Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
  • Einträge
    22
  • Kommentare
    164
  • Aufrufe
    4.501

Argh abgelehnt

Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Thom

68 Aufrufe

vielen Dank für Ihre Mail. Inzwischen haben wir den Bescheid vom Staatlichen Schulamt Darmstadt-Dieburg erhalten.

Leider wird Ihnen die Fachhochschulreife für das Bundesland Hessen nicht erteilt, da es sich bei Ihnen um einen landesspezifischen Bildungsabschluss handelt, der nicht unter den KMK-Beschluss über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen fällt.

Damit haben wir zunächst keine Handhabe, Sie zum Studium zulassen zu dürfen. Allerdings besteht ab dem nächsten Jahr (Juli 2010) die Möglichkeit, Sie als so genannten Beruflich Qualifizierten zuzulassen. Voraussetzung dafür ist eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine anschließende mindestens dreijährige Berufstätigkeit.

Scheisse

Was nun

Ich krieg die Krätze.

ARGH


Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0


25 Kommentare


Hm, du kannst vllt. dagegen Einspruch erheben (direkt beim Amt?)

Ansonsten ist es vllt. möglich bis nächstes Jahr einzelne Module zu belegen oder du überdenkst deine Entscheidung nochmals und guckst ob eine andere Hochschule (AKAD?, WINGS?) deine Vorbildung anerkennt.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Oh Mist, und ich dachte das wäre nur noch eine Formsache. Alle Tipps, die mir einfallen hat chillie schon genannt.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ai, das hört sich ja gar nicht gut an...

Wie steht es denn mit deinen Englisch Kenntnissen? Wenn die gut sind, wäre vielleicht die Open University eine Option? Da braucht man glaube ich kein Abi, oder?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Bitte? :w00t:

ähm ... hast du keinen Realschulabschluss? Würde ja quasi auch reichen ;)

Aber so isses ja doof :(

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Klar hab ich den Realschulsabschluss... aber erst 2 Jahre Berufserfahrung.

Ich leg mich jetzt mal mit dem Sachbearbeiter für meinen Antrag an (natürlich freundlich... sonst kann mans sich gleich abschminken).

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Ich weiß, ich könnte suchen.... Aber kannst Du mir der Einfachheit halber hier nochmal mitteilen, welche Weiterbildung Du nach dem Realschulabschluss gemacht hast (und wo)?

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Baden-Württemberg

Ein Berufskolleg zum Kommunikations- und Informationstechnischen Assistenten mit dem Zusatz: FHReife.

Das Problem ist hierbei, dass nach einem KMK Beschluss solche Ausbildungen 3 Jahre dauern müssten, während meine in zwei Jahren fertig war. Ich hatte halt Zusatzunterricht und musste länger bleiben, bzw früher kommen (zur 0. Stunde... 6:10 Uhr in der Schule, ätzend)

Ich hab mir jedoch alle möglichen KMK Beschlüsse gefunden und einen Passus gefunden, welcher eigentlich meine FHReife gültig machen müsste:

Voraussetzung für den Erwerb der Fachhochschulreife:

- Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung nach dem Recht des Bundes oder der Länder 1; die Mindestdauer für doppeltqualifizierende Bildungsgänge beträgt drei Jahre

- Abschluss eines mindestens zweijährigen berufsqualifizierenden schulischen Bildungsgangs 1, bei zweijähriger Dauer in Verbindung mit einem einschlägigen halbjährigen Praktikum bzw. einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit

- Abschluss einer Fachschule/Fachakademie.

Da ich ja zwei Jahre Berufstätig bin müsste das ja gültig sein... ich hoffe einfach, dass mein Sachbearbeiter in Darmstadt das nicht bedacht hat (ich musste mich durch 5 Querverweise lesen um das zu finden)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Also ich würde auch versuchen, das direkte Gespräch mit dem Sachbearbeiter zu suchen und

1. auf den Passus hinweisen

2. schildern, dass Du mehr Stunden gemacht hast (kannst Du das ggf. durch Pläne etc. nachweisen?)

3. Deine Situation schildern und auf Kulanz hoffen.

Viel Erfolg!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Klar hab ich den Realschulsabschluss... aber erst 2 Jahre Berufserfahrung.

Oh, da war ne Einschränkung? Das wusste ich nciht :blushing:

Ich drück dir alle Daumen, dass es klappt!:thumbup:

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich befürchte, dass da nicht viel mit Kulanz zu machen ist und dass der WBH die Hände gebunden sind. Der entsprechende Passus im KMK Bescheid, lautet m.W., dass man eine abgeschlossene Berufsausbildung und Berufserfahrung vorweisen muss. Wenn die Berufsausbildung kurzer ist als drei Jahre, dann verlängert sich entsprechend die Berufserfahrung. Wenn also die Berufsausbildung 2 Jahre gedauert hat, dann benötigt man 4 Jahre Berufserfahrung.

Solltest Du anwaltlichen Rat benötigen, dann schreib mir eine PN, ich kann Dir eine Kanzlei, die sich auf Schul -und Unirecht spezialisiert haben, empfehlen.

Übrigens, ich schließe mich Calimerahs Vorschlag an: schau Dir einmal die OU genauer an.

Viele Grüße

Inés

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ähm, ich hab das wichtigste vergessen zu erwähnen: Lass Dich nicht unterkriegen - und genauso: versuch Deine Energien sinnvoll einzusetzen.

Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du, nur, dass es bei mir noch etwas verworrener war - und u.a. drei Schulbehörden involviert waren ... Und was ich auch gelernt habe ist: Du bist kein Einzelfall. Es geht vielen so wie Dir.

Viele Grüße und Kopf hoch!

Inés

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich habe etwas recherchiert aber keine guten Nachrichten gefunden. Laut diesen Informationen der Schulbehörden in BW ist deine FH-Reife wohl tatsächlich nur in BW gültig.

Somit könntest Du an der AKAD in Stuttgart wahrscheinlich direkt immatrikulliert werden.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Naja telefonische Sprechzeiten sind dort zwar "von Montag bis Donnerstag von 13.30 bis 15.30 Uhr " angegeben... aber meine etlichen Anrufe wurden von niemanden abgehoben... (habs mal auf zwei Nummern probiert).

Ich hoffe mal, morgen früh erreiche ich meinen Sachbearbeiter.

@Inés: Ich wende mich nicht an die WBH, sondern an den Sachbearbeiter des Schulamts in Darmstadt... meines Wissens sind das Einzelfallentscheidungen, ich hoffe also dass meine Schulform dennoch anerkannt wird.

Deinen Passus habe ich bisher nicht gefunden, nur den oben zitierten, welcher entweder ein halbes Jahr Praktikum oder 2 Jahre Berufspraxis erwartet (auch komisch, ein halbes Jahr Praktikum genügt, aber Berufspraxis muss man 2 Jahre lang haben?!)

Ich hoffe einfach mal, dass es morgen klappt... anwaltlich werde ich da wohl nichts machen, ein Prozess würde wohl länger dauern, als einfach bis Juli zu warten.

Die OU war schon in meiner näheren Auswahl, aber seit ich in Irland war überdenke ich meine Englischkenntnisse wohl ein wenig... verstehen tue ich zwar sehr gut (lese auch Englische Romane usw.), aber das schreiben wissenschaftlich korrekter Texte schaffe ich wohl nicht unbedingt. Auch wäre hier die Frage ob mein AG mitspielt (die Firma ist sehr konservativ strukturiert, ich vermute, dass die eher nur deutsche Fernstudiengänge finanzieren werden)

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Ich habe etwas recherchiert aber keine guten Nachrichten gefunden. Laut diesen Informationen der Schulbehörden in BW ist deine FH-Reife wohl tatsächlich nur in BW gültig.

Somit könntest Du an der AKAD in Stuttgart wahrscheinlich direkt immatrikulliert werden.

Brech mir halt das Herz :'(

Edit: Nach der Liste werden fast keine baden-württembergischen Abschlüsse in anderen Ländern anerkannt... das wiederspricht sich aber ein wenig mit der Liste hier:

http://www.fh-frankfurt.de/de/studienangebot/weg_zum_studium/schulische_vorbildung.html (Abschnitt 3 unter Baden-Württemberg)

Diese Liste habe ich auch an der FH Darmstadt und noch weiteren in Hessen gefunden... ich hoffe mal, dass ist ein offizielles Dokument.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Nach etwas Recherche scheint das Problem dieser Art der FHR der zu sein, dass die 2 Jährige Ausbildung wohl in allen Ländern nur als der schulische Teil der FHR angesehen wird. Der praktische Teil fehlt hier - zusammen mit dem von Dir zitierten Text, welcher mir auch untergekommen ist, dürfte das doch eine Möglichkeit sein.

Ich habe gelesen das Hochschulen in Rheinland-Pfalz den Abschluss wohl anerkennen und einzelne Hochschulen in anderen Ländern zusammen mit einem Praktikum (in deinem Fall die berufliche Tätigkeit) eine Immatrikullation zulassen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich habe mich nun mal durch das Hessische Hochschulgesetz gewühlt:

Hier ein Auszug aus §63

(2) Die Qualifikation für ein Studium, das zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führt, wird nachgewiesen durch:

1. die allgemeine Hochschulreife,

2. die fachgebundene Hochschulreife,

3. die Fachhochschulreife,

4. die Meisterprüfung.

Der Nachweis nach Nr. 1 oder 4 berechtigt zum Studium an allen Hochschulen, der Nachweis nach Nr. 2 in der entsprechenden Fachrichtung, der Nachweis nach Nr. 3 zu einem Studium an einer Fachhochschule oder in einem gestuften Studiengang an einer Universität. Andere Bildungsnachweise berechtigen zum Studium, wenn sie gleichwertig sind. Hierüber entscheidet bei inländischen Nachweisen das Kultusministerium, im Übrigen das Ministerium; es kann die Zuständigkeit auf die Hochschulen übertragen. Das Nähere wird durch Verwaltungsvorschrift geregelt.

Somit ist die generelle Zugangsregelung leider nicht im Gesetz fest fixiert, sondern entweder auf das Kultusministerium oder die Hochschule übertragen.

In dem Fall ist das Schulamt sicher der richtige Ansprechpartner - verheerend wäre es nun, wenn die von Dir von anderen Hochschulen akzeptierten Zugänge in deinem Fall nicht gelten.

Ich würde dir auf jeden Fall raten den von dir genannten Passus nochmals mit dem Schulamt, ggf. vorab mit der WBH zu besprechen.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
HannoverKathrin

Geschrieben

Chillie, ich finde es sehr vorbildlich dass du dich da so engagierst!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar
Markus Jung

Geschrieben

Chillie, ich finde es sehr vorbildlich dass du dich da so engagierst!

In der Tat - Applaus für Chillie :thumbup:

Wäre ja super, wenn sich dadurch eine Lösung für Thom ergäben würde.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Am Montag kommts zum Showdown... mein jeweiliger Sachbearbeiter hat Urlaub und ich hoffe mal, er ist am Montag gut gelaunt.

Danke an alle, vor allem an chillie, für die Unterstützung. Ich bin jetzt bestens vorbereitet und hoffe, dass sich das Blatt noch irgendwie zum Guten wendet.

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Ich drücke dann am Montag mal alle verfügbaren Daumen!!!

Diesen Kommentar teilen


Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben um einen Kommentar hinterlassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Geht einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
  • Aktuell beliebte Blogbeiträge

    • MichiBER
      Von MichiBER in Elektro- und Informationstechnik an der WBH... oder der Versuch, sich einsam durchzuschlagen 3
      Hallo,
      im Folgenden möchte ich gerne versuchen, meine Erfahrungen, welche sich während des Studiums angesammelt haben, kurz darzustellen. Ich hoffe, dies motiviert noch-Unentschlossene, sowie derzeit Studierende gleichermaßen.
       
      Warum ein Fernstudium?
       
      Ich habe bereits mehrere Jahre lang als Fertigungsmitarbeiter gearbeitet und habe gemerkt, dass ich diese Arbeit nicht mein Leben lang machen möchte. Schichtdienst, geringer Lohn und auf Dauer ziemlich anspruchslose Tätigkeiten.
      Allerdings hatte ich mir mit einer eigenen Wohnung (ledig, damals keine Freundin, keine Kinder) schon Kosten geschaffen, die ohne die Arbeit nicht zu finanzieren gewesen wären. Deshalb entschied ich mich für ein Fernstudium. Mit meinem Chef bin ich diverse Studiengänge durchgegangen. Letzten Endes hatte er für mich diesen Studiengang bei der Wilhelm Büchner Hochschule ausgesucht. Das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang mit dieser Vertiefungsrichtung angeboten hatte, die auch genau der Sparte der Arbeit entsprach. Mein Chef übernahm 50% der Kosten. Dafür verpflichte ich mich bei ihm für 3 weitere Jahre (eigentlich nur eine Form der Sicherung des Arbeitsplatzes). Sein Angebot, halbtags zu arbeiten, hatte ich abgelehnt. Somit hatte ich durchweg eine 40-Stunden-Woche. Somit ist das Fernstudium nicht vergleichbar mit der Ausbildung, da man ja nicht nebenbei noch etwas macht, sondern in Vollzeit.
       
      Meine Wenigkeit
       
      Ich bin gelernter Mikrotechnologe und arbeite seit (Stand: Nov 2016) 9 Jahren in der gleichen Firma (Bereich: Nachrichtentechnik, Entwickeln optoelektronischer Bauelemente) als Fertigungsmitarbeiter (mittlerweile als Techniker). Ich habe es für richtig gehalten, die Hefte modulweise durchzuarbeiten. Also zuerst alle Hefte, die bspw. Mathe1 betreffen (dann ggf. die Klausur dazu schreiben) und dann alle Hefte von BWL durcharbeiten. Diese freiwilligen Einsendeaufgaben habe ich nur von den mir wichtigsten Themen gemacht. Diese waren die Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und Physik. Wenn ich diese Themen grundsätzlich verstehen würde, dann würde ich später die höheren Schwierigkeitsgrade ebenso verstehen. Das war mein Gedanke dahinter.
      Zu Beginn des Studiums hatte ich alle Prüfungen mit einer 1,x schaffen wollen. Irgendwann habe ich’s eingesehen, dass man dafür entweder sehr, sehr viel mehr Zeit benötigen würde (die ich nicht verballern wollte), oder dass man ein Überflieger sein muss (was ich ebenfalls nicht bin). So bin ich nach 80/20 verfahren. Mit 80 % schafft man schon fast alles und der Rest ist das i- Tüpfelchen, wenn man noch etwas Zeitreserven hat. Eines habe ich allerdings nie aus den Augen verloren: Ich wollte das Studium mit einer Gesamtnote <2,4 abschließen. Das ist mir auch gelungen. Ich habe eine 2,14 erlangt (alle Noten samt deren Gewichtung. Dafür empfehle ich www.gradeview.de).
      Man kann das Studium nur mit einem klaren Ziel schaffen. Ansonsten fehlt einem der Ansporn. Mein Ziel war von Anfang an klar: Raus aus der Schicht. Besseres Gehalt. Anspruchsvollere Tätigkeiten. Und dies bitte noch, bevor ich 50 bin (habe mit 26 angefangen zu studieren). Es gab bei mir persönlich im Laufe des Studium zwei ganz große negative Ereignisse, die mich in ein großes Loch haben fallen lassen. Mein Fehler war, dass ich dennoch zwei Klausuren geschrieben hatte (beide eine 4,0), die mir den Schnitt versaut haben. Aber trotzdem kam es mir niemals in den Sinn, das Studium zu schmeißen. Ich hätte mich ein Leben lang darüber geärgert.
       
      Motivation, wo bist du?
       
      Es ist so schön, wenn man es geschafft hat ein weiteres Heft abgearbeitet zu haben. Umso schlimmer ist es, wenn wieder eine neue Lieferung voller Hefte kommt. Die den Heftstapel gefühlt exponentiell in die Höhe schnellen lässt.
      Die Hefte selbst sind nicht wirklich gleichermaßen gut. Die einen sind gefüllt mit komplexen, undurchsichtigen Sätzen, die anderen weisen ganze Rechenfehler auf, auf die (laut Forum bei Study online) bereits vor Jahren von Studenten entdeckt, aber nachweislich noch nicht korrigiert wurden.
      Es ist so wichtig, differenzieren zu lernen. Man muss unterscheiden können, ob man an dem einen Tag einfach nicht durch ein Heft kommt, weil das Gehirn partout nicht will, oder weil einem die Lust dazu fehlt. Für Ersteres muss ich sagen: „Pack’ das Heft beiseite und lass es für heute sein! Es ist furchtbar demotivierend, wenn man es verzweifelt zu verstehen versucht.“. Für Letzteres sag ich: „Heute lässt man es sausen, weil man keine Lust hat. Morgen lässt man es sausen, weil es auf der Arbeit doof war, übermorgen lässt man es sausen, weil die unwichtige Serie im Fernsehen, die man ja eigentlich nicht interessant findet, sehen muss...“. Es gibt so viele Gründe, die man sich sucht. Nur, um sich nicht durch so manch total uninteressanten Module (bei mir waren es die BWL- und Unternehmensführung-Themen) durchquälen zu müssen.
      Es ist sehr faszinierend, dass man immer wieder Phasen erlebt, an denen man einfach nur unmotiviert und lustlos ist. Deshalb hatte ich mir das Lernen als einen Termin gemacht. Wenn ich lediglich sagen würde, täglich nach der Arbeit etwas zu lernen, dann (ich kenn mich) würde ich es ziemlich schleifen lassen. Deshalb hatte ich mir gesagt, dass ich um x-Uhr mit dem Lernen beginne. Das Ende ließ ich offen. Wenn es nicht so ganz gut lief, dann hatte ich schon nach einer Stunde aufgehört, wenn es sehr gut lief, dann wurden es auch schon mal 9 Stunden. (Essen nicht vergessen). Hinzufügen muss ich noch, dass ich im Schichtdienst gearbeitet hatte. In der Spätschicht konnte ich viel besser lernen als in der Frühschicht, da ich früh aufgestanden bin, von 9-13 Uhr gelernt hatte und dann (zum Entspannen lach) zur Arbeit gegangen bin. Man muss lernen, sich zu organisieren. Zeitmanagement, Disziplin und Durchhaltevermögen sind drei absolut wichtige Dinge, die man beherrschen muss. 
      Ich hatte annähernd jeden Tag gelernt. Meine Freunde und Familie mussten stark sein und die Nerven behalten. Allerdings fand ich es auch super, wenn mich eben diese mal weg geholt haben vom Schreibtisch. Denn nur büffeln ohne soziale Kontakte geht auch nicht.
      Mir war es wichtig, viele Kontakte zu knüpfen. Sei es über den Austausch im Forum, sei es ei den Stammtischtreffen, oder gar (wenn man das Glück hat und viele Studenten in der Nähe wohnen) sich privat zu treffen. Dabei muss es nicht unbedingt immer um die Uni gehen
       
      Angebote der Uni
       
      Nicht selten habe ich die (Online-) Repetitorien wahrgenommen. Die Qualität dieser schwankte allerdings sehr. Es gab Reps, wonach ich genauso schlau wieder rausgegangen bin, weil sie quasi Null auf die Klausur vorbereitet haben. Und es gab Reps, die haben mir bei der Klausur echt den Ar*** gerettet.
      So ein Crashkurs (genannt: Kompaktkurs) habe ich ein Mal gemacht. Das waren 2 Tage volle Dröhnung Informationen. Am zweiten Tag konnte man sich kaum noch konzentrieren. Dies sollte man nur machen, wenn man bereits alle dazu gehörigen Hefte durch hat.
       
      Die Module
       
      Ich empfand Englisch, Mathematik und die Vertiefung als sehr einfach. Letzteres deshalb, weil ich diese ganze Thematik auf meiner alltäglichen Arbeit sehe. Somit hatte ich Theorie und Praxis zur gleichen Zeit.
      Besonders schwer gefallen sind mir die Systemtheorie und Regelungstechnik und die ganzen Geschichten über Laplace und Fourier. Oh man, hab ich das gehasst. Dazu hatte ich auch den Crashkurs gemacht.
      Die Projektarbeit war noch einmal etwas ganz anderes. Hier war es wichtig, sich früh Leute zusammen zu suchen, mit denen man im Optimalfall schon länger in Kontakt steht. Da hatte ich großes Glück gehabt und bin über dieses entstandene Team sehr froh gewesen. Alle waren motiviert, konnten konstruktive Kritik äußern und auch Kritik annehmen. Die Realisierung von Treffen äußerte sich auf Grund der geografischen Lage aller Studenten im Team (Berlin, Aachen, Frankfurt/M.) als äußerst schwierig. Nichtsdestotrotz waren sowohl die Durchführung, das Schreiben des Berichtes und die anschließende Projektpräsentation in der Uni absolut vorbildlich. Das war super Teamwork. 
       
      Abschlussarbeit und Kolloquium
       
      Ich muss sagen, dass ich sehr viel Unterstützung von meinen Kollegen (Chef inklusive) bekommen hatte. Es standen mehrere kleinere Projekte an, von denen ich mir eines aussuchen konnte, welches ich für meine BA machen wollte. Man glaubt ja gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man eine Abschlussarbeit durchziehen möchte.
      Ich fand es sinnvoll, zunächst einen roten Faden zu finden, wie man die BA aufbauen möchte. Das klingt einfacher, als es doch war. Bei mir war es der Fall, dass ich vor meiner eigentlichen Durchführung viel über das Messsystem und das Produkt beschreiben sollte, da es sehr fachspezifisch war.
      Meinen Betreuer habe ich mir nach Sympathie ausgesucht. Er hat zwar nur ansatzweise etwas mit meinem Thema zu tun, aber ich wollte ihn unbedingt haben, da ich mit ihm in den vielen Jahren immer gut ausgekommen bin. Mein Tutor sollte erreichbar sein und mir verständlich sagen können, was er anders haben möchte.
      Als der Text fertig war, hieß es nur noch: drucken. Aber wo? Hier in Berlin mangelt es nicht wirklich an Universitäten und den damit verbundenen Druckereien. Aber dennoch hatte ich mir – trotz anfänglicher Zweifel – für eine Online- Druckerei entschieden (www.druck-deine-diplomarbeit.de). Dort hatte ich gefühlt mehr Auswahl, was man mit dem Buch alles machen kann. Montagabend bestellt und Mittwoch erhalten. Und die Qualität konnte sich echt sehen lassen. Vergesst nicht, die drei Exemplare zu unterschreiben!!! Das ist mir ja fast passiert.
      Nach dem Versenden hat man es fast geschafft. Ich hatte mich nicht gleich auf die Erstellung der Präsentation gestürzt, sondern mich meiner Freizeit gewidmet, muss ich gestehen.
      Ungefähr 2,5 Wochen vor dem Kolloquium- Termin, den ich per Mail erhalten hatte, fing ich dann an, an der Präsentation zu werkeln und meine Rede zu üben. Der Anfang ist einfach nur fürchterlich holprig. Aber da muss man durch. Meine Freundin musste als Zuhörerin und Kritikerin herhalten und hatte mir Hinweise gegeben, wo ich hinschaue, ob ich deutlich rede und ob die Folien zu überladen aussehen.
      Drei Tage vor dem Kolloquium hatte ich die Möglichkeit, die Präsentation auf der Arbeit vor mehreren Ingenieuren zu halten. Auf 18 Minuten reden folgten 50 Minuten Diskussion. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, dies zu machen. Ich hatte dadurch mächtig an Selbstsicherheit gewonnen.
      Kolloquium. Man war ich nervös. Ich stand nach 4,5 Jahren Studium endlich vor dem Raum, wo ich meine Abschlusspräsentation halten soll. Fein im Anzug, bewaffnet mit Laptop und Präsenter. Das Kolloquium selbst war erstaunlich angenehm. Der Ersttutor hatte mitgeteilt, dass ich die Präsentation ungestört durch Zwischenfragen halten könne. Erst nach der Rede würde man die Fragerunde starten. Ich begann zunächst mit „Sehr geehrte Frau Professor X, Frau Dr. Y, Herr Dr. Z, ich freue mich, heute eine Rede halten zu können über...“. Dann lief eigentlich nur ein Band ab. Ich erzählte, was ich die vielen Male davor auch meiner Freundin und meinen Kollegen erzählte. Ich glaube, ich lag am Ende bei 21 Minuten.  Die anschließende Fragerunde war überaus fair. Es wurden einige Fragen gestellt, die sich auf die Folien bezogen („Warum wurde es so gerechnet?“, „Was wäre die Folge, wenn der Wert so-und-so gewesen wäre?“) und welche, die sich auf die Bachelorarbeit bezogen („Hier steht, dass der yxz-Effekt dafür verantwortlich ist. Was ist denn dieser xyz-Effekt?“). Dann wurde ich gebeten, raus zu gehen und von dem Moment an fingen laaaange fünf Minuten Beratungszeit an. Als man mich wieder rein bat, wurde mir gleich gratuliert, die Note mitgeteilt und zur Abrundung noch etwas Kritik zur BA mitgegeben.
      Da stand ich nun. Fertig. 4,5 Jahre kontinuierliches lernen. Einfach zu Ende. Ich habe es auf dem Heimweg noch nicht so wirklich realisiert. Aber das kann einem keiner mehr nehmen.
       
      Unterm Strich
       
      „Kann ich nicht.“ – Gibt’s nicht! Wenn man es will, dann zieht man es durch. Bei dem Einen dauert es 3,5 Jahre, bei dem Anderen halt meinetwegen +7 Jahre. Who cares? Man macht es für sich selbst. Auf meiner Arbeit habe ich schon eine Veränderung bemerkt. Die Ingenieure, die auf einer Präsenzuni waren, bekundeten ihren Respekt, dass man ein Studium nebenbei machen kann. Somit sammelt man nebenher Sympathiepunkte
      Ich würde ein Fernstudium wieder machen. Auch an dieser Hochschule. Natürlich gab es immer wieder Situationen, wobei ich die Hochschule verflucht hatte, aber unterm Strich kam man mit ihr gut zurecht. Vielleicht mache ich noch den Master. Ich weiß allerdings noch nicht so genau, welchen ich machen will.
       
    • MrMoro12
      Von MrMoro12 in B.A. Gesundheitsmanagement -IUBH 6
      Hallo,
       
      nach langer Zeit folgt nochmal ein neuer Blogeintrag von mir. Bisher bin ich mit dem Studium, meiner Familie und der Arbeit zeitlich sehr gut ausgelastet.
      Dennoch möchte ich mitteilen, dass mich gestern eine E-Mail vom Studentenwerk Rostock erreicht hat. In dieser wurde mir die versprochene Antwort vom BMBF mitgeteilt.
      Zur Info: Ich musste mein Studium an der WINGS unterbrechen/beenden, da das Studentenwerk Rostock der Meinung war, dass die Online-Studiengänge nicht BAföG Förderungsfähig sind - trotz Vollzeitvariante. Mit der Entscheidung war ich nicht einverstanden und habe deshalb eine "Beschwerde" an den Gruppenleiter des Studentenwerkes geschrieben, in welchem ich mein Anliegen näher dargelegt habe. Er hat sich dahintergeklemmt und beim Bundesministerium um rechtliche Prüfung gebeten. Und Tatsache! Die Studiengänge sind sehr wohl Förderungsfähig!
       
      Bisher habe ich 3 Klausuren an der IUBH geschrieben, 3 liegen noch vor mir. (bis zum Feb. 2017)
      Falls ich alle 3 weiteren Klausuren bestehen sollte, hätte ich im Februar insgesamt: 80 ECTS.
       
      Ich habe eine Mail an den Studiengangskoordinator der WINGS geschrieben und ihn gebeten zu prüfen, ob die Module der IUBH an der WINGS angerechnet werden können. Falls das der Fall ist, so würde ich wieder zur WINGS wechseln. Dann hätte ich insgesamt: 102 ECTS.
      Das Problem wird sein, dass die Module an der IUBH mit je 5 ECTS bewertet werden, an der WINGS hingegen mit 6 ECTS -> bei gleichem Workload. Das liegt an der unterschiedlichen Bewertung je ECTS (IUBH: 30 Stunden pro ECTS, WINGS 25 Stunden pro ECTS).
       
      Was würdet ihr machen? Würdet ihr an meiner Stelle wechseln? Oder sieht das "komisch" im Lebenslauf aus?
      Ich würde auch enorme Kosten sparen (IUBH: 3,5k pro Jahr, WINGS 2k pro Jahr) Auch fühlte ich mich an der WINGS schon wohler
    • SebastianL
      Von SebastianL in M.Sc. Wirtschaftsinformatik an der WBH 5
      Letzte Woche hatte ich noch regen Schriftwechsel mit meinem Dr.-Vater. Es ging um die Promotionsfähigkeit. Ich hatte alle notwendigen Unterlagen eingereicht und diese auch schön aufbereitet. Aus seiner Sicht sprach nichts gegen eine Promotionsfähigkeit, er wollte aber sicher gehen, dass es am Ende keine Probleme gibt und hat offiziell im Dekanat angefragt. Zum Hintergrund, ich habe ja Wirtschaftsinformatik studiert und möchte in Informatik promovieren. Das sollte eigentlich kein Problem darstellen, aber er wollte eben sicher gehen, dass es das Dekanat genauso sieht. Das ging relativ schnell und ich hatte dann das Ergebnis schriftlich im Mail-Postfach. Also natürlich vorausgesetzt ich schließe den Master ab, erst dann bin ich promotionsfähig. Somit muss jetzt nur noch das Kolloquium über die Bühne und dann kann ich mit meinem Dr,-Vater den Doktoranden-Vertrag schließen. In diesem Vertrag verpflichte ich mich jedes halbe Jahr Fortschritte über meine Forschung zu reporten und er verpflichtet sich mich zu betreuen. Soweit also alles auf Kurs.
       
      Die Woche habe ich mich, wie angekündigt mit meinem Dr.-Vater getroffen und die grobe Richtung mit dem groben Thema abgesprochen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht und war ein echt gutes Gespräch. Das Thema meiner Masterarbeit hat sich rentiert, denn ich kann da mit Wissen anknüpfen. Es geht in Kurzform auch, wie in meiner Masterarbeit um Kompetenzen und deren Vergleich im Hinblick auf Medizinischer Weiterbildung. Soweit jetzt mal grob die Richtung formuliert. Ich muss mich jetzt die nächsten Wochen mit Recherche beschäftigigen und die Problemstellung mit groben Ziel zu definieren. Mir steht auch ein Prof. Dr. in Medizin zur Verfügung, der mich in Sachen Medizin fachlich unterstützt. Der hat sein Büro neben der Büchner Villa, wo ich war. Ich meine mit Büchner Villa nicht die Hochschule, sondern es gibt in Pfungstadt ein Gebäude das so heißt und auch sehr bekannt ist in Pfungstadt.
       
      Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Promotion und das Thema finde ich auch sehr spannend. Ich hab mir immer gedacht, Dr.-Vater finden schon schwer und dann noch einen zu finden, der ein Thema hat das einen interessiert ist noch schwerer. Aber da habe ich wohl insgesamt sehr glück gehabt, dass auf Anhieb gleich alles passt.
       
      Mein nächster Blogeintrag wird nach dem Kolloquium sein und mein letzter in diesem Blog. Danach werde ich einen neuen Blog über meine Promotion aufmachen.