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Wenn die Suche nach dem passenden Master...

Matthias2021

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...zur ernsthaften Herausforderung für das eigene Gehirn wird. 🧠 :35_thinking:

 

Ich bin mir nun ziemlich sicher, dass ich im ersten Quartal des nächsten Jahres mit dem Bachelor fertig sein werde. Deshalb beschäftige ich mich bereits ab und an mit dem Thema Master. Ich hatte nun eine Woche Urlaub und habe neben intensiven Lerntagen mit dem Abschluss der letzten Prüfung des Semesters, auch das Thema Master intensiver verfolgt. 

 

Nachdem ich bereits einige sehr gute Programme zum Teil schweren Herzens von der wirklich langen Liste gestrichen habe, weil ich diese nicht in mein Berufsleben integriert bekomme oder nach genauerem Hinsehen andere Dinge dagegensprachen, ist die Überlegung nun vielleicht zwei verschiedene zu absolvieren.

 

Warum? Weil ich gern meinen technischen Horizont mit einem M.Eng oder M.Sc im Ingenieurwesen erweitern und festigen möchte, ich aber in jedem Fall zusätzlich einen eigenständigen Master im Management oder/und Recht absolvieren möchte.

 

Klingt für den einen oder anderen sicher erst einmal etwas eigenartig. 

 

Technische Studiengänge gibt es sehr viele richtig gute von WBH, HFH über HS Fresenius bis hin zur AKAD, da findet sich schon etwas. Der hier bereits im Forum vorgestellte Global MBA an der SRH wäre eigentlich mein absoluter Favorit im Bereich Management gewesen. Für einen MBA mit einer AACSB Akkreditierung einer amerikanischen Businessschool sowie den 2x 4,5 Wochen Intensivkurs in den USA, in Preis/Leistung unschlagbar. Aber das bekomme ich beim besten Willen nicht eingetaktet, ich habe es so oft durchgespielt, das wird leider nichts. Auch vergleichbare Programme würde ich nicht in mein Berufsleben integriert bekommen. 

 

Nun muss ich mich eben auf Studiengänge beschränken, die wieder höchste Flexibilität gewährleisten. Insgesamt habe ich mich über 18 verschiedene relevante Masterprogramme intensiver belesen.

 

Mir geht es ausschließlich darum, bezogen auf meine Abschlüsse zukunftssicher und gut gerüstet in die zweite Hälfte meines Berufslebens zu starten sowie mein Wissen zu erweitern, zu vertiefen und bezogen auf aktuelle Themen zu erneuern. Ich verfolge aktuell noch kein konkretes Ziel, außer, dass ich möglichst für eine eventuelle Zeit danach gewappnet sein will. Wenn ich meine Position nicht weiter ausüben kann, darf oder möchte und es mich vielleicht sogar in eine andere Branche verschlagen könnte.

 

Zum besseren Verständnis führe ich nachfolgend einen Teil der Kombinationen meiner engeren Auswahl auf, die für mich aktuell noch in Frage kommen. 

 

M.Sc - Digital Business Management & Engineering (Hochschule Fresenius)

oder

M.Sc - Innovations- und Technologiemanagement (Wilhelm Büchner HS) 

und

LL.M - Compliance & Corporate Security (Rheinische Hochschule Köln)

Neben Industrial Engineering, virtueller Produktentwicklung, Innovationsmanagement und digitalen Transformationsprozessen ist Management in Verbindung mit Fragen des Wirtschaftsrechts sowie der Unternehmenssicherheit ein sehr breites und für mich äußerst interessantes Feld. Passt gut zu meiner aktuellen Tätigkeit und ich wäre damit um einiges breiter aufgestellt. Durch den Blog von @MichiBER habe ich den Studiengang der WBH bereits einen kleinen Einblick. Danke dafür. 🙂

  

M.Eng - Wirtschaftsingenieurwesen (AKAD, HFH oder HS Fresenius)

oder 

M.Eng - Mechatronik (WBH)

und

M.A. - General Management (IUBH) 

Wenn ich innerhalb meines Unternehmens bzw. innerhalb der Branche irgendwann aufsteigen möchte, (was sehr unwahrscheinlich ist :biggrin:) wäre diese oder eine ähnliche Kombination von Vorteil. Gleiches könnte wohl auch für einen Branchenwechsel gelten. Von der Flexibilität her sind HS Fresenius und IUBH für mich persönlich ganz vorn. Die WBH hat in einigen Bereichen aber die besseren Inhalte. Durch den Blog von @Katze87konnte ich auch einen guten Einblick in den Studiengang General Management bekommen. Was mich schon sehr überzeugt hat. Danke dafür. 🙂

 

Interessant wären auch:

M.A. - Global Management and Communication (AKAD)

Sehr interessant für eine potenziell zukünftige Tätigkeit im internationalen Umfeld. Das Studium bietet die Möglichkeit eines dreiwöchigen Seminars in Sacramento an der California State. Dieser Studiengang ist sehr vielseitig und würde mich auch für eine langfristige Entsendung ins Ausland vorbereiten. Denn das wäre perspektivisch auch noch ein Thema für mich. Aber dafür müssten einige Faktoren zusammenkommen.

 

M.A. - Wirtschaftpädagogik (Allensbach Hochschule)

Durch diesen Abschluss in Verbindung mit einem Master im Ingenieurwesen könnte ich mir die Möglichkeit offenhalten, meine letzten 15 oder 20 Berufsjahre in der beruflichen Bildung zu verbringen. Natürlich verdient man da um einiges schlechter, aber man könnte durchaus wieder etwas mehr an Lebensqualität zurückgewinnen. Weg von der 60+ Stundenwoche, hin zu einem etwas mehr geregelten Leben. Der Bedarf wird auf dem Arbeitsmarkt weiter zunehmen, da in den nächsten 10 Jahren viele aus diesem Bereich in den Ruhestand abwandern werden.

 

Nun hat Markus hier am 16.04.2019 den Studiengang M.A.- Politikwissenschaft und Management der EuroFH vorgestellt, bzw. für diesen ein Video veröffentlicht, den finde ich auch äußerst interessant. Kommt nun zusätzlich mit auf die Liste. Eine Tätigkeit in beratender Funktion bzw. an der Schnittstelle im öffentlichen Bereich würde mich auch sehr reizen.

 

Das ist es nun, was nach meiner intensiven Recherche übriggeblieben ist. Zu allen Studiengängen habe ich umfangreiches Material, sofern vorhanden sämtliche Blogs und Bewertungen studiert. 

 

Es ist eben die sprichwörtliche Qual der Wahl. Wenn ich 10 Jahre jünger wäre würde ich es wohl etwas anders angehen, aber so muss ich den Faktor Alter und Zeit berücksichtigen. Es ist in jedem Fall sinnvoll fachlich in meinem Bereich zu bleiben, dieser ist bereits breit genug und eröffnet entsprechende Möglichkeiten. 

 

Ich habe noch bis zum Anfang des nächsten Jahres Zeit für eine Entscheidung. Ich muss mich auch nicht für zwei Master gleichzeitig einschreiben, ich kann auch zeitversetzt oder nacheinander starten, was wohl auch sinnvoll wäre. Dennoch muss ich mir überlegen, wo die Reise ungefähr hingehen soll.

 

Vielleicht hat ja noch jemand einen guten Tipp für mich. :rolleyes:

 

Ich wünsche allen ein schönes Osterfest und ein paar besinnliche Tage mit der Familie. :16_relieved:



13 Kommentare


Empfohlene Kommentare

 

Zitat

Ich muss mich auch nicht für zwei Master gleichzeitig einschreiben, ich kann auch zeitversetzt oder nacheinander starten, was wohl auch sinnvoll wäre

 

Aber du hast schon vor, die beiden Master (zumindest teilweise) parallel laufen zu lassen? Hast du Bedenken zu viel Zeit zu verlieren, wenn du erst einen machst und dann bei Bedarf noch einen?

 

Ich würde auch einkalkulieren, dass die Motivation eventuell irgendwann nachlassen könnte und dann so eine zusätzliche Belastung hart werden könnte.

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Wie immer sehr lesenswerter Blog! 

 

Mal hypothetisch gefragt: Falls die IUBH in den nächsten Monaten einen M.Eng Wirtschaftsingenieurwesen anbieten würde, würdest du dann an der IUBH bleiben oder trotzdem zu einer anderen Fern-FH wechseln?

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vor 13 Stunden, Markus Jung schrieb:

Aber du hast schon vor, die beiden Master (zumindest teilweise) parallel laufen zu lassen?

 

Das würde auf die gewählten Studiengänge ankommen. Absolviere ich zum Beispiel den M.Sc an der Hochschule Fresenius, bestehen 95% des Studiums aus der Anfertigung diverser Ausarbeitungen und aus Projekten. Aus der heutigen Sicht könnte ich dann womoglich einen Zweiten, z. B. im General Management absolvieren, welcher mehr auf das Bestehen von Prüfungen setzt. Das ist allerdings reine Spekulation, vielleicht bin ich ja tatsächlich mit dem ersten Master so ausgelastet, dass ich einen Zweiten erst nach Abschluss des Ersten starten kann. Zudem kommt es natürlich auf die dann vorliegenden Lebensumstände an, vielleicht ändert sich ja noch etwas und es wird sowieso unmöglich zwei parallel zu absolvieren.

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@Vitali 

 

Vielen Dank. Es kommt natürlich immer auf die Inhalte des Studiums an, aber ich könnte mir durchaus vorstellen bei der IUBH zu bleiben. Bisher bin ich äußerst zufrieden. Gerade wenn die IUBH eine weitere Vertiefung im Bereich der ingenieurtechnischen Module und Spezialisierungen anbieten würde, wäre ich wohl dabei. Zum Beispiel eine Vertiefung der zu kurz gekommenen Inhalte des Moduls Fertigungsverfahren 4.0 wäre äußerst interessant.

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Gut zu erfahren, dass ich nicht der Einzige war, der zunächst nicht wusste, welchen Master man nun nehmen möchte. ;-)

 

Zwei Masterstudiengänge parallel laufen zu lassen klingt interessant, wenn man den Faktor Zeit betrachtet (lieber bereits nach 2 Jahren fertig werden als nach 2+2 Jahren). Allerdings kommt mir dann die Frage auf, wie Du das dann finanziell regeln möchtest. Zwei Masterstudiengänge kosten mehr, als ich Miete zahle. 


 

Zitat

 

Durch den Blog von @MichiBER habe ich den Studiengang der WBH bereits einen kleinen Einblick. Danke dafür. 🙂


 

Dafür ist ja fernstudium-infos.de schließlich da :)

 

Ich bin mal gespannt, wie Du Dich dann schlussendlich entscheidest. :)

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Bei allen Ihren Überlegungen scheint mir eine Entscheidung noch nicht klar gefallen zu sein, nämlich die, wozu der Master dienen soll. Oder anders: Welcher Master macht inhaltlich Spaß, ist spannend und welcher Master bringt beruflich wirklich etwas.

 

Sie beschreiben einige Tätigkeiten, die Sie sich vorstellen können. Haben Sie denn für diese Aufgabenfelder schon mal so etwas wie einen Realitätscheck gemacht? Einen Realitätscheck, ob Sie für die jeweiligen Arbeitgeber das mitbringen, das die sich erwarten? Ob Sie dafür überhaupt in der richtigen Region wohnen? Ob Sie ggf. mobil genug sind, attraktive Jobchancen wahrzunehmen? Und was Sie vom konkreten Arbeitsalltag und seinen Anforderungen im jeweiligen Arbeitsfeld wissen?

 

Wenn Sie sich das parallel zu den diversen Studiengängen anschauen, dann kommen Sie in Ihrer Entscheidung vermutlich weiter.

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vor 4 Stunden, MichiBER schrieb:

Allerdings kommt mir dann die Frage auf, wie Du das dann finanziell regeln möchtest. Zwei Masterstudiengänge kosten mehr, als ich Miete zahle. 

 

Natürlich ist das eine Menge Geld, aber das würde schon funktionieren. 😉 Immerhin beteiligt sich das Finanzamt in Form einer Steuerrückerstattung mit ca. 40 %, welche ich mir dann einmal jährlich auszahlen lassen kann. Lohnsteuer zahle ich ja schließlich auch genug. 🤨

 

Das mit der Zeit ist nicht wirklich der Grund für die Überlegung, denn bisher habe ich nicht wirklich vor, mich zeitnah beruflich zu verändern, außer natürlich die setzen mich demnächst vor die Tür, was aktuell eher unwahrscheinlich ist. Trotzdem möchte ich es gern irgendwann hinter mir haben. Immerhin habe ich bereits geschätzt 12 Jahre meines Berufslebens nebenher mit Weiterbildungen und Studium verbracht.  

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Frau Kanzler, Sie stellen in diesem Zusammenhang natürlich genau die richtigen Fragen, welche man sich tatsächlich vorgelagert stellen sollte. Ins Blaue hinein sollte man so eine Entscheidung nicht fällen. Würde ich auch nicht tun.

 

vor 5 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

Bei allen Ihren Überlegungen scheint mir eine Entscheidung noch nicht klar gefallen zu sein, nämlich die, wozu der Master dienen soll. 

Das habe ich in meinem Beitrag ja beschrieben. Ich möchte mir lediglich Optionen in bestimmte Richtungen offen halten und mein Wissen mit den Abschlüssen dahingehend erweitern, mir überhaupt zusätzliche Perspektiven eröffnen zu können. Ich denke, dass ich auch ohne einen (oder zwei) Master weiter kommen oder zumindest auf dem Niveau bleiben kann. Aber es wäre wohl vermessen anzunehmen, dass dies mit fortschreitender Akademisierung der Gesellschaft ohne entsprechende Hochschulabschlüsse auch in 15 Jahren noch so sein wird. Obwohl ich auch glaube, dass mit fortschreitendem Alter die eigene Vita mehr zählt als irgendwelche Abschlüsse. Wobei letztere natürlich nicht Schaden können. 🙂

 

vor 5 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

Einen Realitätscheck, ob Sie für die jeweiligen Arbeitgeber das mitbringen, das die sich erwarten? Ob Sie dafür überhaupt in der richtigen Region wohnen? 

Es kommt natürlich auch auf den Arbeitgeber bzw. dessen Vorstellungen und Philosophie an, ob wir zusammenpassen. Ich denke schon, dass ich aus meiner derzeitigen Position heraus sowie mit denen meiner Vita genau eben für die beschriebenen Felder geeignet bin. In meiner Region (bis 100 km Umkreis) gibt es tatsächlich sehr viele potentielle Arbeitgeber für die beschriebenen Bereiche. Aktuell leite ich drei Niederlassungen, welche in Entfernungen von 90, 120 und 260 km liegen. Zudem betreue ich regelmäßig unsere in Europa verteilten Filialen, zu welchem ich aber maximal einmal monatlich hinfliegen muss. Ich denke daher schon, dass ich sehr mobil und flexibel bin. 

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In erster Linie muss ein potenzieller Arbeitgeber sie wollen. Das heißt, Sie müssen passen in Bezug auf Alter, beruflicher Vorerfahrung (und die muss in erster Linie der Arbeitgeber für relevant halten, nicht Sie!), Studium, sonstige Kenntnisse … Wenn er Sie für interessant genug hält, Sie zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen und im Laufe dieses Gespräches ernsthaftes Interesse an Ihnen zeigt, dann (und wirklich erst dann!) geht es um die Passung, die natürlich auch von Ihrer Seite aus gegeben sein muss.

 

Insofern denke ich, dass sie im Moment bei Realitätscheck an vielen Punkten noch sehr nach Gefühl gehen und nicht nach recherchierten Fakten.

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vor einer Stunde, KanzlerCoaching schrieb:

In erster Linie muss ein potenzieller Arbeitgeber sie wollen. 

Völlig klar, daran gibt es keinen Zweifel. Das dies alles vorab passen muss, um zum nächsten Schritt überzugehen, ist doch selbstverständlich. Wenn ich nicht interessant genug bin, spielt es keine Rolle ob es passen würde. Aber darum geht es ja in meinem Beitrag nicht. Es geht um Gedankenspiele über Positionen und Arbeitsbereiche, welche ich mir gut vorstellen könnte und für die ich mich bezogen auf potentielle Abschlüsse entsprechend positionieren möchte. Das zu der Entscheidung ob es so kommen könnte immer zwei Seiten gehören, Bedarf keiner besonderen Erwähnung.

 

Wenn ich mich selbst aus eigener Initiative heraus bewerben würde, wäre allerdings im Vorfeld schon wichtig, dass das Unternehmen, zumindest vom ersten Anschein her, zu mir passen würde. Sonst würde ich mir die Mühe wohl nicht machen, denn das wäre Zeitverschwendung für beide Seiten.

 

Bei meiner aktuellen Position ist der Erstkontakt über einen Headhunter entstanden. Dies ist auch ein Weg im Vorfeld die Kompatibilität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zumindest im Ansatz zu hinterfragen, um herauszufinden ob es Sinn machen würde sich dem Bewerbungsprozess zu stellen. 

 

Im Grunde spielt bei den vielen verschiedenen Möglichkeiten welche sich heutzutage eröffnen könnten, auch die subjektive Wahrnehmung, das Gefühl eine Rolle. Gerade wenn man im Tagesgeschäft mit vielen verschiedenen Kunden zusammenkommt, bekommt man durchaus ein Bild von der Faktenlage bezogen auf Unternehmen und deren Vorstellungen.

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Es stellt sich mir hier die Frage wohin der Weg führen soll ? Eine Position im mittleren Management mit geschätzten 38-39 Lebensjahren und einem unkonventioneller Bildungsbiografie sind Grundlage (ein Fernstudium ist definitiv nicht die Norm).

 

Gewollt ist der Aufstieg ins Topmanagement oder zumindest ins mittlere Management in einem anderen Unternehmen.

Was das Topmanagement betrifft, macht dies ca. 1-2% aller offenen Stellen für Wirtschaftsingenieure aus. Zumeist wird für das Topmanagement mit Traineeprogrammen ausgebildet. Mit 38 Jahren ist ein ehemaliger Trainee bereits um Welten besser vorbereitet als ein externer Kandidat. Zudem ist der Trainee bereits mindestens Bereichsleiter und hat Reputation.

 

Stellen im mittleren Management werden aufgefüllt in Notlagen, wenn es brennt. Diese Stellen werden nicht sechs Monate im voraus beplant. Auf eine solche Stelle werden Menschen gesetzt die als Troubleshooter agieren sollen. Kandidaten die Ihre Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben. Ein frisch ausgelernter B.Eng oder M.Eng irritiert hier nur den jungen Personalreferenten. Dieser wird eher auf Sicherheit setzen und nach dem Standard "Hans Wurst" suchen (bevor er/sie die eigene Karriere mit einer eventuellen Fehlbesetzung sabotiert) .

 

Die akademische Weiterbildung ist ein Sonderweg den man im höheren Management nicht auf dem Plan hat. Das Management setzt sich zumeist aus einer besonderen Klientel zusammen, welche Top-Businessschools besucht hat und einen "gläsernen Käfig" um sich gebaut hat. Mit knapp 40 Jahren kommt man dort am ehesten mit einem Executive MBA einer Top-Businessschool an. Der Fokus auf einen unbekannten MBA einer Dorf-FH wäre verschwendetes Geld. Einen MBA macht man vorzugsweise wegen dem Netzwerk. Außerdem ist der MBA als Ausbildung je nach Unternehmen teils komplett verpönt. 

 

Ein Einstieg im Ausland mit knapp 40 Jahren ist auch fragwürdig. Vorausgesetzt man bewirbt sich nicht direkt auf eine Auslandsstelle bei dem ausländischen Unternehmen. Unternehmen im Ausland suchen Spezialisten, General Manager oder zumindest Vice Presidents. Das Risiko einen Neueinsteiger direkt ins Ausland zu entsenden, wird kein Unternehmen eingehen. Dafür setzt man junge Absolventen ein, die bereits ein Praktikum im Ausland durchführten. Ein ausländischer Bewerber kostet zumindest auf Asien bezogen im Schnitt 100-200% mehr als eine örtliche Kraft. In dem Fall hier, würde vermutlich noch die Partnerin, Kinder mitkommen. Das muss erstmal erwirtschaftet werden.

 

Mein Vorschlag: Jemand im mittleren Management und einem B.Eng ist bereits gut bedient. Mit zusätzlichen Zertifikaten renommierter Schools wie Harvard, Stanford, LSE lässt sich punktuell und zielgerichtet weiterqualifizieren. Anbei bekommt man Zugang zu "höheren" Zirkeln zu moderaten Kosten.

 

Zusammenfassend: Eine Karriereplanung ist vergleichbar mit einem Hausbau. Erst die Fundamente, Mauern, das Dach. Hat man in seinen 20er-Jahren bereits das Fundament schief angelegt, wird es in den 40ern nur schwerlich etwas mit dem geraden Dach - das Haus hat sich gesetzt.

Bearbeitet von Markus Jung

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Dein Werdegang ist ermutigend, weil er die Durchlässigkeit unserer Arbeitswelt bestätigt.

Du hast trotz unkonventionellem Bildungsweg Karriere gemacht.

Ich muss zugestehen, dass ich ein Verfechter von Heiko Mell bin und es genau so wie er mit den Karriereschritten halte.

 

Führungskarrieren aus dem Handwerk hinaus in einen Großkonzern sind mir nur in Einzelfällen bekannt. Wie z.B. die des Niederlassungsleiters eines Schraubenherstellers, der in den Konzernvertrieb wechselt. Oder die des Werkstattleiters der in den Service eines Automobilbauers wechselt. So gesehen Spezialisten mit Führungserfahrung - Jedoch nicht der Standard. Im Gros wird hier auch auf eine niedrigere Karrierestufe als auf die zuvor bestehende gewechselt. 

 

Vielleicht liegt es nur halb an der Ausbildung / Weiterbildung auf diese Weise Karriere zu machen. Der andere Teil besteht aus Willen, Talent und Glück. Kann das nicht wissenschaftlich belegen. Interessant allemal.

 

 

Bearbeitet von Markus Jung

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