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Ich will doch nur spieln, hmhm, hmhmm *sing*


psycCGN

263 Aufrufe

Nachdem ich in Entwicklungspsychologie dieses riesige Literaturpaket durchgelesen habe, dachte ich mir: "Hey, Diagnostik I schaffe ich dann auch noch für den Monat darauf. Also nutze ich die Zeit jetzt mal und lese mir dafür die Literatur durch." Die Hälfte der Literatur habe ich nun auch schon prompt geschafft und nachdem ich die letzten Tage eine Lesepause einlegen musste, weil es mir einfach zu viel geworden ist, geht es jetzt weiter. Aber immer mehr überlege ich mir, ob die Euro-FH nicht gut daran täte, ihr Programm etwas zu überarbeiten. 

Alles in allem schreibt man von insgesamt 23 Modulen 16 Klausuren. 8 oder 9 Klausuren davon sind offene Klausuren und der Rest MC. Bisher sah die Vorbereitung so aus, dass man die Literatur heruntergeladen und gelesen hat, Zusammenfassungen schrieb, so gut wie möglich auswendig gelernt hat und dann die Klausuren schreibt. Die ersten Module war das auch noch ganz cool so. Aber mittlerweile wünschte ich mir, dass man die digitalen Möglichkeiten weiter ausschöpft und auch noch weitere Kanäle zur Vermittlung der Inhalte nutzt. Für einige Module könnte man Videovorlesungen einführen, um den auditiven Kanal zu nutzen. Zwar gibt es für FOST I so eine online gestellte Ringvorlesung, die aber nur ein paar Kapitel abdeckt. Als ich in die ersten Videos rein geschaut habe, merkte ich, dass die Themen eher oberflächlich besprochen werden, sodass ich die Zeit lieber genutzt habe, um die Studienhefte weiter zu lesen (Dafür fand ich aber die Kartensätze für die hauseigene KarteikartenApp super zur Vorbereitung... auch wenn der Umfang mit 600 Karten echt hoch war ^^)

Zudem würde eine Methodenvielfalt bei den Modulabschlussprüfungen auch gut tun. Es werden relativ wenige Hausarbeiten geschrieben. Aber eigentlich müsste man meinen, dass das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten eine Kernkompetenz sein sollte, die man im Studium lernt und vertieft. Es dürften ruhig mehr Hausarbeiten (bisher 3, wenn man vom Praxisprojekt absieht) und dafür weniger Klausuren sein. Es geht ja auch, wenn man über Moodle zuerst einen kleinen MC-Test mit den wichtigen Inhalten obligatorisch absolvieren muss, damit sichergestellt ist, dass die Leute ein Überblickswissen über die Inhalte haben und danach dann die Hausarbeit schreiben können. Oder es kann auch eine Präsentation gefordert werden, die dann online vor der Gruppe abgehalten werden muss. Ich finde auch das Konzept der HFH ganz schön, dass in den Studienzentren am Wochenende freiwillige Präsenzen stattfinden und dort zu einigen Modulen Komplexe Übungen als Modulabschlussprüfungen angeboten werden. Ich stelle mir so etwas gerade für das Modul Diagnostik vor. Es ist ja ein sehr trockenes Modul. Wenn man dann so eine freiwillige Präsenz hätte, wo eventuell eine ganze Auswahl diagnostischer Tests ausliegen würde und man in kleinen Grüppchen Aufgaben mit dem Material bearbeitet und Teile der Tests auch ausprobieren könnte, würde es das Thema wahnsinnig auflockern und wäre ein absolutes Highlight. Darüber hinaus könnte man sich praktisch damit vertrauter machen, was doch eigentlich auch zu den zu erlernenden Kompetenzen zählen sollte. Es ist schade, dass so etwas neben dem intensiven Literaturstudium "verloren" geht. 

 

Ich überlege in letzter Zeit immer wieder, ob ich nicht eventuell zur HFH wechseln soll. Ich hatte auch schon einmal hier im Forum erwähnt, dass mir der persönliche Austausch fehlt und die kleinen Präsenzen in den Studienzentren (eines ist ja hier in Köln für mich mit dem Fahrrad ziemlich gut erreichbar) kämen mir sehr entgegen. Eigentlich hätte ich jetzt im Sommer auch eine Präsenzveranstaltung in Hamburg gehabt aber durch Corona findet sie nun auch online statt. Ich hatte mich eigentlich auf die Präsenzveranstaltung gefreut. Aber so spare ich mir jetzt das Geld für An- und Abreise sowie Unterkunft 🙈 Bei der HFH finde ich auch die höheren Anteile an klinischer Psychologie schön, sowie die Wahlmöglichkeit im Wahlpflichtbereich. Die Euro-FH gibt uns hier Rechtspsychologie vor, aber die Möglichkeit an der HFH Notfallpsychologie zu belegen, finde ich extrem interessant. Auf der anderen Seite steht aber auch der Gedanke, dass ich ja schon einige Vorlesungen an der Euro-FH hinter mich gebracht habe und nach deren Konzept mit den aufeinander abgestimmten Inhalten schon eine Weile studiere. Wobei ich mich langsam so ein bisschen durch die Klausuren quäle, da es sehr einseitig ist. Ansonsten stimmt für mich ja alles bei der Euro-FH. Ich kann wunderbar flexibel sein, da die Klausuren monatlich geschrieben werden, die Studienberater sind sehr freundlich und zuvorkommend. Meine Anliegen werden schnell bearbeitet, sodass ich manchmal sogar überraschend früh Rückmeldungen bekomme und bei meiner kleinen Online-Klausurenpanne wegen technischer Probleme ist man auch kulant damit umgegangen. Durch Corona hat die Euro-FH den Wechsel zu Online-Klausuren auch sehr schnell geschafft. Viel besser als so manch eine Uni, die ja nun nicht monatlich Klausuren anbieten, sondern "nur" einmal pro Semester. 

 

Ich werde mir das Thema die nächsten Wochen und wahrscheinlich Monate nochmal durch den Kopf gehen lassen und mal hören, was mein Gefühl mir sagt. 

 

Liebe Grüße an das Forum ;)

 

Feature Foto: pixabay.com

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zu deiner Vorstellung vom Modul Diagnostik und den freiwilligen Präsenzen muss ich dir deinen Wunschtraum etwas nehmen: Bei den freiwilligen Präsenzen an der HFH wird hauptsächlich der Inhalt der Studienbriefe nochmal durchgesprochen und offene Fragen geklärt (war zumindest bei meinen Präsenzen immer so).

So wie du dir das vorstellst, läuft das höchstens bei den komplexen Übungen ab.


Ich wäre froh, wenn die HFH überhaupt mal zu jedem Modul ein ergänzendes Video hätte und hoffe, dass da in Zukunft auch noch mehr in der Richtung kommt.

Bearbeitet von Moondance
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vor 20 Minuten, Moondance schrieb:

muss ich dir deinen Wunschtraum

 

Würde ich nicht so sagen. Ich hatte schonmal mit der HFH telefoniert. Dass die freiwilligen Präsenzen eher so ablaufen, kann ich mir gut vorstellen. Aber es geht mir ja darum, dass man die Möglichkeiten hat, in Real zusammenzusitzen und den persönlichen Austausch hat und das mehr als nur 2 Tage im Jahr.

 

Wie so etwas beispielsweise in Diagnostik laufen könnte, habe ich mir nur zusammenphantasiert. Es soll zeigen, dass es auf jeden Fall möglich ist, auch trockene Sachen aufzulockern. Hier würde ich mir insbesondere von meiner jetzigen Hochschule wünschen, dass man diesbezüglich gewisse Möglichkeiten anbietet.

 

Und ja, dass keine Hochschule perfekt ist, ist auch klar :) Die HFH nutzt sicherlich auch nicht alle Möglichkeiten aus, die es gäbe 🙈 Aber es gibt ein paar Aspekte, die mir dort recht gut gefallen.

Bearbeitet von psycCGN
Link zu diesem Kommentar

Ja, für den persönlichen Austausch ist das schon gut. Wobei bei uns abseits der Präsenzen gar nicht viel gefachsimpelt wird. Da will jeder sofort wieder heim 😅 
 

Trockene Inhalte muss man sich dann zur Not auch selber irgendwie auflockern und spannend machen. Allerdings habe ich keinen Plan, wie das funktioniert. Ich bin da eher nach dem Motto: Augen zu und durch.

 

Aber wenn du irgendwann zur HFH wechselst, wäre ich gerne zu einem fachlichen Austausch ab und an bereit 😊

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