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Warum es kein toller Monat ist


MichiBER

467 Aufrufe

Hey Leute,

 

nur noch 2 Tage arbeiten, dann habe ich für dieses Jahr frei, de Masterarbeit hat Anfang Dezember offiziell angefangen und im nächsten Jahr habe ich wahnsinnig viele Urlaubstage (46).

Das alles sollte mich doch fröhlich stimmen. Aber irgendwie... :(

 

  1. Bei der Masterarbeit stehe ich vor einem riesigen Berg und weiß einfach nicht, wie ich das angehen soll. Eine grobe Struktur habe ich bereits vor Dezember ausgearbeitet, aber ich komm nicht weiter. Es demotiviert mich, nicht so wirklich einen Plan zu haben. Dann beschäftige ich mich mit anderen Dingen und bin noch enttäuschter, dass wieder so viel Zeit verplempert wurde. Das demotiviert mich weiter.
     
  2. Die Menge an Arbeit in den letzten Wochen (inkl. die Dienstreise nach Shanghai) hat mich völlig ausgelaugt. Ich fühle mich völlig fertig. Ich habe keine Lust mehr auf die unterbezahlte Arbeit und auf das Studium. Ich will einfach nicht mehr.
     
  3. Die größte Hiobsbotschaft ist aber die Nachricht, dass ich aus meiner Wohnung raus soll. Eigenbedarf.

 

Ich versuche aber tapfer gegen diese Dinge anzugehen.

 

Zu 1.

Ein Freund von mir hat vor Kurzem seinen Master an einer Präsenzuni mit Bravour (1,0) abgeschlossen. Ich hole mir ein paar Tipps von ihm, wie ich was am besten angehen soll (zur Steigerung der Effizienz). Zwar hat er etwas gänzlich anderes studiert, aber dennoch ist das Prinzip des Schreibens der Masterarbeit doch identisch, würd ich meinen.

 

Zu 2.

Ich habe mir um die 70 Überstunden angehäuft (zzgl. die Überstunden aus der letzten Dienstreise) und meinen Chef davon überzeugen können, dass es durchaus positiv ist, dass ich ab diesen Freitag bis einschließlich der ersten Januarwoche frei haben will / werde. Und das sind alles nur Gleitzeittage, die ich hierbei nehme. Mir ist die Freizeit lieber als ausgezahltes Geld. Denn Zeit ist für mich wertvoll (zur Erholung, für Freunde und Familie). Deshalb nehme ich so viele Urlaubstage mit ins neue Jahr.

 

Zu 3.

Tja, mich hat es nun auch getroffen - ich muss raus. :(

Ich habe mich aber kämpferisch gezeigt (und auch Glück gehabt, dass jemand im Bekanntenkreis ein Anwalt für Mietrecht ist, der mich unterstützt hat). Nun muss ich erst Ende August 2021 raus und bekomme darüber hinaus noch eine fünfstellige Summe als Entschädigung oben drauf.

 

Das wars wieder einmal von mir.
Ich wünsche Euch einen schönen 4. Advent, eine frohe Weihnachtszeit und einen schönen Rutsch ins neue Jahr :D

(natürlich kommt noch der obligatorische Post zum Thema Jahresrückblick ;) )

 

Bis denne

6 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ach Mensch, das ist ja richtig blöd alles :58_disappointed_relieved:

Zu 1 kann ich dir sagen, geht es mir gerade ähnlich. Stehe wie der Ochs vorm Berg und habe keine Ahnung, wo anfangen. Habe ähnlich wie du auch nach Tipps bei erfolgreich-effizienten Menschen gefischt. Ist auch das Beste, was man machen kann, schätze ich. Trotzdem fehlt mir im Augenblick irgendwie die Zündflamme.

Zu 2 das kommt mir ebenfalls bekannt vor. Brauche die Freizeit auch gerade irgendwie für mich und die Family.

Zu 3: sowas finde ich total gruselig. Das traf auch eine Mieterin bei uns im Haus, sie ist gestern ausgezogen. Wohnte hier seit 1985!! Nun hat sich aber ihre Vermieterin mit ihrem Mann dazu entschlossen, ihr Haus zu verkaufen und dort einzuziehen. War zwar seit 1 Jahr angekündigt, aber es ist hier nicht leicht, was zu finden. Echt heftig, dass dich das auch trifft :( Hoffe, ihr bekommt etwas Neues, was richtig toll ist und man sonst vielleicht nie entdeckt hätte. 

Kann nur besser werden!!
LG

Bearbeitet von Vica
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  • Admin

Was 3. angeht, hast du ja echt noch viel raus holen können, auch wenn es natürlich dennoch ärgerlich ist. Aber besonders, dass du jetzt über 1,5 Jahre hast nach einer Alternative zu suchen nimmt doch vielleicht etwas Druck raus.

 

Mir ging es vor über zwei Jahren ähnlich. Die von mir zur Miete bewohnte Eigentumswohnung wurde verkauft und der neue Eigentümer hat mir wegen Eigenbedarf gekündigt, so dass ich umziehen musste. War schon ärgerlich, besonders weil der ganze Aufwand jetzt nur für zwei Jahre war (morgen ziehe ich wieder um, dieses Mal aber freiwillig 😉).

 

Was 1+2 angeht habe ich den Eindruck und schreibst du ja auch, dass du vor allem jetzt richtig platt bist und Erholung brauchst. Gönne sie dir und möglicherweise schaust dann dann ganz von selbst wieder mit anderen Augen auf die Master-Thesis, und natürlich auch mit den Tipps, die du noch zum Handling bekommen hast.

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@Vica @MichiBER zu 1. kann ich vielleicht noch etwas beitragen (Masterarbeit an Präsenzuni 1,2): das Exposee ist Gold wert. Ich musste meines 3x einreichen, ehe es die Betreuerin gut fand, weil jeder Entwurf zu wenig Details beinhaltete. Sie hat es mir immer wieder um die Ohren gehauen mit den Fragen: was genau ist jetzt die Forschungsfrage? Was für einen Erkenntnisgewinn generiert man mit Beantwortung der Frage? Welche Relevanz hat das im aktuellen Forschungsstand zum Thema? Auf welche Theorien stütze ich mich (Definitionen, etc.) um die Frage zu beantworten? Mit welcher Methode will ich das Erheben - und zwar ganz genau erklärt und wie komme ich an die Daten, Personen, etc.? In welchem zeitlichen Rahmen soll das passieren? Mit welcher Methode möchte ich auswerten? Welche Literatur halte ich für relevant und werde ich dazu bearbeiten?

 

Es musste wirklich im Detail erklärt werden. Mein Exposee war am Ende fast 10 Seiten lang (inklusive Zeitschiene, Literatur). Dafür war dann aber auch mir klar, was ich bis wann geschafft haben musste, um im Zeitrahmen zu bleiben. Wie ich an die Interviewpartner rankommen soll und welchen Plan B ich habe, wenn es nicht klappt. Welche Theorie ich zumindest in Grundzügen schon mal gelesen und verstanden haben muss, um es ins Exposee zu schreiben und womit ich mich dann definitiv weiter auseinander setzen muss. Es fühlte sich dann auch rund an. Als wüsste ich von Anfang an, worauf ich hinarbeite und dass das alles Sinn macht. Vorher hatte ich das Gefühl, so richtig verstanden hab ich das alles noch nicht und der Sinn und Zusammenhang erschließt sich mir noch nicht.

Und die Forschungsfrage wirklich klar zu haben, ist das allerwichtigste. Wenn ich nicht weiß, was ich überhaupt machen soll und was ich überhaupt versuche rauszufinden - wie soll man da einen Fragebogen entwickeln und die richtigen Fragen stellen, (oder ein Experiment planen, etc.) wenn ich nicht weiß, was ich nach dem Interview für eine Erkenntnis überhaupt herausziehen wollte? Ich kann mich ja nicht davon überraschen lassen, welche zufälligen Antworten auf meine zufälligen Fragen herauskommen und die dann auf meine Forschungsfrage zurechtbiegen.

 

Nun ist natürlich die Frage, wie man von einer "groben Struktur" zu einem detaillierten Plan kommt? Da hat mir tatsächlich am allerbesten die Diskussion mit der Betreuerin geholfen. Die hat mich immer wieder dabei enttarnt, wie oft ich um den heißen Brei erzähle, weil ich vom Detail keine Ahnung habe und es überspielen wollte. Sie hat immer wieder ganz konkret gefragt, was genau die Frage rausfinden soll, wie genau ich das erhebe, wie genau die Theorie dahinter war, wo genau der Zusammenhang zwischen Theorie und Forschungsfrage ist, etc. Durch den Zwang ihrer Nachbohrerei musste ich Unklarheiten beseitigen. Hat mir viel geholfen, statt mir selbst bei meinen Unklarheiten in die eigene Tasche zu lügen.

 

Ich hoffe, es hilft ein bisschen? Ansonsten auch gern konkrete Fragen für eine konkrete Antwort ;)

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Wenn es kommt, dann kommt es dicke … So etwas kann man natürlich überhaupt nicht gebrauchen.

 

Bei der Masterarbeit platzt sicher bald der Knoten, und dann wird Dir das Schreiben gut von der Hand gehen. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen! 
 

Das mit der Wohnung ist natürlich sehr ärgerlich, wirklich ein Glück, dass du zumindest einen langen Zeitraum und ein bisschen Geld heraus schlagen konntest. Meine Oma hätte jetzt gesagt: „Wer weiß, wofür es gut ist!“ (o. k., fünf Euro ins Phrasenschwein 🙈), vielleicht wartet ja zur Belohnung deine Traumwohnung auf dich? 🙂

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Kann verstehen, dass du ausgebrannt bist. Da kommen Masterarbeit und die Hiobsbotschaft mit der Wohnung natürlich gerade zur rechten Zeit, um alles noch ein bisschen komplizierter zu machen.😕

 

Vielleicht lohnt es ja, die Feiertage über mal ganz bewusst die Seele baumeln zu lassen. Der Stress kommt ja von ganz alleine wieder, lässt sich aber bestimmt besser bewältigen, wenn die Kraft wieder da ist.

 

Wünsche dir ein paar erholsame Festtage. 🎄

Bearbeitet von TomSon
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Hui da kommt es ja echt knüppeldick.

Ich drück Dir die Daumen, das Du mit der Masterarbeit vorran kommst.

Nutze die Feiertage aber doch lieber um die Akkus wieder aufzuladen und Kraft zu tanken.

 

 

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