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finaler Blogeintrag - Rückblick auf das Masterstudium

Katze87

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Hallo in die Runde,

 

nun ist schon wieder einige Zeit vergangen seitdem ich das Kolloquium abgelegt habe. Vor zwei Wochen ca. kamen die Zeugnisse, Urkunde und das Diploma Supplement der IUBH. Das Papier, Gestaltung, Gesamtbild der Zeugnisse sieht hochwertig aus, in dem Moment als ich sie in den Händen hielt, war ich zum ersten Mal etwas stolz auf das Erreichte!

Ich habe mich wirklich sehr gefreut, dass noch vor Weihnachten alles komplett ist. Exmatrikuliert bin ich auch schon seit einer Woche & nun ist es erstmal komisch kein Student mehr zu sein 😋

Die letzten Wochen habe ich sehr genossen, mit der viel freien Zeit bin ich ernsthaft noch etwas überfordert. Daher habe ich mir erstmal bei einem Online-Buchhändler eine ganze Kiste voll Mängelexemplare zum Rabattpreis bestellt & mich bereits in die ersten Bücher gestürtzt 🤣 Es ist so wunderbar, einfach kein schlechtes Gewissen, Deadlines für Abgaben o. Ä. zu haben.

 

Da dies der letzte Eintrag bzgl. des Masterstudiums ist, werde ich auch einen kurzen Rückblick geben. Ich werde jedoch nicht auf Details eingehen, solltest ihr aber speziellen Fragen zu Modulen etc haben, könnt ihr mich gerne anschreiben.

 

Motivation: Das Studium habe ich im Juni 2017 begonnen, 3 Monate nachdem ich mit dem Bachelor fertig war. Meine ursprüngliche Motivation für den Master war die damals geplante Selbständigkeit in der Hotellerie, es sollte ein besserer Baustein für dieses Vorhaben sein und auch eine Fortführung der extra belegten Spezi im Bachelor. Nunja die Zeit hat viele Veränderungen im persönlichen Umfeld gebracht und nach und nach wurde das Vorhaben der Selbständigkeit dann auf Eis gelegt. Nach diversen Erfahrungen & Beratungsterminen mit Kammern, Banken, Beratungen kristallisierte sich heraus, dass ich nun als "Single-Frau" keine/kaum Chance auf Unterstützung habe. 😑 ich war in dieser Zeit wirklich sehr down, war mir aber sicher das Studium dennoch durchzuziehen, komme was wolle. Seit dem letzten Semester dann hatte sich die Motivation aufgrund der beruflichen Belastung/Unzufriedenheit extrem verschlechtert. Ich hatte keine Lust mehr, jegliche Literatur zu wälzen, zu lesen oder mich überhaupt mit einem Thema zu beschäftigen. Es lief teilweise sehr schleppend, auch während der Thesiserstellung. Als der Abgabetermin dann wirklich nahe kam, legte sich ein Schalter um und ich schraubte meine eigenen Ansprüche etwas zurück - Ziel war ein bloßes Bestehen.

 

Kosten: Schon vor der Anmeldung zum Master hatte ich in einer Beratung erfahren, dass es hier einen Zuschuss von der EU geben kann. Diese Fördermittel müssen allerdings vor der Anmeldung beantragt & begründet werden. Die Finanzierung des vollen Studiums war bei mir zwar gesichert, aber ich wollte mir schon gerne einen Zuschuss dazu holen, es wären ca. 2500€ gewesen. Nunja gewesen, ich habe es einfach nicht geschafft, innerhalb des Förderzeitraums bis 31.05.19 das Studium abzuschließen, daher verfiel nun dieser Zuschuss. Schade, aber ich konnte es nicht ändern, auch andere Umstände führten zu der Verzögerung im Studium (Handling der Förderbank etc.). Ich möchte hiermit lediglich darauf hinweisen, dass es doch noch Fördermöglichkeiten gibt und sich dazu jeder einmal informieren sollte. 🤑

 

Studium: Da ich den Ablauf des Studiums schon vom Bachelor kannte, war nicht viel Neues am Anfang. Ich legte nun aber keine einzige Klausur mehr in Präsenzform ab. Die Einführung der Online-Klausur war für mich ein Segen. So war ich nicht mehr gezwungen ewig weite Wege in die Hauptstadt zu fahren. Auch hatte ich zunehmend das Gefühl, dass ich in heimliger Atmosphäre entspannter an die Fragen gegangen bin und ich habe es geschafft mehr Wörter als Antwort zu hinterlassen 😜 Da ich eine sehr gute Tastaturschreiberin bin, kam mir das sehr zu Gute. In den Präsenzklausuren ist es mir mehrmals passiert, dass ich noch zu viel im Kopf hatte, es aber nicht mehr geschafft habe dies niederzuschreiben. Ich empfand die Klausuren stets als anspruchsvoll, es waren von der Schwierigkeit her unterschiedliche Fragen enthalten, auch die die besonders ins Detail gingen. Letztlich war es mit Hilfe der Skripte aber auch mal der Zusatzliteratur machbar. Die Tatsache der freien Zeitwahl bei der Klausur, als auch die Möglichkeit der freien Modulreihenfolge ist insgesamt super. Die Qualität des Studiensekretariats als auch des Prüfungsamtes schwankt, besonders seitdem ich am Ende des Bachelorstudiums stand. Im Master zog sich das so weiter, daher blieb manchmal einfach nur Kopfschütteln. Anfragen wurden sehr unterschiedlich klar oder eher schwammig gegeben & oft habe ich mir einfach mehr individuelle Kommunikation an die Studierenden selber gewünscht - Stichwort: Änderung der Thesisvorschriften etc. (siehe Blog)

Es ist daher ein Studium, welches eine hohe Selbstorganisiation erfordert. Seit einiger Zeit werden Einführungsveranstaltungen und Coachings angeboten, dies hatte ich am Anfang jedoch nicht.

 

Am Meisten geärgert hat mich, das einige Module die ich als Spezi gewählt hatte, sehr schlecht aufbereitet waren. Es fehlte vorallem an Aktualität & mehr Wissenstiefe. Teilweise waren noch keine Vod-/Podcasts und Vorlesungen vorhanden. Auch fehlt mir immer noch die generelle Möglichkeit zwischen allen Spezialisierungen wählen zu können, die natürlich zum Kontext des Studienganges passen. Denn extra bezahlen würde ich nach der letzten Erfahrung im Master nichts mehr. 🙄

Die Tutoren waren unterschiedlich gut in der Lehrtätigkeit & Wissensvermittlung. Teilweise sehr langatmig & langweilig, da nur das Skript vorgelesen wurde oder die Technik/Sprachweise etc waren schlecht. Anderseits fielen auch mal Veranstaltungen aus, ohne vorherige Info bzw. wurden die Vorlesungen dann auch mal komplett interessant & mit Qualität gehalten - die Spannweite war hierbei immens. Die Skripte waren in der Gesamtheit gesehen, oft sehr ausführlich oder eben sehr knapp geschrieben. Je Modul hätte ich mir mehr Tiefe & Details gewünscht, als mehrere Seiten voll mit Lückentexten zur Übung. Manchmal waren die Texte sehr verschachtelt geschrieben, ich muss hier sagen, dass ich der Bachelor insgesamt qualitativ besser aufbereitet war. Doch man darf nicht vergessen, dass der Master auch ein Niveau höher ist. Ich habe Dank des Bibliothekszugangs bei einer externen Uni sehr viel zusätzlich gelesen & zum Thema bearbeitet. Dies ist auch eine Art Muss für einen Masterabschluss, wenn nicht sogar bereits im Bachelor.

 

Und nun?: Es wird vermutlich kein weiteres Studium mehr geben, sagen wir vorerst 😎 Sag niemals nie und vielleicht juckt es als Rentner nochmal in den Fingern. Der Wissensdurst ist aber noch lange nicht gestillt, ich möchte gerne eine paar weitere Kurse machen, jedoch ohne den Zwang eines Abschlusses. Mir ist jetzt die freie Zeit wichtiger, ich hoffe privat endlich anzukommen & diverse Wünsche erfüllen zu können. Lange genug, musste mein familiäres Umfeld & auch ich selbst zurückstecken. Aktuell bin ich nun auf Jobsuche, es ist sogar schon so weit, dass ich ohne Ausblick auf einen neuen Job eventuell kündigen werde. Es geht mir an die Gesundheit, zu viel Pendelzeit (3h/Tag) für zuviel sinnlose Arbeit für ein Shared Services eines "ach so tollen großen Konzerns" zu leisten. Es nervt mich einfach nur, ich hoffe also dass mir der Master nun nützen wird & eventuell ein Türchen öffnet. Ich suche nach offenen Stellen & werden demnächst Bewerbungen verschicken. Die Zeugnisse sind endlich da & die Bewerbung damit nun vollständig.

 

Soweit so gut, es ist geschafft & ich wünsche jedem die notwendige Disziplin solch ein Studium durchzuziehen. Es ist wunderbar danach auch auf sich selbst stolz sein zu können. Ihr schafft es!

 

ahoi



1 Kommentar


Empfohlene Kommentare

Vielen Dank für deinen ausführlichen Rückblick und viel Erfolg für die anstehenden Veränderungen in beruflicher Hinsicht und auch in allen anderen Bereichen.

 

Halte uns hier gerne auf dem Laufenden, was sich weiter ergibt und in welcher Weise dir hier das Studium (speziell auch der Master) hilft.

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