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6+7 Woche etwas verspätet. Ich trödel

GregViz

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Also... die letzten 2 Wochen waren für mich eigentlich der Horror. Auf der Arbeit ist die Hölle los gewesen, richtig dicke Luft dabei lag es nicht wirklich am Arbeitspensum sondern an den Kollegen und ich war einfach überarbeitet und demotiviert. Ich habe ja mal geschrieben das ich deswegen studiere weil es eben Interesse ist und ich einen Beruf erlernt habe. Dieser Ausbildungsberuf bildet quasi die "Basis" für ein zwangloses Studium, ich habe ja etwas wo ich zurück greifen kann falls das mit dem Studium nichts wird. Anders wäre es wenn ich frisch Abitur hätte, Jahre studieren würde und dann ohne Abschluss und Lehre von der Uni gehe mit nichts in den Händen. Da ist dann schon ein ganz anderer Druck im Nacken als in meiner jetzigen Position. 
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob das der Grund war. Ich glaube unterbewusst strebe ich einen Berufswechsel an weil ich eventuell nicht zufrieden genug mit meinem Job bin. Ich hatte am 03.04.20 einen, die Leute sagen heute "Nervenzusammenbruch", auf der Arbeit. Ich wurde so mit Vorwürfen bombardiert die nicht nur meine Arbeitsweise sondern meine Person betreffen. Ich habe daraufhin den Raum verlassen aber der Kollege ist mir immer wieder hinterher gelaufen und hat mich richtig Rund gemacht bis ich explodiert bin und meinem Ärger richtig Luft gemacht habe.
Ich habe am ganzen Körper gezittert und war wütend, ich drohte mit allem, mit Versetzung, mit Kündigung, er solle seinen Sch.... alleine machen und was nicht alles.
An dem Tag war es mir einfach zuviel. Da sind Dinge rausgekommen die sich seit Monaten angestaut haben. Mir war nach diesem ausraster Übel. Ich hatte das Gefühl ich müsste brechen.
Ich nahm mir spontan Urlaub und verbrachte wirklich 1 Woche damit mir über Dinge klar zu werden. Ich habe auch nicht sonderlich viel in meine Unterlagen geschaut. Ich war demotiviert, deprimiert, geschafft, gestresst und abgeraucht.
Ich war über die Feiertage allerdings arbeiten, aber alleine und nur für das notwendigste. Nach 5 1/2 Stunden bin ich wieder Heim.
Ich war so demotiviert das ich auch die Einstellung hatte "Und du willst studieren? Das klappt doch eh nicht, hör auf solange du nichts bezahlt hast, es bringt doch nichts." Ich nahm mir meine Matheunterlagen zur Hand und fing an zu lesen. Immer parallel auf Youtube und in den Heften. Ich rechnete und übte und werkelte vor mich hin und irgendwie fand ich Mathematik nie gut, nie! Doch jetzt finde ich Mathematik eigentlich recht Interessant. Es ist nicht einfach, aber viele Dinge sind schon fast unglaublich. Mir gefällt es auch das Dinge erklärt werden wie z.B. woher kommt die Zahl Pi oder e überhaupt her? In der Schule haben wir nur gelernt es anzuwenden, verstanden haben wir nichts. Dann habe ich mich durch Binär, Dezimal und Hexadezimal gearbeitet. Eine Sache vermisse ich doch, ich muss mir Aufgaben immer aus dem Netz suchen. Im Heft stehen vielleicht so 2,3 Beispielaufgaben und dann ein paar Übungsaufgaben. Aber ich würde gerne so ein Heft oder Buch mit Übungsaufgaben haben bei denen ich mal so 20 Aufgaben am Stück rechnen kann, einfach nur für die Übung. Falls jemand sowas auf anhieb kennt, nur raus damit.

Was mir auch nie wirklich so bewusst war, das viele Mathematiker auch Philosophen waren. Ich bin ja selbst so ein Freizeitphilosoph und naja philosophierte so über mein Leben und dachte nach. Das Studium macht mir Spaß. Mittlerweile hat sich die Lernphase auf ca. 2 Stunden täglich eingependelt. Schaffe es so vielleicht nicht in der Regelstudienzeit aber egal, ich kann jetzt Hexadezimal und das ist toll.
Ich kann auch nur sagen, so vom Gefühl her ist das Mathe im Studium ein ganz anderes als in der Schule. Beschreiben kann ich diesen Umstand allerdings nur schwer. Vielleicht ist es weil man älter geworden ist? Vielleicht weil die Qualität tatsächlich besser ist? Es fühlt sich aber defintiv anders an.

Das war mein Update, damit ihr nicht denkt ich sei tot. Bis zum nächsten mal.



5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das klingt doch danach, dass Du Dir selber alle Zweifel an Deinem Studium ordentlich beiseite geräumt hast, wenn Du Dich für ein eigentlich ungeliebtes Fach mit Begeisterung reinfuchsen kannst :thumbup:!

(Das hätte mir bei Mathe mal passieren sollen...)

 

Viel Spaß und Motivation weiterhin!

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Vielleicht war diese Eskalation auf der Arbeit ja notwendig, damit du für dich zu einer Klärung gekommen bist, was du möchtest. Ist es dir ein deiner Urlaubswoche denn gelungen, zu mehr Klarheit zu gelangen?

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Naja ich habe mir in der Woche Gedanken gemacht. Ich habe mich gefragt wo ich mich in 10,20,30 Jahren sehe. Meine Antwort war, ich sehe mich nicht in meinem jetzigen Job an meinem jetzigen Posten. Ich habe auch noch ein paar Kredite und monatliche Verpflichtungen. Ein großer Haufen läuft jedoch bald aus und dann wäre ich quasi schuldenfrei. Ich spiele momentan mit dem Gedanken die Arbeitszeit in absehbarer Zukunft vielleicht zu reduzieren. Werde aber erstmal abwarten bis wirklich alles bezahlt ist und ich „Safe“ bin. Werde auch den Betriebsrat bei uns mal kontaktieren. Geplant ist diese Geschichte gegen August/September. Aber bis dahin habe ich noch Zeit zum überlegen aber ich denke ich werde es tun und dem Studium die größere Priorität einräumen. Es ist zwar durchaus neben dem Beruf machbar aber ich glaube durch eine Reduzierung meiner Arbeitszeit würde mein Studium profitieren aber auch mein privates Leben und sehr viel Geld verliere ich auch nicht, der Stress wäre geringer... nicht zu vergessen das ich es ja für einen guten Zweck mache und der Arbeitgeber eventuell auch etwas davon hat. 

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Das klingt überlegt und gut für mich. Wäre der Wechsel des Jobs auch eine Alternative zur Reduzierung der Arbeitszeit?

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Jaein.... in meinem Unternehmen verdiene ich branchenüblich viel mehr als meine Kollegen aus anderen Firmen in der selben Sparte. Ich habe hier auch ein 13 Gehalt und eine Gewinnbeteiligung und ein paar andere schöne angenehme Dinge. Auch habe ich nicht mit Kunden zutun. Das macht die Sache gerade in der Bereitschaft einfacher. Wir haben eine zentrale sitzen, dort sitzen dann Meister in Schicht und die entscheiden dann oft besser wann ich wirklich gerufen werden muss und wann nicht als ein Kunde der zb bei jeder Kleinigkeit Panik schiebt und sich lieber 5 mal absichern will. 

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