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Wie geht es im SoSe 2020 weiter


unrockbar

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Hallo ihr Lieben,

 

ein Update von mir dazu, wie die Situation im SoSe 2020 aussieht. Wird leider etwas länger, weil es viel zu berichten gibt.

 

Nach ewigem Kampf mit meinem Arbeitgeber bin ich nun im Home Office. Und jeden Tag kommen neue Regeln zur Schikane hinzu für alle Mitarbeiter im HO, weil der Arbeitgeber mit Paranoia infiziert ist. Mittlerweile hat man so viel Papierkram und Nachweise und Beweise etc. zu pflegen, dass auf Arbeit gehen wohl einfacher wäre.

Ansonsten bin ich mir bewusst, in einer sehr privilegierten Lage zu sein. Von Corona bekomme ich nichts mit, außer dass ich am Wochenende keine Bar, Kino, Freunde oder sonstige Veranstaltungen aufsuchen kann. Ich habe keine Kinder zu betreuen, keine Eltern im Pflegeheim, bin nicht systemrelevant, bekomme trotzdem mein volles Gehalt weiterhin durch Home Office, stehe also nicht am existenziellen Abgrund und darf zumindest noch den Lebenspartner besuchen. Arbeitstechnisch bin ich im Bildungswesen unterwegs und alle bereiten sich auf eine baldige Wiedereröffnung des Bildungsbetriebs vor. Ich persönlich bin da eher pessimistisch, dass es so schnell weitergeht.

 

Nun aber zum Studium: Zumindest dachte ich mir, ich nutze die Zeit (kein Arbeitsweg, zeitig Aufstehen + zeitig Feierabend) und schaffe diesmal wirklich 2 Module. Geplant ist immer ein interessantes und ein blödes Modul zu belegen. Für die Motivation, um die blöden Module nicht bis ans Ende aufzustapeln. Übrigens gerade jetzt, wo ich gerne etwas sinnvolles tun würde, prallt man überall daran ab, noch kein fertiger Psychologe zu sein. Zu gern würde ich dem medizinischen Personal da weiterhelfen, aber man ist eben nur ein dummer Bachelorstudent. Also her mit den 2 Modulen, will fertig werden!

 

Ziel ist M6a (Testkonstruktion) zu beenden, was ich letztes Semester angefangen, aber nicht geschrieben habe. Als interessantes Modul soll es die Community Psychologie sein. Ich mag den Schwerpunkt der Fernuni sehr. Den gibts sonst nirgends angeboten und viele der FU Studis interessiert es auch nicht, aber das kann ich gar nicht nachvollziehen. Endlich ein Themenfeld, in dem es um positive und/oder spannende anwendungsorientierte Aspekte der Psychologie geht (Bürgerbeteiligung, Empowerment, Nachbarschaft, Frieden, Umweltschutz, Radikalisierung) und sich mal nicht alles um Krankheit, Abnormalität, Selektion, kognitiv-biologische Vorgänge, Fragebögen und Statistik dreht.

Dann habe ich mich noch für M6b (experimentelles Praktikum) angemeldet, dachte als Ersatz, weil ich keine Präsenzveranstaltung belegen kann, schaue ich mal, ob ich dort reinkomme. Ist wegen der geringen Kapazität nicht so leicht zu kriegen. Habe aber meine Chancen für das experimentelle Praktikum so niedrig geschätzt, dass ich es wieder abgemeldet habe. Und zack kam eine Mail, bin zu gelassen. Hä??? Da werden doch Leute kurz vorm Abschluss bevorzugt. Ich bin doch noch ganz am Anfang, wie ist das denn jetzt passiert? Aber gut, habe angenommen und bin völlig erschlagen, was das für ein Aufwand ist das Modul (eigene Untersuchung planen, durchführen, auswerten in Gruppe mit regelmäßigen Meetings und am Ende mein Hassgegner - eine Hausarbeit). Aber da das HO das gerade zulässt, vor allem die vielen Online Meetings während normaler Arbeitszeiten (wer soll an sowas eigentlich im Normalfall teilnehmen?), bekommt das jetzt die Priorität. Mit Glück schaffe ich noch M6a zusätzlich. Community P. habe ich quasi abgeschrieben, keine Chance für alles zusammen.

 

Da ich letztes Semester mit dem Ziel 2 Module zu schaffen wie immer gescheitert bin, hatten mein Freund und ich überlegt, wie wir mich motiviert bekommen. Er hat mir dafür einen Lernplan in Excel gebastelt. Ich habe überschlagen wie viel Zeit pro Modul ich brauche (Literatur, Vorlesung, Tutorien, Einsendeaufgaben) und das auf den Bearbeitungszeitraum aufgeteilt. Daraus enstand dann eine Soll-Zeit pro Werktag. In die Tabelle tippe ich nun immer ein, was meine Ist-Zeit am Tag war und sehe dann den Fortschrittsbalkon in die Höhe schnellen. Wenn ich Ist und Soll einigermaßen im Gleichgewicht halte, gibt es regelmäßige Belohnungen für die Motivation (Massage, essen gehen, etc.). Das hilft tatsächlich erstmal ungemein. Allerdings ist die Soll-Zeit schon sehr hoch. Auf lange Sicht so nicht durchzuhalten, aber es ist ja nun mal die Zeit, die ich brauche zum Ausarbeiten. Wenn ich es also nicht durchhalte, werden es eben keine 2 Module pro Semester. Das wäre wirklich schade. Kann ich nur hoffen, dass ich die Zeit zu großzügig kalkuliert habe und eigentlich mit weniger hinkomme. Oder Corona die Langeweile für mich so unerträglich macht, dass ich mehr für die Uni mache :)

2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

  • Admin

Da hast du aber einen sehr unterstütztenden Freund - finde ich klasse 🙂. Klappt das denn für dich, dass er sich für dich überlegt hat, wie ihr dich motiviert bekommen könnt?

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