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Veränderungen der Klausuren in Psychologie

unrockbar

421 Aufrufe

Gestern brach in meinem FB Account die Hölle los, weil in vielen Psychologie Gruppen das große Gespamme losging. Anscheinend haben alle die Mail mit den Änderungen schneller in ihrem Postfach entdeckt als ich.

 

Was ändert sich?

 

  1. Die Klausuren werden sowohl zeitlich als auch inhaltlich von 4h auf 1,5h eingekürzt. Zweischneidige Sache. Prinzipiell finde ich das besser als 4h Klausuren zu schrubben. Allerdings sind weniger Punkte in einer Klausur gleichbedeutend mit weniger Chancen auf eine gute Note, weil 5 von 20 Aufgaben nicht beantworten können mehr reinhaut als 5 von 80 nicht beantworten zu können.
  2. Prüfungen nun nicht mehr in der Uni, sondern im Regionalzentrum. Für mich persönlich egal, da ich beides in unmittelbarer Nähe hatte bzw. habe. Ich bin vorher 45min zur Klausur gefahren. Weiterhin 45min zur Klausur zu fahren stört mich daher nicht. Problem an der Sache: Wenn das RZ voll ist, wird man auf andere umverteilt. Großes Problem. Das nächste ist 3h mit dem Zug entfernt. Finanziell stört mich das nicht, aber ich möchte ungern 5 Uhr losfahren um pünktlich bis 9 Uhr am Prüfungsort anzukommen. Dass die RZ überfüllt sein werden, sehe ich als gegeben. Da passen krasse 30 Leute rein. Da werden wohl die Prüfungen in Wellen geschrieben werden müssen. Also 5x hintereinander die gleiche, um alle Prüflinge durchzubringen. Dafür muss man sich dann aber auch 5 Klausuren jeweils ausdenken. Oder ich besorge mir schon mal eine Bahncard, weil ich regelmäßig umverteilt werde. Die Frage ist, läuft es nach wer zuerst kommt oder nach Los, wer wohin "darf"? Zumal ich bislang mit ca. 100 Leuten Prüfungen geschrieben habe und wir dabei 1-2 Reihen zum Vordermann freilassen sollten und mindestens 3 Plätze neben sich. Na dann können wohl bei solchen Abschau-Vermeidungs-Sitzordnungen nur 10 Leute im RZ eine Prüfung schreiben.
  3. Abschaffung der Prüfungsorte in Schweiz und Östereich. Für mich irrelevant, aber für die Betroffenen im Ernst unvertretbar! Mindeste Anreise bis nach München, und alle Müncher, Schweizer und Östereicher wird das RZ gewiss nicht schlucken können. Viel Spaß an die Münchner bei ihrer geschlossenen Klassenfahrt nach Stuttgart🙄

 

Mich trifft es also hoffentlich nicht all zu hart. Solange ich nicht gleich 9 Uhr einen Prüfungstermin bekomme und dafür 3h Anreisen muss, komm ich klar. Ich kann meinen Urlaub recht flexibel nehmen und habe keine Kinderbetreuung zu organisieren. Selbst bei Anreise ein Tag vorher würde ich nicht sterben, da nehme ich mir zum Lernen eh meist frei. Bequem wäre es natürlich nicht. Andere laufen da verständlicherweise Sturm. Außer dass mehrere Klausuren pro Tag absolviert werden könnten, was Parallelprüfungen in Zukunft vermeiden soll (also z.B. M5 und M6 am gleichen Tag = nur ein Modul davon kann belegt werden bisher), sehe ich keine Vorteile. Würde man durch die räumliche Unabhängigkeit von den Uniräumen nun endlich Prüfungswiederholungen im gleichen Semester ermöglichen, wäre tatsächlich was gewonnen. So ist allerdings nur Raummiete gespart auf Kosten von wütenden Studis mit zusätzlichen Zug- und Hotelkosten. Eine Verbesserung, wie angestrebt von der Fakultät, ergibt sich damit irgendwie nicht. Man muss nun zwar nicht mehr vorher nachschauen, welche Module parallel geprüft werden, da es das dann nicht mehr gibt. Das war's dann aber auch schon!



5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Kaum haben sie ne eigene Fakultät, geht's drunter und drüber ... Das klingt ja alles extrem zweischneidig, wie du schon sagst 😮 soll ich jetzt froh sein, dass ihr nicht mehr zur KSW gehört, sonst hätte es uns auch getroffen? 😛 Ich drücke dir die Daumen, dass es für dich nicht allzu stressig wird - und ich persönlich kann die sturmlaufenden Kommilitonen verstehen ... Gerade Schweiz und Österreich geht gar nicht ... Hoffentlich sieht die Uni das ein ... Oh Mann oh Mann ... Bei uns wäre eine Klausurverkürzung gar nicht möglich ... Vier Stunden sind zum Teil schon ziemlich sportlich 😜

Ich drücke jedenfalls die Daumen!

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Ja, es geht drunter und drüber und mir erschliesst sich immer noch nicht, warum nur die Psychologiestudenten in Zukunft in den RZs schreiben sollen - und warum auch die Studenten aus den Anliegerstaaten in Psychologie nur noch in D schreiben können! :sad:

 

Ich hatte die Email zeitnah gelesen und auch bei mir brach Facebook ein.

 

Es läuft was....auch die Fachschaft klemmt sich dahinter, dass es SO nicht geht. Was ist denn daran noch FernUni, wenn man in ein anderes Land reisen muss, um eine Klausur zu schreiben? Zeit und Kosten, die einige nicht haben. 

Bearbeitet von psychodelix

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Mir leuchtet das auch nicht ein, warum nur wir in den RZ schreiben sollen. Bei meinen Prüfungen waren oft auch BiWi und Jura Leute mit drin. Die schreiben ja anscheinend weiterhin in den Uni-Hörsälen. Da hätte man einfach mit drin bleiben können. Das hat aber natürlich dazu geführt, dass man sich nach deren Terminen richten muss und daher Module parallel Klausuren schreiben mussten. Und das hat auch dazu geführt, dass man keine Wiederholungsprüfungen im gleichen Semester anbieten kann, weil Raumnot. Ersteres ändert sich. Zweiteres nicht. Mega Verbesserung ... ???

Ich finde es leider auch sehr unklug seitens der Uni, nicht zu kommunizieren, was jetzt die Verbesserung sein soll. Möglicherweise ist ja keine für die Studis gemeint, sondern für die Fakultät und die Massen die sie stemmen müssen. Auch gut, wenn es denen hilft, aber das sollten sie dann doch bitte mal kommunizieren a la "müssen Raummiete einsparen" oder "weniger Korrekturaufwand bei nur noch 20 Fragen".

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Ich finde diese Entwicklung schade. Ich habe vor einigen Jahren ein Studium an der FU Hagen abgebrochen wegen einiger - damals noch kleiner, aber dann in der Summe doch gewichtigen - Änderungen. Ich kann für die Studenten nur hoffen und ihnen wünschen, daß die Änderungen ihnen für ihren Abschluß nicht im Wege stehen.

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Heute Korrekturemail der FerUni Hagen:

 

Zitat

Es werden die üblichen Klausurorte in Österreich und in der Schweiz weiterhin angeboten.

 

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