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Das erste Semester an der HFH


Pinguinchen

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Huhu,

 

ich wollte mal berichten, was ich aktuell so treibe.

Mittlerweile studiere ich seit Juli an der HFH "Berufspädagogik mit dem Schwerpunkt Bildungswissenschaften in der beruflichen Fachrichtung Pflege" -> also eigentlich könnte man auch kurz sagen: Pflegepädagogik 😛

Die HFH war auch so nett, mir drei Module aus meinem vorherigen Studium anzuerkennen - darunter auch das Forschungsmodul samt Masterkolloquium (yeah!)  - (natürlich muss ich noch die Masterarbeit schreiben!)

Die erste Präsenz war richtig gut - ich hatte leider erst eine - und in der kommenden Woche wäre eigentlich die nächste Präsenz, wenn...ja wenn ich nicht schon etwas anderes an der HFH zu tun hätte: beim Durchstöbern der Homepage der HFH bin ich nämlich darauf gestoßen, dass noch Lehrbeauftragte gesucht werden. Daraufhin habe ich mich dort beworben, wurde genommen und habe in dieser Woche meinen ersten Lehrauftrag an der HFH 😀

Vielleicht ist es ja für andere auch mal ganz interessant zu lesen, wie es  mit dem Dozenten-Dasein an der HFH aussieht, deshalb schreibe ich das hier mal auf:

Ich habe den Lehrauftrag für ein Modul aus dem Bachelorstudiengang Pflege- und Therapiewissenschaften bekommen, hierbei wurden mir die Studienbriefe des Moduls ausgehändigt (ausgedruckt und per pdf) und es wurden einige organisatorische Fragen geklärt:

Kleine Bedingungsanalyse: Wie sieht die Studi-Gruppe aus? Welche Vorerfahrungen? In welchem Semester? Haben die schon mal eine Hausarbeit geschrieben? Was muss ich formal berücksichtigen für die Hausarbeit? Was wird von mir erwartet? - von Studi-Seite? - von Hochschulseite? Was kann ich nicht erwarten? "dass die Studienbriefe durchgearbeitet wurden" 😂😂😂

Erwischt! Aber ich kann das nur allzu gut nachvollziehen!

Tja, und nun bin ich dabei, die Präsenztage "pädagogisch reflektiert" vorzubereiten und als Erstes habe ich mir die Frage gestellt, was ich eigentlich für eine Zielsetzung habe und was ich den Studis gerne mitgeben möchte. Also, liebe Studis, ich nutze diesen Lehrauftrag nicht nur zum Broterwerb, sondern sehe das als tolle Chance, Lehrerfahrung zu sammeln und übe schon mal die Unterrichtsplanung! Das Schwierige ist nur, dass ich die Teilnehmer überhaupt nicht kenne und auch nicht weiß, wieviele wirklich erscheinen werden. Die HFH meinte, ich müsse alles einkalkulieren: von einer Person bis hin zu 15. Insofern muss ich natürlich blind vorbereiten und hoffe, dass doch ein paar Studis erscheinen werden. Hey, falls jemand von Euch mitliest: es gibt auch Hinweise und Tipps zur Prüfung! 🙃

Was gibt es sonst noch Neues?

Da ich mich ja beruflich umorientiere - von der Pflege in die Lehre - habe ich vor zwei Monaten einmal meinen Marktwert getestet und drei Bildungseinrichtungen zwecks Dozentenstellen angefragt. Ergebnis: zwei Lehraufträge an zwei Hochschulen, eine Dozentenstelle an einer Pflegeschule.

Ich war sehr überrascht, dass Pflegepädagogik hier so dermaßen gefragt ist, denn es gibt hier mehrere Anbieter von Pflege(pädagogik)-Studiengängen und dementsprechend auch Absolventen.

Ich überlege momentan auch, meinen Job in der Pflege zu reduzieren, weil ich den Job als überaus belastend empfinde. Ich weiß nicht, was zur Zeit mit den Leuten los ist - man kann nicht alles mit Corona entschuldigen: unfreundlich, fordernd, motzend, Ansprüche bis zum gehtnichtmehr und dazu eine Arroganz vom Feinsten. Nee, sorry, aber das will ich mir einfach nicht mehr geben. Dazu kommt in letzter Zeit noch eine Häufung von Notfallsituationen, die zusätzlich belastend waren. Für mich sind die Dozentenstellen wie rettende Inseln: ich komme in die jeweilige Institution und erlebe Wertschätzung - wow! Und ich kann DAS, wofür ich angestellt bin, durchführen. Das ist wirklich wertvoll und in meinem bisherigen beruflichen Alltag nicht selbstverständlich. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen!

 

 

4 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Menschen mit Pflegeausbildung und pädagogischem Studium sind auf dem Arbeitsmarkt gerade so gefragt wie nie und selten wie Goldstaub (aus verschiedenen Gründen). 
Die Erfahrung habe ich auch gemacht und konnte mir den besten Job aussuchen.

Daher frage ich mich, warum Du nicht gleich in eine Festanstellung wechselst.

 

„Behind the scenes“-Lehrauftrag zu schauen ist wirklich spannend. 😀

Welches Modul hast Du denn?

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vor 49 Minuten, Silberpfeil schrieb:

Die Erfahrung habe ich auch gemacht und konnte mir den besten Job aussuchen.

Daher frage ich mich, warum Du nicht gleich in eine Festanstellung wechselst.

 

„Behind the scenes“-Lehrauftrag zu schauen ist wirklich spannend. 😀

Welches Modul hast Du denn?

Na ja, im Grunde würde ich gerne an die Pflegeschule meines Arbeitgebers wechseln oder (noch lieber) an eine Hochschule. Hier gibt es eigentlich nur zwei Pflegeschulen, die für mich persönlich in Frage kommen - oder aber eben Hochschullehre, was mich so richtig interessieren würde - und diese besagten Institue haben aktuell keine freien Stellen. An der Pflegeschule meines Arbeitgebers habe ich jetzt ja eine Dozentenstelle und auch die Zusage für die Hospitation, die ich für Okt/Nov nächstes Jahr geplant habe. Hospitation in der Hochschullehre wäre wohl auch im primär qualifizierenden Bachelorstudiengang Pflege möglich - da gab es von der HFH aber noch kein abschließendes Okay.

Hinzu kommt:

Ich habe noch nicht so viel Unterrichtserfahrung (nur ein paar Lehraufträge) und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich das Studium neben einem für mich völlig neuen Beruf packe.

Aktuell ist es ja so: ich gehe zur Arbeit und wenn Feierabend ist, dann ist Feierabend und ich habe viel freie Zeit.

Wenn ich in der Lehre bin, dann weiß ich ganz genau, dass mir auch nach Feierabend noch diverse Gedanken bzgl der Unterrichtsplanung durch den Kopf schwirren bis ich dort eine gewisse Routine und Gelassenheit entwickle "Oh, das ist noch gut - und das kannste noch einbauen - oh und hier das kannste weglassen...". Im Moment habe ich so einen ganz guten Rhythmus, was lernen und arbeiten angeht.

 

Das Modul heißt "Pflegewissenschaftliche Grundlagen" -> Pflegetheorien/-modelle, EBN, Expertenstandards - alles querbeet und innerhalb von zwei Tagen 😂😂😂

Das geht natürlich nicht, also ziehe ich ein paar wichtige Details heraus und versuche auf die Hausarbeit vorzubereiten.

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  • Admin

Finde ich sehr spannend zu erfahren, wie du deine Lehrtätigkeit für die HFH dann gestaltest und die Präsenzen erlebst. 

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vor 11 Stunden, Markus Jung schrieb:

Finde ich sehr spannend zu erfahren, wie du deine Lehrtätigkeit für die HFH dann gestaltest und die Präsenzen erlebst. 

Ja, ich bin auch sehr gespannt. Ich habe ja ein eher trockenes Thema -> Pflegemodelle und -theorien. Es ist nicht in meinem Interesse, dass die Studis nun 10 Modelle oder Theorien auswendig lernen sollen. Natürlich werde ich einige trockene Staubteilchen aufgreifen müssen, aber mir geht es vor allem darum Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen und dabei zu unterstützen, eine gewisse Haltung zu entwickeln und bestimmte Dinge zu hinterfragen.

Von der Gestaltung her werde ich erstmal klassisch planen: Seminargespräch, Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Flipchart einbeziehen, bisschen Aktivierung.

Ich kenne ja leider die Gruppe nicht im Vorfeld, das macht die Planung schwierig.

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