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Erste Klausuren und erste Krise


Marilen85

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Hallo zusammen

 

nach zwei Monaten möchte ich mich hier mal wieder melden. Nächste und übernächste Woche Sonntag stehen die ersten beiden Klausuren in meinem Fernstudium an, die coronabedingt um einige Monate verschoben wurden. Die Zusammenfassungen all dessen, was wir wissen müssen, hatte ich schon lange im Voraus erstellt. Da ich aber viel mit parallelem Lernen für meine kaufmännische Externenprüfung beschäftigt war und die Klausuren für mein Studium ja verschoben wurde, habe ich das "Auswendig-Lernen" auch immer weiter nach hinten verschoben - bis jetzt, jeweils gut eine Woche vorher 🙈. Aber es klappt jetzt doch erstaunlicher Weise recht gut, weil ich eben schon zusammengefasst hatte.

 

Allerdings stecke ich momentan auch etwas in der ersten Fernstudium-Krise. Da ich ja fachfremd bin, kommen mir immer mal wieder Zweifel, ob ich es überhaupt schaffen kann, die Pflichtpraktika zu absolvieren (im 5., 6., 7. und 8. Semester je 25 Tage - oder eben in späteren Semestern, die man kostenlos anhängen kann). Mir macht das einige Sorge... Heute bin ich aber wieder recht zuversichtlich.

 

Hinsichtlich meines Auslandsaufenthaltes nächstes Jahr habe ich mittlerweile zwar eine feste Zusage von der Organisation in Deutschland UND der Verantwortlichen in den USA. Im September würden wir dann schauen, in welchen Projekten ich mitarbeiten könnte. Es steht allerdings noch nicht ganz fest, ob ich die Tätigkeit dort als Praktikum für das Studium machen kann, weil noch nicht klar ist, ob eine Praxisanleiterin zur Verfügung steht. Das wäre aber kein Problem, weil ich ggf. meinen Aufenthalt verkürzen könnte und stattdessen noch fünf Wochen im Anschluss in einer offenen Kinder- und Jugendeinrichtung in Magedburg mitarbeiten könnte, wo sicher eine Praxisanleiterin zur Verfügung steht.

ABER... ich schwanke immer wieder hin und her, ob ich mich wirklich traue, meinen derzeitigen Job zu kündigen und einfach mal sechs Monate ins Ausland zu gehen. Vom Finanziellen her wäre es kein Problem, aber eben die Unsicherheit danach, erst arbeitslos zu sein... und mir dann auch einen neuen Wohnort suchen zu müssen, denn die Wohnung an meinem derzeitigen hätte ich zwar noch, aber hier in diesem kleinen abgelegenen dorf möchte ich auf keinen Fall für einen neuen Job bleiben und hier gibt's auch gar keine Stellenauswahl.

Und wer weiß, wie sich die wirtschaftliche Situation jetzt nach Corona entwickelt...

Ich bin also sehr unsicher, was den Freiwilligendienst im Ausland betrifft. Aber ich werde es erstmal weiterlaufen lassen und mich dann Anfang 2021 entscheiden.

 

Manchmal bin ich auch dermaßen unzufrieden mit meinem aktuellen Job, dass ich mir am liebsten sofort etwas Neues suchen würde, was sich aber etwas schwierig gestaltet, denn schon Vorstellungsgespräche wahrzunehmen, ist von hier aus eine Herausforderung. Außerdem mache ich im September und November meine schriftlichen kaufmännischen Prüfungen, die mündliche folgt dann erst im Februar.

 

Es ist also momentan eine ziemliche Ungewissheit da, wie es in meinem Leben weitergeht.

 

Viele Grüße

Marilen

 

 

8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Das Gute: Sie müssen sich ja nicht jetzt für den Rest Ihrer Studienzeit entscheiden!

 

Sie schreiben ja selbst, dass erst mal Ihre kaufmännischen Prüfungen anstehen. Ob Anfang nächsten Jahres die Entscheidung, für den Freiwilligendienst nach Amerika zu gehen, leichter sein wird? Ich bin mir da nicht so sicher. Denn ich glaube nicht, dass dann schon die Zeit "nach Corona" in Sicht sein wird.

 

Es gibt m.E. zwei Gründe, sich den Aufenthalt dort sehr genau zu überlegen:

 

1. Wenn keine Betreuung im Sinne einer hier im Studium anerkannten Praxisanleitung stattfindet, dann verschenken Sie für Ihr Studium Zeit. Zusätzlich machen Sie sich Stress, weil Sie nach der Rückkehr sich ja auch in Sachen Wohnort und Arbeitsstelle neu orientieren wollen, weil Ihr Dorf, in dem Sie wohnen, nicht Ihr Traumwohnort ist.

 

2. Corona und die USA sind zwei Dinge, die im Moment nicht für Entspannung sprechen. Sie brauchen für den Aufenthalt dort ja eine Auslandskrankenversicherung und ich würde mich da auf alle Fälle mal schlau machen, wie die das mit ihren Beiträgen zur Zeit sehen.

 

Auf alle Fälle erst mal viel Erfolg für Ihre Klausuren!

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Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. 

Selbst wenn die Finanzierung kein Problem sein sollte, bleiben immer starke Zweifel. Ich habe den Eindruck, dass man in Deutschland dermaßen auf einen linearen, lückenlosen Lebenslauf mit Vollzeit-Job getrimmt ist , dass man sich so etwas (zu) häufig nicht traut. Ich kämpfe schon ständig mit mir, weil ich im nächsten Jahr 3 Monate lang ein Sabbatical machen möchte, um mal ganz etwas anderes zu arbeiten. Wenn nicht gerade mein Unternehmen so etwas aktiv anbieten würde und eine sehr gute Freundin nun schon zum zweiten Mal ein mehrmonatiges Sabbatical  machen würde, wäre ich sicherlich nicht so weit.

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  • Admin
Zitat

 Vom Finanziellen her wäre es kein Problem

 

Auch, was einen Puffer für die Zeit danach angeht, falls du eine Zeit bis zum neuen Job überbrücken musst?

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vor 11 Stunden, KanzlerCoaching schrieb:

Das Gute: Sie müssen sich ja nicht jetzt für den Rest Ihrer Studienzeit entscheiden!

 

Sie schreiben ja selbst, dass erst mal Ihre kaufmännischen Prüfungen anstehen. Ob Anfang nächsten Jahres die Entscheidung, für den Freiwilligendienst nach Amerika zu gehen, leichter sein wird? Ich bin mir da nicht so sicher. Denn ich glaube nicht, dass dann schon die Zeit "nach Corona" in Sicht sein wird.

 

Es gibt m.E. zwei Gründe, sich den Aufenthalt dort sehr genau zu überlegen:

 

1. Wenn keine Betreuung im Sinne einer hier im Studium anerkannten Praxisanleitung stattfindet, dann verschenken Sie für Ihr Studium Zeit. Zusätzlich machen Sie sich Stress, weil Sie nach der Rückkehr sich ja auch in Sachen Wohnort und Arbeitsstelle neu orientieren wollen, weil Ihr Dorf, in dem Sie wohnen, nicht Ihr Traumwohnort ist.

 

2. Corona und die USA sind zwei Dinge, die im Moment nicht für Entspannung sprechen. Sie brauchen für den Aufenthalt dort ja eine Auslandskrankenversicherung und ich würde mich da auf alle Fälle mal schlau machen, wie die das mit ihren Beiträgen zur Zeit sehen.

 

Auf alle Fälle erst mal viel Erfolg für Ihre Klausuren!

Vielen Dank für Ihre hilfreiche Antowort. Insbesondere was Punkt 2 betrifft, ist da natürlich jetzt noch einiges offen. Wenn nächstes Jahr noch Reisewarnung für USA besteht, dann käme es in der Tat darauf an, was hier die Auslandskrankenversicherungen sagen.

 

Was Punkt 1 betrifft: Mir geht es auch darum, a) mal für eine längere Zeit im sozialen Bereich - d. h. vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen - zu arbeiten, b) längere Zeit im englischsprachigen Ausland zu sein, c) in einer Gemeinschaft wie dieser, wo ich dort bin, für längere Zeit mitzuleben (das hat persönliche Gründe). Ich plane ja insgesamt sechs Monate "Auszeit". Das Praktikum mache ich in dieser Zeit sicher, notfalls käme ich früher zurück und würde es in Deutschland machen. Ich sehe es insofern nicht so sehr als Verschenken von Zeit, da ich das Studium trotzdem in der geplanten Zeit schaffen würde, auch wenn ich zwei Prüfungsleistungen verschieben würde.

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vor 4 Stunden, Markus Jung schrieb:

 

Auch, was einen Puffer für die Zeit danach angeht, falls du eine Zeit bis zum neuen Job überbrücken musst?

Ja. Ich müsste auch gar nicht an Reserven gehen, denn ich bekäme danach sofort Arbeitslosengeld I, von dem ich leben kann. Natürlich versteht sich, dass ich mich dann redlich bemühen muss, zügig eine neue Stelle zu finden.

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vor 12 Stunden, schwedi schrieb:

Deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. 

Selbst wenn die Finanzierung kein Problem sein sollte, bleiben immer starke Zweifel. Ich habe den Eindruck, dass man in Deutschland dermaßen auf einen linearen, lückenlosen Lebenslauf mit Vollzeit-Job getrimmt ist , dass man sich so etwas (zu) häufig nicht traut. Ich kämpfe schon ständig mit mir, weil ich im nächsten Jahr 3 Monate lang ein Sabbatical machen möchte, um mal ganz etwas anderes zu arbeiten. Wenn nicht gerade mein Unternehmen so etwas aktiv anbieten würde und eine sehr gute Freundin nun schon zum zweiten Mal ein mehrmonatiges Sabbatical  machen würde, wäre ich sicherlich nicht so weit.

Ja, stimme dir zu! Gerade habe ich mit einer Kollegin darüber gesprochen. Sie meinte allerdings, sie würde nie nur wegen "Sicherheitsdenken" auf etwas verzichten, das ich wirklich gerne machen möchte. Sie meinte, sie hätte sonst niemals ihre Arbeitsstelle bei unserem derzeitigen Arbeitgeber angenommen, die ihr sehr zusagt, weil sie vorher eine unbefristete Stelle hatte, die besser bezahlt war, und hier wurde ihr zunächst nur ein Jahresvertrag angeboten. Sie hat mir gut zugeredet.

Bearbeitet von Marilen85
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vor 10 Stunden, Marilen85 schrieb:

Ja. Ich müsste auch gar nicht an Reserven gehen, denn ich bekäme danach sofort Arbeitslosengeld I, von dem ich leben kann. Natürlich versteht sich, dass ich mich dann redlich bemühen muss, zügig eine neue Stelle zu finden.

 

Haben Sie das fix als Zusage? Am besten schriftlich?

 

Denn Sie kündigen ja vorher Ihren Arbeitsplatz - das bedingt eine Sperre - und stehen im Anschluss ja auch nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung durch Ihren Auslandsaufenthalt.

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vor 52 Minuten, KanzlerCoaching schrieb:

 

Haben Sie das fix als Zusage? Am besten schriftlich?

 

Denn Sie kündigen ja vorher Ihren Arbeitsplatz - das bedingt eine Sperre - und stehen im Anschluss ja auch nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung durch Ihren Auslandsaufenthalt.

Das ist gesetzliche Lage. Ich muss mich normal arbeitslos melden und ALG I beantragen und bekomme einen Bescheid (ALG zum 1.10.21, wenn ich mich zum 1.7. arbeitslos melde wegen Sperrzeit durch Eigenkündigung). Zu Beginn des Auslandsaufenthalts muss ich mich dann abwesend melden. Die drei Monate Sperrzeit beginnen dann bereits mit Beginn der Beschäftigungslosigkeit zu laufen, egal ob ich dem Arbeitsamt zur Verfügung stehe oder nicht. Wenn ich wieder im Inland bin, melde ich mich anwesend und bekomme sofort ALG I (für max. 9 Monate wegen Sperrfrist). Entscheidend für den Anspruch ist, dass ich in den letzten 30 Monaten mind. 12 Monate eingezahlt habe. 

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