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Week 3


lilienthal

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Donnerstag fing die neue Woche an - diesmal mit ein paar mehr Aufgaben. 

 

Neben den Self quizzes gibt es in beiden Kursen je ein graded quiz, dafür gab es kein written assignment (also, einen essay, den die anderen Studenten bewerten). In beiden Kursen allerdings auch wieder das Learning Journal, was nur der Kursleiter liest, und den Diskussionsbeitrag. 

 

Das Written Assignment von letzter Woche wird aktuell bewertet. ich bekam in beiden Fächern je drei Einreichungen zugeteilt, die ich nach einem Bewertungsbogen bewerten und Anmerkungen dazu schreiben sollte.

 

UNIV 1001 - Online Learning

 

Thema der Woche: Nettiquette und Plagiarismus.

Das Reading Assignment (also, die Texte / Papers / Websites) die man lesen muss, waren mal wieder umfangreich, es gibt auch immer Videos, aber die habe ich noch nie angeschaut - ich find es total furchtbar, aus videos zu lernen. 

 

Das Diskussionsthema war, wie sich Plagiarismus äußert und wie wir unbeabsichtigtes plagiieren vermeiden können. Dazu sollten wir wieder zwischen 250 und 750 Wörter schreiben und Quellen zitieren.

 

Das Learning Journal bezog sich auf Nettiquette und wie sie sich auch in den Peer Assessments zeigen kann und soll. (450 bis 750 Wörter)

 

Das Peer Assessment, also die Essays, die ich bewerten sollte, waren sehr durchmischt von der Qualität her. Eins war sehr gut, da fiel mir als nicht-Muttersprachler nix auf, was gefehlt hätte und dementsprechend war es sehr schwer, Anregungen zu geben. Das nächste war so grottenschlecht formatiert, obwohl klare Regeln gegeben wurden, dass ich es in einen Texteditor kopieren und umformatieren musste, um es überhaupt lesen zu können, dann war es auch noch viel zu kurz. Es war echt nicht leicht, da nicht auf der Suche nach den Punkten, die für die Bewertung relevant sind, schlecht gelaunt zu reagieren. 

Das dritte ließ sich dann anhand des Bewertungsbogens gut bewerten, hätte ausführlicher sein können, aber generell (und das gilt auch für das schlecht formatierte) denke ich, eine zu harsche Bewertung muss nicht sein. Denn nicht jeder hat eine so gute Bildung genossen wie wir hier in Europa, nicht jeder hat Zugang zu einem Computer, der einem das Formatieren leicht macht und wir sind ja auch erst in Woche drei, also Anfänger. 

 

Meine eigenen Bewertungen habe ich noch nicht erhalten.

 

CS 1101 - Programming Fundamentals

 

Das Reading Assignment war ein weiteres Kapitel im Buch "Think Python", und, ja, allen Ernstes: Rekursionen! Der echte Witz an der Sache ist, dass das Buch entschieden davon abrät, nested conditionals, also verschachtelte if-Bedingungen zu verwenden, aber Rekursionen empfiehlt, weil sie - sinngemäß - wichtig, effizient und übersichtlich(sic) sind. Sie sind wichtig. Sie sind effizient. Ok. Aber übersichtlich... echt jetzt?

Ich finde: wem verschachtelte if-Bedingungen zu kompliziert sind und wer in der zweiten "Schachtel" schon aussteigt, weil er es immer vermeidet und nicht übt, der wird eine Rekursion doch erst recht nicht verstehen. 

 

 

Das Diskussionsthema war: Den Unterschied zwischen verketteten und verschachtelten Bedingungen beschreiben, Beschreibung einer Strategie zur Vermeidung von verschachtelten Bedingungen, und zu jedem sollte man ein kurzes Programmbeispiel liefern. 

 

Das Learning Journal forderte, dass man ein Beispiel aus dem Buch abändert, wo eine rekursive Funktion einen Countdown zählt und noch drei Alternativen zum aufbau der Funktion bzw. des Programms liefert. 

 

Das Peer Assessment ist in Programmieren natürlich kein Essay, sondern auch eine Programmieraufgabe aus der letzten Woche, und ich sollte auch wieder nach einem Bewertungsbogen beurteilen, wie gut die Aufgabe gelöst ist und ob das Programm das tut, was es soll. Eins war sehr gut - lief und war vollständig, beim nächsten war die erste Teilaufgabe gelöst, aber dann schrieb der Einreicher (das ist alles anonymisiert in den Peer Assessments), dass er nicht in der Lage ist, die Aufgabe zu verstehen und zu lösen, und da habe ich dann die Bewertung auch beendet und im ausführlichen Kommentar, den man liefern soll, erklärt, was die Aufgabe tun sollte, was die Fragestellung bedeutete und welche Kapitel des Buches ich zum nachlesen empfehle. Für mich ist das im Moment noch leicht, denn imperative Programmierung mach ich ja nicht zum ersten Mal, aber wenn es bald um Objektorientierung geht, dürfte mir auch das ein oder andere Mal die Luft ausgehen. 😉

Apropos "im Moment noch leicht" - ich wäre bei dritten Bewertung fast reingefallen. Der Code sah super aus, lief aber nicht. Ich fing gerade an, das in die Bewertung zu schreiben, als mir einfiel "Moment, vielleicht ist das Python 2.7?" und siehe da, schon lief es. Das ist echt schrecklich, dass da so große Unterschiede bestehen. print() ist zum Beispiel in Python2x ein Statement und in Python3x eine Funktion. Ätzend!

(Dass ich Python total blöd finde, hab ich bestimmt noch nicht gesagt... Doch? Ach so. Schade. 😀)

 

 

Wochenfazit: 

Es gibt so Momente, da sitz ich vor dem Riesen Berg an Aufgaben und denke "was hab ich mir denn dabei gedacht...?", aber letzten Endes, auch wenn ich Python echt Murks finde und ich die Themen Nettiquette und Plagiarismus eher nicht so spannend fand - ich lerne eine ganze Menge. Durch die Termine ist man gezwungen, sich damit auseinanderzusetzen, und auch wenn das Peer System sicherlich Mängel hat, zwingt es einen dazu, sich auch die Arbeiten anderer anzusehen und mit objektiven Kriterien und der eigenen Arbeit zu vergleichen. Ich glaube, dass das meine Fähigkeit, eigene und die Arbeit anderer zu bewerten, ziemlich fördern wird. Sonst ist das etwas, was man in unserem Bildungssystem häufig "auf einmal" können muss und oft gar nicht weiß, wie es geht.

 

 

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich finde Deine Berichte über diesen Studiengang wirklich toll zu lesen. Sehr spannend, weil es so völlig anders ist als mein eigenes Studium. 
Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und freue mich schon auf viele weitere Einträge in Deinem Blog!

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Es ist tatsächlich auch völlig anders als alles, was ich bisher kannte.

 

Und insgesamt die best-organisierteste online Lernerfahrung, die ich je hatte.

 

Ich überlege schon, ob es sinnvoll gewesen wäre, mit dem Einsteigerkurs "English Composition 1" zu beginnen, anstatt den duolingo test zu machen. 

 

Sicher ist die Einführung ins englische ähnlich gut organisiert, und hätte mir eine Menge gebracht. (Grammatik etc) Aber mal sehen, es gibt noch einen zweiten Kurs.

 

Insgesamt kann ich sagen: wer mal ein paar Wochen Zeit hat, sich mit sowas zu befassen, für den sind die einmaligen 60$ Anmeldegebühr und die 100$ pro Kurs sicher nicht fehlinvestiert.

 

 

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  • Admin
Zitat

Das Learning Journal bezog sich auf Nettiquette und wie sie sich auch in den Peer Assessments zeigen kann 

 

Finde ich gut, wenn der Stoff so auch gleich einen direkten Bezug zur Praxis erhält.

 

Und diese Idee der Peer Assessments gefällt mir immer besser, je mehr du darüber berichtest. Gerade auch um mal zu sehen, dass es andere gibt, die sowohl besser als auch schlechter als man selbst sind und auch selbst etwas geben kann, statt nur Feedback von dem Dozenten als "allwissendem" Experten zu erhalten. Ich glaube, wenn ich mal wieder eine Weiterbildung mache, schaue ich auch, ob ich an der UoPeople oder vergleichbar vielleicht in einem MOOC ein ähnliches Konzept finde.

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