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Der K(r)ampf geht weiter.


GregViz

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Ich habe mich jetzt länger nicht gemeldet weswegen es mir nun wichtig war ein kurzes Lebenszeichen von mir zu geben um zu signalisieren dass ich keine Forum Leiche geworden bin. Es geht noch weiter und ich möchte mich hier nicht so sehr über die Fortschritte des Studiums äußern, nicht sagen wieviele Einsendeaufgaben ich schon abgeschickt habe(vielleicht nur mal so am Rande). Mir ist diesmal wichtig den Fokus auf das Emotionale und Soziale zu richten, wie sich mein Leben verändert hat, mit was man emotional zu kämpfen hat.
Es klingt erstmal hart, aber ich habe kein Bock mehr. Es ist nicht das Studium das mich stört, im Gegenteil, ich erlebe immer wieder Momente im Studium in denen meine Gedanken die ich irgendwann mal hatte sich bewahrheiten und ich dann denke "guck mal, das ist nicht nur deinem Hirn entsprungen sondern das sind tatsächlich Probleme über die sich die Menschen da oben Gedanken machen, das ist alles bekannt". Diese Momente empfand ich immer als sehr motivierend, wie Wegweiser die einem signalisieren "du bist genau auf dem richtigen Weg, da willst du hin! Über genau sowas willst du dir Gedanken machen!"
Allerdings habe ich eine Frau, ein 10 Monate altes Kind, einen Vollzeitjob, Rufbereitschaft und noch ein paar andere Dinge. Dinge in denen vieles nur schwer Planbar ist. Ich wurde wieder krank, hatte Urlaub, doch so richtig Entspannung konnte ich nicht finden. Die Tage sind häufig voll gepackt und der Wunsch nach einer Auszeit macht sich breit.
Gefühlt habe ich eigentlich nie Zeit oder nur sehr wenig, zu wenig. Die Motivation ständig oben zu halten kann schon anstrengend sein, insbesondere wenn man beruflich auch einfach erschöpft nach Hause kommt. Ich leide unter Migräne und hatte in der letzten Zeit häufiger Migräne Anfälle weswegen ich beim Arzt war und im Augenblick eine Therapie vollziehe. Die Therapie zielt darauf ab den empfundenen Stress zu reduzieren, besser zu bewältigen und damit die Abstände zwischen den einzelenen Migräneanfällen zu vergrößern. Die Migräne meldet sich bei mir offenbar immer dann wenn ich meinem Körper zuviel abverlange. Soziale Kontakte sind nur noch wenig da. Nicht weil es nicht irgendwie planbar wäre, aber in der Zeit in der man gerade nichts zutun hat möchte man auch einfach mal Pause haben. Insofern besteht das Leben aus einem Wechselspiel zwischen Vollgas und Stillstand.

Der ursprüngliche Plan war, bis nach die Hochschulzugangsprüfung abzuwarten und dann seine Arbeitszeit zu reduzieren. Ich denke ich werde genau dieses Unterfangen beschleunigen.

Gerade wegen der Migräne wurde mir auch Ausdauersport ans Herz gelegt und ich habe im Urlaub mit dem Joggen angefangen. Ich jogge 3x die Woche ca. 30 Minuten und merke das ich ein bisschen Lebensqualität dadurch zurück gewinne. Trotzdem ist es keine kleine Aufgabe einem Vollzeitjob nachzugehen, Zeit für Sport zu finden, eine Familie mit Kind zu haben und nebenbei zu studieren und gerade wenn man mit Migräne vorbelastet ist aufzupassen dass man nicht übertreibt(denn sonst liegt man einen Tag flach).
Neben dem "Energieverlust" unter dem ich zu kämpfen habe, habe ich aber auch immer das Gefühl dass ich zwar Energie ins Studium investiere, diese Energie dann aber auch wieder zu mir zurück fließt. Die Arbeit hingegen ist ein Energiedieb der die Migräne sogar noch begünstigt. Deswegen war es für mich in diesem Entschluss nur logisch die Arbeitszeit zu reduzieren.
Die Noten die ich bis jetzt schrieb liegen alle zwischen 1,xx und meine schlechteste ist 2,3.
Da sich das vielversprechend anhört möchte ich mich nun mehr auf das Studium konzentrieren.

An meinem selbstgemachten Zeitplan musste ich etwas herum justieren. Ich musste die Zeiten etwas runter schrauben und wenn ich Bereitschaft habe kommt es häufig vor das ich 7 Tage lang für das Studium garnichts mache.

Das Gespräch über die Reduzierung der Arbeitszeit nehme ich mir für nächste oder Übernächste Woche vor. Starten möchte ich gegen Oktober. Da ich auch im Lehrplan zurück liege überlege ich über eine kurzzeitige Pausierung des Studiums um etwas aufzuholen. Ich werde dann wieder berichten wenn es was neues gibt.

So... das wars fürs erste. Bis demnächst!

5 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ja, das sind viele Faktoren die das Studium erheblich erschweren. Arbeitszeitreduktion klingt auf jeden Fall vielversprechend! 

 

"Da ich auch im Lehrplan zurück liege überlege ich über eine kurzzeitige Pausierung des Studiums um etwas aufzuholen."

 

Das Mindset ehrt Dich ist in der aktuellen Situation aber m. E. eher ungünstig. Wenn Du während der Pause auch zu nichts kommst steigt der mentale Druck noch weiter. Mach lieber in kleinen Schritten weiter. Du hast definitiv Zeit genug bis zum Abschluss, die Betreuungszeit kann man um 50% verlängern. 

Bearbeitet von Steffen85
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  • Admin

Was kostet dich die meiste Energie? Ist es der Job? - Meinst du, dass sich daran etwas ändert, wenn du die Arbeitszeit reduzierst? Oder liegt es grundsätzlich am Job? - Ist da vielleicht eine Veränderung möglich?

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Es liegt grundsätzlich am Job. Durch das Studium würde ich mir auch gerne einen anderen Job ermöglichen der besser zu mir passt. Zusätzlich habe ich noch Rufbereitschaft, das ist insofern ärgerlich weil es passieren kann das ich am Montag meine vollen Stunden auf der Arbeit ableiste, mitten in der Nacht das telefon klingelt, ich nochmal raus muss einen Störfall behebe, heim fahre und mich dann nochmal bis zum offiziellen Arbeitsbeginn hinlegen kann. Erholsam ist das null und in den Bereitschaftswochen bin ich auch eigentlich so Matsch in der Birne das mit dem studieren nicht mehr viel ist. Ich schlafe dann wirklich, denn so ein Einsatz kommt schon öfter mal vor. Nach so einer Nacht bin ich am nächsten Tag auch nicht wieder fit, das dauert ein paar Tage bis der gewohnte Rythmus wieder drin ist.
Ich glaube eine Reduzierung der Arbeitszeit würde schon etwas bringen. Ich würde auf 30 Stunden reduzieren, damit wäre ich nicht gezwungen die Pausenzeit nach 6 Stunden einzuhalten, insofern würde ich nochmal 45 Minuten x 5 gewinnen. Es wäre zumindest deutlich entspannter als jetzt.

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  • Admin

Kommt auf einen Versuch an mit der Reduzierung - wenn die Belastung aber so hoch bleibt könntest du ja möglicherweise doch auch vor dem Abschluss schon versuchen, den Job zu wechseln?

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