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Zwischen Kant und Kann-nicht-mehr


Anyanka

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Ich hatte es geahnt und befürchtet – eine gewisse Lustlosigkeit am Modul „Sozialgeschichte, Philosophie, Ethik“ war bei mir so eine Art „Self-fulfilling prophecy“.

Ich schrieb ja bereits schon einmal über meine eher unrühmlichen Erfahrungen mit Philosophie – es scheint mir, dass ich in dem Moment das Interesse verliere, wenn zu dem Thema eine Prüfungsleistung von mir gefordert wird. Beschäftige ich mich freiwillig und privat damit, kann ich lange darüber lesen, ohne in irgendeiner Weise genervt zu sein. Ich gebe es mal an die Psychologie-Studenten unter uns weiter, dieses Phänomen fundiert und wissenschaftlich zu begründen. 😂  

 

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Und ehrlich, es liegt einfach wirklich an mir – das arme Modul trifft keine Schuld. Es ist gut aufbereitet, übersichtlich, nicht zu umfangreich und hat auch einen netten Tutor. Alles, was die brave Fernstudentin sich wünscht! Und trotzdem sucht mich, sobald ich das Skript aufschlage, eine bleiernde Müdigkeit heim und in mir schreit alles "Kommt doch endlich mal zum Punkt, Herrgott!". Ich bin ein hoffnungsloser Fall. 😂

 

Hilft ja aber alles nichts, mit Selbstmitleid und Prokrastination komme ich nicht weiter, also Pobacken zusammenkneifen und ranklotzen. Ich habe mir als Ziel schon einen Klausurtermin für die 3. Märzwoche gebucht, um ein Ziel vor Augen und ein bisschen Zeitdruck im Rücken zu haben - schließlich habe ich immer noch meinen straffen Zeitplan für den Rest des Semesters im Blick.
Es ist immer nocht gut machbar, wenn mir nicht mal wieder eine Überdosis "Leben" dazwischenkommt - in den letzten 3 Wochen gab es hier im Haus zum Beispiel mal wieder einen ganzen Pschyrembel voller Kinderkrankheiten zu bestaunen, und nach der 4 Waschladung am Tag (fragt nicht 😷) hat man dann abends auch nicht mehr wirklich Lust, was für das Studium zu tun. Hoffen wir das Beste für die kommende Zeit. (Das Thema "Covid-19" lasse ich hier bewusst außen vor - ich halte nichts von Hysterie, Hamsterkäufen und Panikmache sondern bin großer Fan von Ruhe bewahren, Hygiene und Vernunft. Was kommt, wird kommen, und dann sehen wir, was es uns bringt.)

 

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Ein kleiner Motivationsschub kam noch mit einer eher unerwartet guten Note in Medizin II. Ich hatte in dem Modul aufgrund meiner Ausbildung schon einen gewissen Selbstanspruch, aber von der 1,0 war ich doch positiv überrascht und sehr erfreut. 

So, nun wieder auf zu Kant und Aristoteles, sei gegrüßt, oh Zóon politikón. 😒

Habt eine gute und entspannte Woche! 
 

8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Geht mir genauso und ich kann dir leider keine Erklärung dafür geben.

 

Zitat

es scheint mir, dass ich in dem Moment das Interesse verliere, wenn zu dem Thema eine Prüfungsleistung von mir gefordert wird. Beschäftige ich mich freiwillig und privat damit, kann ich lange darüber lesen, ohne in irgendeiner Weise genervt zu sein. Ich gebe es mal an die Psychologie-Studenten unter uns weiter, dieses Phänomen fundiert und wissenschaftlich zu begründen. 😂 

 

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Das hatte ich am Anfang auch. Jetzt gehe ich es anders an. Suche mir eine innere Motivation. 

 

Prüfungsleistung ist Druck. Druck den man sich selbst macht. Dreht man es um, also Freude statt Druck, wird es für mich eine Herausforderung die ich meisten möchte. 😉 

 

Ich weiß nicht, ob ihr das versteht, was ich meine, doch damit läuft es dann irgendwie gut 😎 

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So geht es mir mit wirtschaftlichen Modulen. Ich weiß gar nicht warum, weil ich eigentlich unternehmerische 

Strategie total interessant finde. Aber sobald es im Hochschulkontext stattfindet könnte ich würgen 🤷‍♀️

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vor 16 Stunden, psychodelix schrieb:

Geht mir genauso

Das beruhigt mich zumindest. 😉

 

vor 14 Stunden, Vitamin schrieb:

Dreht man es um, also Freude statt Druck, wird es für mich eine Herausforderung die ich meisten möchte.

Das ist eine gute Strategie. Ich versuche auch immer, nicht nur an die Klausur zu denken, sondern auch an den Moment, wenn ich sie abgegeben habe und alles vorbei ist. Die Erleichterung die ich dann spüre und die zwei oder drei Tage Auszeit die ich mir dann gönnen kann. Das motiviert.

 

vor 2 Stunden, dievicky schrieb:

So geht es mir mit wirtschaftlichen Modulen.

Ich lese ja schon in der WhatsApp-Gruppe für Sozialwirtschaft mit, weil ich das irgendwann in geistiger Umnachtung schon viel zu früh gebucht habe. Dort klingt es so, als ob es den meisten ähnlich geht wie dir (und es wird bei mir vermutlich nicht anders sein). 😂

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Bei dir also auch Krankenlager. Schlimm, ey! 😩

Das Philosophie Skript habe ich schon zuhause. Da behaupten ja immer alle, dass man es schnell durcharbeitet. Mal gucken, wie es bei mir läuft, wenn ich es denn endlich mal schaffe zu bearbeiten.

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Wenn man frei entscheiden kann, ob man sich damit befassen möchte, dann hat man Freude, Spaß und intrinsische Motivation für das Thema. Wenn man nicht frei entscheiden kann, ob ich mich damit beschäftigen möchte, sondern es aufgrund einer Prüfung muss, würgt man eben jegliche intrinsische Motivation damit ab. Selbst wenn es eigentlich spannend ist. Das "Müssen" ist der Tod jeder Motivation.

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vor 3 Stunden, Moira schrieb:

Da behaupten ja immer alle, dass man es schnell durcharbeitet.

 

Irgendwie stimmt das schon, weil die Menge an Stoff schon recht überschaubar ist. Es kommt mir aber halt so vor, als werden Sachen, die man auch in 3 Sätzen sagen könnte, in laaaaaangen Absätzen abgehandelt. Aber irgendwie ist das vermutlich sehr typisch für Philosophie - ich möchte es nicht gleich "Geschwafel" nennen, das klingt so negativ, aber kurz und knackig zum Kern der Sache kommen ist eher mein Ding. 😂

 

 

Bearbeitet von Anyanka
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vor 1 Stunde, unrockbar schrieb:

Das "Müssen" ist der Tod jeder Motivation.

Ja, da triffst Du wohl den Nagel auf den Kopf. Ich werde dann immer so bockig wie meine 3-jährige. 😉

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