneut hin und arbeite nochmal 2-3 Stunden.
An sich lerne ich täglich, man könnte es aber auch mit weniger Lerneinheiten schaffen. Ich bearbeite neben dem Studium noch andere Onlinekurse und plane auch einige Zusatzmodule an der IUBH zu buchen, die ich in den normalen Semestern unterkriegen möchte, daher versuche ich nun einiges "vorzuarbeiten".

Medien - klassisch Stift, Papier, Karteikarten, Notizbücher 🤩 digitale Medien: Notebook, iPhone und bald iPad, darauf verwende ich die Programme BrainYoo, iTunesU, Apple Podcasts, Trello, Office365, Forest, Simpleclub-App, Youtube-App, Zoom, Digital Editions und der normale Reader von Adobe, Moodle
Desweiteren nutze ich natürlich die Plattformen der IUBH und ganz wichtig ist der Kontakt zu Kommilitonen über Whatsapp.
 

Dieser Beitrag sollte erstmal der Übersicht dienen. Die nächsten Beiträge werden wohl weniger umfangreich, aber ich plane so alle 2 Wochen ein kurzes Update zu geben. Ansonsten freue ich mich auch gerne über direkte Fragen, vielleicht kann ich die ja auch mal zu einem Beitrag verarbeiten, wobei das Forum da vielleicht der bessere Ort ist.

 

(P. S.: Falls das jemand aus den WA-Gruppen der Ernährungswissenschaftsstudenten liest "Hallo 🖐️")

 

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Admin

Willkommen hier bei den Bloggern. So wie ich es verstehe, studierst du ja in Vollzeit. Was waren für dich die Gründe, dich dennoch für ein Fernstudium zu entscheiden?

 

Und hast du vor, schon während des Studiums auch praktische Kenntnisse zu sammeln, also zum Beispiel Praktika zu machen oder einen ersten Job anzutreten?

 

Natürlich habe ich dich auch gleich mal in das Verzeichnis der IUBH-Blogger mit aufgenommen und freue mich besonders, dass es nun auch einen ersten Blog zum Studiengang Ernährungswissenschaft gibt.

 

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vor 5 Stunden, Markus Jung schrieb:

Willkommen hier bei den Bloggern. So wie ich es verstehe, studierst du ja in Vollzeit. Was waren für dich die Gründe, dich dennoch für ein Fernstudium zu entscheiden?

 

Genau, ich studiere in Vollzeit. Leider ist es mir aus gesundheitlichen Gründen aktuell nicht möglich ein Präsenzstudium zu absolvieren und weiterhin gibt es in meiner direkten Nähe weder den Studiengang Ernährungswissenschaften noch Ökotrophologie. Und da kam mir der neueingeführte Fernstudiengang an der IUBH gerade recht.😊 Zudem ergänzen sich die Anforderungen im Fernstudium perfekt mit meinen Stärken und Schwächen, da ich ein visueller Lerntyp bin. Ich kann also wunderbar mithilfe von Lesen, Schreiben und Vorstellen lernen, aber nur sehr schlecht durch Zuhören.

 

vor 5 Stunden, Markus Jung schrieb:

Und hast du vor, schon während des Studiums auch praktische Kenntnisse zu sammeln, also zum Beispiel Praktika zu machen oder einen ersten Job anzutreten?

 

Geplant habe ich, das ich mich zunächst nur auf das Lernen und meine Gesundheit konzentrieren werde, aber ich möchte schon im Lauf des Studiums einige kürzere Praktika machen, um die verschiedenen Einsatzbereiche einmal praktisch kennenzulernen. Aktuell denke ich da z. B. an Qualitätsmanagement in der Lebensmittelindustrie und Ernährungsberatung/ -unterricht in Rehakliniken und auch in Praxen. Zeitlich ordne ich das so ab dem 3. Semester ein.

 

vor 5 Stunden, Markus Jung schrieb:

Natürlich habe ich dich auch gleich mal in das Verzeichnis der IUBH-Blogger mit aufgenommen und freue mich besonders, dass es nun auch einen ersten Blog zum Studiengang Ernährungswissenschaft gibt.

 

Danke fürs Weiterleiten und die freundliche Aufnahme in die Community.😊 Ich hoffe, dass vielleicht der ein oder andere meinem Beispiel folgt und die Ernährungswissenschaften bald ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekommen. 👍

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Das finde ich sehr interessant! Endlich mal jemand, der auch zu 100% das Fernstudium in Vollzeit betreibt :) Ich bin gespannt noch mehr von deinen Erfahrungen zu lesen. 

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